Wetten dass

Das liebt mein Sohn…leise hinter mich zu treten, während ich ABSOLUT VERTIEFT eine Email schreibe und mir leise BUUUUH ins Ohr zu zischen.

„Das ist das letzte Mal, dass Du mich heute erschreckst“, schimpfe ich ihn. „Wetten, dass nicht?“ Ich bin sicher, für den restlichen Tag gewappnet zu sein und lasse mich LEICHTFERTIG auf eine Geldwette ein. Ihr merkt schon…von wegen Supermutter.

„Ein Euro“, wenn ich es schaffe, dich innerhalb der nächsten 24 Stunden nochmal so zu erschrecken“. 10 Minuten später hatte er (zog alle Register – er braucht dringend Geld und macht sogar unsere PET-Flaschen zu Geld) es geschafft. „Wenn ich es nochmal schaffe, verdoppeln wir, ansonsten kriegst Du einen Euro..“ Ich Einfältige…

Zehn Minuten später war ich zwei Euro los. Das Spiel war vorbei 🙁

Auch wenn es erziehungstechnisch ein Deseaster ist, mit Kindern um Geld zu wetten…wir hatten unsern Spaß.

Versuche, solange sie noch zu Hause sind, ziemlich viel Spaß und Genuß einzubauen, habe den Jungs ein Luxusfrühstück aufgetischt und meiner Tochter heute Hirtenpfannekuchen versprochen..Ja,ja…dafür lieben sie mich und werden das Hotel Mama so schnell nicht verlassen…

Höchste Zeit II

Werde wohl Dauerkunde bei IKEA werden – und es war wirklich höchste Zeit, die Präsente zu besorgen. Da haben von 15 Teilnehmern meiner Lebe leichter Gruppe nach genau zwei Wochen 3 Teilnehmer über vier Kilo abgenommen – und ein 3,9.

Ob es mit dem tollen Wetter zusammenhängt, dass zusätzlich leichter macht…Sind es Ballerinas und Flip-Flops? Oder der Reiz des Präsents?

Nun habe ich für die 5 Kilo-Abnahme wieder was verheißen…. D.h. ich werde dauerbeschäftigt und mein Geldbeutel schlanker… meine Teilnehmer glücklich und leicht….Dafür mach ich ja fast alles!

Höchste Zeit

Gestern 3. Abend des Lebe leichter Kurses in Helmstadt. Es geht rückblickend übers Thema Ziele und ich erinnere sie, dass es in diesem Kurs ein kleines Präsent für die Abnahme von vier und fünf Kilo gibt.

A. war letzte Woche nicht da – und trotzdem dermaßen zielorientiert gewesen, dass sie in diesen zwei Wochen Lebe leichter glatte 4,9 Kilo abgenommen hat. Darauf war ich nun echt nicht vorbereitet.

Bin heute gleich zu IKEA gefahren und habe reichlich Präsente gekauft…

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Übrigens: In solch einen IKEA-Teelichthalter passt ein Lebe leichter Nachtisch. Ohne türmen, bitte.

Außer Spesen nichts gewesen

…oder: Meine Erfahrungen mit Blockupy 🙁

Sitze um 9.45 gefönt, meinem besten Himbeerblechkuchen und dreien unserer fünf ziemlich erwachsenen Kinder im Leihwagen. Mein Auto ist in der Werkstadt. „Brauchen wir den Navi?“ fragt Sohn Nr.1, der den Wagen später zurückfahren soll…“Den Weg zu Oma und Opa sollte man ohne Navi kennen“, antworte ich mit leisem Spott…aber nur, weil man zu Oma und Opa echt nur auf der A3 bleiben muss…200 km bzw. 1 1/2 Stunden lang. Ganz einfach.

„Hast Du Dein Iphone dabei?“, fragt Sohn Nr. 2, der gerne zur Abwechslung ein bisschen gezockt hätte. Aber da ich wusste, ich würde es nicht brauchen, war es daheim geblieben. Noch schnell volltanken, dann ab auf die Autobahn.

Obwohl ich dank langjähriger, schlechter Erfahrungen ein gespaltenes Verhältnis zur A3 habe, lobe ich sie, während wir dahinsausen.“Guckt, wie schnell es geht, die Bauarbeiten haben sich gelohnt“.

