Holy Webmaster

Schreck am Abend! Bin gerade mit meinem Tagewerk  fertig und begebe mich auf eine entspannende Runde um die Blogs. Sehe mit Vergnügen, dass auf facebook die Zahl derer steigt, die ich aus unserer Gemeinde kenne. Selber Greenhorn in Sachen facebook, erschrak ich, als neulich „plopp“ ein Fenster aufging und V. mich per Chatfunktion ansprach. „Huch…“

Surfte weiter auf unsere Gemeindehomepage  und erspähte  die neue Auswahl  „empfehlenswerter Links“, die unser Holy Webmaster für besuchenswert erachtet hatte.

An oberster Stelle meine Website „Seine Töchter“, die ich aus Zeitmangel und Angst vor dem Zusammenbruch (der Seite) nur noch selten update. Kostet mich immer viel Herzklabaster, sie hochzufahren, denn bei jedem Update befürchte ich, dass sie sich nun endgültig in den Tiefen des worldwide Webs verabschiedet. 2002 hatte ich diese Website erstellt und viele Jahre regelmäßig daran gebastelt.

An zweiter Stelle der „empfehlenswerten Links“ der Blog der lustigen Pastorenfrau, wo sie aus ihrem leichten Leben plaudert 8)

Ich befürchte, der dazugehörige Mann hat diesen Blog noch nie gelesen. Er hat schon seine Lieblingsseiten im Netz. „Seine Töchter“ und der Blog seiner Frau gehören definitiv nicht dazu.

H. hatte mich neulich schon angepickst: „Jetzt, wo Du so selten neuen Stoff auf „Seine Töchter“ stellst, geh ich halt auf Deinen Blog. Kannst ruhig ein bisschen persönlicher sein..“  Tja, wenn der „Lebe leichter Blog“ eine lohnenswerte Lektüre für Surfer unserer Gemeindehomepage sein soll,  dann überleg ich mal, was ich da so aus meinem bewegten Alltag beisteuern kann…

Wie ein Manager

…ist mein durchschnittliches Tagespensum, auf jeden Fall was meine Schrittmenge betrifft. Ich komme nur schwer über die 3000  hinaus.

Im Moment geniesse ich, dass die Sommertage warm und gemächlich sind. Weniger Vorbereitungen (höchstens neue Pläne im Kopf), ich verschlinge bändeweise Bücher (O-Ton Magne, als er meine neusten 5 Ebay-Errungenschaften besah: Liest Du die denn auch?). Aber klar. Trotzdem eine gute Frage!

Gestern las ich in einer Studie (nicht von Lexika-Herausgebern, sondern von einem verkaufsstarkem Verlag), dass 62% der Käufer eines Buches nicht über die ersten 10 Seiten hinauskommen. Will sagen, das Interesse war da. Geld wurde investiert, aber die gute Absicht, die mit dem Kauf verbunden war, nämlich sich neue Inhalte zu erschließen, verpuffte  ungenutzt.

Ich hingegen könnte inzwischen mit eigenen Ebayaktionen beginnen, denn außer meinen absoluten Favoriten lese ich die meisten Bücher nur einmal…

Strafarbeit

„Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen.  Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen.  Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Cola light mehr trinken. Ich darf nach 20.00 Uhr keinen Liter Schwip Schwap ohne Zucker trinken. Sonst kann ich nicht schlafen“.

Das erste Mal

Ich kenne Leute, die sind noch nie geflogen. Haben noch nie eine Email verschickt. Noch nie einen Vortrag gehalten. Noch nie Brot gebacken oder Apfelstrudel oder Skillingsboller.

Ich habe noch nie gegrillt! Letztes Jahr ließen unsere Nachbarn ihren Grill bei uns zurück. Gestern kam Krissi mit einem ausrangierten Grill nach Hause und heute war also Premiere! Es hat ganz ohne Pannen funktioniert und war soooo lecker. Morgen wieder 8)

Meine Stunde Walken in den Weinbergen hat mir übrigens mehr „Schritte“ beschert als der ganze gestrige Tag. Nämlich 3.300! Da muß ich mir morgen was einfallen lassen…Das Bundesministerium für Gesundheit empfieht übrigens 3000 Schritte extra jeden Tag. Das fand ich zum Thema „Pedometer“ auf der Website von Weight Watchers.

