Auch ohne Thermomix

Bekomme per Email die Frage gestellt, ob man das Lebe leichter Programm auch umsetzen kann, wenn man als Gemüsesorten nur Tomate, Gurke und Paprika mag.

Klar kann man. Ist zwar ein bisschen einseitig…und passt definitiv nicht zu jeder warmen Mahlzeit gleich gut, aber geht! Hätte die Schreiberin am liebsten zu mir gebeamt, um sie von meinem neuen Lieblingssalat kosten zu lassen. Vor zwei Wochen hatte F. das Rezept „rausgehauen“, wohl eigentlich ein Thermomix-Klassiker, aber der geht ach locker ohne.

Die Grundzutaten habe ich immer im Haus, er ist erstaunlich und oberlecker und ich bin schon dabei, das Original gnadenlos abzuwandeln:

Broccoli-Apfel-Paprika-Rohkostsalat

300 g Broccoli (frisch und roh), 1 rote Paprika, 1 Apfel, alles so klein wie möglich schneiden oder in den Mixer geben, 1 TL Honig, 1 TL Senf, 2 EL Öl, Saft einer Zitrone, Salz, Pfeffer zufügen und verrühren. 2 EL. Sonnenblumenkerne anrösten und vermischen… Durchziehen lassen! Gestern habe ich noch eine Orange mit hineingeschnitzelt…

Er ist süß, sauer, knackig, knusprig und schmeckt am nächsten Tag noch besser…falls noch was übrig war…

Spontanentscheidung

Heute morgen durfte ich auf einem wunderschön arrangiertem Frauenfrühstück sprechen. Man hatte weit mehr Anmeldungen als der Raum fassen konnte, aber das Team war klasse und meisterte die Besucherflut liebevoll, die Frauenband so gut, das Frühstück perfekt, weil der Pastor der Gemeinde im „früheren Leben“ Koch war und so war sogar der Lachs selber gebeizt, die Deko leicht und am Schluss die Herzen bewegt.

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Ich verliebe mich regelmäßig in die tollen, kreativen, einzigartigen Menschen vor Ort und würde sie alle am liebsten nach Würzburg importieren…

Als ich die Heimfahrt antreten will, frage ich meinen Navi, wie weit wohl meine Eltern von meinem Standort entfernt sind… Hmm…gleiche Entfernung wie nach Würzburg.

Und entschließe mich spontan zu einer Stippvisite bei Mama & Papa. Schleich mich zu Papa,  der gerade gemütlich seinen Nachtisch isst und einen Kaffee trinkt und bleibe mucksmäuschenstill sitzen, bis Mutter auf der Bildfläche erscheint und vor Freude schreit!

Download erhalten

Einmal in der Woche treffe ich mich, meiner Selbstständigkeit sei Dank, mitten am Tag mit einer Freundin zum Beten. Gestern war ich ein bisschen gestresst, weil so viele verschiedene Sachen auf meiner Nächstewocheagenda stehen, eine bunte Mischung aus beruflichen, ehrenamtlichen und privaten Terminen, sodass ich mich ersthaft gefragt habe, wie ich das hinkriegen soll. Jetzt fragst Du Dich vielleicht, warum ich nicht gleich das Gebetstreffen mit meiner Freundin gecancelt habe. Aber da bin ich doch lebensweise genug, dass ich meine Gebetstermine Donnerstag und Freitag lieber nicht streiche.

Habe meiner Freundin also mein Herz ausgeschüttet in der Hoffnung, dass Gott das jetzt nicht als Meckern versteht, denn ich habe mir doch 40 Tage ohne Runtermachen, Jammern und Klagen vorgenommen. Ich denke, dass ER das schon richtig verstanden hat. Im Lauf unserer Gebetszeit bat meine Freundin IHN um ein „Special-Download“ für die nächsten zwei Wochen, wo sich alle Termine/Projekte und Begegnungen perfekt ineinanderfügen inclusive der richtigen Worte für die jeweiligen Situationen….

Naja… und wie ich heute an die Arbeit gehe…fing der Download an und jetzt ist alles auf dem Schirm, sodass ich Dir sogar noch einen Blogeintrag darüber schreiben kann. Was wieder mal zeigt, dass man an Tagen, wo man besonders viel zu tun hat lieber etwas mehr als weniger betet. Hat doch Luther schon gewusst als er sagte: „Ich habe heute viel zu tun, deswegen muss ich viel beten“.

Falls Du also grade ein Problem hast, bitte Gott doch um ein Special-Download! Geht auch ohne Gebetsfreundin, allerdings nicht ohne Gebet!

