Gesagt, getan

Als die Feldmaus Frederick gefragt wird, warum sie nicht ebenso fleißig Körner, Nüsse, Mais und Stroh sammelt wie die anderen, antwortete sie, dass sie doch auch sammelt. Sonnenstrahlen. Farben. Wörter.

Weil diese Vorräte ebenso wichtig sind, wenn der Winter lang, kalt und grau würde. Also nehme ich mir ein Beispiel an Frederick und genieße die Ausläufer des Sommers.

Tatsächlich haben meine Tochter und ich gestern ein schönes Picknick auf einem Wasserspielplatz gemacht, Kamil fand es herrlich – und am Ende des Tages gingen wir Pizzaessen, zu dem auch mein Mann dazu kam und gleichzeitig konnten wir Sportflugzeugen beim Steigen und Landen zuschauen..

Die Kulleraugen von Kamil, als er sah, wie die Flieger abhoben, waren Belohnung pur..

Fly

Terrasse zu Hause wäre auch schön gewesen, aber da sammelt man weniger Momente… Zur Entspannung habe ich übrigens schon drei dicke Wälzer durchgelesen… Mein Mann findet, dass ich unanständig schnell lese und bezweifelt, dass ich alles lese. Aber er irrt sich, mein Norweger…

Der ist übrigens seit einer Woche auch Deutscher!
Für mich bleibt er mein Lieblingsnorweger! Und Lieblingspastor auch…

nor

Ich hatte eine tolle Mama

Heute vor fünf Jahren ist meine Mutter gestorben.

Mum

Wenn ich meine Mutter besuchte, begannen unsere meisten Sätze jetzt mit:

“Weißt du noch”…

– wie wir Kastanien gesammelt und an den Förster verkauft haben?
– was für tolle Gartenfeste wir gefeiert haben?
– wie die Katzenkinder unseren Abendbrottisch geplündert haben?
– wie wir heimlich mit dem Motorroller 100 km zur Tante gefahren sind
– die Knusperhäuschen….
– wie ich meiner Freundin das neue Tanzstundenkleid geschenkt habe?

Wir schwelgten in gesammelten Momenten.

Jeden Morgen, wenn Mutter aufwachte, dachte sie: “Ach, ich bin ja immer noch da”.

Und irgendwann hatte sie genug Momente gesammelt, genug Liebe verteilt und war mit sich und ihrem Schöpfer im Reinen. Sie hatte nichts dagegen, nun die Perspektive zu wechseln.

Das Leben ist kürzer als du denkst.
Du wirst dich später kaum an Filme erinnern, die du geschaut hast, an Bücher, die du gelesen hast.

Aber sehr wohl an Situationen, wo du mit Menschen Lebenszeit verbracht hast.

Heute möchte ich neue Momente für später sammeln. Ich geh Picknicken, Spielpatz und am Schluss Sportflugzeuge gucken.

rs

Ich schwärme noch

Seit Samstag bin ich von der 2. Fastenwanderwoche zurück.

Auf dem Bild siehst du unser Seminarhaus, den Volkersberg.

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 Kilometerweit von Natur umgeben, das wirkt! 

Wusstest du übrigens, dass bewusstes Schnuppern wichtige Teile des Gehirns aktiviert? Unsere Nase ist direkt mit dem Gedächtnis und dem Emotionszentrum verbunden. Das tiefe, bewusste Einatmen der Waldluft bei unseren Touren, das Rauschen, das Zwitschern, der Wind im Gesicht, das Gehen auf dem weichen Wald- oder Wiesenboden, das Barfußlaufen im feuchten Gras, die Natur kann resetten.

„Naturgeräusche können unsere Lebensfreude steigern“, so der Neurologe Matthias Krohn in einem Artikel der AOK. „Über unser Gehör gelangen Botschaften in unser Gehirn, die uns Ausdauer und Kraft verleihen. Naturgeräusche können uns regelrecht besänftigen. Sie machen den Kopf frei und wirken wie eine Stressbremse.“

Meine Ausbeute dieser 2. Fastenwanderwoche: 

Das Immunsystem wurde stärker
Mein Gedächtnis und Denkvermögen wurden verbessert
Meine Kreativität hat sich gesteigert

Das Diabetesrisiko und  Brustkrebsrisiko ist gesunken.
Das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall ist gesunken.
Die Lebenserwartung ist gestiegen.
Die Gelenke wurden gestärkt, kein Gelenk muckst sich.

Meine Muskelzellen schütten immer noch Botenstoffe aus und produzieren Eiweiße, die entzündungshemmend wirken.

Außerdem hab ich mich ein bisschen in unseren Seminarraum verliebt!
Und du weisst, ja, was Verliebtheit mit einem macht.

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Volkersberg

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Der Wald ist die Kathedrale Gottes

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Ein Aufenthalt im Wald aktiviert den Parasymphatikus, den Ruhenerv.
Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin werden zurückgefahren, der Blutdruck sinkt und die Elastizität der Arterien verbessert sich.

Wusstest du, dass das Blut nach einem  Waldspaziergang sauerstoffreicher ist?

Die Waldluft regt die natürliche Aktivität von Killerzellen im Blut an.

Noch besser: Beim Wandern besinnt man sich aufs Wesentliche.

