Huhnmist und Hexentante

Wenn meine Töchter vor sich hinkichern, weil ihr pastoraler Erziehungsberechtigter das Wort Hexentante in den Mund nimmt und ob seiner norwegischen Wurzeln vor sich hinbrütet, ob es im Deutschen das Wort „Huhnmist“ gibt, dann spielen Nordstrands Scrabble.

Aber weder Hexentante noch Neueis wird  zugelassen. Was der Duden nicht kennt, gibt`s  bei uns nicht 8)

Fishing for compliments

„Mal gespannt, welchen Kommentar Heike dazu abgibt“, meint H. „Sie wird schreiben, dass sie stolz auf mich ist“, vermute ich…

Als ich zum Lauftreff aufbreche, geben meine Töchter und ich uns die Klinke in die Hand. „Du musst heute nicht laufen“, beteuern sie, „es regnet“. Ich schnappe mir meine empfindliche Wildlederjacke, trage vom Vormittag noch Perlenkette und hohe Schuhe und eile zum Auto. Möchte wenigstens sichergehen, dass am Treffpunkt niemand auf mich wartet.

Schock lass nach! Da steht ein Auto. Bestens gelaunt und in eine Regenjacke gewandet, turnt H. heraus. „Nein, bei dem Wetter… mit der Jacke…mit den  Schuhen“…Ich verstrickte mich in etwas, dass man durchaus als Ausreden bezeichnen könnte.

„Dann laufe ich eben allein“.  H. streift sich die Kapuze über den Kopf und scheint kein bisschen enttäuscht. Das jedoch ging direkt an meine Ehre…Hatte ich doch eben noch im Blog  versichert, dass meine einzige Ausrede mangelnde Mitläufer sein würden…

Und als H. noch einen Schirm aus dem Auto zaubert, ist die Kuh vom Eis. Wir liefen unsere gewohnte Strecke, hatten beste Unterhaltung und mein Gewissen ist wieder blütenrein. Hätte nur halt gerne ein Kompliment von Heike und der ganzen Welt 8)

Es gibt schlechtes Wetter

… und es gibt Ausreden!

In einer halben Stunde werde ich zum Lauftreff aufbrechen, aber im Moment regnet es. Werden meine Mitläufer sich abhalten lassen? Ich selber habe mir den Weg der Ausreden abgeschnitten (nach dem Motto: Wo die Ausreden aufhören, beginnt der Erfolg) und laufe bei jedem Wetter. Nur allein hab ich ein Problem! Es könnten Hunde auftauchen, ich könnte überfallen werden, ich könnte einen Schwächeanfall bekommen. Ja, ich könnte schwach werden, ganz alleine 8)

Konfisziert

Eigentlich hätte es ihr verdächtig vorkommen müssen, weil so sahnig/schokoladig/lecker.

Aber der Einkaufsführer schien Frau M. recht zu geben und sie wähnte sich in Sicherheit.

Im Treffen schwärmte sie von den leckeren Küchlein, die Mr. Lidl für sie und uns bereithält und die nur zwei ProPoints zu haben schienen. Uns lief  das Wasser im Mund zusammen.

Heute brachte sie  das Beweismaterial mit ins Treffen und ich zückte sogleich den Kalkulator, um den ProPointswert zu überprüfen. Leider war mit dem niedrigen Propointswert nicht die ganze Packung gemeint, sondern nur einer dieser Kleinkuchen. Und der hatte stattliche acht ProPoints. Ich hab ihn mal gleich konfisziert. Ihr hätte er jetzt sowieso nicht mehr geschmeckt 8)

Die ersten Tüten kommen…

für die  Kleidertauschbörse

Auch ich werde die Gelegenheit beim Schopf packen, und heute  meine Sommersachen sortieren. Vielleicht läßt sich der Frühling dann erweichen. „Was hast Du Dir denn da wieder aufgehalst“! Meine Familie verdreht die Augen. Eigentlich wäre am Ende März Schluß gewesen mit meinen Donnerstagstreffen. Aber ich habe nochmal ein Bonbon „nachgeschoben“.

Verbinde den Gründonnerstag am 1.April mit einem Abschiedstreffen und einem gleichzeitigen „Tag der offenen Tür“ in der Ohmstraße in Wü/Lengfeld und möchte für uns alle ein Highlight draus machen. Nicht kleckern, klotzen. Lieber mich ein bisschen anstrengen und was investieren, als sang- und klanglos aufhören 8)

Freue mich, das Frau T. zugesagt hat, die inzwischen  fast 60 Kilo abgenommen hat und die von ihrem Erfolg berichten wird. Dann das Angebot „Kleidertauschbörse“, es gibt WW-Produkte zum Probieren und meinen legendären Himbeerkuchen. Den allerdings nur gegen Cash. Jeglicher Erlös des Tages kommt der gemeinnützigen Kleiderkammer Agape zugute.

