Enthüllungen

Meine Teilnehmer kennen meine Schwächen. Ab und zu oute ich mich, wie neulich, als der Ausrutscher mit der Erdnußbutter passiert war. Und heute, als ich ihnen von unserem neuen Kühlschrank erzählte. Der ein großes Gefrierfach hat und ich sofort Eis kaufen musste, um die Gefrierfunktion zu testen. Fakt: Friert zwar, aber in der Küche mehrere Packungen Eis zu lagern, ist keine wirklich gute Idee.

Meine Ehrlichkeit ließ hartgesottene Herzen schmelzen. U. erzählte bereitwillig von dem Lebkuchenvorrat, den sie sich in dieser Woche zugelegt hatte, eigentlich für die Kinder, die zu Halloween um die Häuser ziehen…. „Und?“, fragten wir, „hast Du ihnen die Sachen mitgegeben? „Nee“, meinte sie cool, „ich war ja gar nicht zu Hause!“ Ach so 8)

Klar kann ich das!

Ich habs bloß noch nie gemacht (Terry Pratchett)

Ich will nicht sagen, dass ich immer mutig bin. Bis heute bin ich in Norwegen noch nie Auto gefahren. Dabei habe ich gefühlte 30 Norwegenurlaube auf dem Buckel und den Führerschein seit ich 18 bin. Aber die engen Straßen auf Huftaröy, die Häusereinfahrten, die gutes Rückwärtsfahren erfordern – bis jetzt habe ich es gemieden. Nun steht es auf der Liste der Dinge, die ich mich in nächster Zeit trauen werde.

Als ich vor Jahren mal von TV-Touring zur Sendung „Stress, lass nach“ eingeladen worden war, wurde, Gott sei Dank, mein Söhnchen krank. Wie froh war ich über diese Ausrede. Und beobachtete am sicheren heimischen Bildschirm mit Kind im Arm und Argusaugen, wie die Ersatzreferentin, ihren (meinen) Job meisterte. Zum Glück gab es eine zweite Gelegenheit, bei der mich dann traute.

Als mein Mann mich das erste Mal fragte, ob ich in einem Gottesdienst bei uns predigen wollte, sagte ich nein. Was dazu führte, dass er mich einige Jahre nicht fragte. Ich referierte auf Frauentagen, -frühstückstreffen, -wochenenden. Sonntags in der eigenen Gemeinde machte ich die Ansagen 😉 . Letztes Jahr fragte er mich wieder. Und ich traute mich.  Es machte mir solchen Spaß, dass ich es im März wieder tue. Thema: „EinzigARTich“

Jetzt gucke ich öfter mal auf meine Liste, auf der steht, was ich mich im Leben sonst noch trauen will. Irgendwie geht es schnell vorbei. Die Liste, was ich tun will, bevor ich 50 bin, hab ich schon eingestampft…

Jeden Tag eine Sache

…entrümpeln, verschenken, entsorgen statt verstauen, horten und besorgen, macht Spaß. Im Moment sind die Bücherregale unseres Hauses dran. Gnadenlos wird entschieden: Du bleibst, Du kommst zu XY und Du in die Tonne. Alle zwei Wochen wird bei uns das Altpapier geleert. Unsere Tonne ist diesmal schon nach der ersten Woche voll. Dafür sind meine Regale schön leer.

Wenn ich mit den Büchern fertig bin (was noch dauern kann), sind die Kleider dran.

Eine schlanke Wohnung

Die einzige Sendung, die ich mir im Fernsehn aufnehme(n lasse) ist „Wer wird Millonär„. Vor ein paar Wochen schaffte es eine charmante Journalistin auf den Sessel, die von ihrem Projekt Das blaue Kleid berichtete. Ein Jahr lang trägt sie dasselbe blaue Kleid, dass sie auch zur Sendung trug. Und als sie wiederkam, um die 500.000 abzuräumen…

Auf ihrem Blog Das kleine Blaue gibt sie ihren Lesern ein bisschen Einblick in ihre Erfahrungen mit einem Jahr im selben Look. Außerdem entrümpelt sie jeden Tag eine Sache aus ihrem Besitz. Überflüssiges wird verschenkt, verscherbelt oder weggeschmissen. Ihre drei Fragen: Was? (z.B. der rosa Rolli) Warum? /Furchtbare Farbe, war wohl das Licht im H&M) Wohin?( Altkleidercontainer).

