Das Viech

Bei strömendem Regen fuhr ich, bepackt mit Walkingstöcken und dem Schweinehund zum samstäglichen Lauftreff. Angeblich gibt es ja kein schlechtes Wetter und keiner sollte mir nachsagen können, dass ich mich drücke.

Im Kofferraum lagen meine „feinen Sachen“, denn eigentlich hatte ich ein Doppeldate und war auch zum Feiern eingeladen. Leider, leider hatten meine Mitläufer sich vom Wetter abhalten lassen. Obwohl der Regen pünktlich um 17.00 Uhr aufhörte, ließ sich keiner  blicken. Da knurrte der Schweinehund und ich setzte mich schnell (bevor er beißt oder doch noch jemand kommt) ins Autochen und fuhr zum Feiern.

Das Viech lag seelenruhig zu meinen Füßen, während ich Steak, Maiskolben und drei Stücke Kuchen aß, ohne einen Aktivpoint dafür verdient zu haben. Ich bin mit dem Buch aber auch noch nicht fertig 8)

Schreib-Bloggade

…nennt man das glaube ich in Franken, wenn einem so rein gar nichts einfällt, was man für den Blog verwerten könnte. Nicht, dass ich nichts erlebe. Aber bloggenswert…..

Im Zusammenhang mit dem Blog ist mir auf jeden Fall eine zündende Idee für das Sommerfest am nächsten Freitag gekommen. Und so werde ich in den nächsten Tagen mal mein letztes Blogger-Jahr Revue passieren lassen. Schon bei den ersten Vorbereitungen dazu lache ich in Erinnerung Tränen. Zwischendurch bekoche ich meine Familie, wasche (immer noch eierlegende Wollmilchsau),  lese ich alle ersteigerten Bücher, versetze mich in die Denkart des Schweinehunds, den man laut Lieblingsverlag sogar zähmen kann und hoffe, für mich und meine Teilnehmer Neues herauszufinden.

„Um eine neue Gewohnheit zu schaffen, bedarf es der ständigen, rhytmischen Wiederholung“, lese ich gerade. „Je häufiger Sie etwas wiederholt haben, desto geringer ist der innere Wi(e)derstand dagegen“.

Das kann ich klar bestätigen: Seit Wochen, nein, eigentlich Monaten genieße ich das einst so geliebte Käsebrot nur noch selten. Stattdessen gibts Lachsschinken und saftigen Belag in Form von Paprika, Gurken und Tomaten. Ab und zu eine Scheibe Brot mit der Schmachtnummer Hüttenkäse und Frau B`s selbstgemachter, himmlischer Erdbeermarmelade. Und schon ist das Käsedeseaster in figurfreundliche Bahnen gelenkt. Ich wusste nur nicht, dass es die rhytmische Wiederholung war, die mir den Kragen gerettet hat 8)

1,- €

Dafür bekommt man bei Mc Donalds einen Hamburger, einen Cheeseburger, einen Gartensalat, eine Apfeltasche, ein kleines Getränk und fünf weitere Produkte, so lautet das Mc Donalds 1×1. Das kann sich sogar der neue Mitarbeiter merken, der staunend feststellt: „Hab da irgendwie Talent für“ 8)

Mein Menü habe ich mir dieses Wochenende ähnlich preisgünstig zusammengestellt. Ab und zu gebe ich bei Ebay meinen Lieblingsverlag ein, biete 1,- € für unwiderstehliche Bücher, aber widerstehe der Versuchung, weiter mit zu bieten, wenn ich übertrumpft werde. Letzte Woche habe ich zwei tolle Hörbücher und zwei Bücher für 1,-€ ersteigert. Und weil die Bücher pünktlich zum Wochenende eingetrudelt sind, hab ich heute sattes Lesevergnügen für 0 Points bzw. 4,40 € inclusive Porto. Morgen gibts dann Futter für die Ohren 🙂

Jose und Marvin

Wer Internet hat, hat Freunde, oder nicht?