Manchmal

…sitze ich fassungslos da und kann die Brutalität der hereinkommenden Nachrichten nicht fassen. Die ISS hat 220 Christen verschleppt, Dschihadi John, auf dessen Konto zahlreiche Enthauptungen gehen, wird identifiziert, in der Ost-Ukraine sind in den letzten 10 Monaten mindestens 3000 Menschen ums Leben gekommen…und ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn mein Mann oder meine Söhne zur Verteidigung der Landesgrenzen eingezogen worden wären. Mit welchem Trauma werden diese Männer leben müssen? Wie mag es den Müttern und den Ehefrauen gehen.

Welche Qualen erleben diese 220 verschleppten syrischen Christen gerade, während das Alltagsleben hier in Europa weiter vor sich hinplätschert

Ich fühle mich so hilflos, dass mir die Tränen runterkullern. Es lässt mich nicht nur nicht kalt, es macht mich heiß. Was wird passieren, wenn wir aufhören wegzuschauen, zur nächsten Nachricht zu zappen, oh… der Kaffee wird teurer, wie blöd… und das Wenige tun, das wir tun können. Wenn wir aufhören, uns um ich, mich, meiner mir zu drehen und uns leidenschaftlich für diese verrückt gewordene Welt einsetzen.

DAS LEBEN IST KURZ – HIER UND IN SYRIEN, WO GERADE VÖLKERMORD GESCHIEHT. GESCHOCKTE, HEUTE MAL GAR NICHT LEICHTE GRÜßE VON B.

Du bist eine Antwort

..und kein Fragezeichen!

Heute möchte ich Dich nachdrücklich daran erinnern, dass DU eine Antwort bist, und zwar auch dann, wenn Du nicht perfekt bist. Du bist eine Antwort. Für Deine Umgebung! Deine Freundin! Deine Familie! Deine Arbeitskollegin! Deinen Chef! Deine Nachbarin! Sogar für Leute, von denen Du nie im Leben gedacht hättest, dass sie auf Dein Leben schauen.

Also hör auf, Dich wie ein wandelndes Fragezeichen fühlen, sondern bittschön wie jemand, der die Antwort hat. Der ziemlich viel ziemlich gut gemeistert hat und jetzt anderen als „Model“ dienen kann. Die Welt sehnt sich nach Vorbildern. Mit Verlaub gesagt: Sie schaut auf Dich und kann zurecht viel von Dir lernen. Darfst ruhig ein bisschen stolz auf Deine Story sein.

Muss gerade an Astrid Lindgren denken…und mit ihr an viele Frauen, die zwar kein leichtes Leben führen konnten, aber die bleibende Spuren hinterließen. Als 19jährige alleinstehende Mutter musste sie ihren Sohn in eine Pflegestelle geben, bis sie ihn nach drei Jahren in ihrer Ehe wieder zu sich nehmen konnte. Ihren Kindern erzählte sie Geschichten, die seit Jahrzehten weltweit gelesen werden. Sie war 40, als Pippi Langstrumpf als Buch herauskam. Sie hörte nie auf zu schreiben, mischte sich in die internationale Politik ein. Mit 72 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels,  mit 82 fuhr sie in die Sowjetunion zur Premiere ihres Buches Brüder Löwenherz….

Ich liebe solche neugierigen, immer weiterlernenden Menschen, die Spuren hinterlassen.

Und ich weiß: Du gehörst genau zu dieser Sorte Mensch! Das musste jetzt mal gesagt werden!

Vorfreude

Auf dieses Wochenende hab ich mich schon lange gefreut. Fahre heute für 2 Tage mit meinem Mann auf eine Konferenz. Mal nicht zum Selbersprechen, sondern zum Zuhören. Ich mag es, mal ganz konzentriert zu lauschen, was andere zu sagen haben und von anderen zu lernen. Und noch besser, wenn mein Mann mitkommt…und wir in einem netten Hotel untergebracht sind und alles gemeinsam erleben!

Und die Colour your world conference in London hab ich auch neulich gebucht… + charmanten Begleiter! Man muss schließlich was dafür tun, um sein Englisch nicht zu vergessen. Um endlich zu lernen, mich im U-Bahn-Dschungel von London zurechtzufinden, Dinge, die für meine Weltenbummlertöchter Pillepalle sind.

Unsere Jüngste befindet sich aktuell im dritten Monat ihrer Weltreise nach dem Motto „wenn icht jetzt, wann dann“..Nachdem sie 2 Monate Amerikas Städte bereist hat, erfüllt sie sich gerade ihren Mädchentraum und reist durch Brasilien. Erforscht grade das 37 Grad molligwarme Rio…5 Minuten vom Strand… am Montag gehts nach Ilha Grande….

