Mißglückte Bestechung

Es fing schon gut an, heute morgen. Während ich a)  bereits zwei  Gläser Wasser getrunken und b) über meinem  Becher Joghurt mit Obst am Frühstückstisch saß, legte  mein bestens gelaunter Sohn (2 Weißbrote mit Nutella) den Köder aus. Versprach, mir Geld zuzustecken, wenn er wieder ins Bett kriechen könne. Erst hielt er mir lockend zwei Euro unter die Nase. Als ich standhaft blieb zwinkerte er, toppte seine Bemühungen und schob mir einen Fünf-Euroschein unter meine Schüssel 🙂

Aber wer gesund frühstückt, hat doch ganz andere Widerstandskraft. Als gegen 7.10 das Haus kinderfrei war, packte mich die Schaffenslust. Um 8.00 war alle Weihnachtsdeko inclusive Baum abgetakelt und verräumt und das Wohnzimmer gesaugt. Sogar der Crosstrainer, seit 18.Dezember nicht mehr benutzt, steht da, wo er hingehört, mitten im Wohnzimmer vor dem Fernseher. 8.45! Ein guter Tagesanfang! Hoffe schwer, das sich meine Teilnehmer nicht durch die Schneemassen hindern lassen. Bin nämlich ziemlich gut drauf heute… es kann heiter werden 8)

Fremdsprachen lernen

Ich spreche drei Sprachen. Deutsch, Norwegisch und Englisch. Verglichen mit meinem Mann und meinen sprachbegabten Töchtern hapert es bei letzterem, aber immerhin kann ich englische Bücher lesen und mich problemlos unterhalten.

Aber das meine ich ja gar nicht. Gestern habe ich unerwartet ein Geschenk bekommen und musste sofort an den Klassiker von Gary Chapman „Die fünf  Sprachen der Liebe“ denken!

Ich hatte es zu einer Hochzeit verschenkt, vorher reingespitzt und war fasziniert:

Chapmann vergleicht die persönliche Liebessprache mit einer Fremdsprache. Wenn nun zwei Menschen mit unterschiedlicher Sprache aufeinandertreffen, wird die Kommunikation erschwert, es sei denn, der eine bemüht sich, die Sprache des anderen zu lernen.

Die fünf Sprachen der Liebe gliedern sich in: 1) Lob und Anerkennung  2) Zweisamkeit d.h. Zeit nur für Dich und mich 3) Geschenke, die von Herzen kommen 4) Hilfsbereitschaft 5) Zärtlichkeit

Menschen, die die Liebessprache „Geschenke“ sprechen, schenken gerne und freuen sich riesig, wenn sie selber  ein Geschenk oder eine Aufmerksamkeit bekommen.

Wenn schon der Januar so viele neue Vorsätze aus dem Boden sprießen lässt, könnte ich mir auch vornehmen, eine dritte  „Fremdsprache“ zu lernen! Zwei kann ich schon so la la 8)

Ein Hoch auf Tief Daisy

Nachdem die Schweinegrippe die Medien wochenlang in Atem hielt, der vor allem aus heißer Luft bestand, muß nun das Wettter herhalten. Tatsächlich, wir haben Winter!

Und ich mags! Obwohl ich Autofahrer bin, obwohl ich nicht für jeden Schneematsch das rechte Schuhwerk habe, obwohl mir manche Teilnehmer aus Angst vor Glätte die Treue versagen… ich mags trotzdem!

Ohne Winter wäre der Frühling nur halb so schön. Und so werde ich, die Couchpotato schlechthin gerade bei diesem Wetter einen herrlichen Spaziergang machen… und zum Lauftreff gehn – und über jeden  Wetterfrosch triumphieren…

Marzipanzopf

„Man soll den Tag nie vor dem Abend loben…“  Was für ein unsinniges Sprichwort.  Je öfter ich den Tag lobe, am besten von Anfang an, desto besser wird er doch wohl. Und je miesepetriger und pessimistischer ich drauf bin, desto mehr trifft ein, was ich ja ohnehin erwartet habe 🙁

Die Glücksforschung hat herausgefunden, dass das Glücklichsein eines Menschen zu 50% genetisch bedingt ist. Die anderen 50% kann er durch seine eigenen Entscheidungen beeinflussen.