Ich staune, wer scheinbar alles mein Freund ist. Seit ich mich in einem gewissen Forum angemeldet habe, bekomme ich eine „Freundschaftsanfrage“ nach der nächsten. Ein paar wenige kenne ich. Schalte die Anfrage frei und freu mich irgendwie, via Datenautobahn miteinander verbunden zu sein. Doch gestern ereilten mich ca. 10 weitere Freundschaftsanfragen. Eine Heike, die nicht meine Heike ist und auch nicht die 2. Heike, die ich kenne und sehr wohl schätze, sondern eine mir völlig unbekannte. Weiter fragten ein paar Herren aus den USA nach meiner Freundschaft und Marvin und Jose, deren Herkunft mir ebenfalls völlig unbekannt ist.

Gewisse Foren scheinen einen Sammlertrieb nach Freundschaften auszulösen. Ich bin mal gespannt, wie lange ich in diesem Forum verbleibe. Ist ja nicht so, als hätte ich den lieben Tag nichts weiter zu tun, als Freundschaftsanfragen zu bearbeiten. Meine Heike habe ich übrigens auch im WWW kennengelernt…

Eis- und andere -kreationen

Meine Wochenvorbereitung lohnt sich. Einmal das Thema gut vorbereiten und 7 x servieren, in dieser Woche mit je einem Blaubeerkuchen 🙂

Und weil es in dieser Woche ums Eis ging, gab ich neben den verschiedensten Pointswerten und Tipps auch Wissenswertes rund ums Thema zum Besten.

Das Eis am Stiel entstand über Nacht und aus Versehen, nur weil jemand nicht richtig aufräumte. Als der Amerikaner Frank Epperson nämlich durch die Lande zog, um Abnehmer für seine Limonade zu finden, ließ er eines Abends etwas verplant sein halbvolles Limoglas mit einem Löffel auf der Fensterbank stehen. Als er am nächsten Morgen den Löffel nehmen wollte, hielt er das erste Eis am Stiel in der Hand – und erkannte als Verkaufskanone sofort den Wert seiner Entdeckung.

So hat auch der Typ des verplanten, kreativen Lebenskünstlers nicht nur Nachteile, sondern auch seine Vorzüge. Genau daran dachte ich, als ich in den mittäglichen, leeren Kühlschrank schaute und mich fragte, was ich meinen Lieben wohl heute vorsetzen sollte. Zum Einkaufen war ich nicht in Stimmung 8)

So blickte ich so kreativ wie möglich auf die paar Gemüsereste und überlegte, was sich hieraus wohl zaubern ließe. Fand Paprika jeden Coleurs, eine Zucchini, Tomaten und einen Light-Schafskäse. Kartoffeln habe ich immer im Haus und so gabs heute bei uns einen phänomenal guten griechischen Auflauf, der besser nicht hätte sein können.

Übrigens ist unsere Familie heute haarscharf an der Schweinegrippe vorbeigeschrammt! Meinem Jüngsten wurde auf dem Weg zur Schule plötzlich richtig schlecht.  Die Sekretärin riet meinem Mann, ihn sicherheitshalber untersuchen zu lassen, nicht dass er sich die Schweinegrippe eingefangen hätte 8)

Der Arzt empfing meinen Philius dann mit den Worten: „Na, glaubst Du, Du wirst die Ferien noch erleben?“ Und machte ihm gleich darauf  Hoffnungen, dass er wohl mit dem Leben davon käme. Mit einem riesigen Lächeln auf den Lippen verließ er die Praxis und fühlte sich gleich viel besser…

Kopflos…

Was man nicht im Kopf hat, muss frau halt in Benzin und Spesen investieren. Am Ortseingang Karlstadt, immerhin satte 30 Kilometer von meiner Haustüre entfernt, fällt mir ein, dass meine Waage noch zu Hause steht. Und Weight Watchers ohne Waage ist so ähnlich wie Geburtstag ohne Torte!

Zum Glück habe ich das Handy dabei und so macht mein gerne autofahrender Sohn mit Papas Auto eine Spritztour und bringt das gute Stück bei. Kaum bin ich abends zu Hause, entdecke ich, dass ich ein wichtiges Dokument in Karlstadt liegengelassen habe. Mein Sohn freut sich. Im Gegensatz zu mir fährt er gerne Auto. Und im krassen Gegensatz zu mir kriegt er eine Kleinigkeit für seine Gefälligkeiten! Auf der anderen Seite: Wer hat schon einen Sohn, der anstandslos mütterliche Fehler ausbügelt…

Heute habe ich einen amerikanischen Blog entdeckt, wo der „Chef“ selber bloggt… Auf englisch natürlich. „Man meets scale„, Mann trifft Waage. Just gestern beschreibt er seine Erfahrungen vom Deutschlandbesuch, wo er bei einer charmanten Kollegin hereinschneite….