Beschließe, mir ein Beispiel an meiner Tochter zu nehmen und in diesem Jahr noch mehr von der Welt zu sehen…Wenn nicht jetzt, wann dann.

Kritikfastenzeit

Man kann sich für die Fastenzeit ja alles mögliche vornehmen. Süßigkeitenfasten. Alkoholfasten…. Kerstin Hack macht ein Multitaskingfasten…

Mein Tipp: Wie wärs denn mal mit Kritikfasten? Einen Tag… ohne andere Leute zu kritisieren.. Ohne sich zu beschweren, ohne zu jammern. Einen Tag, ohne sich selber „runterzumachen“… Und dann noch einen Tag.. und noch einen Tag… 40 Tage lang…

In einer Umgebung, wo viel gelobt, gewundert, bewundert und sich bedankt wird, herrscht ein prima Klima! Da kann man aufatmen, da kommen die Leute gerne wieder. Wo viel gemobbt, gestänkert und kritisiert wird, ergreift man so schnell wie möglich die Flucht.

Also, wer schließt sich an? 40 Tage gegen die Unwortverschmutzung, für ein gutes Klima!

Körperflüsterer

Ist schon genial, wenn man lernt, die Signale des Körpers zu verstehen. Mich macht das dankbar. Ein paar Tage lang hat mein Körper (K) über irgendwelchen Eindringlingen gebrütet, inzwischen sind sie abgezogen…

1. Signal:
Bleierne Müdigkeit. K. braucht alle Kraft zum Orten und Eliminieren des oder der Ganoven.
2. Signal:
Kein Hunger…K. braucht alle Kraft, um alle Ganoven zu finden und zur Strecke zu bringen
3. Signal:
Durst..K. braucht Flüssigkeit, um die Ganoven in einen Schwall hinauszubefördern.

Mache brav halblang, trinke abwechselnd Tee und Wasser, renne so wenig wie möglich rum, lege Extra-Schläfchen ein und bin ein bisschen stolz, dass ich gelernte Körperflüsterin geworden bin.. Ärgere ihn auch nicht durch überflüssigen Ballast und zusätzliche Energieräuberei, sondern warte geduldig, bis alle Ganoven beseitigt sind.

Zusätzliche Unterstützung: Heinz Rühmann Filme rauf und runtergucken, ganz allein!

Wie jedes Jahr

Hat ja nicht jeder einen Partner Und nicht jeder, der einen Partner hat, bekommt Blumen oder Pralinen oder sonstwas. ABER WEIL DU AUF JEDEN FALL WAS BESONDERES BIST HAB ICH VOR EIN PAAR JAHREN DIESES GEDICHT FÜR DICH GESCHRIEBEN.

OB DU HEUTE BLUMEN KRIEGST
OB JEMAND AN DICH DENKT
IM HIMMEL OBEN IST JEMAND
DER GANZE WELTEN LENKT

ER SCHAUT VOLL LIEBE NUR AUF DICH
KANN NICHT DIE AUGEN WENDEN
DU BIST UND BLEIBST SEIN MEISTERSTÜCK
ER WILL DICH HEUT BESCHENKEN

HAPPY VALENTINE!

Maßbandkl.

Lust auf die Fastenzeit

In diesem Jahr hab ich zum ersten Mal so richtig Lust auf die Fastenzeit. Auf ein bewusstes „Weniger ist mehr“. Verzicht, um später bewusster genießen zu können.
Die Fastenzeit beginnt offiziell am Aschermittwoch und endet nach 40 Tagen zu Ostern.

Ich hab meine Fastenzeit schon mal vorgezogen. Habe spontan Mitte Januar angefangen und seitdem komplett auf „alkoholfrei“ gemacht.. und glaub mir…die Gelegenheiten waren vielfältig..Bisheriges Fazit: Tut gut und wird auf jeden Fall bis Ostern beibehalten. Wer weiß: Vielleicht kommt ab Aschermittwoch noch was Anderes dazu…7 Wochen Verzicht können ein guter Anfang sein.

Wir leben im Überfluss und viele unserer gesundheitlichen Probleme sind hausgemacht.

Zu begreifen, dass es sich lohnt, wählerisch zu sein, obwohl man alles haben könnte, ist schwer! Zu begreifen, dass im Verzicht ein Gewinn liegt, ist schwer!

Disziplin ist am Anfang schwer. Später macht sie alles leichter!