Da kommt mir es gerade recht, dass wir im November neue Böden ins Haus bekommen. Im Rahmen der Aktion Schlanke Wohnung werde ich konsequent verschenken, verscherbeln oder wegschmeißen.“Möchtest Du das…xx…..mitnehmen?“ biete ich meiner ältesten Tochter mein neustes Stehrümmchen an. „Damit ich morgen auch was zum Wegwerfen habe?“ spottet sie. Ich habe sie wohl schon angesteckt.

Fakt ist: Eine aufgeräumte, nicht überladene Wohnung hat eine wohltuende Wirkung auf unser Gemüt.

1, 2, cha cha cha

„Tanzschule, ich komme“, jubelte D. an der Waage. Sie hat sich selbst eine Belohnung versprochen, wenn die 5-Kilo-Hürde geknackt ist. Und nun hatte sie, nach genau vier Wochen Lebe-leichter-Programm 4,1 kg  abgenommen. Der Tanzkurs mit Ihrem Mann rückte in greifbare Nähe.

Ähnlich hatte es F. aus meinem früheren Kurs gemacht, die nach jedem 3-Kilo-Schritt ihren Mann angerufen hatte und von ihm im Gegenzug ein Geschenk erhielt. Wobei die Geschenke mit der Zeit immer größer wurden. Ihre Abnahme beendete sie mit 24 Kilo weniger und einem absoluten  Traumgewicht. Selbstmotivation nennt man das wohl…

Mein Pilotprojekt Lebe leichter läuft noch 8 Wochen. Ich bin sicher, dass die Kurse nächstes Jahr der Knüller werden. Motivierende Kleingruppen mit wenigen Teilnehmern, ein genial normales Konzept und als Präventionskurs von der Krankenkasse erstattbar.

Immer noch feile ich, damit die Themen und Inhalte jeder der 12 Wochen optimal nützlich für meine Teilnehmer sind. Im Moment brüte ich über dem Newsletter für November. Da erfahren Sie zum ersten Mal Einzelheiten zum Konzept und die Termine der nächsten 12-Wochen-Kurse. Und weil ich nicht mehr so viel arbeiten möchte wie die letzten acht Jahre, werden die Kurse wohl schnell belegt sein.

P.S. Der Newsletter ist übrigens nicht nur für Leute interessant, die in der Nähe von Würzburg wohnen. Ich habe mir mehr vorgenommen. Aber auch diese Infos gibts erst mal nur per Email. 1, 2, cha cha cha 8)

(K)eine Heldin

„Kaufen Sie nichts, dem Sie nicht widerstehen können“, lautet mein ultimativer Tipp an die Kursteilnehmer, die regelmäßig in die Schokofalle tappen. Sie kaufen es ja nie für sich, Haribo & Co, Schokolade und Lebkuchen. Sondern für gierige Ehemänner und Kinder, falls die Enkel mal kommen oder die Sternsinger klingeln.

Bei mir setzt inzwischen die Altersweisheit ein. Ich weiß einfach, dass es genügt, Anfang Dezember Dominiosteine für die Bratapfelnummer zu besorgen. Bis dahin kommen mir weder Spekulatius noch andere Weighnachtsgutsle ins Haus – und so esse ich sie auch nicht. Des weiteren kaufe ich keine Schokolade und Nutella nur in der Billig-Variante, die mir nicht schmeckt und bleib brav bei meinem Schinkenbrot.

„Noch vor dem Betreten des Hauses an die Nachbarskinder verschenken“, dieser Hinweis entspringt der Tatsache, dass auch geschenkte Süßigkeiten Kalorien haben. Meine letzte Schachtel Pralinen habe ich wirklich nicht mit ins Haus genommen, sondern großzügig weiterverschenkt. Und mich gefühlt wie eine Heldin.