So habe ich meinen Tag schon am frühen Morgen gelobt und mich selber bewundert, wie gut ich mit meinem Quarkfrühstück durch den Vormittag gerauscht bin. Da suchte eine meiner vielen sehr netten Teilnehmer mein Treffen auf und brachte mir, verbunden mit den besten Wünschen fürs neue Jahr einen selbstgebackenen Marzipanzopf mit, dessen Rezept im neuen Backbuch steht und sie vollends überzeugt hatte….

Eine meiner zahlreichen Schwächen ist nun mein Faibl für frisches Hefegebäck. Lange ist es her, dass ich die letzten Zimtschnecken gebacken habe, denn sind sie mal frisch aus dem Ofen heraus, ist es schwer zu widerstehen. Dies nun ordne ich unter „höhere Gewalt“ ein – und so habe ich zwar, wie auch an Tag drei, bereits um 14.30 keine ProPoints mehr zur Verfügung,  aber noch das komplette Wochenextra und morgen krieg ich ein  Neues 🙂

Zweimal im Jahr

Meist im Spätsommer und nach den Weihnachtsfeiertagen werde ich zum eigenen Teilnehmer…

Kaufe mir selber ein ProPointsjournal, beginne akribisch die Points zu zählen und setze mich ins gleiche Boot wie meine Kunden. Zum einen kann ich mich noch besser in ihren Kummer  hineinversetzen, wenn das Tagesbudget  ihrer Points bereits nach dem Mittagessen verbraucht ist. Von wegen „intelligente Einteilung“. ..Bin selber an Tag drei  in die lecker Brotfalle getappt und befand mich kurz nach 14.00 Uhr bei einem Guthaben von stolzen 2 Propoints…

Zum anderen kann ich durch mein eigenes Beispiel beweisen, dass das Konzept funktioniert. Und so habe ich heute morgen statt der üblichen zwei  Scheiben Brot wieder meinen Lieblingssattmacher Quark mit Obst bemüht. Bin pappsatt und ganz sicher, heute besser mit meinem Budget zurechtzukommen… Gleichzeitig kann ich ein paar gute Tipps für meine Teilnehmer sammeln und kenne die Pointswerte von Laugenstangen, Ferrero Küsschen & Co bald im Schlaf…

Und: Geteiltes Leid ist halbes Leid! Das Ziel ist ja wohl bekannt.

Meine netteste Gruppe

Ganz viele neue und nette Teilnehmer hatte mir gestern eine Kollegin zur Eröffnung meines achten Treffens gewünscht! Eines hat schon mal geklappt:  Alle sehr nett! 8)

Und ganz viele werden es in den nächsten Wochen noch werden, wenn ich die Lage richtig beurteile. Ein durchaus erfreulicher Anfang, sofern man  einbezieht, dass Bayern noch tief in den Weihnachtsferien steckt und der Heiligen drei Könige harrt… Erst dann wird der trockene Stollen entsorgt, der rieselnde Weihnachtsbaum entzaubert und der Adventskranz vor die Tür gesetzt. Erst wenn die Schulkinder wieder lernen müssen, erst dann kann man(n) und frau wieder an sich, die Gesundheit und das angestrebte Gewichtsziel denken…

Das neue Jahr mitsamt den guten Vorsätzen beschert mir jedes Jahr im Januar viele neue Gesichter und je nach Zusammensetzung und Größe verändert sich auch die Dynamik und der Charakter des Treffens. Was immer gleich bleibt sind das Thema und ich 🙂

In einem Treffen habe ich viele Goldmitglieder, die jede Woche kostenlos auf die Waage steigen, die sich rege am Thema beteiligen, eifrig Beifall spenden, wenn Erfolge zu vermelden sind und die heiß auf das  Wochenmaterial sind.

In einem Treffen sitzen ruhigere Teilnehmer, die meinen Redefluss zu genießen scheinen und die beim Zuhören auch bitte nicht gerne gestört werden wollen. Interaktiv bräuchte es für sie nicht sein… Sie lassen mich gerne plaudern und motivieren und lauschen mehr oder weniger hingerissen meinen Ausführungen.

