Kundenservice

Ein Restaurant mit dem gewissen Etwas hält für seine Kunden Lesebrillen bereit, damit sie die Speisekarte besser lesen können. Ich mag solche unkonventionellen und leicht umzusetzenden Ideen. Kakaoherzchen auf dem Cappuccino zum Beispiel! Kostet die Bedienung nur einen zusätzlichen Handgriff – vermute ich, wird doch sicher eine Schablone sein 🙂 aber solche Kleinigkeiten setzen Akzente. Cappucino gibt es in meinen Treffen nicht, aber seit heute also eine Lesebrille. Geht man mit offenen Augen einkaufen, sieht man manchmal Extras für fast kein Geld, die aber die Laune heben. Eine Lesebrille in goldener Hülle für genau 2 € . Ich hab sie zu Hause direkt in meine Unterlagenkiste gelegt.

Samstag mittag – und bei uns duftet es nach Kuchen. Wir erwarten Gäste und mein schnellster Kuchen Blaubeerblechkuchen kommt gerade aus dem Ofen. Herstellungszeit höchstens 5 Minuten, Backzeit ungefähr 20 Minuten. „Den können Sie auch noch backen, wenn die Gäste schon in der Einfahrt sind“ pflege ich in meinen Treffen zu sagen. Ich stelle das Kuchenrezept morgen auf meine Rezeptseite. Die ist mein Kundenservice. Gestern am Telefon sagte nämlich Frau O: „Ich geh öfter mal auf Ihre Seite. Immer schön, wenn wieder neue Rezepte drauf sind“ 🙂

Vielleicht wird das Wetter noch besser, dann können wir im neu angelegten Garten Kaffee trinken 🙂

Eiszeit

Freitag abend 19.30. Mich überfällt der dringende Wunsch nach einer „Belohnung“, denn auch wenn ich in meinem Traumberuf arbeite, habe ich heute weniger geträumt, sondern den ganzen Tag über meinen Unterlagen gebrütet. Im Haus befinden sich nur die richtig gesunden Sachen wie Knäckebrot, Obst, Joghurt…. Mir steht aber der Sinn nach Schlemmen und Eis 🙁

Ganz spontan beschließe ich, die Idee von Frau B. zu testen. Erdbeersorbet von Linessa (Lidl); Der 275g Becher für 3 Points. Frau B. isst 45 Minuten an einem Becher. Ich fahre an Joggern und Walkern vorbei (hätte ich zum Eisholen nicht wenigstens walken können?) und hole 3 Becher Eis. Erdbeer (3 Points), Waldfrucht (3Points) und Zitrone (3,5Points). Ich nehme den Erdbeerbecher und brauche, anders als Frau B. nur eine halbe Stunde. Fazit: Lecker! Und der Jiper nach Süßem ist weg 🙂

Die anderen Becher sind ebenfalls verschwunden (bedürftige Angehörige). Gut, dass ich sonst nicht bei Lidl einkaufe. Das könnte verhängnissvoll werden. Maßhalten war noch nie meine Stärke.

Fachleute

Gartenarbeit ist für viele meiner Teilnehmer die pure Entspannung. Oder sie verdienen sich dadurch Bonuspoints – um mehr schlemmen zu können ohne Reue. Ich selber bevorzuge andere Methoden, mich zu entspannen -und so sah unser Garten auch aus. Als hätte sich lange Zeit keiner darum gekümmert.

Heute war eine Firma am Werk und nahm sich auf professionelle Weise unseres Gartens an. Was vier Männer mit fachlichem Know How und dem richtigen Werkzeug in ein paar Stunden machen können, grenzt beinahe ein Wunder. Als ich gegen 11.30 von der Arbeit kam, war unser Vorgarten völlig verwandelt. Jetzt ist gerade 15.00 Uhr vorbei – ich kauf nur noch eine neue Gartenbank – und brauch nicht mehr in den Urlaub fahren – so schön ist alles geworden. Wie gut, dass es Fachleute gibt. 🙂

Ich bin Fachfrau in Sachen Gesundheit, Ernährung und Abnehmen – und freu mich schon auf mein Treffen heute abend, denn das Thema „Notfälle“ kam in dieser Woche richtig an. Auch in dieser Woche habe ich wieder viele Goldcards ausgestellt für Teilnehmer, die ihr Wunschgewicht erreicht haben.

Die originellsten Tipps der Woche kamen diesmal seitens der Teilnehmer. Eine Frau meinte: „Wenn es mir mal nicht gut geht und ich in Versuchung gerate, über die Stränge zu schlagen, mach ich mich so richtig schick, schmink mich und rufe eine Freundin an -und dann gehen wir tanzen“ 🙂

Eine andere sagte: „Ich mach mir ein tolles 0-Point-Tablett. Mit einem großen Glas Wasser, frischem Kaffee und vielen verschiedenen Früchten oder einem Obstsalat.“ Coole Ideen!

