Auf der Suche nach Dreck und Fehlern

Einmal im Jahr macht sich unsere ganze Gemeinde auf die Suche nach Dreck und Fehlern. Nicht den jemand am Stecken haben könnte. Eher nach Schmutzflecken auf Teppichen, Spinnweben, Pflanzen, die umgetopft werden müssen, Stehrümmchen und Kruschecken mit Sachen, die am falschen Platz sind..und da sammelt sich übers Jahr eine ganze Menge an.

Raffierterweise nennen wir das Ereignis „TAG DER GEMEINSCHAFT“, um ahnungslose Opfer zum Kommen zu bewegen und aus diesem oder irgendeinem anderen Grund kommen die Leute, um schließlich Gemeinschaft beim GEMEINDEPUTZTAG zu haben.

Gegen 11.00 sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall Sperrmüll, Putzeimer, Leiter, Kartons, ausgeschüttete Spielzeugkisten. Die Männer stehen im Regen in den Außenanlagen, schneiden Hecken, rechen Laub und werden dafür von den Frauen bedauertwundert. Gegen 13.00 Uhr…immer noch Chaos…aber das Auge des Sturms sitzt gelassen in der Cafeteria und ißt GEMEINSAM zu Mittag. Gegen 15.00 Uhr beginnt man überall eine neue Grundordnung zu sehen und Sauberkeit zu RIECHEN. Gegen 16.30 schließen wir zufrieden die Türen.

Für das Jahr 2013 liegt das große Reinemachen hinter uns. Gemeinschaft haben wir auch gehabt – und ich musste heute nicht kochen.

Kenner und Versteher

Es klingelt an der Haustür und durch die Glasscheibe sehe ich jemanden Wedeln…“Da ist aber einer unruhig“, denk ich mir…Passt ja gar nicht zu einem Besucher. Vor der Türe steht ein JUNGER MANN, der mir ein Päckchen ausliefert und plötzlich ganz ruhig steht.

UND JETZT KOMMT MEIN KENNERBLICK ALS MUTTER ZWEIER SÖHNE MIT STATTLICHEN MUSKELN: „ACH, SIE MACHEN GRADE MUSKELTRAINING?“

Der Mann lächelt. „Naja, wenn mans kombinieren kann, warum nicht?“ Finde ich auch.

Gestern schwinge ich mich vor dem Supermarkt aus meinem Auto..mein grünes Tupperlinchen in der Hand und treffe A. die ich nicht aus Lebeleichterzusammenhängen kenne… „Was ist denn das? So habe ich Dich ja noch nie gesehen?“ Ich finde, ich sehe aus wie immer, erkläre, dass die Wasserflasche mein „Markenzeichen“ ist und ernte ein anerkennendes „alle Achtung“…Man tut, was man kann. Ich könnte mit der Flasche vor dem Trinken natürlich auch noch winken wedeln! Dann wäre ich selber beeindruckt.

Immerhin

Während unsere Glücks-Gastsprecherin Viola gerade ein Sabbatjahr macht, gönne ich mir immerhin eine Art Sabbatmonat. Fast keine Termine, keine Kurse, dazu Sonne satt.

(Nicht, dass Ihr mich falsch versteht, ich versorge natürlich weiterhin unseren im Moment 5-Personenhaushalt, motiviere meine Onliner, schreibe Anmeldebestätigungen für meine Mai-Kurse und nehme meinem Mann ein paar Termine ab, was aber im Vergleich zum sonstigen Pensum pillepalle ist…)

Habe seit dem Wochenende zwei dicke Wälzer gelesen. In einem las ich vom „Sowieesjetztistwirdesauchspätersein-Prinzip“. Unser jetziges Verhalten gibt in den meisten Fällen einen klaren Hinweis darauf, wie wir uns in Zukunft verhalten werden.

Denn in den meisten Fällen ist die Entscheidung, die ich heute treffe auch die, die ich morgen treffe. Wenn ich es heute nicht mache, besteht kein Grund zur Annahme, dass ich es später machen werde. Wenn ich heute nicht die Finger vom Anschlag Nachschlag, der Tafel Schokolade oder dem stark erweiterten Nachtisch lasse, wenn ich argumentiere, dass dies nur mal eine klitzekleine Ausnahme in Folge von 12345 Ausnahmen in den letzten Monaten ist, bezweifelt dieses kluge Buch ganz ernsthaft Deine ehrliche Absicht.

