Drei Waschmaschinen Zeit

Frühschicht! Nicht ich, sondern Tochter Nr. 3. Aber weil am heutigen Feiertag so zeitig kein Bus fuhr, durfte ich Familientaxi spielen. Hab da übrigens neulich einen süßen Autoaufkleber gesehen, den ich mir tunlichst nicht besorgen werde:  Mamas Taxi, 24 Stunden einsatzbereit 🙁

Als ich gegen 6.15 nach Hause kam, erwischte ich mich bei einer völlig neuen Zeitrechnung. Genau drei Waschmaschinen hatte ich jetzt noch Zeit, bis ich mich für den Nordic Walking Kurs aufmachen mußte.

Drei Waschmaschinen später traf ich auf ein  äußerst gut gelauntes Trüppchen – und wir verbrachten walkend, erzählend und lachend einen herrlichen Herbsttag in Würzburgs Weinbergen. Finanziert von unseren Krankenkassen 🙂

Genau die richtige Dosis Abwechslung von einer vollen Arbeitswoche  – und weil unser „Pretty Woman-Event“ morgen schon so gut vorbereitet ist, freu ich mich jetzt einfach auf Feiertag Nr. 2 am Stück – aber mit Ausschlafen wirds  schon wieder nix.

Welcher Leser sich jetzt noch entschließen sollte, um 9.30  in Würzburg/Lengfeld aufzutauchen, hier die wichtigsten Infos.  Jede Frau ist herzlich willkommen. Wäsche waschen kann man eigentlich auch wann anders. Denn wie schreibt Heike in unserem Buch: „Die Arbeit läuft nicht weg. Sie ist ganz sicher noch da, wenn Ihr entspannt und relaxt wieder nach Hause kommt“   🙂

Nimm jetzt bitte die Maske ab

Björns Geburtstag ist „gelaufen“. Mit großer Feier,  jeder Menge Freunden, Massen von Kuchen, Chips, Süßem und viel Aktion. Mit dem Geschenke auspacken wartete er diszipliniert bis nach der Schule, damit er „seinen Tag“ mehr genießen konnte.

Eines der ersten Geschenke war eine Maske, so wie Pantomimespieler sie benutzen. Björn hatte sie sich gewünscht. Er zog sofort die Maske über sein Gesicht – und fortan konnten wir weder Freude noch Enttäuschung bei ihm erkennen. Er packte weitere Geschenke aus – und wir rätselten: Freute er sich darüber? War ein Wunsch in Erfüllung gegangen? Wie fühlte er sich gerade?

So saßen wir gespannt neben ihm – und es fühlte sich „verkehrt“ an, dass wir seine Gefühle nicht mehr an seinem Gesicht ablesen konnten. „Nimm jetzt bitte die Maske wieder ab“, baten wir schließlich.  Wir wollten wieder auf allen Ebenen mit ihm kommunizieren.

Immer schön, wenn Andere uns hinter die Maske gucken lassen.  Aber es ist es anstrengender,  mit Menschen ohne (Masken) umzugehen. Sie können wütend werden, traurig, weinen, euphorisch sein, sie versprühen ihr Glück,  zeigen ihre Grenzen – sie haben echte Gefühle und fordern damit meine eigenen Gefühle heraus.  Aber das fühlt sich „richtiger“ an.

Zu beschäftigt

…zum Blogschreiben. Leider! Eigentlich kann ich mich dabei so richtig gut entspannen. Versuche, etwas Erlebtes nett zu „verpacken“ und muss dann manchmal selber schmunzeln 😉

Aber nachdem ich einen Seminarbesuch in Mannheim hinter mir habe,  für meine Firma ein paar Extras zu erledigen hatte, der Nordic Walking Kurs mit Heike und unser Frauentag „Pretty Woman“ seine Schatten vorauswerfen – da war ich abends einfach zu „platt“.