Kein Spielverderber

Mich durchströmten keine Freudenschauer, als unsere Freunde beschlossen, am Dienstag abend zusammen Minigolf spielen zu gehen. Ich wollte einfach kein Spielverderber sein – befand mich in der Kategorie leidenschaftsloser Mitläufer. Wir waren 9 Leute und spielten ab 20.00 Uhr. Um 22.30, nachdem wir uns müde gelacht hatten und noch mindestens 6 Bahnen in der Dunkelheit der Nacht vor uns lagen, machte ich mich klammheimlich aus dem Staub. Mein Mann kam erst nach 0 Uhr heim 🙂

Auch wenn ich selten Lust habe, irgendwelche Spiele zu spielen, muß ich im Nachhinein immer feststellen: Es tut gut. Und man lernt sowohl Freunde als auch den eigenen Ehemann mal von völlig neuen Seiten(hieben) kennen. Wer war wohl besser?

Mein Mann natürlich 🙂

Nichts schmeckt so gut…

…wie es sich anfühlt, schlank zu sein. So lautet der absolute Lieblingssspruch meiner Teilnehmer. Immer wieder und in den verschiedensten Zusammenhängen wird er zur Motivation ausgegraben.

Jetzt hab ich ihn schriftlich fixiert! In Checkkartengröße für ihren (und meinen) Geldbeutel. Gerade habe ich mein Kartensammelsurium im Portemonai umsortiert, sodass der Spruch mir beim Einkaufen sofort ins Auge springt. Bis jetzt funktionierts! Habe beim Decathlon  nur ein Hantelset mit 20 Kilo Gewichten gekauft – räusper – naja, für meinen Sohn, den von sich aus zum Sport motivierten 12-jährigen.  So viel Verführerisches habs dort allerdings auch nicht. Mal gucken, wie es beim nächsten Mal im Real klappt 🙂

Nicht ohne meine Flasche

So ähnlich lautete das Thema in unseren Treffen letzte Woche. Die meisten Menschen trinken viel zu wenig. Dabei ist Wasser trinken der einfachste und preiswerteste Schönheitstipp überhaupt.

Wir suchten gemeinsam „Brain-Klicks“ – Eselsbrücken meine ich, um uns während unserer alltäglichen, wiederkehrenden Tagesabläufe immer wieder ans Trinken zu erinnern. Wenn man dann gelernt hat, viel zu trinken – und damit meine ich mindestens 2 Liter am Tag, dann stellt sich der Durst von alleine ein.

Meine Wasserflasche kommt fast immer mit ins Auto. Ist die Fahrt zu Ende, muß die Flasche leer sein. Und weil unser Würzburger Leitungswasser so schön kalkreich, also auch kalziumreich ist und mir obendrein auch noch schmeckt, kann ich die Flasche überall kostenlos auffüllen. Na dann Prost 🙂

Leichte Sommerküche

Das mag ich am Sommer: Leichte, schnelle Essen, für die man nicht lange in der Küche stehen muß, die gesund und pointsarm sind , satt machen und allen schmecken. Absoluter Hit in unserer Familie ist der Gnoccisalat. Schmeckt lauwarm köstlich – und ich ändere ihn immer wieder mal ab mit dem, was ich noch im Gemüsefach liegen habe.

Lauwarmer Gnoccisalat für 5 Points (Rezept für 1 Person)
125 g Gnocchi, 250 g Broccoliröschen, Cocktailtomaten nach Geschmack, 2 Scheiben Putenbrustaufschnitt, 1 rote Paprika, 4 Teel. Leichtmajonaise 20% , 75 g Magerjoghurt, Zitronensaft Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe. Gnocchi und Broccoli gar kochen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Fertig!

Heute gabs gegrilles Lachsfilet mit Soße Hollandaise und Salat. Schade, dass ich keinen Salatchef zu Hause habe wie Heike. Das Gemüseschnibbeln und Salatputzen dauert natürlich länger, als schnell eine Portion Pommes aufs Blech zu schütten. Aber die Mühe lohnt sich.

