Suchen und finden

„Wer Ostereier finden will, muss glauben, dass er welche bekommt“.
Mein Mann wird das heute im Ostergottesdienst wohl so übersetzten: „Wer an Wunder glaubt, wird sie erleben“.

Meine persönliche Übersetzung heute morgen um 7.30:  Ich glaube, ein gesegneter, guter, wohltuender, krafthinzufügender Ostersonntag liegt vor mir.

Und diesen Glauben wünsche ich jedem, der heute diesen Blog liest, auch.

Gestern habe ich ausnahmweise vorgekocht, um es heute so richtig leicht zu haben.
Hoffentlich finde ich später meine Kochtöpfe, die irgendwo im tiefverschneiten Garten stehen. Vom Wohnzimmer aus sind die Deckel bis jetzt noch zu erkennen. Aber es schneit unermüdlich weiter.

Wie gut, dass es kein schlechtes Wetter gibt 🙂

Vorbilder

„Über den Wolken Urlaub machen, das wär cool, da ist immer schönes Wetter“
„Ich frage mich: Wie funktioniert das mit dem Wetterfrosch…“

Die Werbung von Air Berlin finde ich einfach klasse. Ich mag gute Werbung 🙂

Noch mehr mag ich Menschen, die selbst eine gute Werbung sind. Die selber „Klasse“ haben und so positiv und erfreulich sind, dass einem glatt die Spucke wegbleibt. Ein Beispiel ist meine Freundin Gaby. Eines Tages hat sie beschlossen, dass es ja gar kein schlechtes Wetter gibt. Von diesem Tag an hat sie sich sämliche Sprüche und jegliches Jamern über das Wetter abgewöhnt. (Manche Norweger – NICHT MEIN MANN – hätten jetzt gar kein Gesprächsthema mehr).

Auch sonst kommen kaum negative, abfällige, sorgentriefende Kommentare aus ihrem Mund, sondern eigentlich nur positive Worte. Sie ist eines meiner Vorbilder…

Getreu dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung – habe ich mich kurz vor 17.00 Uhr zu Beates Lauftreff aufgemacht. Die Schneeflocken stoben und es war kalt. Eva stand schon am Treffpunkt und wartete auch mich.

„Wärest Du ohne den Termin gelaufen?“, fragte sie mich. „Auf gar keinen Fall“, antwortete ich. Wir liefen über eine Stunde durch die Weinberge und schon nach kurzer Zeit wurde es trocken 🙂 und uns wurde warm. Wir bereuen es nie, uns aufgemacht zu haben – und kehren immer in glänzender Laune nach Hause zurück. Tja, der Termin hilft uns 😉

Viele meiner Teilnehmer sind in diesen Tagen vorbildlicher als ich. Eva hat die Tüte Ostereier an der Kasse zurückgebracht. WOW.
Eine andere Frau machte ein Osternest für die ganze Familie, dass sie auf dem Wohnzimmertisch aufstellte. Ist das Nest leer, gibts nicht mehr. WOW.
Eine dritte Teilnehmerin schrieb mir gerade, sie habe soeben ihr Wunschgewicht erreicht. 16 Kilo weniger. WOW.
Viele meiner Teilnehmer sind Vorbilder für mich. Wie sie sich durchbeißen, ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren und wie sie so oft mit der Goldcard abschließen. WOW.

Unser Haus ist voll mit ferien- hunger- und gesprächsbedarf habenden Kindern. So wird im Moment viel gekocht, seit V. da ist viel gespielt und vieeeel geredet. Von Points ist in diesen Tagen allerdings keine Rede…. 😉

Kein Osterklappern

Ich feiere meinen „Feierabend“, die Arbeitswoche liegt hinter mir; die Osterfeiertage vor mir 🙂

Morgen ist Karfreitag – für viele Kirchgänger ein trauriger Tag. Ich erinnere mich an das düstere Osterklappern, dass ich als Kind und junges Mädchen immer so bedrohlich fand. An die Karfreitagsgottesdienste ohne die gewohnte Orgelmusik.

Und bin so froh, dass ich über die ganzen Riten, Bräuche und Liturgie, die ich damals nicht verstand, das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet habe. Die Botschaft, an die ich heute glaube, ist nämlich dieselbe: Jesus starb am Kreuz für meine Sünden. Lud alle Schuld, alles Versagen auf sich, damit ich – und jeder, der das glaubt, nicht mehr unter seiner Schuld leiden und später dafür Rechenschaft ablegen muss. Die Schuld wird ausradiert. Ins Meer geworfen mit dem großen Hinweis: Fischen verboten.

