Wunder und Blackstories

Mein persönliches Wunder heute geschah, als plötzlich ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stand, als ich von der Arbeit kam. Das Treffen hatte, trotz des Datums, Spaß gemacht, aber noch schöner war das Gefühl, zu sehen, dass es auch zu Hause allmählich weihnachtlich wurde. Paarundzwanzig Leute waren zum Treffen gekommen und zwei schlossen heute ihre Mitgliedschaft mit der Goldcard ab. Eine hatte 14, die andere 19 Kilo abgenommen, beide waren glücklich – und ich auch.

Seit V. wieder da ist, wird wieder stundenlang  gespielt. „Wer spielt was mit mir?“ Ständig fordert sie die verschiedenen Familienmitglieder auf, mit ihr zu spielen. Bei Amazon hat sie sich  eine Menge neuer Spiele ersteigert und weiht uns ein.  Letzter Schrei, weswegen  wir nun eine halbe Stunde länger am Mittagstisch gesessen sind: Blackstories! Ein bestimmter Satz erfordert Köpfchen, um die black Story, die dahinter steckt, zu erraten. Beispiel gefällig?

Einige Männer und Frauen starben aus rein hygienischen Gründen. (Geschichte zu Ende)

Nach Weihnachten oder auf Emailanfrage kommt die Lösung. Sie dürfen sich gerne den Kopf zerbrechen, Fragen beantworte ich mit JA oder NEIN. Lösung, superkniffelig, kommt  dann nach Weihnachten oder auf Wunsch per Email 🙂

Kleine Kinder, kleine Sorgen…

…große Kinder große Sorgen – diesen Spruch fand ich schon immer höchst merkwürdig und habe mich stets gegen diese negative Zukunftsperspektive gewehrt. Würde es gerne abwandeln in „kleine Kinder, weniger Entspannung, große Kinder umso mehr Entspannung“.

Ich genieße es, wie meine fast erwachsenen Kinder neben ihren eigenen Aufgaben auch zu Hause mit anfassen. Als ich heute heimkam, war das Essen gekocht und frische Lebkuchen gebacken 🙂

Fast alle Geschenke sind besorgt und ich habe dafür keinen Finger gekrümmt. Naja, die waren auch noch ziemlich krumm vom Tragen der 1000 Kilo Spenden für die Tafel. Morgen holen wir dann gemeinsam den Weihnachtsschmuck aus dem Keller, spät,  aber keinen scheint es zu stören.

Meine Teilnehmer werde ich diese Woche verwöhnen. Am 22. und 23.12. haben etliche von ihnen vor, die Treffen zu besuchen, da gibts dann den Brief vom Weihnachtsmann, Geschenke und Kuchen.

Hier das Rezept für den weihnachtlichen Glühwein-Gugelhupf

210 g Halbfettmargarine, 3 Eier, 120 g Zucker, 2 EL Vanillezucker, 1 Prise Salz, 2 EL Kakaopulver ohne Zucker, 70 g Zartbitterschokolade, 210 g Mehl, 80 g. Stärkemehl, 1TL Backpulver, 200 ml Glühwein, 1 Msp.Kardamon und Zimt, einige Tropfen Süßstoff, 3 EL Puderzucker

Von der Butter 1 EL abnehmen. Eier trennen, Eigelb mit Butter, Zucker, Vanillezuker, Salz und Kakao schaumig schlagen. Schokolade hacken und mit Mehl, Stärke, Backpulver, 80 ml Glühwein, Kardamon und Zimt unter die Eigelbmasse rühren. Eiweiß steif schlagen und unterheben. Teig mit Süßstoff abschmecken.

Gugelhupfform (22cm) mit der restlichen Butter ausstreichen, Teig einfüllen und auf mittlerer Schiene im vorgeheiztem Backofen bei 200 Grad 40-45 Minuten backen. Kuchen stürzen, mit restlichem Glühwein tränken (was ich stets unterlasse) und mit Puderzucker bestäubt servieren (was ich wiederum beherzige). 20 Stücke a`3,5 Points

Simplify Weihnachten

Nach dieser aufregenden Woche gönne ich mir eine Auszeit.