Kurz vor Frankfurt warnt eine Anzeigetafel, das Tempo zu drosseln. Vollsperrung! Mein Frankfurter Bruder, der schon bei meinen Eltern eingetroffen ist, vermutet, dass die Polizei wegen Blockupy weiträumig abgesperrt hat. Auf der Abfahrt, auf die wir geleitet werden, ist in der Kurve ein LKW liegengeblieben. Eine Stunde geht gar nichts, nicht mal Schritttempo. Inzwischen ist es 13.00 Uhr. Wir versuchen es über die Dörfer. Nach dem Motto „Umwege erhöhen die Ortskenntnisse“ lernen wir Ortschaften wie Stockstadt und Babenhausen kennen.

Besorgen uns eine Straßenkarte, um den Dschungel vor und hinter Frankfurt zu durchqueren. Eine Stunde später sind wir 5 km vorwärtsgekommen. Um 14.00 Uhr kommt die Autoschlange, in der wir stehen, an Mc Donalds vorbei.

Ich tausche die Gulaschsuppe meiner Schwester gegen einen Chickenwrap von Mc Donalds, bestelle großzügig, was alle Kinder mögen (Sohn 1 wählt einen Burger, der glatte 990 kcal. auf einmal ermöglicht und mir das leckerste Eis, was sie haben). Dann drehen wir um. Endloser Stau zurück. Sechs Stunden und zwei Beinahunfälle später, eine Tankfüllung ärmer und um eine Straßenkarte für 8,80 €  reicher, kommen wir um 16.00 Uhr zu Hause an.

Hätte der Navi uns geholfen? Mein Iphone? Hätten wir durchhalten sollen?  Vielleicht war das Ende meines neusten A3-Dramas in greifbarer Nähe gewesen. Zu Hause suche ich das Internet nach Hinweisen ab und finde nichts. War es ein böser Traum? Den Kuchen hab ich gleich im Auto gelassen. Morgen kommt die nächste Gelegenheit, zu feiern. Für heute langts mir.

Ungewollt leichter

Weil der Morgen anders verlief als geplant, Feiertag eben, hatte ich nicht gefrühstückt, was vielleicht 2x im Jahr vorkommt. Frühstücken finde ich SO WICHTIG. Weil wir zum Feiern eingeladen waren, hatte ich kein Mittagessen gekocht, was vielleicht 10x im Jahr vorkommt. Mittagessen finde ich SO WICHTIG.

Um 15.30 gab es Kuchen. Mit bestem Gewissen zwei Stücke Kuchen gegessen – wobei R. mich beobachtete und  M. mich fragte, ob ich meine Auswahl nach kalorienspezifischen Kriterien getroffen hätte. NEIN.

Beim Abendessen saß ich zufällig neben einem meiner neuen Lebe leichter Teilnehmer. Nach dem ersten Teller vom Büffet schaute D. mich verschmitzt an: „Sonst hätte ich mir bestimmt noch einen 2.Teller geholt. Jetzt trau ich mich nicht“.

Natürliche Folge: JETZT TRAUTE ICH MICH AUCH NICHT!!!!!!

Und zu allem Unglück wollte mein Mann VOR DEM NACHTISCH NACH HAUSE GEHEN 🙁

Chillig

Telefontermin mit Heike um 9.00. Sie im Schlafanzug, ich im Bademantel. Sie hat allerdings schon SPORT gemacht, ich nicht. Es denken ja viele, dass Heike und ich Nachbarinnen sind. Oder zumindest in räumlicher Nähe wohnen. Aber Heike wohnt im Schwarzwald, ich in Würzburg. Dazwischen 265 km. Heute sind wir der Meinung, dass es grade ziemlich chillig bei uns zugeht.

Was wir so gar nicht kennen, sind 8-Stunden-Tage. Was wir besser kennen sind Abgabetermine, Vortrags- oder Ausbildungswochenenden, ehrenamtliches Engagement, Großeinkäufe, Hausputze, Buchhaltungssaltos…Wisst Ihr eigentlich, dass wir nebenbei noch Mütter, Ehefrauen, Pastorenfrauen, tragende Säulen des Hauskreises, Heike am Klavier, ich an der Gitarre, Heike noch Gärtnerin und ich Kinderstundentantemitarbeiter…sind?

Und wenns grad mal chillig ist, weil alle Kurse so schön angelaufen sind…und beide Buchprojekte vom Tisch..wissen wir trotzdem: Lange währt die Ruhe nicht. Da gönnen wir uns ruhig mal ein paar chillige Vormittage, Heike mit Sport, ich ohne.

