Vorgeschmack

Frau Köth habe ich auf dem Herbstfest 08 kennengelernt, wo Sie von ihrer tollen Abnahme und dem Gewinn des Weight Watchers Award 2007 erzählt hatte. Abgenommen hat sie allerdings bei meiner Kollegin Irmi Leppig in Münnerstadt. Am Donnerstag, den 5. Februar wird Frau Köth in meinen 18.00 und 20.00 Uhr Treffen im CVJM Würzburg in der Nähe der Residenz ihre Geschichte erzählen.

Ein offenes Treffen, wo Sie einfach dazustoßen können, am pointsarmes Büffet probieren und sich inspirieren lassen können.  Wenn Sie wollen, können Sie natürlich auch selber einsteigen. Erklicken Sie sich hier einen Vorgeschmack.

Zeitarbeit

Die Lieblingssportart des Schweinehundes ist „Extrem Couching“, schreibt Christiane in ihrem Blog und empfielt, den Schweinehund einfach an die Leine zu nehmen. Ich suche Hilfe beim Leinefinden und gerate an meinen Sohn. „Kannst Du mir nicht sagen, ich soll aufstehen“ , bitte ich ihn. „Na los Mama, jetzt aber ein bisschen dalli – in fünf Minuten komm ich gucken, ob die Küche sauber ist. Ich eile in die Küche, räume und sortiere – und als Björn tatsächlich nach fünf Minuten in die Küche kommt, bin ich – vor lauter Angst 😉 schon erstaunlich weit gekommen!

„Kann ich Dir was helfen?“ Die Traumfrage für eine Mutter 🙂 „Du könntest alle trockene Wäsche abhängen!“ Er tut es und 20 Minuten später ist nicht nur die Küche blitzblank, sondern auch der Waschkeller aufgeräumt und die Wäsche in den Zimmer. Mit der vielgepriesenen „Achtsamkeit“ und „Langsamheit“ hab ich es gar nicht. Lieber mit Tempo und auf Zeit arbeiten und später Muße haben für Dinge, die mir „noch“ mehr Spaß machen als Küche aufräumen…

Aus Versehen

… habe ich heute ein Croissant gegessen. Wahrscheinlich das erste, seit ich für Weight Watchers arbeite. Und zwar nicht am Tisch, sondern im Vorbeigehen sozusagen.

Kaufen tu ich diese Leckereien nie – auf jeden Fall nicht, seit ich ihre Pointszahl kenne. Und bin ich irgendwo eingeladen, käme ich gar nicht auf den Gedanken, hier zuzugreifen.  Aber bei unserem Frauenfrühstück in der Gemeinde waren so viele Croissants liegengeblieben, dass wir „genötigt“ wurden, einzupacken. „Naja, für die Kinder“, dachte ich mir – und wurde zu Hause zwischen Post sortieren und Mülleimer leeren selbst zum Kind. Nein, nicht zur Biotonne, so weit kommt es nicht. Trotzdem wichtige Lektion: Auch geschenkte Croissants haben die gleiche Pointszahl, sogar wenn man sie im Vorübergehen isst 🙁

Telefon-Coaching

Frau L. war deprimiert. Bei ihrer ersten Woche mit dem „Power-Start“ hatte sie eine solch überraschende Glanzleistung hingelegt und satte 2,4 Kilo abgenommen. Nun war die zweite Woche vergangen und die Waage zeigte 600 Gramm mehr als Ende letzter Woche. Ganz unglücklich rief sie an, um mit mir Ursachenforschung zu betreiben.

