Keine kalten Füße

Seit ein paar Wochen habe ich eine schön altmodische Wärmflasche, die mir augenblicklich einheizt, wenn ich mit kalten Füßen nach Hause komme und die auch mit ins bitterkalte Schlafzimmer darf.

Aber meine neuste Methode für warme Füße ist irgendwie nachhaltiger: 30 Minuten auf dem Crosstrainer – und nicht nur die Füße, sondern die ganze Frau ist mollig warm, von Kopf bis zu den Zehen. Hilft sogar gegen Heißhunger. Dass ich da nicht eher drauf gekommen bin! Unser Crosstrainer, die neue Allzweckwaffe…

Frauen-Trüppchen

Kaum erspare ich meinem Frauentrüppchen in der Gemeinde mal einen Vormittag meine Anwesenheit, kommen die so richtig in Fahrt. Planen ein kreatives Samstagsmorgengästefrauenfrühstück im März und gleich noch ein Frauenwochenende im Mai obendrauf. Aber ich darf mitfahren, zum Glück!

Beim Staunen über ihr rasendes Tempo erhalte ich den lapidaren Kommentar: „Hast uns halt gut gezogen!“

Das kann ja heiter werden, wenn alle, die ich sozusagen „gezogen habe“ so weitermachen 🙂

Umstellung

Erlebe gerade „Umstellungswochen“. Mein eingespielter Alltag steht wieder mal auf dem Prüfstand und ich bin gezwungen, ein neues Muster zu stricken…

Nach jeder Veränderung im gewohnten Tagesablauf benötige  ich ein paar  Wochen, bis wieder Alltag einkehrt. Vor fast sieben Jahren war es der Einstieg in den Beruf, zunächst mit einer Dienstags- und einer Donnerstagsgruppe. Ich musste mich ganz schön organisieren, damit Haushalt, Kinder und Ehrenämter weiterhin ihre gewohnte Aufmerksamkeit bekamen, wobei die Reihenfolge keine Aussagekraft hat und  in der Aufzählung  der beste Ehemann von allen fehlt, der natürlich ebenfalls Aufmerksamkeit verdient und auch bekommt.

Dann, weil es so gut lief, kam ein halbes Jahr später ein weiteres Weight Watchers Treffen dazu. Eine nicht zu unterschätzende Veränderung, denn ab sofort erstreckte sich meine Berufstätigkeit auf drei Tage in der Woche. Wer weiß, was mit der Vorbereitung eines Treffens verbunden ist, von der Logistik über die thematische Aufbereitung bis hin zum Raumaufbau und der Präsentation, der weiß: Da steckt so manche Detailarbeit drin, die keiner vermutet…

Ein Jahr später kam mein Standort in der Würzburger Innenstadt  mit drei weiteren Gruppen an einem Tag hinzu. Tja, wieder ein Jahr später meine siebte Gruppe und nun meine Nummer Acht!

Auch meine Familie knabbert noch an der Umstellung. So empfielt mein Mann weiterhin Anrufern, es doch Mittwoch früh nochmal zu probieren. Termine, die eingespielt sind wie mein Lauftreff allerdings werden berücksichtigt. „Du kannst mich heute nach deinem Lauftreff im Krankenhaus besuchen“, schlägt B. mir vor.  Und wenn ich heute keine Mitläufer finde,  bin ich eine Stunde früher bei ihr. Dann geh ich später zu Hause auf den Crosstrainer. Dass ich auch heute Sport treibe, steht fest. Ein Date mit mir selber!

