Menschen…

sind immer wichtiger als Computer, Arbeit und Vorhaben. Ich bin umgeben von mindestens vier Papierstapeln, die alle laut meinen Namen rufen. Der Karteikartenberg der letzten Woche und die Abrechnungen müssen vom Tisch. Die Buchungen des Vormonats warten auf Abheftung. Mein neustes Werk ruft laut: „Schreib weiter“ – am Nachmittag erkundigte sich die Lektorin bereitsl, wie weit ich denn sei. Und eine weitere Baustelle blinkt und ruft: „Mich zuerst!“

Aber im Haus Nordstrand sind auch Ferien. Es wird in einer Tour gegessen, geredet und ob meiner kommunikativen Kinder läutet permanent das Telefon oder die Türglocke.  Am Wochenende geht schon mal gar nichts in Sachen Papierstapel.  Heute gehen wir zum Konzert mit Xavier Naidoo auf die  Marienfestung. Samstag  bekomme ich beigebracht, wie ich mit wenigen Kunstgriffen Flyer für Frauentage u.ä. erstellen kann  und Sonntag kommen Gäste. Wenn ich geschafft habe, einzukaufen und aufzuräumen. Sonst lass ich keinen rein, sondern schließ mich mit meinen vier Stapeln ein. Ich bin ja schließlich auch noch ein Mensch.

Neue Models…

 „Woran erkennt man ein Model?“, habe ich in meinem (leider vergriffenen) Buch Lebe leichter gefragt. Nicht am Untergewicht oder Designeroutfit, war die Antwort gewesen, sondern an der Wasserflasche. Denn wer schön sein will, muß zwar nicht leiden, aber trinken!

Gestern habe ich ein Model der anderen Art kennengelernt. Eine Dame um die 70 – mit einer HAMMER-AUSSTRAHLUNG. Und  ich wußte: So will ich mit 70 sein 8)

Ihre positive, erfrischende Lebenseinstellung durchflutete den ganzen Raum. Sie war kraftvoll. Selbstbewußt. Sich mit ihr zu unterhalten war eine absolute Bereicherung.

Manche Menschen holen das Beste im anderen hervor. Manche Menschen lassen unsere Seele tanzen. Neue Models braucht das Land…

Gute Fragen

Ich möchte Ihnen jetzt eine ungewöhnliche Frage stellen. Stellen Sie sich vor, Sie gehen heute Abend wie immer zu Bett. Während Sie schlafen und es ganz ruhig ist, geschieht ein Wunder. Das Wunder besteht darin, dass ihr dringendstes Problem gelöst ist. Allerdings wissen Sie nicht, dass das Wunder geschehen ist, weil Sie ja schlafen.

Woran würden Sie am Morgen erkennen, dass das Wunder geschehen ist?

(leider ist diese geniale Frage zum Nachdenken nicht von mir, sondern stammt aus dem Quadro „Coaching Basics“ von Kerstin Hack, die wiederum Steve de Shazer zitiert)

Flexibilitätstest

Heimse ein Kompliment von T. für meine Flexibilität ein, was mich einerseits freut, mir andererseits aber ein bisschen unverdient erscheint. Denn es fällt mir von Natur aus leicht,  andere Möglichkeiten zu sehen, als die eine, die gerade klemmt.

Muss an meine Kindheit  denken, wo ich voll Ehrfurcht lauschte, wie der Vater meinen älteren Geschwistern Lateinvokabeln abhörte – und die mussten sitzen (die Geschwister  und die Vokabeln) Meine Reaktion: Wahlfach Französisch! Leider mit mäßigerem Erfolg als meine lateinischen Geschwister.