„Wenn ich das richtig sehe, haben Sie also in zwei Wochen 1,8 Kilo abgenommen“ , rechne ich ihr vor. „Hätten Sie das geglaubt?“ „Nein! Aber jetzt geht ja wohl alles wieder den Bach runter“, erwiederte sie. Sie hatte sich vorgenommen, bis Ende März für ein bestimmtes Event 6 Kilo abzunehmen. Zum Glück lag mein Kalender neben mir und wir stellten eine einfache Rechnung auf: Wenn sie vom Tag 1 ihres Powerstarts an nur 500 Gramm pro Woche abnehmen würde und bis Ende März am Ball bliebe, wären es genau 6 Kilo minus auf der Waage. „Huch“, rief sie erleichtert. „Ist ja klasse, dann hab ich ja schon fast 2 Kilo geschafft. DANKE“.

Ihre Stimmungsveränderung war erstaunlich. Anfangserfolge können so motivieren  – und doch ist das Wichtigste: Über Wochen am Ball zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Am besten im Kalender oder Pointsjornal notieren, wie weit man laut Anfangswoche sein könnte, durchhalten und kleine Ehrenrunden mit Würde laufen. Sie kommen ans Ziel.

Verwöhnt

Ich halte meinem Mann zwei verschiedene Dosen und ein weiteres Fertigprodukt unter die Nase, aber er versteht nicht. Erst als ich ihn informiere, dass ich heute nicht koche, wählt er die Lasagne.

Seit 26 Jahren koche ich täglich, auch Sonntags. Von den 365 Tagen im Jahr mindestens 340. Der Rest entfällt auf Urlaubstage, Seminare oder ähnliche Ausnahmen. Mittagessen gibts pünktlich um 13.30, weil dann der Schulbus angekommen ist.  Natürlich brutzle auch ich mal was Schnelles, aber doch immer gibts was Selbstgekochtes. Dosen und Fertiggerichte sind verpönt.

Letzte Woche war bei Weight Wachers das Thema „Schnelle Küche“ und im Besonderen Fertiggerichte. Einige waren von Weight Watchers bewertet und gelobt worden, so schmackhaft, so knusprig, so pointsarm und so preiswert, so wollte ich einen Versuch wagen. Ich war erst am späten Vormittag von der Arbeit zurückgekommen und hatte also einen triftigen Grund, auch mal Zeit zu sparen.

Selbst wollte ich den Linseneintopf mit Würstchen von Weight Watchters probieren, brachte die Lasagne von Real (für 8 Points) zum Testen für die anderen mit und noch zwei weitere Dosengerichte, die den Geschmackstest von Weight Watchers bestanden hatten…

Mein Mann aß reaktionslos, ein deutliches Zeichen dafür, dass solche Mahlzeiten für ihn nicht unter die Kategorie „Mittagessen“ fallen. Als Sohn 1 heimkam, präsentierte ich ihm die Auswahl. Er warf mir einen vernichtenden Blick zu, ignorierte die Angebote und suchte sich etwas Besseres. Meinem 13jährigen hat der Curry King geschmeckt. Aber das war mir schon vorher klar. Schuldbewußt saß ich vor meinen Linsen. Mit einem so schlechtem Gewissen schmeckten sie so lala 🙁

Ärgerbrote

Da sitzen doch auch bei mir noch ein paar desolate Verhaltensmuster fest. Habe heute einen deutlichen Zusammenhang feststellen können zwischen meinem Ärger über das, was mein Briefkasten mir bescherte und den zwei dicken Käsebroten, die ich mir daraufhin schmierte, obwohl noch gar keine Essenszeit war. Ärgerbrote nenne ich sie jetzt mal.  Schokolade bietet unser Schrank ja zum Glück nicht, sonst hätte die Nummer richtig schief gehen können 😉

Letzte Woche Donnerstag waren es Stressbrote, auch mit ziemlich viel Käse. Sollte ich vielleicht auch keinen Käse mehr…

Oder einfach weiter an meinem Essverhalten, gerade bei Stress oder Ärger arbeiten, wie ich es meinen Teilnehmern empfehle. Ich könnte mir ein Beispiel an meinem Mann nehmen: Der kocht zur Entspannung eine große Kanne Kaffee – und vergisst dann, sie zu trinken. Ach ja, wenn ich nur vergessen würde, die geschmierten Brote zu essen, dann wäre ich auch schon ein Stück weiter… 🙂

