Wie jeden Morgen

hat K. auch diesen Tag mit dem Gebet begonnen: „Lieber Gott, ich danke Dir für mein neues Leben und für Beate Nordstrand!“. Auch heute. Und morgen!!!

Also bitte! Wenn so was in einem Brief steht, der Dir zugesteckt wird und Du liest das am Abend nichtsahnend auf der Couch, dann kriegst Du doch GÄNSEHAUT.

Das Einzige, was ich für K. getan habe war, ein paar Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein und entweder das richtige gesagt oder getan zu haben. Sonst nichts!

Schaffst Du auch, solche Liebesbriefe zu bekommen. Das Einzige: Nicht so viel an DICH/DIR/DEINER denken. Dich ein bisschen vergessen und über die tollen Menschen staunen, die Deinen Weg kreuzen. Zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein. Und dafür muss man halt ab und zu den kuscheligen Platz am Computer verlassen. Schreibselt ein bisschen weniger Blog und Newsletter, aber macht dadurch Menschen vor Ort ein Quentchen glücklicher.

Gestern rügte mich S: „Von Dir liest man ja gar nichts im Moment“…. Was also nicht daran liegt, dass grade nichts passiert. Eher im Gegenteil. Aber weil meine 5 Kinder ihre Situationsupdates nicht im Blog nachlesen wollen wehe, Du schreibst was von mir, herrscht über einige der aufregendsten Ereignisse Schweigepflicht.

Und was mir seit Jahren ein Riesenbedürfnis war, wieder mehr Zeit für unsere Gemeinde und zum Leben zu haben: Jetzt hab ich sie. Endlich haben meine Tage genug Stunden. Ein Wunder. wie Gott das hingekriegt hat.

Aber klar, S…ich schreib wieder mal öfter. Hab zur Zeit eine Haushaltshilfe, die sogar Plätzchen backt! Außerdem ist sie gelernte XXXX und bringt ein prima Klima in die Familie, aber ich wollte ja nichts mehr über meine Kinder Haushaltshilfe schreiben.

Leidenschaft 2

In dieser Woche weißt Du nie, was kommt. Obwohl jeder Teilnehmer, einschließlich mir, eine gewisse Leidenschaft fürs Essen hegt, waren wir doch einhellig einer Meinung: Es wäre schade, wenn Essen unsere einzige Leidenschaft wäre.

Leidenschaft muss ja nicht unbedingt mit Flamenco-Tanz oder Musik zu tun haben. Sie äußert sich im Interesse an anderen Menschen. Im Wunsch, Neues zu lernen. In einem aktiven, statt passiven Lebensstil.

Aha-Erlebnis, als F. mit Tränen in den Augen feststellte, dass sie einen großen Teil ihrer Leidenschaftssehnsucht mit Süßem stillt, wo sie doch viel lieber afrikanisch trommeln lernen würde oder mal richtig abtanzen, mit andern natürlich, aber wie gucken denn da die Leute, wenn man mit diesem Gewicht tanzt...erntete sie entrüsteten Wiederspruch. Das Problem sind nicht die andern, sondern man selbst.

Bei uns in der Gemeinde steht übrigens eine 50jährige Lady an den Bongas…Total kraftvoll.

Während ich außerhalb der Komfortzone auch mal Gefahr laufe, was falsch zu machen oder mich zu blamieren – meine Schokolade versteht mich und erwartet nichts.

Dann empfahl uns R. ihre Entspannungs-CD von Eva-Maria Admiral, die sie beim Zuhören so relaxte und von ihrem Stresspegel runterholte, dass sie beschwingt über eine rote Ampel fuhr. Der Kurs lauschte wohlwollend und nachdenklich. Wohlwollend, weil R. so leidenschaftlich von der CD schwärmte, nachdenklich wegen der Ampel.

Unser Leidenschaftstreffen heute endete mit der festen Zusage eines Senioren-Ehepaars, beim Abschiedstreffen (an dem die Tische sich erfahrungsgemäß biegen, sodass man sich nicht vorstellen kann, dass hier ein Lebe leichter Kurs abschließt) ihre Liebesgeschichte zu erzählen, kleine Flirtkunde inklusive. Denn anscheinend weiß die heutige Generation vor lauter Computer nicht mehr, wie man flirtet.

Tja, leider nur für Kursteilnehmer. Aber die nächsten Kurse stehen fest. Und fest steht, dass die Leidenschaftswoche meine Lieblingswoche bleibt.

Und weil das Gehirn keine Platzprobleme kennt und man möglichst jeden Tag was Neues lernen soll, habe ich heute gelernt, wie man ein Video in den Blog einbaut. Hat ein bisschen gedauert…Ich habs schon öfter versucht und nie hingekriegt. Tadaaa. Man soll also nie sagen, das schaff ich nicht. Jetzt kann ichs… Ich krieg schon beim Zuschauen gute Laune 8)

Keine Katastrophen

Mitten in meiner Lieblingswoche erreichen mich zwei schlimme Nachrichten. Da wird die Sicht wieder zurechtgerückt, was eine Katastrophe ist und was nicht.

