Es kribbelt

Wahrscheinlich der Frühling. Nach einem superschönen, entspannenden Wochenende wieder bereit zu neuen Taten. In zweien meiner Kurse finden die Abschlusstreffen statt….die immer lustig und manchmal bewegend sind – und ich hab noch ein paar weitere schöne Events auf dem Schirm. Wünsche allen Lesern einen wunderschönen Tag und verspreche, ab jetzt wieder öfter zu bloggen. Zu erzählen gibts genug.

Zur Beerdigung Händels Halleluja

Als ich die Nachricht von ihrem Tod erhielt, habe ich mich gefreut. Elisabeth war Würzburgs Deborah. Nur dass sie nicht unter der Dattelpalme saß, sondern an ihrem Kummerstammtisch, den sie für Bedürftige und Traurige ins Leben gerufen hatte. Sie besuchte und ließ besuchen. Hatte für jeden ein gutes Wort und pflegte Umgang mit Armen und Reichen, Hoffnungsträgern und Hoffnungslosen. Das Bild spiegelte sich bei den Besuchern der Beerdigung wieder, alle waren gekommen. Konfessionsdenken war Elisabeth  fremd. Und so waren an der Beerdigung ein katholischer und ein evangelischer Pfarrer beteiligt und die gar nicht trauernden Trauergäste vertraten jede Konfession in Würzburg. Als der Sarg auf den “Acker” getragen wurde, ertönte Händels Halleluja…

Nach der Beerdigung gab es, ganz in ihrem Sinn, ein Fest der Freude in der Mehrzweckhalle…

Den besten Apfelkuchen der Welt

Habe gestern tatsächlich den weltbesten Apfelkuchen gegessen. H. hatte ihn mit zum Abschlusstreffen des Lebe leichter Kurses gebracht…Nun war ich es gar nicht mehr gewöhnt, um 20.00 Uhr solche Herrlichkeiten zu verspeisen… und konnte die ganze Nacht über das Rezept nachdenken.

Abgesagt

Habe eben eine Stunde Zeit geschenkt bekommen. Und stelle fest: Geschenkte Zeit ist toll.

Wusstest Du, wo mit wir statistisch so unsere Zeit verbringen?

Gerechnet auf eine Lebensdauer von durchschnittlich 80 Jahren verbringen wir 8 Jahre mit Fernsehen, 6 Jahre mit Putzen, Kochen, Staubsaugen, 5 Jahre mit Warten (Bus, Wartezimmer, Post), 6 Monate stehen wir vor roten Verkehrsampeln, 1 Jahr suchen wir verlegte Gegenstände und 11 Tage hat die Durchschnittsachzigjährige damit verbracht, Lippenstift aufzutragen.

An einem Tag schlafen wir 8,4 Stunden, verbringen 9,6 Stunden mit Arbeit, Essen, Körperpflege, Hausarbeit. 6 Stunden bleiben für Freunde und Hobbies, davon 3 Stunden Fernsehen. 30 Minuten Zeitunglesen. 7 Minuten widmen wir uns dem Partner, 2-3 davon redn wir mit ihm.

Jetzt habe ich also 60 Minuten geschenkt bekommen. Und wil ich keine Zeitung lese, macht das ein stattliches Extra von 1 1/2 Stunden aus. Leider muss mein Partner gerade aus dem Haus. Putzen werde ich mit der geschenkten Zeit auf jeden Fall nicht.

Wünsch Euch einen Knüllertag. Die Sonne scheint.

RAUS AUS DEM HAUS. ICH WEIß JETZT, WAS ICH MACHE!!!!

Wenn Du denkst, Du denkst…

dann denkst Du nur Du denkst..

Irgendwie hatte ich schon gedacht, wenn das Manuskript dann im Lektorat ist, sind wir fertig… Ist aber falsch. Denn nun fallen täglich mehrere Emails des Verlags ins Postfach… Coverbild… bitte hier eine Autorenvita, da Bildvorschläge… Könnten Sie bitte SCHNELL einen Werbetext erstellen, ein anders Bild für die Autorenvita an die Buchhändler…SCHNELL, EILT….

