Swing

Lange aus dem Fenster geschaut (immer noch sauber :-) ). Im Wohnzimmer gesessen und mich festgelesen – wie ich das liebe. Diesmal den Klassiker von Kerstin Hack “SWING” – und geschmunzelt, als ich ein paar nette Gemeinsamkeiten feststellte.

Kerstin mag weder zerrissene Ketten auffädeln, noch Buchführung, noch Kommaregeln – keine Aufgaben, die Liebe zum Detail erfordern. Danke Kerstin, wie entspannend – ich fühle meine eigenen Abneigungen ein Stück legitimiert -und wenn Du im März nach Würzburg kommst, will ich Dich unbedingt zum Essen einladen . Als Danke schön!

Zum Einkaufen gegangen; mal nicht gerannt. Ein neues Rezept ausprobiert – und mit Hochgenuss verspeist. Lange geduscht. Und dann ein schönes, nicht anstrengendes Weight Watchers Treffen gehabt mit lauter netten Leuten. Das ist ein beswingter Tag!

Der Donnerstag kann kommen, mir gehts gut :-)

Sie sollen gut auf sich aufpassen

Ich bin leicht verzweifelt. Ich soll einen Artikel zum Thema “Wechseljahre” schreiben, aber bei mir ist vom “Wechsel” noch keine Spur. Zwar habe ich mich vor 2 Jahren zur Wechseljahreberaterin weitergebildet, doch dieses Wissen ist bisher Kopfsache – noch nicht erlebt und durchgestanden. Und am liebsten schreibe ich eigentlich über Baustellen, auf denen ich bereits “gearbeitet” habe ;-)

Aber weil ich leichtsinnigerweise zugesagt habe (Abgabeschluss Anfang Februar) muss ich die Aufgabe jetzt auch angehen. Habe schon eine Freundin, die “mittendrin” ist, interviewt – das war sehr hilfreich – und gestern rief ich die wundervolle Frau an, bei der ich mich vor 2 Jahren weitergebildet habe. Christina Tabbert www.wechseljahres-beratung.de
Happy birthday übrigens,  liebe Christina :-)

“Christina, im Interview soll ich die Frage beantworten, was mein wichtigster Rat für die Wechseljahre ist” – was soll ich bloß schreiben?

Und Christina, die alles schon bestens überstanden hat und täglich Frauen in den Turbulenzen dieser Jahre berät, antwortet schlicht: “Sag ihnen, dass sie gut auf sich aufpassen sollen. Jeder geht doch seinen ganz persönlichen Weg. Eigenverantwortung ist in dieser Zeit gefragt wie nie zuvor. Und das Schöne ist doch: Wir sind endlich frei, unsere Träume zu leben”. Toll Aussichten :-)

Ich denke an Christina, die den Wechsel so glamourös hinbekommen hat. Trotz enormer Krisen und Lebensbrüche ist sie zu einer reifen Frau mit enormer Ausstrahlung geworden – hat die Zitronen ihres Lebens zu Limonade verarbeitet.

“Die Zeit der Supermodels ist vorbei” erklärte Claudia Schiffer in einem Interview. “Die Konkurrenz ist einfach zu groß”. Viel Konkurrenz müssen sie nicht fürchten, die “Models”, die an den Krisen ihres Lebens nicht zerbrochen sind, sondern wachsen. Die zwar älter werden, aber nicht verwelken und verblassen, sondern an Ausstrahlung und Wirkung zunehmen. Frauen wie Christina machen mir echt Mut. Neue Models braucht das Land :-)

Laudatio

Runder Geburtstag unseres langjährigen Freundes. Wir kennen ihn seit über 20 Jahren und als Gäste hören und “singen” wir viele Lobeshymnen auf sein Leben. Aber am allerschönsten ist es, als der 20jährige Sohn zu einer Dankesrede anhebt.

Wie stolz muß es einen Vater machen, wenn der fast erwachsene Sohn ihm für all die Jahre der Motivation dankt. Dass er immer an ihn geglaubt und seine Pläne unterstützt hat. Wie er ihn bewundert, dass er so flexibel und locker ist. Gedankt für alle Jahre, wo er ihn zum Sport gefahren hat (manchmal unfreiwillig) und dass er draußen zusammen mit seinen Freunden Fußball gespielt hat. Gedankt, dass sie eine Familie sind – in einer Zeit, wo so viele Beziehungen auseinander gehen.

“Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie. ” Zitat Adolf Kolping.