Bibbern für die schlanke Linie

Als Ernährungswissenschaftler bei Käfigmäusen nicht die Kalorien- sondern die Wärmezufuhr drosselten war das erstaunliche Ergebnis:  Schlankere, gesundere Mäuse. Durch die niedrigen Käfigtemperaturen wandelten die Mäuse mehr Energie in Wärme um, wodurch ihr Kalorienverbrauch stieg. Nun sind wir wahrhaftig keine Mäuse. Nicht desto trotz der Geheimtipp dieser Tage: Raus in die Kälte, dankbar sein fürs Eiskratzen und Frieren – denn Sie zittern sich gerade gesund und schlank 🙂

Kein Tag wie jeder andere

Ich liebe die Sonntage. Und ganz besonders den frühen Morgen. Während die meisten Menschen den Sonntag mit gemütlichem Ausschlafen und ausgiebigem Frühstück verbinden, stehe ich so früh auf, wie möglich. Je früher, desto besser. Bin so leise, wie es nur geht, damit ich bloß keinen wecke, der meine heilige Sonntagsruhe stören könnte. Dusche, koche mir mindestens drei Tassen Vorfrühstückskaffee – und dann genieße ich die morgentliche Stille, ordne meine Gedanken, manchmal bete ich, manchmal lese ich – manchmal gucke ich einfach nur vor mich hin und lasse die Stille auf mich wirken. Gemeinsames Frühstück,Gottesdienst. Neue Woche, ich komme…

Drei Hot Chocolate, bitte

„Was ist der beste Tipp, den Sie für unsere Besucher haben“, frage ich meine „alten Hasen“ am Ende des Donnerstag-Treffens. Es ist fast 21.00 Uhr und acht entschlossene Neulinge wollen sich noch von mir das Programm erklären lassen. „Immer zum Treffen kommen, bis Sie ihr Ziel erreicht haben“. „Noch ein Tipp?“ „Regelmäßig zum Treffen kommen“. Wen ich auch frage, der regelmäßige Besuch der Treffen scheint neben dem Points aufschreiben der  Tipp schlechthin zu sein. Warum? „Mir tut es gut zu hören, dass auch bei den anderen nicht alles glatt läuft und sie trotzdem weitermachen.“ Kenne ich. Keine Schadensfreude, sondern eine Art Solidarität mit denjenigen, mit denen man „im gleichen Boot“ sitzt.

Alle Neuen starten und als wir gegen 22.00 Uhr den Raum aufgeräumt haben und zum Auto gehen, bin ich mit dem Abend hoch zufrieden. Zum Glück ist mein Sohn dabei. Das Auto ist blitzschnell beladen, Kofferraum zu, Sohn will chauffieren. Der Schlüssel? Im Kofferraum. Und das Auto zu! Da stehen wir wie zwei begossene Pudel, der Akku von Sohns Handy verabschiedet sich noch kurz in die Nacht und  jetzt können wir nicht einmal Mann oder Taxi rufen.

Durch die knackige Kälte laufen wir zur nächsten Bushaltestelle und sind gegen 23.00 Uhr zu Hause.  Wer glaubt, ich hätte in fünf  Minuten meinen Ersatzschlüssel gefunden, irrt 🙁

Heute morgen dann mit dem verständnisvollsten und besten Ehemann der Welt zum Auto gefahren, Scheiben gekratzt und nach Hause gefahren. Drei Hot Chocolate  a` 1,5 Points und mehrere dicke Knäckebrote gar nicht light belegt hat mich die Aufregung  gekostet. Als ich am späten Vormittag Heikes Blogeintrag lese, ist mein Herz voll Mitgefühl. Sie hatte ihren Albtraum vor dem Treffen, ich hinterher. Man hat`s nicht leicht als Weight Watchers Coach, aber – Heike – es lohnt sich doch  🙂