Unterm Dachjuche

Wir schlafen im Dachgeschoss. Beziehungsweise haben geschlafen. Wenn die Sonne jedoch den ganzen Tag erbarmungslos auf  das Hausdach scheint, dampft das Obergeschoss und an Schlaf ist nicht zu denken. Zum Trost gönne ich mir ein Lesestündchen im kühlen Wohnzimmer und wie heute Nacht Kuchenreste oder wie gestern Nacht ein Schinkenbrot. Wenn das so weitergeht, kann ich mir für den Sommer alle Points für die Nacht aufbewahren. Heute morgen gabs schon mal ein Obstfrühstück. Müde Grüße  🙁

Dienstreise

Mein Ikeabesuch gleich heute morgen um 9.00 zur Eröffnung war natürlich rein dienstlicher Natur. Während mein Mann bei Kaffee und Bretzel ein bischen Skandinavienflair inhalieren konnte, immerhin ist er Norweger,  stand ich vor den Tresen und schrieb die Speisekarte ab. Und werde wohl noch ein paar Stündchen damit zubringen, die dazugehörigen Pointszahlen zu ermitteln.

Ich traf gefühlte 100 Teilnehmer und weitere allesamt glückliche Würzburger, drehte eine erste Runde und schloss im Ikeashop mit dem Einkauf von Mandel- Schokoladen- und Heidelbeertorte ab. Was tut man nicht alles, um seinen Teilnehmern das böse Erwachen zu ersparen. Für mich gibts heute mittag Graved Lachs und wir alle müssen wohl eine der sagenhaften Torten probieren, um festzustellen, ob die Pointszahl sich wenigens lohnt 🙂

Zeit für mich

Die Salatschüssel war riesig und excellent, die Garnelen kross angebraten, mit einem Hauch von Knoblauch und die Cola light eisgekühlt. Wo ich zum Essen war? Zu Hause!  8)

Nachdem ich die ganze Woche über das Thema „Zeit für mich“ gesprochen habe, setze ich am Wochenende meine Tipps gleich mal selber um. Am Donnerstag, als ich ein bestelltes Buchgeschenk in der Buchhandlung abgeholt habe, habe ich außerdem den amerikanischen Bestseller „Die Hütte“ im Fenster entdeckt. Nachdem die Buchhändlerin meines Vertrauens mir versichert hatte, es sei wirklich lesenswert, habe ich es mir kurzerhand selber geschenkt. Nun sitze ich, in eine andere Welt versunken auf meiner roten Couch und genieße die Zeit für mich

Ikea kommt

Noch 4 Tage, dann eröffnet Ikea in Würzburg. Heute war die erste Werbung in der Tageszeitung und mit der Post erfuhr ich, dass ich inzwischen Familymember bin. Was das bedeutet, lese ich mir heute abend genauer durch. Was Ikea für meine Teilnehmer bedeutet? Welche Gardinen oder Bettbezüge sie sich auswählen, ist mir egal. Ich werde mich aber schlau machen, was Köttbullar neben echtem Schweden- und Ikeaflair für Points haben – und welche Wahl  beim gemütlichen Ikeafrühstück  neben der bodenlosen Kaffetasse wohl klug wäre.

Einige Bekannte und Teilnehmer haben Ikea inzwischen als Arbeitgeber kennengelernt. „Wir arbeiten fieberhaft, dass bis zur Eröffnung alles fertig ist. Aber es gibt noch jede Menge zu tun“, erklärt mir Frau S. Die letzten Wochen musste sie aus beruflichen Gründen auf ihr Weight Watchters Treffen verzichten, denn dort brummt gerade der Elch…

Mir gefiel das „wir“. Arbeitet sich gerade in die Firma ein, die noch nicht mal eröffnet hat und spricht von „wir“. Wohl der Firma, die solche Mitarbeiter hat. Aber Frau S. hätte ich auch sofort genommen..