Dichtung und Wahrheit

Eine Blogleserin fragt an, ob es Sara gibt oder ob es sich hier um Dichtung handelt.

Also: Sara gibts wirklich! Sie ist eine Online-Teilnehmerin mit exakt diesem Ausgangsgewicht und wohnt in der Nähe von Würzburg. Sara liest regelmäßig meinen Blog und freut sich grade.

Dichtung ist, dass Sara Sara heißt. Wahrheit ist, dass jedes Gewichtsupdate dem Stand der jeweiligen Woche entspricht.

Gerade mit Saras Feedback im Online-Coaching habe ich viel Spaß. Ich merke an ihren Antworten, dass sie sich mit den Wochenthemen auseinandersetzt. Manchmal sitze ich da und lache laut raus, wenn ich ihre Rückmeldung lese.

Als mir heute morgen eine Frau beim Erstgespräch viel Kraft für meine Teilnehmer wünschte, musste ich überlegen, ob mich dieser Job wirklich Kraft kostet. Wirklich nicht! Krafträuber sehen anders aus.

Wer liebt was er tut,braucht nie wieder zu arbeiten.

Miese Stimmung

Hoffnungsvoll steigt Sara am Montag auf die Waage. Die Tendenz der letzten Tage war vielversprechend gewesen. Heute die Ernüchterung. Nach der erfolgreichen ersten Lebe leichter Woche mit 2,2 Kilo weniger waren es diese Woche „nur“ 600g. Die Waage steht bei 83,2. Freitag und Samstag war sie schon mal viel weiter unten gewesen. Vergessen, dass sie sich über jede Abwärtstendenz freuen wollte.  Heimlich hatte sie gehofft, dass es weiter mit solchen Kängeruhsprüngen nach unten geht. Irgendwie fühlt sie sich enttäuscht.

2,8 Kilo nach 2 Wochen genauem Plan ala`Lebe leichter.

Was Sara nicht weiß ist, dass ein Mensch rein pysiologisch nicht mehr als ein Kilo Fett in einer Woche abbauen kann. Das Geheimnis einer langfristigen Abnahme: Dranbleiben. Nicht das gute oder weniger gute Ergebnis eines Tages/einer Woche auf der Waage zählt, sondern langfristig gute Gewohnheiten zu entwickeln.

Eine gute Gewohnheit praktiziert sie übrigens schon seit 14 Tagen: Trinkt jeden Morgen auf nüchternen Magen ein großes Glas warmes Wasser. Erst hatte sie sich allein beim Gedanken daran geschüttelt. Inzwischen hat sie die positiven Folgen registriert. Und stimmt sich so gleich morgens auf einen neuen, leichten Tag mit mehr guten Gewohnheiten ein.

Auf ihren Frust trinkt sie erst mal ein Riesenglas Wasser und startet in die dritte Woche Lebe leichter.

O sole mio

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Wochenende. Sara hatte ein ausgiebiges Samstagsfrühstück genossen und dazu eines  ihrer beiden Maxis eingebaut. Heute mussten es mal zwei Brötchen sein. Dazu ein Ei und auch das obligatorische Stück Obst, ein großes Stück Melone. Am Nachmittag sitzt sie entspannt auf der Terasse, studiert im Planer ihre letzten zwei Wochen, in denen sie akribisch jeden Krümel aufgeschrieben hat – und ist schon gespannt auf ihr Endergebnis nach der zweiten Woche am Montag. Weil sie jeden Tag auf die Waage steigt, weiß sie schon: Es sieht gut aus 8)

Erfolg motiviert. Und so fällt es ihr leicht,Wasser zu trinken, während ihre Kinder sich Eis aus der Tiefkühltruhe holen. Stattdessen hat sie ihre uralte Espressomaschine ausgekramt und genießt einen doppelten Espresso auf der Terasse.

Alkoholfrei

Sara trinkt eigentlich nichts. Auf jeden Fall keinen Alkohol. Hatte sie auf jeden Fall geglaubt, als wir unser Erstgespräch am Telefon hatten. Nun, beim Führen ihres Planers, merkt sie, dass das gar nicht stimmt.

Hier ein Radler, da ein Glas Wein. Und da Sara nicht nur jeden Tag aufschreibt, sondern sich auch täglich wiegt, machte sie eine Entdeckung: Nach Tagen mit Alkohol zeigte die Waage am nächsten Morgen immer ein Plus an.