Mein letztes Treffen am Donnerstagabend ist mein kleinstes und lustigstes. Die Leute mögen sich, mit der Zeit haben sich einige gute Freundschaften  enwickelt und X hat gewisse Personen schon belauscht, die sich anschließend zum gemeinsamen McDonaldsBesuch verabredeten. Tztzzz…

Eine Insiderin gestand mir, dass die Leute dieses Treffen sie, natürlich ohne mein Wissen,  motiviert haben, mit ihr zu McDonalds zu gehen, wenn sie es schaffen würde, 10% ihres Ausgangsgewichts abzunehmen…. Ich war gerührt… was für eine Unterstützung!

So habe ich täglich viel zu lachen, lerne am laufenden Band nette Leute kennen und bin überzeugt, den vielseitigsten Job der Welt zu haben. Heute abend denke ich, das Karlstädter Treffen Dienstags um 9.30 könnte das Rennen um den Titel  „netteste Gruppe“ machen. Aber das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen 8)

Bibbern

Mein „altes Jahr“, will sagen, mein alter Jahresplaner steht im Schrank und „der Neue“ liegt vor mir auf dem Tisch. Mein Neujahr 2010  beginnt mit Bibbern. Nicht weil ich friere, nein, bei uns ist es mollig warm. Aber am Dienstag eröffne ich mein achtes Weight Watchers Treffen – und jede Neueröffnung läßt meinen Adrenalinspiegelin die Höhe schnellen.

Als ich vor sechs Jahren eines meiner ersten Treffen eröffnete, war ich noch ein Greenhorn. An diesem Tag kamen über 70 abnahmewillige Leute, die auch alle willens waren, sich anzumelden. Als Stunden später der letzte Kunde mit Programmkenntnissen, Unterlagen und seiner persönlichen Pointszahl ausgestattet den Ort des Geschehens verließ, waren meine Knie butterweich…

Inzwischen habe ich zehn Gruppen eröffnet, mal mit riesigem, mal mit mäßigerem Erfolg. Zwei Gruppen habe ich schließlich an Kolleginnen übergeben…Wie wird es an diesem Dienstag werden?  Besteht überhaupt Interesse? Wie wird die Stimmung sein? Wird mein Material reichen? Nach den Feiertagen, an denen meine bestehenden Treffen ausgesprochen gut besucht waren, eine nicht unerhebliche Frage…

So packe ich bereits jetzt meine sieben Sachen, ordne Schlüsselanhänger, Sternchen, Karteikarten und Programmmaterialien und bereite mich so gut vor wie ich nur kann.

Mein Vormittagstreffen in Lengfeld wird ab 13.1. auf Mittwoch 10.00 Uhr verschoben. In der kommenden Woche fällt das Treffen den Heiligen Drei Königen zum Opfer. Der Dienstag abend 18.30 bleibt.

Die Überstunden

 …haben sich mehr als gelohnt!

Als Gott dabei war, die Frau zu erschaffen, war er bereits bei seiner sechsten Überstunde.
Ein Engel erschien und fragte: „Warum verbringst Du nur so viel Zeit damit?“

Gott antwortete: „Hast Du das Datenblatt dazu gesehen? Sie muss komplett waschbar sein, aber kein Plastik,  muss über 200 bewegliche Teile haben, die alle ersetzt werden können und ihr Körper muss auch funktionieren, wenn sie sich nur von Diätcola und Ticktacks ernährt. Sie muss einen Schoß haben, auf dem vier Kinder gleichzeitig sitzen können und  einen Kuss, der alles heilen kann, von einem aufgekratzten Knie bis zu einem gebrochenen Herzen und dies alles wird sie nur mit zwei Händen machen!“

Der Engel war über die Ansprüche erstaunt. Nur zwei Hände? Und das beim Standartmodell? Zu viel Arbeit für heute. Warte bis morgen, um sie fertig zu machen. „Das werde ich nicht“, protestierte Gott. „Ich bin so nah daran, diese Kreation, die mir so ans Herz gewachsen ist, zu fertigen. Sie kann sich bereits selbst heilen und 18 Stunden am Tag arbeiten.“

Der Engel trat näher und berührte die Frau: „Du hast sie so weich gemacht, Gott“.  „Sie ist weich“, stimmt Gott zu, „aber sie ist auch hart. Du hast keine Ahnung, was sie durchsetzen kann. “ „Wird sie denken können?“, fragte der Engel.  Gott antwortete: „Sie wird nicht nur denken können, sondern auch erörtern und verhandeln, mindestens so gut wie ein Mann.“

Der Engel bemerkte etwas, streckte seine Hand aus und berührte die Wange der Frau. „Oops, es sieht aus, als wäre hier eine undichte Stelle. Ich habe dir gleich gesagt, dass das zu viel Arbeit für einen Tag ist“. „Das ist keine undichte Stelle“, korrigierte Gott, „das ist eine Träne“.