Wenn sich in den hektischen Tagen des Alltags die Prioritäten verschieben wollen, ist es wichtig, mich daran zu erinnern, dass die Beziehungen in meinem Leben die wichtigsten “Golfbälle” sind. Die Geschichte mit den Golfbällen ist aus unserem Buch “Lebe leichter” .

Die wichtigen Golfbälle meines Lebens sind nicht die Arbeit, nicht das Geld verdienen, nicht das mich selbst verwirklichen oder gute Ideen haben und umsetzen: Die wichtigsten Golfbälle sind meine Beziehung zu Gott, zu meinem Mann und zu meinen Kindern. Freunde sind Golfbälle. Sind Beziehungen erst mal angeknackst, lassen sie sich oft nicht wieder kitten.

Die Laudatio des 20jährigen hat mich angespornt. In 2 Jahren möchte ich auch eine Laudatio hören. Was wird man zu meinem 50.Geburtstag sagen? Welche Spuren habe ich hinterlassen? Ich muß mir noch nicht ausmalen, was man an meinem Grab über mich sagen wird ;-) aber möchte beitragen, die Welt ein bisschen heller zu machen, Glück und Leichtigkeit  in das Leben anderer hineinzubringen. :-)

 

In der Versenkung

Man hört und sieht nichts von mir. Bin in einer tiefen Aufräumkrise und hoffe, sie ist bald überwunden. Als ich am Freitag morgen aufwachte, hatte ich einen perfekten Plan für den Tag. Erst die Buchhaltung, den Wocheneinkauf, Kochen….und dann das Vergnügen: An einem Artikel arbeiten und ein bisschen an meiner Website. :-)

Aber dann schien die Sonne dermaßen rücksichtslos auf die Fensterfront meines Wohnzimmers, dass ich den Staub nicht mehr (über)sehen konnte. Waren die Scheiben schon länger so schmutig? :-(
Gleich noch die anderen Glasflächen mitgereinigt, gestaubsaugt und gewischt- mein Wohnzimmer war sauber und mein Zeitplan durcheinander.

Gegen Mittag kam meine Älteste mit dem Vorschlag, sie könne – d.h. immer wir können :-( mein Arbeitszimmer in ein hübsches Gästezimmer verwandeln. Brauchen wir wirklich, denn in den Semesterferien, wenn meine Studententöchter nach Hause kommen, haben wir definitiv zu wenig Platz.

Arbeitsaufwand: Kellerraum aufräumen, um Stauraum für meine 1000 Unterlagen zu schaffen, nach Brauchbarem für die Einrichtung des Gästezimmers schauen und durch 100maliges rauf und runterrennen inklusive Sperrmüll sortieren und wegfahren schnell ein schönes, helles Gästezimmer einrichten.

Die Arbeit hat sich gelohnt. Allein wäre ich dieses Projekt nicht angegangen, schon gar nicht an meinem Bürotag. Jetzt freu ich mich – und sitze halt einen Tag später an meiner Buchhaltung. Die Arbeit am Artikel und im Internet muß noch warten. Dabei habe ich mich darauf mehr gefreut als auf die Quartalsabrechnung.

Morgen ist Sonntag. Ruhetag. Diese Entscheidung steht seit langem fest: Sonntags wird nicht gearbeitet. Ich freu mich auf den Gottesdienst und nachmittags wird gefeiert. :-)

Wenn Du es eilig hast, geh langsam

…diesen Bestseller habe ich definitiv nicht gelesen. Ob ich ihn nötig habe?

Heute morgen eile ich im wahrsten Sinne des Wortes in mein Treffen. Mit Joggingschuhen, damit ich schneller bin als auf den hohen Hakken, aber businessmäßig angezogen mit dunkler guter Hose, feiner Bluse und Blazer. Nach meiner Begrüßung im Treffen vergehen ein paar Augenblicke und mein Blick fällt auf meine abgelaufenen Sportschuhe. Mein Entsetzen steht mir ins Gesicht geschrieben. Wir müssen alle lachen. Ich befürchte, ein solcher Fauxpas passiert den wenigsten :-(

Aber immerhin  ist  mir bisher erspart geblieben, was Heike vor einigen Wochen fertigbrachte: Mit zwei  verschiedenen Schuhen vor der Gruppe zu stehen :-)

“Ach Frau Nordstrand” tröstet mich eine Teilnehmerin. “Deshalb kommen wir doch so gerne. Weil es hier so lustig ist”…. ;-)

Think pink – denk positiv

Zwei Menschen sitzen drinnen und schaun in die Ferne. Der eine sieht Schmutz, der andere Sterne.
Bei dem einen ist das Wasserglas halbleer, bei dem anderen ist es halbvoll.
Der eine freut sich an der Rose, der andere ärgert sich über die Dornen.
Die eine verzieht den Mund über den Zitronensaft, die andere macht Limonade daraus.