Allerdings bin ich davon überzeugt, dass Menschen sich ändern können. Da solltest Du aber spätestens 72 Stunden nach Deinem Vorsatz klar Schiff machen, Wartest Du länger, sinkt die Wahrscheinlichkeit auf das ewige Sowieesjetztistwirdesauchspätersein,

Unddasistdiewahrheitnichtsalsdiewahrheit.

64 Kilometer für frische Brötchen

Am Sonntag winkte M. mich zu sich… Er ist Bäcker aus Leidenschaft und neuerdings verfügt er über mehr Zeit. Fragt mich, ob es recht wäre, wenn er meinem Mann für heute die Geburtstagsbrötchen backt…Weil ich weiß, dass M. immerhin 32 Kilometer von uns entfernt wohnt, zögere ich. Aber er überzeugt mich, dass er es einfach SEHR GERNE machen möchte – und so stand er heute Punkt 8 mit frisch gebackenen Dinkel-Vollkorn-Stangen vor der Haustür und meinem Mann fielen fast die Augen aus dem Kopf.

64 Kilometer, um „dem Pastor“ frische Brötchen zu bringen und zu gratulieren – so was haben wir auch noch nicht erlebt. Glück von Herzen und in Tüten, sozusagen.

Töchterlein hat Fantakuchen gebacken, heute Abend gehen wir mit Freunden essen und es gibt den ganzen lieben langen Tag nichts, was ich dringend tun müsste. Und morgen verreise ich für 2 Tage. Ja, ja…die Selbstständigen habens gut. Ich glaub, ich setz mich jetzt erst mal in den Garten…

Machs Dir leichter

Komme gerade von Frau K – und die hats schwer. Ihr Leben könnte ja ganz passabel sein, wenn da nicht ihre Nachbarin wäre. In jedem Gespräch kommen wir früher oder später auf die Nachbarin. Ich lenke ab. Reiße neue Themen an, aber nach kurzer Pause erscheint sie wieder, die Nachbarin. Etwas richtig Böses hat sie gar nicht getan und vermutlich ahnt sie nicht, welch prominente Rolle sie in der Gedankenwelt von Frau K. eingenommen hat. Aber sie scheint Frau K. halt nicht besonders zu mögen. Kann ja vorkommen.

Bei dem einen ist es die Nachbarin, beim anderen die Kollegin oder jemand aus dem Bekanntenkreis. Du strengst dich an, versuchst, Brücken zu bauen, alles für die Katz. Bei „richtigen“ Menschen kannst Du nichts falsch machen, bei Falschen nichts richtig,

Was für eine Kraftverschwendung, stundenlang über Leute nachzudenken, die anscheinend nichts mit Dir zu tun haben wollen. Manche könntest Du mit Geschenken überschütten und sie würden Dich trotzdem nicht mögen. Kann vorkommen.

Dann machs Dir leichter. Hör auf, pausenlos über XY-Ungelöst nachzudenken – und auch, dauernd über sie zu reden. Freu Dich an den Leuten, die Dich barfuß und ungeschminkt mögen und spar Dir Deine Kraft für DEINE NEUEN PROJEKTE 2013. DEIN JAHR!

Erwischt

Gibs zu, bis zur Garage würdest Du auch in Hausschuhen gehen?
Ich hatte noch das Oberteil und die Leggings vom Vormittag an, was zusammen mit Stiefeln wirklich top aussieht. Zu Hause ziehe ich immer sofort meine Hausglogs an, wobei Leggins + Strümpfe + Hausglogs IMMER PEINLICH aussehen, aber so was mute ich meinen Lieben einfach zu.

Als meine Tochter mich bittet, sie zum Bahnhof zu fahren, habe ich grade noch was anderes in der Leitung. Nehm noch zwei Postsendungen mit und eile in Hausschuhen zum Auto in der Garage. Noch schnell die Briefe am Bahnhof einwerfen… UND NUN SCHON ZUM ZWEITEN MAL IN DIESEM JAHR „ERWISCHT“ MICH JEMAND IN HAUSSCHUHEN AM BAHNHOF…“Hallo Beate…“Ich eile weiter, lächle und winke und hoffe, ich konnte sie blenden…. ES WAREN GLEICH ZWEI.

