What if

Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielen würde  und ich genug davon hätte, um meinen Traum zu verwirklichen? Was wäre, wenn ich mehr Zeit hätte? Wie würde ich sie nutzen? Was wäre, wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte? What if-Fragen geben der Phantasie Zucker und helfen meiner Vision auf die Sprünge!

If you can dream it, you can do it (Walt Disney)

Ja, Mama

Ich bin keine Übermutter. Versuche, auch mein letztes zu erziehendes Kind möglichst wenig zu gängeln, denn nichts nervt so sehr wie laufend gute Ratschläge erteilt zu bekommen. Morgens mal die Erinnerung an den Sohn, die Milch noch aufzutrinken, ab und zu die klare Ansage, das Zimmer aufzuräumen und BWL zu lernen und heute mittag die Empfehlung, bitte nicht bei 35 ° Fußball zu spielen…Kommen die Ratschläge so dosiert, ist er äußerst kooperativ.

Auch ich bin mit wenigen klaren Regeln und viel Ermutigung erzogen worden. Meine Mutter ist keine von denen, die mir sofort vorschlagen würden, mal wieder die Fenster zu putzen oder im Vorgarten Unkraut zu jäten. Eher würde sie mir die Putzfee bezahlen…

Nach einer vollen Woche relaxe ich bei Erdbeeren und Sekt auf der Terasse und lasse es mir  richtig gut gehn. „Du musst Dich mehr ausruhen“, höre ich meine Mama sage…“  Sich gut um sich selber kümmern, will auch gelernt sein. „Ja, Mama!“

Geduldsprobe

Wenn ich am Schalter der Bank eine halbe Stunde warten muss, um einen Vorgang zu tätigen, der im Höchstfall eine Minute dauert,  steigt im Minutentakt auch mein Adrenalinspiegel

Erst im Nachhinein wird mir klar, dass ich wieder einmal eine Chance verpasst habe, Geduld zu lernen. Erst im Nachhinein wächst die Dankbarkeit für das Genie, dass das Onlinebanking erfunden hat 8)

Gekritzel

Manche Bücher, die ich lese, bleiben makellos sauber. Ich lese sie mit spitzen Fingern, schlage die Seiten nur vorsichtig um und verschenke sie schließlich, weil ich glaube, dass sie andere Menschen mehr inspirieren als mich.

Aber mit manchen Büchern arbeite ich. Da unterstreiche ich, notiere am Rand eigene Gedanken,  fange an zu träumen und kritzel  mitten ins Buch. Wenn ich solche „Arbeitsbücher“ Jahre später wieder in die Finger kriege, meine Träume von gestern lese, stelle ich fest, dass manche von ihnen inzwischen wahr geworden sind.

Während ich mein Gekritzel in „Enjoy your life“ von vor zwei Jahren durchforste, stoße ich auf eine Liste, was ich zu tun gedenke, bevor ich 50 bin…Am Rand notiert: „Immer wieder gibt es Zeitpunkte, an denen mir die Fülle der neuen Möglichkeiten schier den Atem verschlägt.“

Ob diese schlichte Weisheit aus eigener Feder stammt oder aus dem Buch? Keine Ahnung!

Es sind noch ein paar Häkchen zu machen an meiner Checkliste. Aber das Gekritzel  befindet sich im Kapitel zum Thema Risiko. Und ich hab ja noch volle drei Monate 8)

Fast mein Lebensretter

Beim Salatputzen philosophiere ich über meine nächste Anschaffung: Solls der superbequeme Sessel a`la Stressless sein, in den ich mich neulich bei IKEA verliebt habe oder ein neues Navi

Steht nun für zwei ziemlich konträre Antriebe in mir: „Auf zu neuen Ufern“ & „Home, sweet Home“

So oft  kutschiere  ich mit meinem Ford KA durchs Land, um auf irgendwelchen Veranstaltungen zu sprechen, Weiterbildungen zu besuchen, Freundschaften zu pflegen und am Netzwerk zu stricken. Jedesmal leihe ich mir dazu das Navi meines Mannes aus. Es kündigt mir schon bei der Abfahrt an, wann ich das Ziel erreiche, so ich denn in keinen Stau gerate, piepst aufdringlich, wenn ich die erlaubte Geschwindigkeit überschreite und so macht sich solch ein Gerät sicher bald bezahlt 8)

Ob ein Navi mich auch daran erinnern kann, mich anzuschnallen?  Beim letzten meiner wenigen Kontakte mit der Ortspolizei lächelte der Freund und Helfer mich charmant an: „Sehen Sie es mal so: Ich hab ihnen vielleicht später mal das Leben gerettet“. 30 €  kostet das Versäumnis 🙁

„Dann bedanke ich mich schon mal im Voraus“, lächele ich mindestens so charmant zurück, während ich mir ausrechne, dass die Ersparnis von 15 € für die neuen Schuhe, die ich gerade erstanden habe, sich soeben in Luft auflösen. Aber was solls: Man muss stets den Vorteil sehen. Hurra, ich lebe noch!