„Für was ist die Träne“, fragte der Engel?  Und Gott antwortete:  „Die Träne ist eine Möglichkeit, mit der sie ihre Freude, ihrem Schmerz, ihren Kummer, ihre Enttäuschung, ihre Liebe, ihre Einsamkeit, ihr Bedürfnis und ihren Stolz ausdrücken kann. Der Engel war beeindruckt. „Gott, Du bist wirklich ein Genie. Du hast an alles gedacht. Frauen sind wirklich erstaunlich…“

Ja, das sind sie wirklich. Frauen haben die Stärke, um Männer zu ermutigen. Sie kämpfen für das, was sie glauben und stehen auf gegen Ungerechtigkeit. Sie akzeptieren kein Nein, wenn sie denken, dass es ein bessere Antwort gibt. Frauen gibt es in allen Formen, Größen und Farben. Sie würden zu Dir fahren, fliegen, laufen, rennen, nur um Dir zu zeigen, wie sehr sie sich um Dich kümmern.

Das Herz einer Frau ist es, was die Welt zu einem schönen Ort macht. Sie bringen Freude, Liebe und Hoffnung. Sie haben Mitgefühl und Ideale. Frauen haben wichtige Dinge zu sagen und geben alles! Wenn es einen Fehler gibt ist es der, das sie vergessen, wie viel sie wert sind!

Keine Schweinehundtreffen…

Natürlich waren es keine Schweinehundtreffen.Es waren meine ganz normalen Weight Watchers Treffen mit  bestens aufgelegten Teilnehmern, die mir jedoch alle bestätigten, einen inneren Schweinehund zu besitzen.

Meine letzten Treffen in diesem Jahr verfehlten vielleicht ein klein wenig die Zielgruppe. Denn wer sich so kurz  nach den Feiertagen aufgemacht hatte, um sich wiegen und motivieren zu lassen, zeigte schon damit, dass er seinen Schweinehund inzwischen gut abgerichtet hatte.

Die Lieblingstricks des Schweinehundes, Verzögerungstaktik (nächstes Jahr fang ich an…wenn die Schule beginnt… wenn der Weihnachtsbaum von der Müllabfuhr abgeholt worden ist) längst durchschaut. Ausnahmefalle nur heute bleib ich zu Hause – blödes Gewicht heute – keine Chance bei ihnen.

Wer ist er eigentlich, der Schweinehund? Laut meinen Recherchen meint er es nicht böse, sondern gut. Eher zu gut. Er weiß, wie erholungsbedürftig wir oft sind, weiß, dass wir nicht nur Lust, sondern auch das Recht auf Genuss haben und möchte uns vor allzu harscher Disziplin bewahren.

Er ist ein Genießer und will, dass es uns gut geht. Aber das ist ja wohl kein Grund, den niedlichen Kerl gleich zu verhaften. Der Schweinehund hat für Extreme nichts übrig (Ausnahme: Extremcouching) Eher für das Gewohnte. Deshalb war es für die Teilnehmer dieser Woche ja auch irgendwie einfach gewesen, ins Treffen zu kommen.  SH war es gewohnt und trottete mit.

Wo Gesundheit Gewohnheit geworden ist, er ist dabei. Wo Gesundheit Spaß macht, er kommt mit. Wo er positive Erfahrungen macht wie bei mir an der Waage 8) , er springt freudig nebenher.

Wo er gewungen wird, springt er innerlich ab. Wo man ihn zwingt, überfordert, überanstrengt, streikt er.

Er will Genuß, Gefühl und Emotionen..dann ist er mit von der Partie…

Übersetzung eines Goldmitglieds: „Ich mußte lernen, mit meinem Körper zusammen zu arbeiten. Nicht gegen ihn!“ Bingo 8)