Angestupst

hat mich Joachim Ringelnatz, mit einem Reim, der mir heute unter die Lesebrille kam, als ich wieder einmal  so gemütlich auf meiner roten Couch saß: „Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit“.

Einsam bin ich nun wirklich nicht und meine Zeit wird mir auch keinesfalls öde. Im Gegenteil: Wenn ich vor meinem Laptop sitze, bilde ich mir ein, mich von meiner Arbeit richtig  gut entspannen zu können.

Ich überlege ersthaft, ob ich auf meinem Desktop, den im Moment mal wieder ein phänomenales Hintergrundbild ziert, die Warnung installieren sollte: „Das Medium Computer ist für den Menschen zur Entspannung nicht geeignet“

Das Schwierigste, so vermittle ich meinen Teilnehmern, sind die ersten 30 Zentimeter. „Hoch von der Couch. Wenn Sie im Flur stehen, haben Sie den Kampf gegen den Schweinhund schon gewonnen“. „Also“, spreche ich mir gut zu, „hoch von der Couch.“ Geschafft? War da nicht eine neue Email? Schnell noch antworten. In den Flur…Geschafft. Nur noch schnell gucken, ob der Computer wirklich aus ist 😉

Popcorn in the evening

Die ruhigen Weihnachts-und Urlaubstage sind definitiv vorbei. Jahresanfang ist Hochkonjunktur in meinem Job und weil das Fernsehen wirbt und tolle Angebote per Snail- und E-mail bei abnahmewilligen Menschen eintrudeln, war heute schon wieder richtig gute Stimmung im Treffen.

Apropos Email: Sooo peinlich, dass einige von Ihnen meinen monatlichen Newsletter doppelt erhalten haben. Dafür haben andere ihn gar nicht bekommen, rätsel rätsel…

Und jetzt sind sie wieder da, die Neuen. Die zu klein für ihr Gewicht sind und ahnen, dass die Zeit ihres Längenwachstums abgeschlossen ist. Die größte Bedenken haben, nicht satt zu werden. Doch satt wird mit dem Flex Points Programm jeder! Auch ich zähle wieder Points wie Rita, – und kann mich dann umso besser einfühlen, wie viel oder wenig 20 Points doch sind. Für Kuchen- und Schokoladenjunkies ein Klacks, für Obst- und Gemüsefans und Liebhaber von Joghurt, Quark & Co. eine ganze Menge.

Als ich heute abend nach Hause kam, habe ich mir erst mal zwei Riesenportionen Popcorn (sprich Nervennahrung) gemacht, 4 Points dafür in mein Pointstagebuch geschrieben – und schon war die Welt wieder in Ordnung.

Prioritäten

Gleich zwei meiner Töchter haben heute das Ferienhotel Mama verlassen und das Haus fühlt sich erst mal sehr leer an – und das, obwohl auch jetzt noch fünf  junge Leute durchs Haus schwirren. Aber V. hatte es immer geschafft, alle zum Spielen an den „runden Tisch“ zu holen… Neben mir stapeln sich verlockende Weiterbildungsangebote für das Jahr 2009, die in den letzten Tagen bei mir eingetrudelt sind und die ich mir zum Sichten aufgehoben habe. Die Typakademie in Limburg bildet nicht nur zum Typberater aus, sondern auch Identity-Coachs, bietet Rhetorikkurse an , was mich besonders reizen würde und ach, liegt zufällig in der Stadt, in der ich aufgewachsen bin und in der mein Elternhaus steht. Vielleicht gönne ich mir das Forum der Inspiration am 23. Mai in der Limburger Stadthalle mit Pater Anselm Grün als Hauptsprecher. Mindestens genauso verlockend ist der Prospekt des Erfolgsforum Würzburg, das in diesem Jahr eine 1o-teilige Veranstaltungsreihe mit Top-Referenten anbieten: „Von den Besten profitieren“. Die Reihe beginnt am 10. März mit einem Vortrag von Prof.Samy Molcho, dem internationalen Körpersprachespezialist „Die Zunge kann lügen, der Körper nie“, Sabine Asgodom „greift nach den Sternen“, Bestsellerautor Dr. Marco Ffh von Münchhausen  spricht selbstverständlich über „Effektive Selbstmotivation“ und sogar Prof. Dr. Jörg Knoblauch wurde für die Vortragsreihe gewonnen. Einzige Schwachstelle: Jeder einzelne dieser Vorträge von Spitzenreferenten, die zehn Minuten von mir entfernt ihren Esprit und ihr Wissen versprühen: Dienstags abends versprühe auch ich regelmäßig meinen Esprit und mein Wissen, und zwar in meinem Weight Watchers Treffen. Ich bin hin- und hergerissen und überlege noch, ob ich mich vielleicht für den ein oder anderern Vortrag von einer Kollegin vertreten lassen soll. Wenn ich länger überlege, sind die limitierten Plätze vergeben und das Problem hat sich von alleine gelöst. Dann kauf ich mir ihre Bücher… „Kauft Euch Bücher, bis ihr Euer Ehebett verpfänden müsst – und dann kauft weiter“ rät Gordon Mc Donald in seinem Buch: „Du machst mich stark“. Wenn Ikea im Sommer nach Würzburg kommt, kauf ich als erstes mal ein paar stabile, neue Regale 🙂