Und Björn zählt die Tage bis zu seinem Geburtstag. „Feier ich oder feier ich nicht?“ „Wen lade ich ein, wenn ja?“ (Wenn nämlich die Freunde, die nicht zur 1. Wahl gehören, Wind von der Feier  kriegen, sind sie beleidigt. Lädt er sie ein, kommen wir zahlenmäßig ungefähr auf 17 🙁

„Was wünsch ich mir – und von wem?“ – Björn kennt anscheinend den Kontostand aller Geschwister.“Was will ich als Geburtstagsessen – und welchen Kuchen mag ich?“ .

Es sind viele Fragen offen, wenn man 13 wird. Und ich frag mich gerade, wie ich es schaffen soll
a) alle Wünsche herauszufinden
b) sie zu erfüllen

Huch, jetzt hab ich mich ja doch entspannt 🙂

Hey süßes Mädchen…

Nur mal schnell nach Mails gucken… Obwohl ich eigentlich diese zwei kostbaren, freien Stunden nützen will, um meinen Part für den Frauentag „Pretty woman“  auszuarbeiten. Heike hat geschrieben.

Schnell die Antwort tippen, schnell die Anmeldungen für den Nordic Walking Kurs an die Teilnehmer verschicken, schnell mal in Heikes Blog gucken  🙂 Was ich lese, ist so nett, da schreib ich heute gar nichts mehr.

So hab ich noch 1 1/2 Stunden, um meine Gedanken zum Thema „Von der Raupe zum Schmetterling“ in eine Reihenfolge zu bringen. Ans Telefon geh ich in dieser Zeit nicht. Und Emails braucht man auch nicht wirklich alle zwei Stunden checken 🙂

Ein neues Schulfach

wünsch ich mir: „Büchereinbinden leicht gemacht“ -für die Kinder, nicht für die Mütter 😉

Gerade hatte ich gedacht: endlich Feierabend – da brachte Filius mir noch schnell Mathe und Bio zum Einbinden. Jahrelang war ich verwöhnt mit einer kreativen, geduldigen und gern bastelnden Tochter, die für alle Schüler unserer Familie die Bücher einband – fast als wäre es eine Selbstverständlichkeit. War es nicht!!!

Solch zeitraubende Detailarbeit kostet mich mehr Schweiß als 40 Teilnehmer zu wiegen und zu motivieren. Die Gaben, die Gott seinen Menschenkindern gegeben hat, sind wirklich sehr verschieden….

Drei Dinge braucht der Mensch

…um geistig und seelisch gesund und glücklich zu sein:

– die Gelegenheit und den Raum, die eigene Einzigartigkeit zu leben
– die Möglichkeit, die eigenen Begabungen/ Talente  zu entdecken, zu fördern und einzubringen
– Sinn in dem zu finden, was man macht!

Das stellten Alfred Adler und Victor Frankl fest. Und darüber schreibt Birgit Schilling in ihrem Buch „Berufung leben“, was ich mir heute zu Gemüte führe.

Ob im Grunde genommen jeder Mensch die Möglichkeit zu solch einem Lebensstil hat? Auf jeden Fall erleben nicht so viele Menschen diese Art von seelischer Gesundheit und Glück.

Mein neustes Ziel: Glückanstupser werden!

Fliegende Hitze

Auch in unseren Gemeinderäumen läuft die Heizung noch nicht. Weil sich eine Reihe Frauen zum Frühstück und Austausch treffen wollen, überlegen Magne und ich zu Hause hin und her, wie und ob wir die Heizung am Vormittag in Gang bringen….(wir haben keinen direkten Zugriff zum  Heizraum). Wir beschließen, es an diesem ersten wirklich kalten Tag einfach mal darauf ankommen zu lassen.

Wir Frauen frühstücken, erzählen und genießen den gemeinsamen Vormittag. Es ist schon kühl, aber keine Frau scheint das zu stören. „Sag mal Beate, Du bist doch auch Wechseljahreberaterin“, ändert eine Frau das Thema. Beschreibt ihre neuen Befindlichkeiten, erzählt von Witzewallungen bis PMS-artigen Aussetzern, Dünnhäutigkeit und Problemen mit dem Gewicht halten….Wir besprechen die hormonellen Veränderungen, ganz vorsichtig gebe ich Tipps – vorsichtig, weil jede Frau die Wechseljahre anders erlebt und es viele Wege gibt, sich auch in dieser Zeit wohl zu fühlen. „Das Wichtigste“, und da zitiere ich Christinne Tabbert, die mich ausgebildet hat ist, „mehr Eigenverantwortung zu übernehmen – und selber gut auf sich aufzupassen“.