Habe mir selber Ruhe verordnet und am Stück ein ganzes Buch verschlungen, dass ich „zufällig“ beim Sortieren im Keller gefunden habe. Und das, obwohl der größte Teil der Weihnachtsdeko noch im Keller weilt. Naja, richtiger ist wohl: und deshalb weilt der größte Teil der Weihnachtsdeko auch weiterhin noch im Keller.Meinen Nerven geht es weihnachtlich gut  damit.

Das Buch ist eine Biographie von Ben Carson, einem Neuchirurgen, der berühmt wurde, weil er die Binder-Zwillinge aus Ulm, die am Kopf zusammengewachsen waren, in einer komplizierten Operation trennte. „Think big“ heißt es auf Englisch und ermutigt ungemein, unser Bestes zu geben. In ärmlichen Verhältnissen augewachsen und von einer allein erziehenden Mutter großgezogen, berichtet er über die Menschen, denen er seinen Erfolg verdankte. Und wie er trotz aller Berühmtheit seine Abhängigkeit von Gott spürt…

In mir wächst die Vorfreude auf ein einfaches Weihnachtsfest. In Simplify Weihnachten las ich in Anlehnung an das Evangelium: „Das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Futterkrippe liegend. Machen Sie sich wegen Weihnachten nicht zu viel Sorgen. Es ist das Fest der Einfachheit“.

Keine Sorgen machen, ob alles besorgt ist oder klappt,Ruhe einkehren lassen und mich auf die wahre Bedeutung von Weihnachten einstimmen. Die Deko hole ich trotzdem noch aus dem Keller 🙂

1000 Kilo

Die Aktion Tafel schließt mit satten 1000 Kilo Lebensmittelspenden ab. Heute wird die letzte Ladung bei der Tafel in Würzburg abgegeben. Das Engagement, mit dem meine Teilnehmer sich beteiligt haben, macht mich sprachlos. Ich freu mich am meisten für die Familien mit Kindern, die sich in den nächsten Tagen mit den leckersten Sachen und jeder Menge Süßigkeiten eindecken dürfen.

Der vierte Streich

…in dieser Woche war 132 Kilo schwer.

„Sie sind aber stark“, bewunderte mich der freundliche Herr von der Tafel, als wir zusammen die 320 Kilo von gestern ins Tafelauto bugsierten. Wer für Weight Watchers arbeitet, ist klar im Vorteil:
Hat starke Muskeln, starke Nerven und schlank bleibt frau auch fast automatisch 🙂

„Teilen bedeutet nicht halbieren, sondern verdoppeln“, war unser Motto für die Tafelaktion gewesen. Die Teilnehmer haben teilweise beachtliche Summen in Form von Lebensmitteln, aber auch Geld gespendet. Und doch schienen sich alle regelrecht zu freuen, ihr  „Scherflein“ beizutragen . Ab und zu ist es doch gut, etwas zu tun, das über unsere Befindlichkeit  hinausgeht. Ganz perplex war ich über eine Dame, die für zehn Kilo Lebensmittel mitbrachte, obwohl sie erst drei abgenommen hatte. „Ich hab mir gedacht, ich spende einfach mal meine Vision“. Aber gerne doch…

Kleiner Tipp für die, die in den nächsten Tagen ein Highlight der anderen Art setzen wollen: In manchen amerikanischen Familien ist es Tradition, jedes Jahr bedürftige Menschen anonym zu beschenken. Sie stellen am Weihnachtabend einen mit Leckereien gefüllten Korb vor die Türe einer Familie, die Hilfe gut gebrauchen kann und rennen dann davon wie kleine Kinder. Machen Sie sich selbst die Freude, jedes Jahr einen Menschen zu beschenken, der nicht damit rechnet. Funktioniert auch in Deutschland 😉

Der zweite Streich…

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doch der dritte folgte ja inzwischen auch schon. Heute, Dienstagmorgen (Photo) waren es rund 120 Kilo Lebensmittel für die Tafel, die die Teilnehmer in den Treffenraum hievten. Doch abends kamen neue 200 Kilo in Form von Kartoffeln, Zucker, Mehl, Glühwein und Kaffee dazu.