Leicht gemacht

Günstigerweise hatte unser Fernseher die Aufnahme von „Wer wird Millionär“ einprogrammiert. So konnte ich um 23.00 Uhr  höchst unterhaltsam meine knappe halbe Stunde ersporteln…Hätte beinah eine 3/4 Stunde gemacht, aber man soll es ja nicht gleich übertreiben. Jeden Tag eine halbe Stunde, sagt Strunz…

Keine Ausreden mehr

Wo die Ausreden aufhören, beginnt der Erfolg 🙂

Habe mich heute ernstlich gefragt, ob Großeinkauf als sportliche Betätigung gilt und ehrlicherweise mit nein geantwortet.Der Tag war voll und mit jeder Menge Detailpapierkram gespickt, nicht gerade mein Lieblingsmetier. Ok, bevor der Tag vergeht, zieh ich um 23.00 den Bademantel wieder aus, die Sportklamotten an und geh für 20 Minuten auf den Crosstrainer. Zufrieden?

Von der Couchpotato zur Sportskanone

Nach einer Stunde Stapfen im Schnee (Lauftreff) und mehrmaligem Hören eines Podcasts zum Thema „Bewegung“ verfestigt sich, was ich immer schon ahnte: Bewegung tut gut. Bewegung setzt Endorphine (sprich Glückshormone) frei.  Bewegung entkrampft.  Bewegung macht den Kopf frei.  Bewegung nährt den Knochen, die Bandscheibe und den Knorpel. Bewegung baut  Fettverbrennungsmotoren auf.  Bewegung ist Leben. Jeden Tage eine halbe Stunde Laufen sollte zu einer Selbstverständlichkeit werden. Die große  Frage für meinen gerade beginnenden freien Sonntag: Wenn ich gestern eine Stunde gelaufen bin, gilt das für heute mit?  Noch mehr Endorphine wären nicht verkehrt. Ich werde berichten 8)

P.S. Zeitgleich habe ich mir im Sonderangebot für schlappe 3,99 das Buch von Marco von Münchhausen „fit mit dem inneren Schweinehund“ gekauft und bereits einiges  gelesen. Man sieht: Ich arbeite auf allen Ebenen, das dieses leidige  Dauerthema bei mir endlich mal vom Tisch kommt! Und vielleicht sollte  ich aufhören, von mir als  „Couchpotato“ zu sprechen, sondern in Anlehnung an einen bekannten  Bibelvers* sagen: Ich bin sportlich!

* Der Vers aus Joel 4:10 lautet: Der Schwache spreche: Ich bin stark!

Geölte Routine

Wie bei jedem anderen gibts auch bei mir jede Menge Routinearbeiten. Ob es das Küche aufräumen ist, das Kochen oder immer Wiederkehrendes, was jobspezifisch ist… Material ordnen, tonnenweise Umverpackungen entsorgen oder das Einsortieren der Karteikarten…Seit sich meine gesamten Hörbücher auf meinem Iphone befinden, nutze ich solche  Zeiten, um mich weiterzubilden oder mich selber motivieren und begeistern zu lassen.

Auf meiner neusten Ebayerrungenschaft „von der Ameise zum Adler“  ermutigt Fitnesspapst Strunz mich nun zum Laufen, andere Hörbücher helfen mir in Punkto Zeitmanagement, was ja anscheinend schon Wirkung zeigt (hab ich auch schon länger) und ein paar tolle Predigten sind auch drauf.

Andere Leute haben Musik auf  ihren MP3-Playern, ich brauch Wörter…Vielleicht kommt die Musik dazu, wenn Strunz mich endlich zum Laufen gebracht hat.

30 ProPoints verballert

Eine Teilnehmerin schließt ihre Abnahme mit der Goldcard ab. In solchen Fällen tue ich mein möglichstes, ihr ein paar persönliche Worte zu entlocken.  Und die Anwesenden  lauschen interessiert, wie sie empfielt, die Points nicht einfach zu verballern, sondern klug anzulegen, intelligentes Ausschöpfen des Pointskontingents sozusagen.

Ich  kann förmlich sehen, wie einige Zuhörer in sich gehen und Revue passieren lassen, wie schnell  sie doch manchmal und durch unbedachtes Stress- oder Frustessen ihre Points sinnlos verballert haben.