Nun hoffe ich, dass meine Teilnehmer auch in Frühlingsstimmung kommen, ihre schönen, zu weit gewordenen Blusen, Röcke und T-Shirts aus dem Winterschlaf reißen und tütenweise anschleppen. Ohne sie bin ich aufgeschmissen…

Und wenn Blogleser, ehemalige Teilnehmer oder sonstige Unternehmungslustige sich an dem Event beteiligen wollen oder zum Einkaufen der neuen Kochbücher hereinschneien wollen: Voila`, ich freu mich, wenn richtig was los ist 🙂 Soll ich wirklich ein paar Bleche Himbeerkuchen backen? Meine Familie kriegt nen Koller…

Funkstille

Eine Woche lang hörten wir nichts von ihm. Keine SMS, kein Anruf und erst recht keine Karte. Eigentlich sollte ich abgebrüht sein, wenn mir als fünffacher Mutter mal eine Woche ein Kind abhanden kommt. Aber es war der Jüngste. Der weit seltener als seine älteren Geschwister das Weite gesucht hatte. Ich habe sein Zimmer aufgeräumt, sein Bett neu bezogen, Schwester A. hat Waffelteig gerührt und Schwester B. Süßigkeiten besorgt…

Eben der Anruf. Eine strapazierte, stimmbruchverdächtige Stimme läßt mein Mutterherz höher schlagen:  „Hey Mum…wir sind auf der Heimfahrt. Wollte nur sagen, dass ich noch lebe“.

„Wie war`s denn?“ „War cool!“.

Und jetzt sitzen wir hier und warten, dass es  24.00 Uhr wird 8)

Wie geschmiert…

läuft heute die Arbeit. Günther Jauch würde sagen „Sie hat einen Lauf“.  

Nach meinem Vormittagstreffen Besorgungen gemacht nach dem Motto „was man nicht im Kopf hatte, muß man in den Beinen/Rädern  haben“, Mittagessen für die Großfamilie gekocht, Kuchen gebacken, zum 7. Mal in dieser Woche den leckeren Couscoussalat für meine Teilnehmer zubereitet und, weil ich gerade in Schwung war, noch ein Blech Brötchen gebacken. Und das alles ohne Thermomix.

Bin ins Visier von drei weiteren  Thermomixrepräsentantinnen (außer Heike und Rita) geraten, die mir nun turnusmäßig die Vorzüge des Wunderkessels nahebringen. Ich bleibe eisern. Und während eine meiner thermomixverliebten Bekannten zähneklappernd den Frühling herbeisehnt, hab ich gerade die richtige „Betriebstemperatur“.

Aha-Erlebnisse

Beschere meinen Teilnehmern in dieser Woche ein paar Aha-Erlebnisse zum Thema „Sättigung“ und trete mit gekochten Spaghetti auf 8)

Ob ihnen vorher so klar war, was „Nudeln satt“ wenigstens bzw. maximal bedeutet?

Nachdem ich in meinem Montagstreffen lahm wie eine Ente war, ist das Thema der Woche „Abnehmen in jeder Lebenslage“ inzwischen rund und der Spaßfaktor steigt mit jedem Tag.

Zur Höchstform laufe ich dann Donnerstags  in der 20.00 Uhr Gruppe auf. Da sind letzte Woche noch mal neun Neue eingestiegen, obwohl ich sie vorgewarnt habe,  dass diese Treffen ab April gecancelt werden. Aber bis dahin wollten sie mal locker drei, vier Pfündchen verlieren…

Reliquien

aus dem Jahr 1996 brachte mir Frau R. mit. Uralte Mahlzeiten-Tagebücher aus den Zeiten des Ampelsystems bei Weight Watchers. Da gab es grüne, gelbe und rote Buttons, von Points keine Spur. Aber schon damals entfiel das akribische Messen und Abwiegen der Lebensmittel.

Im Bewegungs-Tagebuch konnte man sein tägliches Anti-Fett-Training (3 x10 Minuten),  Muskeltraining und Stretching-Programm eintragen.

Herr W. bringt mir seit einigen Wochen sein ausgefülltes PP-tagebuch mit. „Hier, meine Kontoauszüge“, pflegt er mit einem breiten Grinsen zu betonen. Aber seit ich seine „Kontoauszüge“ bekomme, nimmt er mit neuer Geschwindigkeit ab.  Jetzt liegt die Urkunde für die Abnahme von 20 kg bereit. Noch 1,1 kg fehlen. „Peanuts“, würde ich sagen! Wenn er mir noch zwei Wochen Einblick in seine „Kontodaten“ gewährt, ist die Kuh vom Eis.