Die Krönung: Eine Flasche Sekt – und ein Netz echte Goldtaler. Die Teilnehmer haben ihre Abnahme wirklich mit Bedacht ausgewählt. Diese Minuspfunde sind aber auch wirklich Gold wert. Prost!

Musterkind

Mein 13-jähriger sitzt nun seit Stunden an den Hausaufgaben. So lange habe ich ihn während des gesamten Schuljahres zusammengenommen nicht lernen sehen. Keine Strafarbeit, ich habe schon gefragt. Und es ist auch keine schlechte Nachricht in Punkto Klassenarbeiten im Anflug. Hab ich auch schon gefragt. Außerdem umspielt ein ein mildes, weihnachtliches Lächeln seine Lippen…

Vor dem Hausaufgabenmachen hat er sein Zimmer aufgeräumt. Leere Flaschen weggebracht, Mülleimer geleert,… die ganze Dröhnung. Er geht heute mit ausgesuchter Höflichkeit ans Telefon. Ich werde mißtrauisch! Wird er krank? Oder hab ich mir in einem pädagogisch unbedachten Augenblick „liebe Kinder“ zu Weihnachten gewünscht?  Ich wüßte es nicht, aber wenn es so gewesen wäre… es fühlt sich toll an, so ein Musterkind. Man fühlt sich so erfolgreich 🙂

Stressbewältigung

„Kompensierst Du grade Deinen Stress?“ Mein Sohn kennt mich doch ziemlich gut. Wir fahren von Karlstadt nach Hause, Sohn fährt – und ich halte die noch halb gefüllte Schüssel mit frischem Popcorn auf dem Schoß und knuspere sie alle weg. Als Sohn mal in die Schüssel langen will, ist sie leer.

War schon schwer aufregend, wie ein Teilnehmer nach dem anderen schwer beladen ins Foyer des Treffenraumes wankte. 260 Kilo Lebensmittel wurden zugunsten der Tafel aufgebaut – und das war ja nur der „erste Streich“. Mehl, Zucker, Kaffee,Milch und natürlich viel Süßes, das meine Teilnehmer im Moment aus verständlichen Gründen mit einem lachenden Auge verschenken.

Kaum war das Treffen beendet, mußte in Rekordgeschwindigkeit die Herlichkeit wieder abgebaut und ins Auto der Tafel bugsiert werden. Denn im Foyer unseres Standortes war Punkt 20.00 Uhr ein Meeting angesagt. Gut, dass ich meinen Sohn dabei hatte. Und so ließ ich mich heimchauffieren, machte mir zu Hause eine Hot Choccolate und eine weiter Schüssel Popcorn und bin ganz froh, dass ich im Moment mein „Werkzeug“ zur Stressbewältigung reichlich im Keller stehen habe.

Tafelfreuden

In dieser Woche endet meine Aktion Pfunde verlieren für die Tafel. Meine Teilnehmer werden die Kilos, die sie im Laufe der letzten Wochen (oder gerne auch Monate) abgenommem haben, in Form von Lebensmitteln aufwiegen. Nachdem ich nun letzte Woche durch die gefühlten 1000 Pakete, die ich in meine Treffen geschleppt habe richtig Muskeln bekommen haben, werden sie mir diese Woche noch erhalten bleiben, wenn ich Kartoffeln, Zwiebeln und Nudelpakete Richtung Tafel befördere…. bevor ich mich weihnachtlich auf der roten Couch niederlasse und so schnell nicht wieder aufstehe 🙂

Ich selbst werde wohl 7 Pfund Popcorn spenden.  Steht für die Pfunde, die ich nach den Sommerferien mit Weight Watchers abgenommen habe – und die auch während der Weihnachtswochen nicht wieder angedockt sind. Das verdanke ich dem neuen Popcorntrick, Popcorn, das ich abendlich in beachtlichen Mengen verknuspere. Meine Familie lacht zwar, wenn ich mir „noch eine Schüssel“ oder „schon wieder eine Schüssel“ frisches Popcorn zubereite , aber wenn es dann duftet und ich knuspere, wandelt sich ihr Spott in ein freundliches „darf ich mal“ und schon habe ich die Legitimation für die nächste Schüssel 🙂