Übrigens: Eine Rezeptionistin legt durchschnittlich 1.200 Schritte am Tag zurück, ein Grafikdesigner 1.400 Schritte, ein Manager (wie ich übrigens) 3.000 Schritte, ein Verkäufer 5.000 Schritte, eine Hausfrau mit Kindern 13.000 und Postboten 18.000 Schritte pro Tag.

 

72 bis zum Frühstück

Kuhnhardts Podcast im Ohr, in dem er ausführte, dass der Durchschnittsdeutsche sich unter der Dusche mehr bewegt als den Rest des Tages, erwog ich kurz, den Tag mit Duschen zu beginnen.
Obwohl – so ohne Schrittzähler würde mir das ja gar nichts bringen 8)

Bis das Frühstück auf dem Tisch stand, zählte er 72 Schritte und ich beschloss, wenigstens auf 100 zu kommen, bis ich meinen Joghurt 0,1% mit Himbeeren zu löffeln begänne. Inzwischen ist es 14.00 Uhr und der Zähler zeigt 1765 Schritte. Wie weit Frau B. wohl ist?

Ab jetzt geht es wahrscheinlich nur noch darum, meine tägliche Bestleistung weiter auszubauen. Morgen geh ich mit Schrittzähler zum Lauftreff (1 Stunde). Frau B. wird sich wundern. Oder mitkommen, falls sie das liest. Nach Samstag hab ich das Problem,wie ich den Rest der Woche diese Schrittzahl erhöhe.

Aber heute sind zwei neu ersteigerte Bücher eingetroffen und ich setze mich mit einem Mineralwasser (Calziumgehalt von 590 mg/l) auf die Terasse. Man soll`s zu Beginn ja auch nicht gleich übertreiben…

Mitläufer

Frau B. muß studientechnisch gerade viel sitzen und zettelte als Gegenmaßnahme einen Schritt(zähler)wettbewerb an. Wer ebenfalls Lust hätte, in der kommenden Woche die Zahl der Schritte zu vermehren! Nicht als Wettkampf gegeneinander, sondern um einander  anzuspornen.

Günstigerweise hatte ich gerade heute siniert, dass ich viel zu gerne sitze. Güstigerweise hatte ich gerade gestern meinen alten Schrittzähler im Keller entdeckt. Und als Frau B. so hilfesuchend nach Mitläufern Ausschau hielt, wußte ich: Mein Stündchen hat geschlagen 8)

Ich kam von der Arbeit, lief schnurstraks in den Keller und stellte das Teil schon mal ein. Nur dumm: Wenn man dabei so auf dem Sofa sitzt, bleibt die Schrittzahl lange und konsequent bei 27 🙁

Sommerfest

„Das haben Sie geschafft: Ich habe meine ganzen Weight Watchers Kochbücher wieder herausgeholt.“ Frau S. bedankte sich telefonisch für den schönen Abend. Mit rund 70 Teilnehmern und ihren Freunden feierten wir zum vierten Mal in Folge ein Fest mit schlankem Büffet.

Die elegante Atmosphäre des Hotels Mainpromenade und der herrliche Blick auf den Main waren die erste Zutat. Die hervorragende Bedienung und das pointsarme Büffet, nach Rezepten aus den aktuellen Kochbüchern zubereitet, die zweite.  Alles, was nach Arbeit aussah, hatte ich an das Hotel abgeben können und musste als dritte Zutat nur für die Moderation sorgen.

Dafür hatte ich Blogbeiträge mit witzigen Begebenheiten zusammengeschnitten, an denen Anwesende beteiligt waren. Die trug ich auszugsweise vor. Natürlich nur mit dem Anfangsbuchstaben, wie auch im Blog, um die Anonymität zu wahren. Aber wer wollte, konnte sich „outen“, bekam dafür Zucker und wir hatten richtig viel Spaß.