Berufsgeheimnis

Mein Beruf ist ja nun kein Geheimnis. Jeder, der mich kennenlernt, erfährt innerhalb kürzester Zeit, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und Menschen auf ihrem Weg zum Wunschgewicht begleite. Welche Berufsgruppen unter meinen Kunden vertreten sind, erfahre ich nur am Rande.

Letztes Jahr hatte ich einmal einen Kurs, der hauptsächlich aus Lehrerinnen, Lehrern und allerlei Medizinern bestand, was mich zu der Annahme verleitet, Intelligenz läßt sich (be)raten.

Als ich eines Tages staunend die Augen aufriss, als ein ziemlich prominenter Teilnehmer mir etwas von dem Projekt erzählte, mit dem er beschäftigt ist, meinte er: „Was? Hab ich Ihnen nicht erzählt, was ich beruflich mache?“ Nein, hatte er nicht! Muß er ja auch nicht!

Nur wenn ich mit den neuen Teilnehmern ihre tägliche Pointszahl berechne, die sie zur Verfügung haben, erfrage ich das etwaige Level ihrer alltäglichen Bewegung.

„Bewegen Sie sich beruflich viel – oder haben Sie eine sitzende Tätigkeit?“ Da schaute mir eine neue, äußerst attraktive Dame tief in die Augen, lächelte und antwortete: „Eher liegend“. Ich ging nicht weiter in die Details…

Besser gehts nicht

Besser kann für mich das neue Jahr nicht beginnen: Ausgeschlafen mit dem Mann des Herzens am gedeckten Frühstückstisch zu sitzen und gemeinsam für das neue Jahr zu beten. Für uns, unsere Kinder, unsere Gemeinde und die vielen großen und kleinen Anliegen, die wir so haben.

Jedes Jahr gibt es eine hochoffiziellen Jahreslosung, einen Bibelvers, der für das betreffende Jahr Inhalt vieler Predigten ist und den man auf zahllose Bilder, Poster und Grußkarten gedruckt findet. Woher die Jahreslosung kommt, kann man hier nachlesen. Für das Jahr 2009 wurde ein Vers aus dem Lukasevangelium gewählt: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ Lukas 18,27

Auf die Waage habe ich mich auch mutig getraut, die mir riet, ich solle mich meinen Teilnehmern mal eine Zeitlang anschließen und einen richtigen Powerstart machen. Mach ich dann auch…

Letzte Geheimnisse

…werde ich natürlich nicht in den Blog schreiben. Aber mein  Kalender ist gerichtet und mit allen Adressen, Terminen und Rubriken bestückt, die es mir erleichtern, das Jahr im Überblick zu behalten. Auf die ersten Seiten kommen meine Vorsätze, „Eier“, über denen ich gerade brüte und Dinge, die ich gerne in Angriff nehmen oder verändern möchte.

Während ich als Coach in Sachen Wunschgewicht agiere, surfe ich gerne auch mal bei anderen Coaches vorbei, um mich inspirieren zu lassen. Kerstin  coacht Menschen, die sich weiterentwickeln wollen. Sie hatte mir einmal mit wenigen, geschickten Fragen  zur langersehnten Putzfrau verholfen, was meinerseits nun lebenslange Dankbarkeit zur Folge hat…

Sie schreibt in ihrem Blogeintrag Gute Fragen für 2009: „Während ich mir abgewöhnt habe zu fragen, was das neue Jahr bringen wird, gibt es Fragen, über die es sich lohnt nachzudenken: Was möchte ich gerne in diesem Jahr lernen? Wie möchte ich mich weiterentwickeln? Welchen Erfahrungen und Begegnungen möchte ich in diesem Jahr Raum geben? Was möchte ich produzieren oder verändern?“

Für meine Kunden kommen ihre Ziele in Sachen Gesundheit und Gewicht dazu. Auch dazu eignet sich ein Kalender hervorragend! Für diejenigen, die ein hohes Ausgangsgewicht haben, hier eine gute Nachricht: Wenn Sie jede Woche des neuen Jahres auch nur 500 Gramm abnehmen, sind Sie nächstes Jahr um diese Zeit glatte 26 Kilo leichter. Wer lebendige Beispiele dafür sucht: Voilà, besuchen Sie meine Treffen. Sie werden sich wundern!