Das Beste für „Euren Pastor„, füge ich hinzu: „Er braucht sich wirklich keinen  Kopf zu machen, wenn Frauen zwischen 40-55 in kalten Gemeinderäumen sitzen. Die merken nix!  Und so profitieren alle von der fliegenden Hitze 🙂

Erste Kerzen

Nicht wegen dem schönen, gemütlichen Licht, sondern weil es so kalt war 🙁

Eigentlich wollten wir unser frisch eingekauftes Heizöl noch nicht im September verjubeln. Aber am Abend halfen weder geschlossene Fenster, noch Durchhalteparolen, noch Kerzen: Die Heizung läuft.

Und wenn ich den finanziellen Aspekt nun einfach mal hinnehme, kann ich dem Herbst durchaus seine positiven Seiten abgewinnen: Spazierengehen und die ersten Eicheln und Kastanien am Boden finden, durchgepustet ein paar Kerzchen anzünden und meine Lieblingsteesorten genießen – und dass, obwohl ich jahrelang eingefleischter Kaffeetrinker war, Sommerkleider einmotten, die Herbstgardarobe heraussuchen und mich freuen, was man alles Schönes im Schrank hat. Und dass alles noch passt 🙂

Auf dem Crosstrainer war ich auch und kam ganz sommerlich ins Schwitzen.

Kein Fest mit dem Rest

…präge ich meinen Teilnehmern ein. Damit meine ich: Die restliche Torte einfrieren. Überreste des Mittagessens entweder in die Biotonne befördern (Konzept dahinter:  Sie sind keine Biotonne!!!)was besser ist, als kalte Fischstäbchen, Pastareste oder Fleischbällchen aus Mitleid beim Abwasch „wegzuputzen“.

Gestern gabs bei uns einen superleckeren Auflauf aus dem neuen Kochbuch „Aufläufe und Gratins“ – und  es blieb eine halbe Auflaufform übrig. Juppiiii, morgen brauche ich nicht kochen 🙂

Heute ist morgen: Ich komme erst um drei Uhr von einem gaaaanz tollen Gottesdienst nach Hause und drehe sofort den Backofen an. Wie schön, nicht kochen zu müssen. Nach ein paar Minuten überprüfe ich den Ofen wegen dem kokeligen Geruch. Steht in der Röhre eine leere (aber ungespülte) Auflaufform.

So hatte ich den Spruch: Kein Fest mit dem Rest nicht gemeint. Aber wer Teenager im Hause hat, der weiß, dass Essen manchmal Beine bekommt. Übrigens: Keiner wars gewesen.

Mittel gegen Trägheit gesucht

Bürotag. Karteikarten ordnen. Neue anmelden, „ausgedroppte“ Teilnehmer  abmelden. Diejenigen anmailen oder anrufen,  die über die Ferienzeit den Anschluss nicht mehr gefunden haben. Oder kann man so lange Urlaub haben? Ich bin auf jeden Fall froh, wenn der Schulanfang in Bayern wieder ein Mindestmaß an Regelmäßigkeit  herstellt. Und die Urlauber wieder eintrudeln.

Nach getaner Büroarbeit habe ich definitiv Lust auf Belohnung. 45 Minuten Crosstrainer  sind jetzt nicht gerade das, nach dem mir verlangt? 🙁

In Fleisch und Blut übergegangen ist mir das Training noch nicht, auch wenn es mir inzwischen leichter fällt. Lernpsychologen sagen, dass 21 Wiederholungen notwendig sind, um neue Gewohnheiten zu etablieren.  Für mich gilt es jetzt, am Ball, will sagen, am Cross-Trainer zu bleiben.

Es regnet in Strömen. So werde ich es mir mit Schoko-Chai-Tee, einem Weight Watchers-Eis und einem Buch gemütlich machen und lesen (so stelle ich mir Belohnung wirklich vor) – und heute abend, bei einem spannenden Film, die neue Sportlichkeit fördern.