Keine Katastrophe ist:

– eine Beule im Auto
– eine Gewichtszunahme
– eine unerwartete oder hohe Rechnung
– ein Herpes, obwohl Du gerne küssen würdest
– Bindehautentzündung
– ein Rotweinfleck im Lieblingskleid
– wenn die Kaffeedose leer ist
– bei einer Prüfung durchzufallen

– Eine Katastrophe

– wenn Menschen, die Du liebst, sich verhärten
– wenn Menschen, die Du liebst, schwer krank werden
– wenn Menschen, die Du liebst…

Die wirklichen Katastrophen haben nie mit Dingen zu tun. Immer mit Menschen. Je näher sie Dir stehen, desto größer der Schmerz.

Und wenn das Leben es gut mit Dir meint und Du Gott sei Dank von vielen Katastrophen verschont geblieben bist, glaube nur nicht, das das auf Deiner Lebenstüchtigkeit beruht.

Wüstenzeiten gibt es wohl in jedem Leben. Der Eine hat sie hinter sich. Einer steht mittendrin und manche haben sie vor sich.

Gut, wenn man weiß, wer in guten und schlechten Zeiten für Dich da ist. Sich nie abwendet und sich nie verändert. Ich kenn da jemanden. Gott sei Dank!

Lieblingswoche

Habe eine Lieblingswoche vor mir. Daran können auch meine roten Augen nichts ändern. Eine kleine Bindehautentzündung trübt gerade meinen Blick, aber was ist das gegen so viele schöne Ereignisse.

Morgen Tag der offenen Tür im Fitness-Studio Bodypower, mit dem ich ab Jahresanfang 2012 eine Kooperation fahre.

Sonntag werden 12 Leute in unserer Gemeinde getauft. Das ist ein Ereignis, das man gesehen haben muss! Ich freu mich schon so drauf und im Himmel werden grade die Geigen gestimmt.

Sonntagspätnachmittag fahre ich mit meinem Mann in ein wunderschönes Hotel, wo wir a) einen Essensgutschein von Weihnachten 2010 einlösen und b) gerne auch das Frühstücksbüffet testen wollen, weswegen wir dort übernachten 🙂

Dann erwartet mich und meine Gruppen in dieser Woche mein Lieblingsthema „Leidenschaft“ und zum Abschluss der Lieblingswoche fahre ich Freitag nach Erlangen auf eine Fortbildung über den Einfluss der Hormone auf das Gewicht.

Und als ich gerade auf mein Konto guckte, hat mir jemand zum Auftakt der Lieblingswoche 50,-€ zuviel überwiesen! Werde sofort klären, was dieser „Fall“ zu bedeuten hat.

Mehr als ausgeglichen

Sachen erlebt man! Als selbstständige Ernährungsberaterin schreibe ich natürlich öfter Rechnungen. Am Ende des Monats, wenn ich die Unterlagen für meinen Steuerengel fertig mache, erschließt sich, wo noch ein Betrag aussteht, was wirklich selten vorkommt. Ist fast immer ein Versehen gewesen, welches auf eine freundliche Nachfrage sofort beglichen wird.

Letzte Woche mein erster „Fall“, dass eine Kundin 20,-€ Provision von der Rechnung abzog, warum auch immer. Nach meiner erstaunten Nachfrage überwies sie dann 15,-€ zusätzlich, mit dem Hinweis auf die Rechnung und zog wieder 5,-€ Provision ab  🙁

Heute gabs einen neuen „Fall“. Da schrieb mir C., das sie den Preis für das Jahrescoaching einfach zu niedrig findet und hat als kleines Geschenk 26,-€ mehr überwiesen 8)

P.S. Der Preis für das Jahrescoaching beträgt 49,95-€. Es ist aber nur für die Kunden möglich, die das 12-Wochen-Online-Coaching abgeschlossen haben.

Jetzt geb ich meiner Tochter mal Provision, weil sie unsere Kleiderkammer aus- und aufgeräumt hat. War echt nötig, denn da fanden sich neben einer defekten Wasserpistole ein Boomerang und drei Kinderfahrradhelme (unser Jüngster ist 16), ausrangierte Handtaschen und da stand auch das Raclettegerät, das wir letzten Winter verliehen hatten…

Für die Suppenkasper

Während unsere Suppe auf dem Herd brodelt (heute muss es schnell gehen, denn  gleich wollen die Handwerker in die Küche) ereilt mich der Gedanke, dass manch Suppenkasper Suppe im Allgemeinen mit nach Kohl riechenden Treppenhäusern verbinden könnte.