Mein neuester Zutatenhit bei Salaten ist Stangensellerie. Ich schnibbel eine bunte Mischung zusammen; heute Kohlrabi, Möhren, Stangensellerie, Gurke und Äpfel und kreiere ein leichtes Dressing. Bei solch einem leichten Sommeressen werde ich trotzdem satt, habe ein leichtes, gesundes Gefühl im Bauch und es ist so pointsarm, dass zum abschließenden Kaffee auch noch ein leckerer Nachtisch drin ist 🙂

Früher Vogel

fängt den Wurm… Heute morgen hatte ich weder Lust zum Frühstücken noch zum Zeitunglesen – und setzte mich schon um 7.00 Uhr an meinen Schreibtisch. Nebeneffekt: Meine Freitagsbüroarbeit, die sich meist bis in den späten Vormittag zieeehhhht, war schon um 9.00 Uhr eingetütet 🙂

Keiner Aufschieberitis gefröhnt, Garage entrümpelt, Sperrmüll gefahren, Wocheneinkauf getätigt -lächelnd! Um 11.00 war mein Freitag-Tagewerk vollbracht – ohne ein einziges Mainzelmännchen. 🙂

Und so hatte ich zwei geschenkte Stunden, an meinen Webseiten zu basteln. Genauso schnell, wie ich zu Jahresanfang meine „Lebe-leichter-Seite“ und diesen Blog gestrickt habe, versuche ich nun, einen Blog für die Aktivitäten unserer Frauenarbeit in Würzburg anzulegen. Sisterhood

Einen Blog anzulegen ist ganz einfach, macht fast keine Arbeit, aber so viel Spaß. Manche Frauen scheinen zu denken, ich sei so eine Art Computertechnikgenie. Definitiv falsch! Ich freu mich über jede Idee, die ich schaffe, auch umzusetzen, bekomme regelmäßig Herzklabaster, wenn meine Hauptseite mal wieder zusammenzubrechen scheint, aber die Probleme lösen sich – wahrscheinlich durch meinen Optimismus gepaart mit sicherem Bauchgefühl, was ich mal versuchen könnte, in Wohlgefallen auf.

Ballast abwerfen

…kann mehrere Bedeutungen haben. Eine Teilnehmerin stieg zum Abnehmen in eins meiner Treffen ein. Begründung: Ich werde dieses Jahr 50! Da möchte ich ein bisschen Ballast abwerfen.

Für mich heißt Ballast abwerfen: Immer wieder mal Ausmisten, überflüssige Dinge rauswerfen.
Bevor ich berufstätig war, die Kinder noch heftiger wuchsen und sowohl Schulbücher als auch Hobbys turnusmäßig wechselten, da gehörte das Ausmisten sozusagen zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Sie wissen schon: Stapelweise Wendyzeitschriften, Comic, ausgewaschene T-Shirts und einsame Federballschläger – ich meine nur ein Schläger und kein Federball 🙁 – Ich war gnadenlos: Raus!

Meine Mutter, eine begnadete Bewahrerin war entsetzt, wenn sie mich wüten sah. Meine Dollybücher konnte ich alle bei ihr abholen, als meine Mädchen ins Lesealter kamen…

Ich liebe aufgeräumte, leere Zimmer mit viel Platz und wenig Stehrümmchen, auch wenn es nicht so gemütlich oder sogar steril aussieht. Mit Steril ist es in einem 7-Personenhaushalt sowieso nicht so weit her. In den letzen Jahren habe ich mein Hobby „Ausmisten“ stark eingeschränkt. Die unerwünschte Nebenwirkung: Der Keller ist vollgestellt, alle Schränke quellen über – und Stehrümmchen, also moderne Staubfänger habe ich noch und nöcher.

Während ich heute morgen beim Frauenfrühstück in der Gemeinde weilte, hatte Tochter Nr. 3 (mittlere Reifeprüfung in der Tasche und in Lauerstellung) den Auftrag, die Wäschekammer aufzuräumen. Denn dort sollte eigentlich nur Bettwäsche liegen, die Schlafsäcke, Gästedeckbett und ein paar Wolldecken….

Als ich mittags heimkam, konnte ich die Haustüre fast nicht öffnen. Mehrere Müllbeutel mit Altkleidern standen im Flur. Eine triumphierende Tochter: „Mama, ich hab Kleider gefunden, die hab ich schon seit Jahren nicht mehr an Dir gesehen“.

Die Wäschekammer war pikkobello aufgeräumt, fast leer! Und jetzt kommt das Unfassbare: Ohne einen Blick hineinzuwerfen, schnappte ich mir alle 4 Müllsäcke, lud sie in mein Auto und fuhr sie zum Container. Cool 🙂

Was ich schön finde

Wenn ich nach einem Büro-Stubenhocker-Im Treffen-steh-Tag um 20.00 Uhr meinen Raum abschließe und am Himmel ein doppelter, leuchtender Regenbogen auf mich wartet, dann finde ich das einfach nur schön. Ich genieße den Augenblick, nehme mir Zeit, den Anblick ausgiebig zu würdigen, auch wenn ich ein paar Minuten später vom Fleck komme. Seeze the moment!