„Der Mensch muss Erde unter seinen Füßen haben, sonst verdorrt ihm das Herz“ schrieb (Gertrud v Le Fort)

„Singe und wandere. Am Ende begegnest du dem lebendigen Gott“ ..

Gesungen haben wir auch..

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Gespräche ergeben sich – über Wichtiges und Nichtiges

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5 Tage Fasten und Wandern. Die Auszeit hat gut getan.

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Mach ich nächstes Jahr wieder…

Letztes Mal

20 Jahre ging ich zum gleichen Frisör…Ich hatte den idealen Haarschnitt gefunden, die gleiche Frisörin schnitt mir die Haare alle acht Wochen mit der gleichen schlafwandlerischen Sicherheit genau so, wie ich sie haben wollte..

Bis zum Sommer 2020, wo meine „Marion“ im Urlaub war, aber mein bewährter Schnitt mehr als ein bisschen herausgewachsen war.. Und plötzlich überkam mich die Lust auf Veränderung…Ich machte keine Vorgaben wie: „Das Deckhaar muss aber lang bleiben“ oder „bitte keine Stufen“…sondern: „Mach mal ruhig“. Jutta hatte ich auf einer meiner Fastenwanderwochen kennengelernt und sie führt einen eigenen Salon…

Heraus kam ein Kurzhaarschnitt, sehr viel kürzer als jemals in meinem Leben, ein völlig neuer Look…

Vier Jahre war ich nun Jutta treu… gestern war mein letzter Besuch bei ihr. Jutta zieht um! Für sie kommt ein großer Neuanfang, für mich wieder einmal ein kleiner…

Last

Foto von allen Seiten, damit meine Frisörin ab September weiß, was ich will… Vielleicht gehe ich zu Marion zurück, ihr Salon ist nur eine Straße weiter….

Nixen

„Und, war es eine normale Arbeitswoche bei dir?“, fragt unser Besuch gestern…Wir sitzen bei Brotsalat, israelischem Rotwein und Seelen, diesen wunderbaren Salzstangen und genießen den Schabbat.

Seit Ende der Lebe leichter Kurse Ende Juni und seit Ende der ersten Fastenwanderwoche gleich darauf, nixe ich! Wir schlafen länger, was untypisch ist, weil wir die 6.30-Frühstücker sind. Nun ist es öfter vorgekommen, dass wir verwundert feststellen, dass es 7.20 ist, als wir aufgewacht sind…

Und dann freu ich mich auf Tage zur absolut freien Verfügung…Mal mit meinem Mann in einem Außenlokal essen, einen Aperol-abend auf der Terrasse, viel lesen und am liebsten Kamil bespaßen… An einem Vormittag gingen Kamil und ich zum Würzburger Bahnhof, Züge gucken, seine Leidenschaft. ICE. Güterzüge. Personenzüge, Gleise, alles höchst aufregend! Allein, seine Emotionen zu beobachten ist ein Genuss.

In der Bücherei suche ich mit ihm nach Paddington-Büchern und wir machen uns gemütliche Lesehalbestunden…

Brüder

In der 2. Augustwoche gebe ich meine 2. Fastenwanderwoche.. und dann wird wieder genixt; im Moment fühle ich mich vom Leben geküsst.

Natürlich beantworte ich zwischendurch mal Mails, bearbeite Aufträge, die in unser Büro reinkommen und Anmeldungen für die Herbstkurse. Gestern habe ich spontan eine Anruferin besucht, die mich über die Krankenkasse gefunden hat und sich für die Oktober-Kurse anmelden wollte. Und weil sich herausstellte, dass sie direkt gegenüber des Discounters wohnt, bei dem ich gerade einkaufen wollte, brachte ich ihr schon mal das Buchset vorbei und gab ihr eine kleine Einführung ins Programm, weil sie dringend mit dem Abnehmen anfangen möchte…

Nächste Woche schickt sie mir die erste Erfolgsmeldung.. War das „Arbeiten“? Wirklich nicht… Es war einfach eine extrem nette Begegnung.

Lieber Leser, mach es dir schön, diesen Sommer. Putz ein bisschen weniger, triff dich mit Menschen und/oder lerne neue Leute kennen. Verlass das Haus oder lade dir jemanden ein  – und hab immer öfter mal nix an… also keinen Fernseher, kein Netflix, kein Handy… aber rede mit Menschen – und mit Gott.

Nachricht des Tages

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Die Welt hat ein Wunder mehr, am Dienstag Abend haben wir ein Enkelkind bekommen… Kamil wurde „Großer Bruder“ von Zayyan, dem Strahlenden…

Er hat brav gewartet, bis wir vom Verwandtschaftstreffen in Norwegen zurück gekommen sind – und wir sind alle schockverliebt!

Norwegen war „magic“…

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So wurden wir am ersten Abend empfangen.
Um 23.17 war es noch so hell und dann noch mit Regenbogen…

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Qualitytime mit Tochter und Mann.. und viel Verwandtschaft

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Keine Trolle getroffen (ich glaub auch nicht an Trolle :-))

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Emotionale Momente erlebt, Erklärung folgt im Podcast

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Man kann viel erleben in 4 Tagen..
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Und nein, ich hab keine dicke Backe… keine Ahnung, was da passiert ist…
Im Hintergrund ist Alesund…

Der Podcast kommt in den nächsten Tagen… war echt beschäftigt 🙂