Daher eine kleine Aufzählung der Suppen meiner Mutter, bei der es NIE nach Kohl riecht, sondern immer himmlisch lecker.

Schnibbelbohnensuppe
Kartoffelsuppe
Möhrencremesuppe
Weihnachtssuppe
Gulaschsuppe
Grießklösschensuppe
Tomatensuppe
Linsensuppe

Die meisten Suppen meiner Mutter kommen ohne Fleisch aus. Naja,die Gulaschsuppe nicht…. Sie sind stets aus (garten)frischen Zutaten, oft pürriert und liebevoll mit Petersilie, Dill, Pistazien, gerösteten Kürbiskernen oder sonst was garniert.

Gestern gab es nur deshalb keine Kürbiscremesuppe, weil der Kürbis soooo hart war und meine Eltern ihre 80- und 91.jährigen Kräfte sparen wollten, um meinen Besuch zu genießen. Da war die Zucchini-Tomatencremesuppe einfach schneller gemacht. Mit frischen Kräutern abgeschmeckt und etwas Creme fraiche`. Versteht Ihr, warum ich Suppenfan bin?

Auf einem meiner Abtrockentücher stand außerdem folgende Weisheit:  Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.

Suppe schmeckt jedem und reicht immer. Und aufgewärmt schmeckt sie besonders gut!

Schöne Vorhersehbarkeit

Schon auf der Autobahn wusste ich, was mich beim „Heimkommen“ erwartet: Es stehen Pantoffeln für mich im Hausflur. In der Küche dampft frischgekochte Suppe und in der Speisekammer wartet der beste gedeckte Apfelkuchen der Welt. Und so war es auch.

Unternehme mit Mutter eine kleine Vorweihnachts- und Denschönstenadventskalenderfindungstour.

Fühle mich privilegiert und komme abends ganz glücklich wieder nach Hause. „Vater und Mutter ehren auf dass es mir wohlergehe und ich lange lebe auf Erden“, das erste Gebot mit einer Verheissung, wird mir sehr leicht gemacht.

Neuer Rhytmus

Während manche Leute nur über die Straße gehen müssen, um die Eltern zu sehen, liegen für meinen Mann und mich viele Kilometer zwischen uns und unseren Elternhäusern. Mit den norwegischen (Schwieger)Eltern kommunizieren wir inzwischen per Skype. Mit meinen Eltern telefoniere ich jeden Sonntagabend.

Und weil es immer mehr zu erzählen gibt und ich immer mehr Zeit habe und meine Eltern immer älter werden, stocke ich auf. Versuche, dran zu denken, mindestens 2x in der Woche anzurufen. Und einmal im Monat hinzufahren. Morgen ist es mal wieder so weit. 200 km auf der A3 – und ich seh sie wieder…

Schön, wieder Zeit für solche wichtigen Besuche zu haben.  Das letzte Jahr hat mir mehr Zeit, Glück und Lebensqualität gebracht als ich jemals für möglich gehalten habe.

Leben mit anderen

„Wärest Du schlank, wenn Du nur für Dich alleine kochen und einkaufen müsstest?“. „Wärest Du schlank, wenn Deine Umgebung anders wäre?“

In dieser Woche geht  es um den Einfluss unserer Mitmenschen auf unser Essverhalten. Wir werden von kuchenbackenden Schwiegermüttern hören, den Geburtstagen der lieben Verwandten, gemüseresistenten Kindern und Männern, die die deftige Küche bevorzugen. Kollegen, die Kuchen mitbringen und Kunden, die sich mit Süßigkeiten bedanken.

Da werde ich mal von meinen Herausforderungen berichten. Von langen Gemeindesonntagen, an denen sich die Tische des Kuchenbüffets biegen, von Hauskreisabenden mit Muffins oder sonstigen Herrlichkeiten,  Von Töchtern, die die Küche schmeißen und mich mit ihren Künsten überraschen und einem Mann, dem Kalorienzählen suspekt ist.

Gestern hatten wir wieder mal Hochzeit in der Gemeinde. Ein glückliches Paar, ein rauschendes Fest mit internationalen Gästen, ein Dekotraum in Rosa. Nach dem Sektempfang Kuchenbüffet, direkt danach Mittagessen und nach minimalistischer Pause Abendessen, dem die Hochzeitstorte folgte.

Ich weiß also, von was ich diese Woche rede und habs durchaus nicht immer leicht, zu wiederstehen. Aber weiß, dass es sich langfristig leichter leichter lebt.

Und Habe immer die Frage im Hinterkopf: „Lohnt sich das?“ Schmeckt dieses zweite oder dritte Stück Kuchen so gut, dass ich diese Woche nicht abnehme?“ Oder das meine schicke enge Hose wieder kneift? Und ziemlich oft lohnt es sich nicht. Außer bei der letzten Hochzeit. Da hat sich alles gelohnt 8)