P.S. Wer nur 13 Kilo abnehmen will und am Ball bleibt, ist im Sommer bikinischön 🙂

Blühende Landschaften

Eine Bekannte antwortet auf die Frage: „Wie geht es Dir?“ meist mit „Trotz Baustelle ungestörter Betrieb!“ Find ich gut – und werd mir ein Beispiel nehmen….

Als ich vor einige Jahren beruflich viel im Außendienst, vornehmlich in den neuen Bundesländern unterwegs war, geriet ich auf dem Autobahnnetz in eine Baustelle nach der nächsten. Und brachte das für mich Unglaubliche fertig, mich nicht darüber zu ärgern, über die Staus, die Zeitverzögerungen, die Umleitungen, sondern mir im Gegenteil die „blühenden Landschaften“ vorzustellen, die es hier einmal geben würde.. Und wirklich: Fahren wir heute in den Osten Deutschlands, können wir nur staunen, wie viel sich im Verkehrsnetz seither getan hat….

War eigentlich davon ausgegangen, in diesem Jahr genug gebaut zu haben – jetzt hat sich doch wieder mal eine klitzekleine Baustelle aufgetan – man, man man.. was wird es in ein paar Jahren bei mir blühen 🙂

Schokoladenquiz

Dieses Quiz habe ich öfters mit meinen Teilnehmern gemacht. Beim Beantworten der Fragen und der Ermittlung der dazugehörigen Pointszahlen kam immer Stimmung auf und ich habe gleich etwas über ihre süßen Gewohnheiten erfahren.

1. Weibliche Märchenfigur aus Karamell
2. Farbige Unterbrechung des Alltags
3. Körperliche Ertüchtigung in früheren Zeiten
4. Großer Legobaustein
5. Uhrzeit auf Englisch
6. Name des Schiffs, auf dem ein Aufstand stattfand
7. Geschoss eines Musikers
8. Turnübung eines Adligen
9. Kosename im Französischen
10. Ich danke für Mitmachen und sage: _____

Lesen für 0 Points

Erholung pur -diese Feiertage, die in diesem Jahr für mich persönlich goldrichtig liegen. Wenn ich morgen meine gefühlten 100 leeren Wasserflaschen wieder dem Recycling-Kreislauf übergeben habe, kaufe ich nur schnell für das Wochenende ein – und versinke wieder in meiner Bücher- und Ruhewelt.

Nach den aufregenden Herbstwochen mit vollem Kalender – und der Aussicht auf ein aufregendes Frühjahr schalte ich meinen Akku auf kleinsten Energiemodus und gebe mich meinem liebsten Hobby, dem Lesen, hin. Eine dicke Biographie über Hudson Tayler, den Begründer der China-Mission, habe ich schon verschlungen, heute ist was Leichtes dran – und weiterer Stoff liegt griffbereit. Und wenn das nicht genügt, habe ich noch Birgittas Geschenkgutschein für den Huggendubel.

Heike hat in einem Seminar mal einen tollen Tipp gegeben – ich glaube, sie erwähnt ihn auch in ihrem neuen Buch „Leben mit allen Sinnen“ : Wenn Sie mal wieder mit einem vollen Sack voller PET-Flaschen im Aldi oder Lidl steht und Flasche für Flasche in den Automaten eingibt, lässt sie sich im Anschluß das Geld von der Kassiererin nur noch bar herausgeben. Die Flaschen waren ja schon bezahlt – dieses Geld betrachtet sie als ihren persönlichen Gewinn. Wenn ich mir ihre Methode morgen mal abkupfere, springt für mich auf jeden Fall ein neues Buch raus.

Knusperhäuschen

Nicht nur einen Tannenbaum haben wir inzwischen, sondern seit heute morgen auch ein Knusperhäusschen, das V. mal so eben gebastelt, gebacken und verziert hat.

Vor ein paar Wochen hatte ich alle Kinder gefragt: „Was braucht ihr unbedingt für einen schönen „Heilig Abend“.  Und seitdem weiß ich, dass ein Tannenbaum für sie  zum „Must have“ gehört – eine bestimmte Reihenfolge des Abends erwünscht ist – und ihr Lieblingsessen zwischen Raclette und Gemüsestrudel schwankt. Die Strudelfraktion hat gewonnen – der Strudelteig ist mit Gemüse und Tartarfüllung  gewickelt. Wenn wir aus dem Gottesdienst kommen, muß er nur noch in den Ofen und eine Soße zubereitet werden…

Allen, die heute hier vorbeisurfen, wünsche ich ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest und Zeit, über die eigentliche Bedeutung dieses Festes nachzudenken. Auf Englisch hab ich mal folgenden griffigen Merksatz gehört: „Jesus is the reason for the season!“