Und als ich die Kämpfe miterlebte, die meine Geschwister mit Papa ausfochten, bevor es zur nächsten Klavierstunde ging, war ich so clever und  lernte Gitarre  😉

So gibt es nicht nur Latein und Französisch, sondern auch noch Englisch, Norwegisch, Dänisch, Spanisch, Suaheli…Und nicht nur das Instrument, sondern noch viele viele andere. Wahlmöglichkeiten noch und nöcher. Wir müssen sie nur sehen und probieren 8)

Grenzen gibt es nur in unserem Kopf!

Wieder da

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Ich bin kein Bonbonesser. Käme nie auf die Idee, mir in einem Geschäft eine Tüte Bonbons zu kaufen. Aber vor ein paar Jahren gabs mal eine einzige Ausnahme. Probiert hatte ich die Sorte auch nur, weil ich wissen mußte, wie die schmecken. Und jetzt sind sie wieder da: Die einzigen Bonbons, die mir je geschmeckt haben: Lemon Melissa Candies!

Ich werde mir schwere Auflagen machen, nicht mehr als eine Packung am Tag zu lutschen und Weight Watchers keine Kartonagen abzukaufen, bevor ich Ende August die Löffel abgeben… im übertragenen Sinn, natürlich 😉

Ferienfeeling

Auch wenn ich im August arbeite, kommt bei meiner optimierten Wocheneinteilung inzwischen echtes Ferienfeeling auf. Nach einem äußerst erfreulichen Geschäftstermin heute noch mit Töchterlein zum Shoppen ins S.Oliver-Outled gefahren und promt das Schnäppchen der Saison gemacht.

Meine wichtigste Regel beim Schnäppchenkauf: Es kommt nichts in die Tüte, dass mich nicht auch beim vollen Preis schwer begeistert hätte 8)

Gebildet

Ich mache mit P. einen Sonntagsspaziergang und wir plaudern über Dinge, die uns gerade beschäftigen. P. und ich kennen uns seit  Jahren und sind sehr verschieden. Während ich in einer intakten Familie aufgewachsen bin, ist P`s Hintergrund äußerst kompliziert. Während ich Abitur gemacht und vor meiner Ausbildung zur Diätassistentin sogar ein paar Semester studiert habe, kenne ich P`s Bildungsabschluß nicht. Ich habe Mann und Kinder, P. ist Single. Sie verdient ihre Brötchen selbst und ist auf ihrer Arbeitssstelle sehr beliebt.

„Hier bin ich schon oft allein lang gelaufen“, erzählt sie, als wir über die Felder spazieren. „Wenn ich mal was nicht verstehe oder nicht checke, warum was anders läuft, als ich mir gedacht habe,  bevor ich da zu Leuten gehe, frag ich einfach Gott, dass er es mir erklärt. Und der erklärt es mir dann“.

Der Psychologe würde es als emotionale Intelligenz bezeichen.
Der Pastor oder Pfarrer als Schlichtheit des Glaubens.
Meine Mutter würde sagen: Herzensbildung.

Ohne Zweifel verfügt P. über alles drei. Da könnte jeder Akademiker neidisch werden *

*Gott ist nur ein Gebet weit entfernt. Und Felder gibts  jede Menge.

Wie früher

Eigentlich legen alle in unserer Familie Wert auf gesunde Ernährung. Rechnen mir hoch an, dass ich jeden Tag ein leckerleichtes Mittagessen auftische und sind mit Wünschen zurückhaltend. Aber zu den Geburtstagen frage ich dann doch schon mal, was es denn sein soll.

Und so sollte es heute zum Geburtstag meines Sohnes Lasagne „wie früher“ sein. „Wie früher“ ist die Vollfettvariante. Mit normalem Hackfleisch, dicker Bechamelsoße und Käsekruste! Als ich die Form in den Ofen schob, bezweifelte ich, dass sie für 6 Esser reichen würde. Doch nach einem Teller verkündete einer nach dem anderen: „Boah, bin ich satt“.

Jetzt  ist es 22.00 Uhr und ich bin immer noch satt. Und hab das Essen für morgen fertig 🙂