Beispiel gefällig?  Da hat B. doch tatsächlich eine ganze Packung Weight Watchers Riegel auf einmal gegessen, nicht mal genossen, sondern im Stress weggefuttert. 15 Points ade 8)

Nach dem mageren Mittagessen (Gemüsepfanne mit Käsesoße 2 ProPoints) glaubt sie den Rest des Tages in trockenen Tüchern. Leider stellte ihre Freundin beim abendlichen Besuch die Schüssel mit den Erdnüssen zu dicht an sie ran. B., durch die Gemüsenummer gegen 21.00 leicht unterzuckert, tut den fatalen ersten Griff…. Bald steht das Schüsselchen auf ihrem Schoss. Konstatierte 15 Propoints für fünf Esslössel Erdnüsse. Und so zerbröselt der Keks (falls Sie den Film Bruce Almighty kennen). Das waren 30 Propoints „verballert. Und wer ist B???

Email für Dich…

In Scharen tauchen die  neuen Teilnehmer in meinen Treffen auf. Und ich bin am wiegen, ausrechnen und erklären des ProPointsplans. Aber wo sind die „alten“ (Teilnehmer)?

In solchen Fällen schreibe ich eine kurze Vermisstenmeldung per Email. Damit ich den Verschollenen nicht abmelde und er taucht kurz darauf wieder auf und wollte doch nur eine klitzekleine Auszeit nehmen. Auch Frau R. hatte ich angemailt und fand ihre postwendende Reaktion einfach köstlich. Hier ein Auszug, mit freundlicher Genehmigung…

„Ganz herzlichen Dank für Ihre liebe Mail. Ich muss gestehn, dass ich den kommenden Mittwoch kaum erwarten kann (aha, jemand aus dem Treffen Sanderau,rätsel, rätsel)

Bei mir besteht dringender Bedarf, wieder „die Kurve“ zu kriegen. Wobei Weihnachten gar nicht das Problem war. Ich hatte selbst keine Plätzchen gebacken und auch beim Essen konnte ich mich ganz gut zurückhalten. Ich hatte mir fest vorgenommen, am Mittwoch vor Heiligabend noch mal ins Treffen zu kommen und war schon vorweg stolz, dass ich den Feiertagen trotzen würde. Nur leider hatte mich dann doch der geballte „Last minute Stress“ voll im Griff. So nahm ich mir erneut fest vor, auf jeden Fall vor Silvester im Treffen zu erscheinen (mein Schweinehundtreffen, ach wären Sie doch gekommen, seufz…) Da erging es mir leider ähnlich. War aber glücklich, dass mein Gewicht +/- geblieben war. Über die Schlemmertage halten ist ja schließlich auch was wert…

Und dann kam der Absturz. Ich zählte keine Punkte mehr, schrieb nicht mehr auf und dann kam das „Eh egal-Gefühl“: Und jetzt haben wir Tag 11 und ich habe noch nicht wieder angefangen 🙁

Ich weiß nicht, ob ich zu viel Duftöl inhaliert habe oder ob der Weihrauch in der Christmette mir zu Kopf gestiegen ist. Jedenfalls hatte ich mich total auf das Treffen am 6.Januar gefreut und sogar in der Erinnerungsfunktion  meines Terminkalenders gespeichert. Bis ich am selbigen Tag feststellte: Upps,  ist ja Feiertag! Und so zeigt mir die Waage, die sich auch durch Schmuck ablegen, Nase putzen oder sonstige Tricks nicht bestechen lässt, die Konsequenzen meines Schlendrians und ich werde mir am Mittwoch die Ehre geben.

Schauen Sie mir bitte tief in die Augen, so lange, bis Sie irgendwo meinen Schweinehund sehen und richten Sie ihm doch bitte höflich und bestimmt aus, er möge sich ein anderes Zuhause suchen, der Mietvertrag sei  fristlos gekündigt. Können wir das so machen?“

„Ja, das können wir“. „Schaffen wir das?“  „Ja, wir schaffen das!“

Und für Frau R. packe ich noch ein nettes Unterstützertool drauf. Special edition…..