Da passt alles

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Beim ersten Kurssabend war ich noch zu aufgeregt. Bin ich immer, wenn ich was Neues beginne. Als ich gestern zum  neu installierten Lebe leichter Kurs in Helmstadt fuhr, hätte ich das Milchhaus in Helmstadt am liebsten schon umarmt.

Parkplatz vor der Tür. 5 Schritte laufen. Haltestelle „An der Waage“ passieren so super, dass die mir gleiche ne Haltestelle eingerichtet haben. Eintreten. Licht anmachen. Stühle und Tische stehen in exakt passender Anzahl, sodass ich keinen Finger krümmen muß. Waage und Roll ups aufbauen. Zugucken, wie 15 quietschvergnügte Teilnehmer hereinspazieren. Ihnen bestätigen, dass sie die besten Abnehmer aller Zeiten sind. Informatives, gut gelauntes Treffen mit hohem Spaßfaktor abhalten, was mindestens zu 80% an der Truppe liegt. Pünktlich eine Stunde später alle schlußmotivieren, in der nächsten Woche bitte 500g abzunehmen. Freu mich jetzt schon auf die nächste Stunde.

Der peinliche Trolley

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich unperfektionistisch bin? Deswegen habe ich es leichter. Ich kann mit unperfektem Vorgarten leben und mit Bügelbergen. Hat vielleicht mit meinem Arbeitspensum zu tun, dass sowieso nie zu Ende geht. Wenn es danach gehen würde, dürfte ich mich nie entspannen. Und natürlich liegt es in meiner Natur. Ich finde Perfektionisten besser, lebe aber seit Jahren ganz gut mit mir.

Als ich mich Ende April nach Willingen aufmachte, war so ein unperfekter Tag. An dem ich viel geschafft habe, weil ich nicht perfektionistisch bin. Der Haushalt organisiert, aber nicht topp. Der Vortrag in der Tasche, aber noch nicht geschliffen. Deshalb musste mein Laptop mit. Mein Auto betankt, aber nicht gesaugt, mein Koffer gepackt, aber….

Als ich den Trolley ins Auto bugsieren wollte, entdeckte ich, dass die Räder defekt waren und der Griff lose. Ich hatte ihn gewählt, weil er die passende Größe für das Wochenende besaß. Eine unperfekte Frau denkt dann: Egal, ich muss los. Meine Mitfahrerin sollte pünktlich abgeholt werden.

Zwei Staus später lade ich meine Mitfahrerin ein, drei Stunden später in Willingen meinen Trolley aus. Ohne Räder, mit defektem Griff einen nicht zu verachtenden Berg hoch, hoffte ich, dass NIEMAND NACH DER ANREISENDEN REFERENTIN DES MORGIGEN WORKSHOPS Ausschau halten würde. Leider vergeblich. Ich musste an einer Fensterfront vorbei, an der reihenweise kaffeetrinkende Frauen saßen, die mir voll Mitleid freundlich zuwinkten. Und hinter mir….J. und B. aus unserer Gemeinde, die zeitgleich angekommen waren und direkt auf meinen räderlosen, griffdefekten Trolley schauen mussten.

Nach dem Gottesdienst heute kam J. auf mich zu. „Kannst Du mal mit mir ans Auto kommen?“ Weil J. für ihre praktische Großzügigkeit weit und breit bekannt ist, dachte ich, jetzt wechselt ein Sack Kartoffeln den Kofferaum – ich liebe Kartoffeln – oder eine Schachtel ihrer berühmt-berüchtigten Nußecken. Als unperfekte Hausfrau habe ich heute natürlich einen Tiefkühlkuchen aufgetaut. Aber in ihrem Kofferraum lagen zwei neue Trolleys. Ein großer und ein kleiner  „weil du doch öfter mal unterwegs bist“. Mir schossen vor Rührung die Tränen in die Augen. Zusammen mit solchen Menschen kann ich mir erlauben, auch weiterhin unperfekt zu sein. Ich bin es ja sowieso. Aber so muss es mir noch nicht mal peinlich sein.

Ende des Rückblicks

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(Un)wirklich schöne Flußfahrt auf dem Manavgat…Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. Putztag in unseren Gemeinderäumen, um alles hübsch auf Vordermann zu bringen. Strategisch klug heißt das bei uns: Tag der Gemeinschaft. Ich gönn mir jetzt mal eine Runde Gemeinschaft… Der Koffer steht immer noch im Flur. Ich könnte mich auch dran gewöhnen…