Immerhin, sowohl der Lebe leichter Jahresplaner als auch das nächste Buch sind im Lektorat bzw. in der Graphik…. und Heike und ich sind stolz wie Oscar… haben es wieder einmal geschafft… und feiern uns ein bisschen als Sieger des Sommers…weil wir im Winter echt fleißig waren! Jetzt sehen uns sogar unsere Männer und Kinder wieder. Und wenn ich es mir recht überlege… könnte ich mir mal wieder eine Lesestunde im Hugendubel gönnen. Mal sehen, was andere so schreiben 8)

Navi einstellen

Damit ich nicht voll Karacho in die falsche Richtung laufe…

“Ist es möglich, mehr oder weniger erfolgreich durchs Leben zu gehen und den Sinn des Lebens schlicht zu verpassen?”, hatte ich auf beiden Frauenfrühstücken letzte Woche gefragt…und nachdenkliche Blicke geerntet.

Ich nutze immer wieder die Gelegenheit, meinen persönlichen Navi zu stellen.

Möchte ich noch mehr leisten aus was weiß ich für welchen Gründen? Oder lieber einen ganzheitlichen Lebensstil führen? In dem sowohl die Arbeit als auch Erholung vorkommt. Wo ich neue Areale erschließe und trotzdem Zeit für Freunde und Familie habe…und einen Abend zu vertrödeln.

Heute habe ich eine Ermahnung bekommen. “Du sitzt zu viel am Computer”, sagte mein Liebster….der doch sehr sparsam mit kritischen Worten ist…Mit Verlaub: Wenn ich am Computer sitze, dann immer nur, um zu arbeiten. Entweder am Buch, ein Vortrag, an der Webseite, meine Onliner, Emails beantworten, Online-Banking..

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Und als wir es heute im Lebe leichter Treffen über die Prioritäten hatten und die Golfbälle unseres Lebens… da habe ich mir doch flugs einen roten Ball geschnappt und ich wette, Ihr wisst, was er symbolisieren soll.

Welchen hättest Du genommen?

Lektion 46 & 57

Das Beste ist ja, wenn man aus seinen Fehlern lernt. Dann braucht man den gleichen nicht wieder machen. So werde ich NIE WIEDER über eine rote Ampel fahren. Nein, ich habe kein Fahrverbot bekommen. Auch keine Punkte in Flensburg – aber einen Schreck, der mir ein für alle Male beibrachte, bei rot stehenzubleiben. So viel Geld hab ich auch nicht. Und will auch keinen Chaffeur für ein paar Wochen.

So kaufe ich NIE Schokolade. Nur Billignutella, die ich verschmähe und Sandwicheis für meine Kinder, welches ich nicht mag.

Aber Lektion 57 sitzt noch nicht. Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass die Gegend rund um Bad Mergentheim mit Radarfallen und Laserpistolen vermint ist. Hatte das Lehrgeld erst letzten Sommer bezahlt. Es sollte eigentlich nie mehr passieren. Aber bin doch beim zügigen Fahren heimwärts vom gesegneten Frauenfrühstück in Niederstetten in eine Radarkontrolle gerastten :-(

Auch Lektion 46 muss ich noch mal nachlernen. Nach dem Gebetsabend gestern wollten der beste Ehemann von allen und ich die Aufnahme des Nockherbergs schauen. Und machten eine Flasche Rotwein auf. “Nur ein halbes Glas”, sagte ich zu meinem Mann…denn ich weiß, dass mir Alkohol nicht bekommt. Und Hunger macht. Und es mir nach einem Glas egal ist, dass er mir nicht bekommt.

ICH HÄTTE ES WISSEN MÜSSEN. Nach dem halben Glas und einer halben Stunde Nockherberg bekam ich Hunger. Machte mir gleich mal zwei schöne Brote und goß mir noch ein Glas Wein ein.

Als ich heute morgen um 7.40 zum Frauenfrühstück aufbrach, fühlte ich mich nicht ganz so frisch wie sonst. Aber wurde sehr belohnt mit einem superschönen Vormittag, klassischer Livemusik – und als ich meinen Vortrag begann, war ich wieder fit wie ein Turnschuh.

Bis mich die Radarfalle daran erinnerte, dass ich noch ein paar Lektionen zu lernen habe.

P.S. Seit meinem Kaffeeentzug vor einigen Wochen trinke ich nur noch morgens eine Tasse Kaffee. Veränderungen sind möglich. Ich glaube, Alkohol lass ich nun für immer und ewig ganz weg. Bis auf “große Gelegenheiten” wie Hochzeiten. OK, ich tu`s!