Signal, es in den nächsten 10 Wochen mal wirklich ohne Alkohol zu probieren. Schließlich hat sie ein Ziel. Und schließlich trinkt sie ja sowieso keinen Alkohol 8)

Übrigens: Wenn Sie täglich auf die Waage gehen, bekommen Sie alle Gewichtsschwankungen – auch die hormoneller Natur – mit, was mache Menschen unnötig frustriert.  Die tägliche Kontrolle macht es aber  leichter, einer Zunahme im Ansatz zu begegnen und Tendenzen nach oben schnell wieder in den Griff zu kriegen.

Mit Nudel

Sara liebt Pasta. Basta. Gibts bei ihnen häufig und schmeckt allen in der Familie. Meist kocht sie ein 500g Päckchen und stellt die Schüssel auf dem Tisch. Jeder bedient sich bis die Schüssel leer  er satt ist. Nudeln machen glücklich. Ich versichere ihr, dass sie auch weiterhin Nudeln essen kann. Im Gegensatz zu vielen Trenddiäten verunglimpft Lebe leichter Kohlenhydrate nicht.

„Wenn es bei Euch Nudeln mit Soße gibt“, frage ich sie. „Wieviel ist denn dann ein Teller?“ Verdutztes Schweigen am Ende der Leitung. „Meinst Du jetzt, wieviel Gramm?“ „Hm…Was für einen Teller nimmst Du denn?“ „Einen Tiefen“. „Und jetzt? Wieviel Nudeln nimmst Du Dir?“ „Naja, halt den Teller voll. Und die Soße.“ Ich schweige. Zögernde Frage….“Fehlt noch was?“ „Ja, mir fehlt noch was.“ Erleichterte Erleuchtung: „Der Parmesan?“ Hm….ich hatte eigentlich den Salat gemeint…

Und eigentlich sollte der Teller so befüllt sein, dass der Salat oder der Platzhalter Gemüse noch mit draufgepasst hätte. Den kann Sara natürlich getrost auf einem Extrateller anrichten. Und Salat kann sie sich auch nachnehmen, wenn sie wirklich noch Hunger hat.

P.S. Und weil Sara es dann doch genau wissen will, wie viel rohe Nudeln sie abkochen soll, wenn sie mal für sich alleine kocht: Ungefähr 80 g.

Ohne Nudel

Beate macht Ferien. Das angesagte schlechte Wetter erwies sich als Sonnenknüller und wir fuhren nach Bad Mergentheim. Statt Mittagessen in einem sonnenverwöhnten Straßencafe` Eis gegessen. Danach ins Wellenbad. Mal wieder schwimmen – ohne Nudel und ohne Aqua-Jogging-Gürtel wie während meines Aquakurses im Sandervita. Wellenbad macht definitiv gute Laune.

Während der Liegepausen in meinen neusten Errungenschaften von Kerstin geblättert. Und meinen Mann eine Weile sprachlos gemacht, indem ich ihm die Entdeckerfrage stellte: „Was war das größte Kompliment, das Dir je gemacht wurde?“

Hat ein bisschen gedauert, bis er geantwortet hat. Und was war das größte Kompliment, das Ihnen je gemacht wurde?“ (So gespannt, ob jemand sich traut, das zu schreiben 8) )

Problemzone Kopf

Morgens konsequent zu sein ist für Sara kein Problem. Sie ist so beschäftigt mit Haushalt, Hund und Nebenjob, dass es ihr nicht schwer fällt, nichts zwischendurch zu essen. Am Nachmittag wird es schon härter mit der „Gönnen Sie dem Magen zwischen den Mahlzeiten eine Pause-Regel“ – und besonders abends fehlt ihr das gewohnte „Rumgrasen“. Beim Fernsehgucken überfallen sie regelmäßig die Gelüste. In rund 2/3 aller Sendungen isst oder trinkt jemand. Bei 1/4 der Bilder handelt es sich um süße oder fettige Snacks. In 16 % der Fälle gibts Alkohol.

Wie kann sie den gemütlichen Tagesausklang vom Snacken entkoppeln? Sara muss neue Muster stricken lernen. Gut, dass sie ihren Hund hat. An der frischen Luft kommen ihr immer die besten Ideen.