Das Positive an der eingenen Situation zu sehen, fällt nicht jedem gleich leicht. Oft schielen wir auf das vermeintliche Glück der anderen – doch wollten wir wirklich tauschen?

Ab und zu denke ich an mein Widerstreben, wieder in den Beruf zurückzukehren. Am allerliebsten wäre ich voll für Familie und Gemeinde engagiert geblieben. Stattdessen “musste” ich Geld verdienen – und heute denke ich: Es hätte mir nichts Besseres passieren können. Ich habe die Zitrone in Limonde verwandelt und freu mich jeden Tag auf meine Arbeit. Diese Woche ist “Positiv denken” das Thema.

Interessant: Wenn Menschen davon überzeugt sind, dass bei ihnen medizinische Gründe vorliegen,dass sie nicht abnehmen, nehmen sie auch viel schlechter ab als andere.

“Ob Du glaubst, Du schaffst es oder Du schaffst es nicht, Du hast recht” Schon gestern abend fand ich das Thema spitzenmäßig. Noch 6 Treffen liegen vor mir. Ich freu mich drauf :-)

Immer so schön draußen?

Das frage ich mich jedesmal, wenn ich mir die Zeit zum Laufen nehme? Tut die frische Luft immer so gut? Ist der Himmel immer so blau und in der Luft nicht sogar schon ein Tick Frühling?

Die letzten 3 oder 4 Jahre bin ich zum Stubenhocker geworden. Immer im Haus oder schwer unterwegs – und die Jahreszeiten gehen fast vollständig an mir vorbei. Das Walken heute war soooo schön.

Ich habe versucht, mich an alles zu erinnern, was wir bei Heike gelernt haben. Den aufrechten, schwingenden Gang, die Alpha-Methode, die Hände so zu bewegen, als würde ich den nassen Putzlappen auswringen, die Füße abrollen – aber wie war das mit der Zitrone????

Ich befürchte, wir müssen Heike zum Auffrisch-Kurs nach Würzburg holen. Sie kommt ja sowieso zu unserem nächsten Frauentag am 4.Oktober – da könnte sie den Freitag gut ein Refreshing anbieten; ;-) nicht wahr?

Obstsalat und Wochenende

7 leichte Butterkuchen- und lange Warteschlangen später – bei mir an der Waage in den Treffen  sieht es aus wie bei Aldi an der Kasse, wenn Marken-Sportbekleidung im Angebot ist – und ich hab frei :-)

Sogar die Büroarbeit ist getan und der Wochenendeinkauf im Haus. Ich hatte die leise Hoffnung, dass heute mein Ebay-Schnäppchen, der “Quick Chef” eintrifft und mir schon Kiwis, Birnen, Äpfel und Bananen mitgebracht – zum Testen.

Tja; und inzwischen gabs Obstsalat zum Nachtisch und Bananenquark am Nachmittag. Der Kaloriengehalt der getesteten Speisen beginnt zu steigen. Logische Folge wäre jetzt die schnelle Schokosahne aus dem Rezeptheft, das dabei lag. Wenn ich so weiterübe, werde ich das Wochenende schnikkefett. :-(

Wie gut, dass ich normalerweise so viel außer Haus bin. Da bin ich essenstechnisch nicht gefährdet. Ausnahmen bestätigen die Regel, habe aber mit Geiz zu kämpfen und würde mir nur kurz vor dem Verhungern auswärts etwas zu essen kaufen.  Doch wo der Kühlschrank so nah und so gut gefüllt ist, komme ich auch ohne Hunger auf die Idee, mir “schnell” irgendwas zu gönnen!

Weil ich die Woche so fleißig war.

Belohnung muß sein. Stimmt! Morgen nachmittag ist Nordic Walking angesagt. Mir eine Runde “Laufen” als Belohnung zu verkaufen, schaff ich allerdings noch nicht ;-)

Aber ich freu mich schon – und bin mal gespannt, wer von meinen Teilnehmern mitläuft. In der Gruppe machts einfach Spaß und man lernt nette Leute kennen. Außerdem organisiere ich mich an solchen Tagen “mit Plan” besser – meine Hausarbeit läuft wie von selbst , weil ich ja schnell fertig werden möchte – und hinterher bin ich froh, dass ich etwas “für mich” getan habe.

Inzwischen glaube ich, dass Hausfrauen ohne eigenes Geld – mit ihren vielen verschiedenen Aufgaben, es schwieriger als andere Frauen haben, Freiräume für sich zu finden und etwas dafür zu tun, dass es ihnen gut geht.

