Sprachfehler

Der teuerste Sprachfehler ist, nicht Nein sagen zu können.

Aber es gibt noch andere Sprachfehler, die einem teuer zu stehen kommen können. „Das schaff ich nicht“. „Das wird nie was“. „Ich bin dick“. „Ich bin zu dumm“. „Ich habs vermasselt“.

Unsere Zunge ist wie ein Ruder. Mit ihr rudern wir uns ins Abseits. Oder wir verwandeln das Ruder in ein Segel und nutzen den Wind, um richtig Tempo zu bekommen….

Life-Balance

Sie sollte Seminare zum Thema „Ausgewogener Lebensstil“  oder Wellnesstage anbieten.

Sie führte mich nach meiner Anreise an ein schattiges Plätzchen auf dem schon eine Flasche kühles Mineralwasser stand. Das Menü bestand aus überbackenem Chiccoree, der in mageren Schinken gehüllt und mit Käse überbacken war. Dazu Vollkornreis und ein Glas Weißwein. Zum Nachtisch frische Melone.

Nach dem Mittagessen schlug sie mir ein Mittagschläfchen im gelüfteten Mädchenzimmer des Hauses vor. Ich schlief wie ein Murmeltier. Später servierte sie auf der Terrasse Kaffee. Statt Kuchen gab es Pistazienquark mit Erdbeeren.

Meine Mutter 🙂

X muß was lernen

Vier meiner fünf Kinder besitzen den Führerschein. Am Samstag fragt eines dieser vier, das ich hier mal mit X anonymisiere: „Kann ich mal Dein Auto haben. Ich muß zum Decathlon.“ „Klar“, antworte ich. „Aber im Auto läuft gerade eine CD von Eva Hermann„. X verdreht die Augen. Als junger Mensch mit hinreichender Allgemeinbildung und Nutznießer der modernen Medien ist Eva Hermann  natürlich ein Begriff. Nicht das X das Eva Prinzip selber gelesen hätte, aber viel hat X mitgekriegt. Von Frau Hermanns braunen Ansichten, ihren absolut verstaubten Wertmaßstäben, ihrem unmöglichen Auftritt bei J.B.Kerner, sodass dieser gezwungen war, sie vor laufender Kamera der Talkshow zu verweisen.

Nun muß ich ehrlicherweise gestehen, dass auch ich das Eva Prinzip nicht gelesen habe. Und sicher nicht jeden ihrer Standpunkte kenne. Aber durch das Hören des Vortrags hatte ich einen Wissensvorsprung. Und durfte X  sanft aufklären, dass Dinge nicht immer so sind, wie sie zu sein scheinen. Und dass auch,  wenn viele Menschen das gleiche denken, sie nicht zwangsläufig recht haben.

P.S.  Hier möchte ich keine Debatte über Eva Hermann lostreten. Die CD mit dem Titel „Der Zerfall der christlichen Werte“ habe ich mitgebracht  bekommen. Neben vielen Hintergründen zum Thema „Gender Mainstreaming“ und politischen Entscheidungen auf höchster Ebene in punkto Familie, wird sie persönlich. Einer der Schlüsse, die sie zieht: „Ich war dreimal verheiratet und habe ein Kind. Heute wäre mir lieber, ich wäre einmal verheiratet gewesen und hätte drei Kinder“.

Sollte der Mensch nicht aufgrund schmerzlicher Einsichten zu neuen Schlüssen kommen dürfen? Und darf er diese nicht auch in den Medien vertreten? Ich wüsste nicht, warum nicht?

Solidaritätszuschlag

Am Samstag las ich in Kerstins Blog, das ihr geliebtes Liegefahrrad gestohlen worden war.  Aus dem abgeschlossenen Hinterhof. Da beschloss ich, als klitzekleinen Solidaritätszuschlag mal wieder ein paar von Kerstins tollen Quadros zu bestellen. Weil die sich so gut zum Verschenken eignen. Weil man kleine Geschenke immer brauchen kann. Außerdem interessierte mich ihr Quadro über Coaching Basics.

Zwei Tage später traf die Bestellung ein. Einige Impulse aus dem von ihr publiziertem Quadro Wohlfühlen hätte ich diese Woche gut verwenden  können. Das war mein Wochenthema. Kerstin hat nicht nur die Fähigkeit, wichtige Inhalte gut lesbar aufzubereiten, sondern auch ein Faibl für gute Sprüche. Dieser hat  mir gerade noch gefehlt:  „Ein Lächeln ist die kostengünstigste Variante, dein Ausssehen zu verbessern„.