All you can eat

Absolutes Ferienfeeling. Mein Mann schlägt vor, zum „Mongolen“ bei uns in der Nähe zu gehen. All you can eat – Mittagsbüffett vom Feinsten. Für schlappe 7,50 €. Ich habe es nur genossen. Nicht kochen, das Beste aussuchen. Gebackene Banane zum Nachtisch.

Klarer Nachteil bei einem Lebe leichter versierten Coach: Ich war nach einem Teller satt 🙁

Wer schreibt, bleibt

Aufschreiben ist nicht so Saras Ding. Hatte sie mir schon am Telefon erklärt, dass sie sich ziemlich gut merken kann, ob sie was zwischendurch ißt oder nicht. Täte sie sowieso fast nicht.

Jetzt, wo sie 1 1/2 Wochen ihren Planer, ein Ernährungstagebuch geführt hat, öffnen sich ihr die Augen für die „kleinen Füchse“. Der Milchkaffee, das Fest mit dem Rest, die Scheibe Wurst aus dem Kühlschrank, die zusätzliche Schnitte Brot, weil der Magen gerade grummelt. Und der Frankenwein… Was? Ein Glas Wein ist ein Maxi? Das findet sie ziemlich kleinlich. Ist aber bereit, sich in dieser Woche mal konsequent an die 3 Mahlzeiten mit je einem Teller zu halten und nicht mehr als 2 Maxis in der Woche zu verbrauchen.

Ihr Frühstück:
Haferflocken mit Joghurt und Obst (1 Apfel, 1 Kiwi)

Mittagessen:
Kartoffel-Hackfleisch-Pfanne mit Zucchini. Nachtisch 1 Schokopudding von Optiwell

Abends:
1 Scheibe Vollkornbrot mit Butter, Kräuterquark, Tomaten, Paprika, Gurke.

Und sie trinkt 2-3 Liter. Sara hat einen Plan…

Sara braucht ein Ziel

Sara ist in der zweiten Woche des Online-Coachings und mit sich und der Welt zufrieden. 2,2 Kilo waren in der ersten Wochen runtergegangen. So könnte es ruhig weitergehen.

Bei den Fragen im Coaching fiel ihr auf, dass sie sich bisher immer nur kurze und zu hohe Ziele gesetzt hatte. Nach drei oder vier Wochen hörte sie meist wieder auf, weil sich eine erste Zufriedenheit eingestellt hatte, viele Kleider wieder besser saßen und irgendwie die Luft raus war.

Den von mir versprochenen 5-6 Kilo traut sie noch nicht.
„Aber ich habe meine 3/7 Hose aus dem Schrank geräumt und ins Badezimmer gehängt. Die soll wieder passen“.

In welche Etappen teilst Du Dein Gesamtziel?
„Hmmm. Auf jeden Fall soll jede Woche etwas runtergehen, mindestens 500 g in der Woche“. (Ach Sara…wenn Du 12 Wochen lang je 500g abnimmst, hast Du in 12 Wochen sogar 6 Kilo weniger 8) )

Wie belohnst Du Dich, wenn Du Dein Ziel erreicht hast?
Hier schreiben viele Teilnehmer, dass ja die Abnahme selber schon eine Belohnung ist. Aber ich finde, wenn man geschafft hat, sein gestecktes Ziel nach 12 Wochen zu erreichen, sollte man ruhig „was springen“ lassen. Sara passt dann natürlich die 3/7 Hose, was aber als Belohnung nicht gilt.
„Dann belohne ich mich mit der Teekanne, die ich schon so lange haben will und die mir bis jetzt zu teuer war“.

Heute lässt sie mich mal wieder auf ihren Teller gucken.

Frühstück:
2 dünne Scheiben Vollkornbrot mit Frischkäse 0,2 % und Marmelade, 1 Apfel

Mittagessen:
Gnocci, Tomaten, 1 Putensteak. Zum Nachtisch Zaubergries

Abendessen:
2 Scheiben Brot, Camenbert 13% und Schinken. Dazu Gurken und Tomaten.

Später Chai-Tee mit einem Schwapp Milch und Stevia.

Und jetzt ruft ihr Sportlehrer, will sagen, ihr Hund und sie kann leider nicht weiterschreiben. Mittwoch wieder…