Und was für ein cooles Argument: Alkohol bekommt mir nicht 8)

Eine Frage der Leidenschaft

Es gab zwei Momente in der letzten Woche, da tat ich mir ein bisschen leid. Als ich Sonntagmittag zur besten Chill- und Mittagszeit zu meiner Mamut- Tour aufbrach – und heute morgen, als ich um 6.30 gefönt und im Schottenrock in mein Autochen stieg.

Wurde entschädigt mit einer freien Autobahn,  gaaaanz wichtig, denn ich habe aus meiner Außendienstzeit eine mittlere Autobahnpsychose einem megaherzlichen Empfang in Weissenburg, wo ich auf einem Frauenfrühstück sprechen durfte, wunderschöner Deko, tollen Leuten (ich habe versucht, ein paar von ihnen für Würzburg “abzuwerben”… da ging leider gar nichts…bewegten Herzen, verdrückten Tränen und einem Blumenstraß in meiner Lieblingsfarbe.

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Ich müsste es nicht tun: Weder quer durch Deutschland fahren und Vorträge halten, noch Bücher schreiben. Der Zeitaufwand ist immens und ich habe noch immer keine Heinzelmännchen, die während meiner Abwesenheit die Böden saugen oder die Spülmaschine ausräumen. Und wenn das Schreibfieber mich gerade ergriffen hat, haben meine Leute HUNGER.

Aber als wir heute Abend im Lebe leichter Kurs über das Thema der Woche sprachen, wusste ich: Es ist eine Frage der Leidenschaft…

Ab und zu tu ich mir ein bisschen leid. Aber habe ich meine Bequemlichkeitszone mal wieder verlassen, erobere ich mir neues Land, gewinne neue Freunde, erschließe mir neue Themen und bekomme am Schluß sogar Blumen!

PASSION PAYS! LEIDENSCHAFT LOHNT SICH!

Rumkurverei

Muss mal die Wirtschaft ankurbeln und ein bisschen Benzin verfahren. Nach dem Gottesdienst gehts nach Limburg-Wetzlar-Marburg. Und nach der Tagung am Montagmittag direkt ins Treffen nach Kitzingen.

Will eigentlich mein Autochen so packen, dass ich Sonntag um 9.00 alles inklusive Waage, Taschenrechner, Schlafanzug und Wimperntusche gepackt habe…Und Kuchen für den langen Gemeindesonntag wollte ich ja auch noch backen.

Erinnert mich auf einmal stark an die eierlegende Wollmilchsau. Da lass ich das mit dem Kuchen. Hätte morgen sowieso keinen gegessen. Und nehm lieber noch einen Lippenstift mit.

WER NICHT LERNT, NEIN ZU SAGEN, WIRD VIELE NÄCHTE WACH BLEIBEN MÜSSEN.

GUTS NÄCHTLE

Ja-Sager und Nein-Sager

Neinsager haben mehr Zeit.
Jasager erleben mehr – Stress, aber auch Spaß, Erweiterung und Wachstum.

Neinsager beherrschen die Kunst, Grenzen zu setzen, sich nicht zu überfordern und ihren Lebensfahrplan nicht überzustrapazieren.

Ich will beides: Spaß und Erweiterung. Und mich nicht überstrapazieren. Ich will ja noch ein paar Jahre Freude an mir haben.

Letzte Woche Musterbeispiel aus dem Hause Nordstrand:

Anfrage wegen einer größeren Veranstaltung, für die ich mit allen Mitteln versuchte, ein Zeitfenster zu finden.  Wie könnte man, wie könnte ich….

Kurzes Gespräch mit meinem Mustermann: Er: “Dann sagen wir einfach, es geht nicht”.

So leicht ist es mir nicht gefallen. Die Kuh war vom Eis.  Sache geklärt.
Heben wir uns den Spaß für ein anderes Mal auf.

Überarbeite gerade mein Skript, über die Kunst, einen ausgewogenen Lebensstil zu entwickeln.

Da klingt es so, als könnte ich schon alles. Auf jeden Fall werde ich jeden Tag ein bisschen schlauer und nach einer SUPERFLEIßIGEN WOCHE, in der ich ein paar sehr erweiternde, spaßgemachthabende, nächteraubende Projekte so richtig TOLL abschließen konnte, habe ich heute und morgen FREI.