Meine Lektion zum Nachdenken kam zum Schluss: „Es war schon ein klein bisschen männerfeindlich“, verabschiedete sich Herr M. ganz männerfreundlich von mir. Verdutzt fragte ich nach, ob er das wirklich ernst meinte. „Naja“, „was Sie so über die Männer vorgelesen haben > gut schwere Sachen heben und Spinnen töten >….“. Wie ernst es ihm war oder ob nur trockener Humor, auf jeden Fall habe ich länger darüber nachgedacht.

Mir kurz Feedback bei meinem nicht anwesend gewesenem Mann geholt, der mir zwar Männerfreundlichkeit attestieren konnte, aber zu bedenken gab, dass es wesentlich besser kommt, wenn ein Mann solch einen Text vorliest…

In der Werbung kommen Männer heute überdurchschnittlich schlecht weg. Mir fallen Medienkampagnen ins Auge, die damit werben: „Die Zukunft ist weiblich“. Und will mit solchen Strömungen aber auch gar nichts zu tun haben.

Ich bin begeistert über die Multitaskingfähigkeit von Frauen, begeistert von den Möglichkeiten, die wir heute haben und nutzen – aber ohne Zweifel: Die Zukunft ist weder weiblich noch männlich, sondern liegt in unserer Bereitschaft zur Teamfähigkeit.

Und Team heißt nicht „Toll, ein anderer machts“, sondern indem Männer und Frauen sich in ihren Kompetenzen ergänzen.

Ob beabsichtigt oder nicht: War ein guter Wachmacher, Herr M 🙂

Küchen-Dschungel

Seit zwei Wochen habe ich eine Neuerung Zuhause eingeführt. Anlaß war die unaufgeräumte Küche, die ich so oft abends vorfand, wenn ich von der Arbeit kam.  Statt mich weiter zu ärgern, fiel mir folgender Schachzug ein: Nach den Mahlzeiten mache ich ich Küche sauber (na, wie immer halt), aber wer sich zwischendurch bedient, muß seine Spuren selber beseitigen, sonst ist er bei der nächsten Mahlzeit mit Küchendienst dran. Die Methode wirkt seit 2 Woche 100%. Es musste noch keiner außer mir die Küche aufräumen und ich freue mich, abends in eine saubere Küche zu kommen.

Bin fast fertig mit der Beseitigung der mittäglichen Spuren und will mich für ein halbes Stündchen auf die wohlverdiente Couch verziehen, da fällt mir das volle Senfglas aus der Hand, zersplittert und verteilt seinen senfgelben  Inhalt quer über Boden und Schränke. „Oh menno, wenn ich mich mal ausruhen will“, schimpfe ich.  Ich zieh mich trotzdem ein halbes Stündchen aus dem Verkehr, Senf hin oder her. „Räumst Du die Küche auf?“ höre ich meinen Mann. Da steht mein 13jähriger mit dem Wischlappen und beseitigt mütterliche Pleiten, Pech und Pannen. Gibt einen kleinen Glücksstich in Herz 🙂

Die zwei Wölfe

Ein alter Cherokee-Häuptling erzählt seinem Enkel eine Legende: „“Mein Sohn, der Kampf zwischen zwei Wölfen tobt in jedem von uns. Einer ist böse. Er ist Ärger, Neid, Eifersucht, Sorge, Bedauern, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld Missgunst, Minderwertigkeit, Lüge, falscher Stolz und Egoismus.

Der andere ist gut. Er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Demut, Güte, Wohlwollen, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und Glaube“. Der Enkel dachte eine Weile darüber nach. Dann fragte er: „Und welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Cherokee antwortete: „Der, den Du fütterst.“

The Secret

Auch der Chief Executive Officer und Präsident von Weight Watchers, David Kirchhoff, hat einen Schweinehund. Trotzdem und trotz seines stark von seinen Aufgaben strukturiertem Tagesablaufs findet er regelmäßig Zeit zum Training.

Sein Fazit: Disziplin und Willenskraft sind für die wenigsten, Gewohnheiten und Routine sind für jeden!

Übrigens: Es hat doch jeder von uns Erdenbürgern jeden Tag das gleiche Kapital an Zeit zur Verfügung! Nur die Gewohnheit, sie auszufüllen, ist grundverschieden.