Zum Glück gibts auch Männer

..die jeder Frau am Ende des Glückstages eine langstielige rote Rose überreichten…Von den Parkplatzanweisern über das männliche Begrüßungsteam über die Pfadfinder, die nicht nur das Mittagessen servierten, sondern immer wieder blitzschnell die Tische neu mit Getränken und Kaffee bestückten, die beiden Männer an der Technik und am Beamer – und zum Schluß die Rosenkavaliere. die jeder Frau mit Wertschätzung im Blick eine rote Rose überreichten!!!

Habe den Tag so genossen….die vielen Frauen, Überraschungsgäste…Es waren Frauen aus meinem Onlineprogramm gekommen, mit denen ich bisher nur telefoniert hatte – und nun standen sie vor mir! Aus Nürnberg, aus Bonn… Das hat mich einfach umgehauen…

Und dann unsere Glücksrepräsentantin Viola… Schon am Vormittag fielen bei mir ein paar Groschen.. Manche Menschen sind schon rein genetisch mehr glücksprädestiniert… und Perfektionisten werden es immer schwerer haben, glücklich zu sein, weil das Leben leider selten perfekt ist. Habe einiges zum Thema Glück gelernt…besonders, das das echte Glück in den eher einfachen Dingen des Lebens liegt… und das Glücklichsein mit der eigenen Einstellung und der Dankbarkeit zu tun hat, auch das Glück der Perfektionisten.

Nachmittags „Eintauchen ins Glück“…unser Angebot, eine Stunde der Musik zu lauschen, mitzusingen, zu beten,Segnungsgebet zu bekommen, auf sein Herz zu hören, während Gisela malte…

Gisela

Inzwischen sitze ich glücklich in meinem weißen Sessel. Die letzten Rosen habe ich mitgenommen… und habe beschlossen, komplett glücklich und dankbar zu sein.

Ende

 

Das wars von Silke

Heute hat sie ihren letzten Blogeintrag geschrieben, alles hier nachzulesen.

Silke hatte die Teilnahme am Lebe leichter Kurs gewonnen und sich „verpflichtet“, während dieser Zeit über ihre Erfahrungen mit dem Programm zu bloggen.

Hier ist ihr letzter Eintrag. Der Kurs ist vorbei:

„Nun ist unser „lebe leichter“-Kurs in Helmstadt auch offiziell beendet.

Eigentlich schade, die Treffen sind mir zu einer netten Gewohnheit geworden, die Gewichtskontrollen spornen zur Disziplin an und Beates Tipps und Motivationen werden mir auch fehlen. Deshalb habe ich mich gleich für den Kurs im Mai angemeldet – und auch weil ich sehen will, wie ich mein Gewicht halten kann. Aber auch weil ich mir vorstellen kann, dass nach dem Pfingsturlaub das eine oder andere Kilo wieder auf meinen Hüften klebt und weil ich es dann noch schaffe, die 5 Kilo zu meinem Idealgewicht zu verlieren.

 

Also ich kann am Ende des Kurses nochmal betonen, dass ich noch nie so leicht und so schnell soviele Kilos abgenommen habe.


Ich hab doch tatsächlich 13,3 kg geschafft. 5 kg waren mein vorsichtiges Ziel, 8 kg hätte ich mir gewünscht, 10 kg waren mein Traum. Muss ich da noch was dazu sagen?


Nur vielleicht noch: meldet euch für den nächsten Kurs an, so lange es noch Plätze gibt.

 

Jetzt gilt es das Gewicht zu halten, das möchte ich bis Mai schaffen. Werde mich weiter regelmässig zuhause wiegen, hab`mir eine Tabelle ins Bad gehängt; danke für den Tipp, Beate.


Ich habe mir einen neuen Planer zugelegt, so kann ich genau dokumentieren, was ich esse.
Meine Männer müssen das Naschzeug wieder unter Verschluss halten.

Und ansonsten mache ich alles das, was ich die letzten 12 Wochen auch gemacht habe.

 

Ich fühl mich gut, wie neu geboren, leicht und fit und selbstbewusst. Und die Komplimente tun mir soooo gut. Freu mich auf den Frühling und auf mein neues leichtes Leben.

 

Viele herzliche Grüße an euch und danke, dass ihr euch für mich interessiert habt.

Das war`s.

Silke

 

PS: Hallo Andrea, wie läufts bei Dir?

 

Und einen Gruß an Waltraud, die meinen Blog auf einen „Sitzer“ gelesen hat“.