Nach Strich und Faden…

genieße ich die freien Samstage, denn sie sind rar. Seminare, wie ich sie
in den letzten Jahren häufig besucht habe, Fortbildungen, Einladungen und Sprechertermine lassen die 52 Samstage auf ein übersichtliches Maß zusammenschrumpfen.

Heute ist kein Termin! Bis 9.30 geschlafen, lang gefrühstückt, mit den Töchtern geklönt und kurz vor 12 Uhr den Bademantel gegen bequeme Kleidung getauscht.

Meine To Do Liste 2010 ist abgelaufen. Spannende Monate liegen hinter mir.

Die Weichen für Lebe leichter sind gestellt. Ab Januar gehts richtig los. Es scheint, als habe ich jetzt zwei Sabbatmonate, in denen ich in aller Ruhe Unterlagen sortieren kann, unser Wohnzimmer umräume und immer wieder Auszeiten in meiner neuen Denkzentrale nehme.                                                      mein-denksessel.JPG

10 uninteressante Dinge über mich

Schon die Sache mit dem Bademantel und der Wärmflasche war ja nicht besonders aufregend. Aber ich kann nachlegen: Hier 10 weitere uninteressante Dinge über mich.

1.  An meiner Gitarre sind die Saiten verkehrtrum aufgezogen, weil ich Linkshänder bin
2.  Mein Mann war bei allen fünf Geburten unserer Kinder dabei.
3.  Ich habe zwei Semester katholische Theologie studiert.
4.  Ich bin in Norwegen noch nie selber Auto gefahren.
5.  Mein Vater war Regierungsdirektor.
6.  Ich müsste mal wieder einen Zahnarzttermin vereinbaren.
7.  Als junges Mädchen fuhr ich viele Jahre eine rote Vespa.
8.  Ich trage Kontaktlinsen.
9.  Ich lese unsere Tageszeitung fast nicht. Wir könnten sie eigentlich abbestellen.
10. Ich gehe meistens zu spät ins Bett.

Mein liebstes Kleidungsstück

Nachdem ich auf dem Inspirationstag öffentlich von den Sisters unserer Gemeinde einen erklecklichen Betrag für schicke Klamöttchen geschenkt bekommen habe, muss ich doch mal ein Loblied auf mein Lieblingskleidungsstück anstimmen: Meinen Bademantel.

Ich habe ihn seit fünf Jahren und er ist wunderbar! Wadenlanger, flauschiger rosa Frottee. Er ist das erste, nach dem ich am Morgen greife und das Teil, das mir nach anstrengenden Tagen den Feierabend einläutet.

Der Bademantel signaslisiert, ich bin wach und habe alle Zeit der Welt. Alles wird gut.

Bademäntel sind freundlich. Sie passen immer. Ich knote je nach Tages- und Stimmungslage locker oder straff.

Sitze ich im Bademantel auf meiner roten Couch, kommen mir die besten Ideen. Im Moment habe ich den Bademantel so oft an wie nie zuvor. Man darf gespannt sein.

Außerdem liebe ich meine rote Gummiwärmflasche 🙂

Das leichte Leben

So wenig wie im Moment habe ich wohl die letzten acht Jahre nicht gearbeitet. Noch kann ich die neue Dimension fast nicht glauben, so sehr war ich den hochtourigen Lebensstil gewöhnt. Er hatte mich gelehrt, schnell und effektiv zu arbeiten und auch das kommt mir zupass.

Heute Morgen habe ich mein kleines Lebe leichter Treffen gecoacht und mich über die herzliche Atmosphäre, die mittlerweile alle Teilnehmer verbindet gefreut. Dann tranken wir einen Tee und gingen zusammen walken.

Nach vier Lebe leichter Wochen sind die Teilnehmer mit den wenigen Regeln vertraut und haben inzwischen alle gut abgenommen. Und wenn ich auf diese Weise jemanden habe, der mit mir läuft, kommen alle voll auf ihre Kosten. Was für ein schönes, leichtes Leben.