Inzwischen habe ich mich ins Quadro Coaching Basics eingelesen und lerne, dass die wahre Kunst des Coaches darin besteht, die richtigen Fragen zu stellen. Zwei Fragen gebe ich mal weiter – und weiß jetzt schon, wem  ich so ein Quadro mal mitbringen kann:

Was möchtest Du nicht mehr?
Was möchtest Du stattdessen?

Highlight des Tages

Da gibt es natürlich verschiedene Kategorien. Klar ist die erste Tasse Kaffee am Morgen ein gewisses Highlight. Ich mag das ganze Frühstück  8)

Aber mein persönliches Highlight heute war B., die in meinem Vormittagstreffen erschien.  Wir hatten uns seit Monaten nicht gesehen und sie ist eine der wenigen Teilnehmer, die ich duze.

„Ich werde Dich Deine letzten Wochen begleiten“, meinte sie. Noch sieben Wochen arbeite ich für Weight Watchers. B. fehlen noch genau drei Kilo, um ihre Goldcard zurückzuerobern. Da schlägt sie nun drei Fliegen mit einer Klappe. Versüßt mir meine letzten Wochen,  profitiert noch einmal von meinem Coaching a `la Weight Watchers und erobert im gleichen Zug vielleicht ihre Goldcard zurück. Die ist nur einen Stern entfernt, sozusagen.*

Drei Kilo in sieben Wochen sind möglich. Ich werde mein Bestes tun, um sie zu motivieren. Die Hitze tut das ihre, um B. ans Trinken zu erinnern. Joghurt,  Quark und Buttermich, meine kalziumtriefenden Lieblingssattmacher, bieten mancherlei Alternativ-Sommeressen.  Nie war Abnehmen  leichter als jetzt, mitten im Hochsommer.

Und so freue ich mich auf meine letzten sieben Wochen von sieben Lebensjahren Full-Time-Coach für Weight Watchers 🙂

Kühle Gedanken

Wie soll frau bei dieser Hitze morgen um 10.00 falten-knitter- und schweißfleckfrei in einem Kleinwagen ohne Klimaanlage von Würzburg abfahrend in  der Nähe von Stuttgart ankommen? Wieso steht der Fahrer mit der Sonnenbrille und dem schicken Volvo nicht zur Verfügung? Ich werde mir kühle Gedanken machen! Wie ich schließlich aussehe, wenn ich vom Zielort  nahtlos nach Karlstadt ins Treffen rausche…ich wage es nicht, mir auszudenken 8)

Unterm Dachjuche

Wir haben unser Schlafzimmer unterm Dach. Im Sommer läuft der Ventilator die ganze Nacht, Energieverbrauch hin oder her.  Heute Nacht schlug die Hitze sämliche Rekorde. Es herrschten Temperaturen wie im biblischen Feuerofen, leider ohne Engel  8)

Ich wanderte vom Bett ins Wohnzimmer, von da auf die Terasse und schlief im Liegestuhl, bis der Wecker klingelte! Dumm, dass ich auf dem Weg durchs Wohnzimmer am Kühlschrank vorbeikam, der nun wirklich nicht  im Wohnzimmer steht.  Nachts leide ich eindeutig an einer eingeschränkten Widerstandskraft. Schlaflosigkeit würde meine Figur auf Dauer ernsthaft ruinieren!

P.S. Mücken sollten nicht Blut saugen, sondern Fett 😉

Geht nicht gibts nicht

Johannes Heesters steht mit über hundert Jahren noch immer auf der Bühne
Charlie Chaplin und Pablo Picasso waren über 70, als sie nochmal ein Kind bekamen.
Leni Riefenstahl erlernte im Alter von 90 Jahren das Tauchen
Luis Trenker ging noch mit 96 Jahren zum Bergsteigen
Marikka Röck tanzte noch mit über 80 Jahren auf der Bühne und machte Überschläge.

Positive Vorbilder gibt es noch und nöcher….Sie leb(t)en ihren Traum. Sie hörten nicht auf, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

„Es ist nicht Glück“, sagte die Frau von Joopie. „Es ist das disziplinierte Trainieren von Körper und Geist. Erfolge spornen ihn an. Joopie hat sich die seine Neugier aufs Leben bewahrt und wir genießen jeden Tag“.

If he can do it, I can do it !