So fahre ich in Zukuft schon aus Ersparnisgründen langsam, stets angeschnallt und wenn ich dann endlich wieder zu Hause bin, steht dort auch irgendwann mal so ein Traumsessel von IKEA….

Optische Täuschung

63 Studenten wurden von ihrem Dozenten zum Football-Schauen in eine Bar eingeladen, wo man ihnen reichlich Chips in kleinen und großen Tüten spendierte. Am Ende des Spiels ließ er die Chipsreste wiegen. Die Studenten, die aus den großen Tüten geknabbert hatten, hatten 59 % mehr gegessen 🙁

Wollte ich nur mal „reingeben“, falls mitlesende Psychologiestudent(inn)en morgen von ihrem Professor oder forschungshungrigen Kommilitonen eingeladen werden. Es könnte sein, dass man Euch gerade wissenschaftlich verwurschtelt….

Den Effekt übrigens kann man sich natürlich positiv zunutze machen: Indem man stets kleine Chipstüten kauft. Ich mach mal ne Tüte Salt & Vinegar auf. Ganz ohne Fußballspiel und garantiert nur 3 Points. Ist die Tüte leer, gibts nichts mehr 8)

Unverbesserlich

Ich kann`s  nicht lassen. Sehe ich rein zufällig einen heruntergesetzten Gesundheitsratgeber, kann ich nicht widerstehn. Und wenn „Schlank nach dem Schwertfisch-Konzept“ von 14,95 auf unschlagbare 3,99 heruntergesetzt ist, dann wandert so ein Schinken widerstandslos in den Einkaufskorb.

Gibt es denn irgendwas, was ich zu dem Thema noch nicht wüßte? 8)

Ich schaff es nicht

Für manche Menschen eine Selbstverständlichkeit, für andere schier unmöglich: 2-3 Liter am Tag zu trinken! „Ich schaff das nicht“. „Höchstens Kaffee“. „Blankes Wasser krieg ich nicht runter“. „Je öfter Sie sich einreden, Sie schaffen das nicht, desto schwieriger wird es“, pflege ich zu antworten. Einen einfacheren Schlank- und Schönheitstipp gibt es nun wahrhaftig nicht.

Auch ich trinke nicht automatisch genug. Aber baue mir „Eselsbrücken“ und je länger ich die benutze, desto selbstverständlicher wird die wünschenswerte Gewohnheit. Gleich nach dem Aufstehen ein oder zwei Gläser warmes Wasser. Der Körper hat in der Nacht Flüssigkeit verloren und kann wieder gelassen auftanken…Vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser – ein einfacher „Volumentrick“, denn das erste Hungerloch ist schon mal gefüllt. Eine Wasserflasche im Auto. Eine kleine Flasche in der Handtasche… und immer selbstverständlicher wird das Wassertrinken. Ich trinke übrigens fast ausschließlich Leitungswasser. Top Qualität, immer in der gewünschten Temperatur vorhanden und auch wenn die Waschmaschine jault, unserem Körper tut der Kalk gut 8)

Treppauf, treppab

Meinem Mann stehen die Tränen in den Augen vor Lachen, während er beobachtet, wie ich mich  fertig machen… „Was hast Du denn?“ argwöhne ich… Er: „Du läufst und läufst und läufst….“

Auch wenn ich im Moment eher nicht die Sportskanone bin und sogar bis September den Lauftreff gecancelt habe, bewege ich mich mehr als früher. Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ und „Jeder Gang macht schlank“, nutze ich die Gelegenheiten, die sich mir im Alltag bieten. Treppauf, treppab, schnell mal in den Keller, hoch ins Arbeitszimmer….und sehe im Moment so gar keine Veranlassung, meine Fitness durch Schwitzen mit Gewalt zu steigern. Treppensteigen, das effektivste, einfachste und preiswerteste Bau-Beine-Po-Training, ohne einen Cent Vertragsgebühren. Einmal rauf und runter = 88 Stufen, mach ich mit links. Und auch wenn ich mich immer als Coach-Potato oute, ganz so schlecht ist es um meine Fitness gar nicht bestellt. Wegen dem Kleinvieh….