Wie gut ich sie verstehe – und wie sehr ich es jetzt genieße, mir einfach mal Zeit für das zu nehmen, was mir gut tut. Heute brauche ich mich nie mehr zu rechtfertigen. Einer berufstätigen Frau außer Haus scheint man auch Entspannung außer Haus zuzugestehen.

Morgen abend gehts für 0 Points ins Kino. P.S. Ich liebe Dich. Ein Frauenfilm mit Schluchzfaktor. Ich werde mir viele Taschentücher einpacken und den Film zusammen mit jemandem anschauen, der auch Sinn für Romantik hat ;-)

Learning English

Ich habs gemacht! Und freu mich wie ein Schneekönig :-)

Habe mich für zwei Tage für eine Konferenz mit dem klingenden Namen “Colour your world” in London angemeldet und damit ich nicht so allein bin, habe ich meine ältesten Töchter mit nach London eingeladen. Die sind natürlich entzückt von der Aussicht auf 3 Tage Weltstadt satt. Und ich erst :-) Das Wochenende zum ersten Mai liegt aber auch ideal. Ich brauche mir noch nicht einmal Urlaub nehmen.

Nun habe ich beschlossen, dass ich dringend meine Englischkenntnisse aufmöbeln müsste. Nicht, dass ich es nicht gelernt habe. Ich könnte sogar meine zwei im Leistungskurs Englisch im Abitur beweisen. Aber die letzten Jahre habe ich mich immer mehr auf meinen pefekt englisch sprechenden Norwegermann verlassen – oder meine sprachbegabten Töchter (latein, englisch, französisch, norwegisch und sogar noch Grundkenntnisse in japanisch – warum sollte ich mich in der eigenen Familie blamieren).

Weil ich die Konferenz kopfhörerfrei genießen will, werde ich mal wieder englische Cds und Kassetten rauskramen und mich wieder “reinhören”. So ein Londontrip bildet also schon 4 Monate vor der Reise :-)

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

“Ich kenne gute Zeiten und schlechte Zeiten. In den guten Zeiten läuft alles wie von selbst…” schreibe ich am Anfang unseres Ideenpools im “Lebe leichter” Buch. Im Moment sind gute Zeiten :-)

Meine Tochter staunt. Ich schnibbel nach dem Mittagessen Äpfel und Mandarinen, mische mir eine große Portion 0,1 % Joghurt und stelle alles in den Kühlschrank – für meinen Riesenhunger, wenn ich abends um 20:30 von den Treffen nach Hause komme. “Du tust ja mal, was Du den Teilnehmern immer erzählst”. Birgitta ist von den Socken. So konsequent hat sie mich lange nicht erlebt. :-)
Aber ich ziehe meine Vorsätze durch; der Erfolg von 2 Wochen konsequent sein, viel Trinken – immer noch am liebsten Wasser – und abends meine Sattportion Joghurt mit Früchten ist schon spürbar – 2 Kilo Weihnachtsdeko (auf den Hüften) sind schon wieder verschwunden. Wenn ich wieder “im Programm” bin, gehts mir richtig gut – und mein Energiepegel steigt.

Es tröstet mich, wenn ich lese, dass auch Heike und Rita an der gleichen “Front” kämpfen – und wir sind mit unseren Kämpfen, unser Gewicht zu halten bzw. die Weihnachtspfunde abzunehmen wahrscheinlich für unsere Teilnehmer glaubwürdiger als wenn wir immer nur strahlend schlank und schön wären.

Die neue Energie und die vielen guten Ideen, die mir durchs “selber umsetzen” kommen, kann ich im Moment gut gebrauchen. Die Treffen sind alle gut besucht und täglich steigen viele Neue in die Treffen ein. Da werden die Abende lang. Habe heute nicht den leckeren schnellen Butterkuchen gegessen, von dem noch ein paar Stückchen übrig waren – ich habe bis jetzt vier Blechs gebacken – sondern bin Apfel essend heimgefahren, habe mir einen Schokoladentee aufgegossen und mit Genuss mein vorbereitetes Obstjoghurt für 3 Points gegessen.

Heike hat mich inspiriert und ich habe mein erstes Tupperprodukt bestellt. Ich war noch nie auf einer Tupperparty, aber als ich Heikes Küchentipps durchlas (bitte ausbauen :-) ) habe ich spontan bei Ebay ein Schnäppchen gemacht und einen neuen Quick Chef ersteigert. Werde ja, meinen Vorsätzen folgend, noch seeeehr viel Obst und Gemüse schneiden in den nächsten Jahren :-)