Ich bin weit davon entfernt, perfekt zu sein. Und dankbar, dass ich jederzeit mit meinen zahlreichen Fauxpas zu Gott kommen kann, ihn in Jesu Namen um Vergebung bitten kann und „gut ist“. Keine superlange Bußphase nötig. Buße heißt einfach: Umdrehen. Es ab jetzt anders machen. Ganz einfach!

Statt typischem Karfreitagsgottesdienst feiern wir in der Gemeinde „traditionell“ Heilungsgottesdienst. Irgendwie glaube ich, unsere „Tradition“ gefällt Gott mindestens so gut 🙂

Putzen macht schön

Die Havard University in Cambridge hat an einer Studie festgestellt, dass die positive Wirkung von Sport auf die Gesundheit auf den Placebo-Effekt zurückzuführen ist.

Sie haben 44 Zimmermädchen (aus 7 verschiedenen Hotels) erzählt, dass ihre körperliche Arbeit positive Auswirkungen auf ihre Gesundheit habe (das natürlich schön erklärt und ausgeschmückt…). Anderen 40 Zimmermädchen erzählten sie gar nichts…

Was kam heraus? Nach einem Monat stellten die Forscher einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Gruppen fest! Die Gruppe, die meinte, ihre Arbeit wirkt sich positiv aus, reduzierte ihr Gewicht um fast ein Kilogramm, der Blutdruck senkte sich um 10 Prozent, Körperfettwerte (BMI) war gesünder. Bei der anderen Gruppe stellte sich keine Veränderung fest. Die Forscher kamen also zum Schluss, dass die eigene Einstellung doch sehr entscheidend ist.

Jetzt werde ich mal turboschnell die Wohnung aufräumen und mein Material für das Abendtreffen zusammenpacken. Ich bin sicher, nach all der Arbeit sehe ich blendend aus und werde nach meinem Treffen noch einen schönen Feierabend mit meiner Familie haben. Ich glaub`s einfach 🙂

Podcast und Lutschbonbons

Heike flimmert in dieser Woche über den Bildschirm – und bei mir im Wohnzimmer saß Michael W. der ein Podcast zum Thema „Lebe leichter“ mit mir aufnahm. Eigentlich macht er wohl eher Autobeiträge, aber irgendwie kam es dazu, dass er mir zwischen Kaffee und Kuchen das Mikro unter die Nase hielt und auf richtig professionelle Weise ein Interview mit mir zum Thema „Leichter leben“ führte.

Nach Mikroblogging und Facebooking habe ich nun in zwei Tagen mein drittes kleines Unbekanntes entdeckt 😉

Podcasting bezeichnet das Produzieren und Anbieten von Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast (deutsch: ein Hörstück, genauer Hördatei oder Bewegtbilddatei) ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können.

Man kann Podcasts als Radio- oder Fernsehsendungen auffassen, die sich unabhängig von Sendezeiten konsumieren lassen. Podcasting wäre so als Teilbereich von Video/Audio-on-Demand zu betrachten. Jedoch stehen letztere Begriffe eher für kostenpflichtige und durchsuchbare Dienste, während „Sender“ (im Jargon „Feeds“ genannt) Podcasts in aller Regel kostenlos und in einer vom Konsumenten ausgewählten Menge nach und nach in neuen Folgen anbieten. Na, schon wieder 5 Minuten gelernt 🙂

Nachdem ich heute einen Redemarathon absolviert habe… mit meiner Morgen- und Abendgruppe, dem Interview, dem Hauskreis am Abend inclusive Singen – und selbstverständlich saß ich weder stumm am Frühstücks – noch am Mittagstisch – spüre ich heute abend, dass ich einen Hals habe.

Letztes Jahr habe ich einen heftigen Warnschuss bekommen – eine komplette Woche völlig ohne Stimme. Ist für eine Selbstständig, deren Haupthandwerkszeug das Sprechen ist, eine richtig teure Angelegenheit. Noch dazu musste ich einen Frauenwochenende auf dem Dünenhof als Sprecherin zum Thema „Lebe leichter“ absagen. War überhaupt kein bisschen leicht 🙁

Spüre also den Hals, trinke wieder mal literweise, um den Hals schön feucht zu halten und lutsche ein Weight Watchers Bonbon nach dem nächsten. Wer aus Fehlern was gelernt hat, ist schon wieder einen großen Schritt weitergekommen. 🙂

Ungezwungen

Kinder müssen lernen. Schulpflicht! Mich hingegen zwingt kein Mensch mehr, mich weiterzubilden und mir neue Fähigkeiten oder neues Wissen anzueignen. Ich habe beschlossen, mich auch „ungezwungen“ weiter zu entwickeln.
Jeden Tag fünf Minuten intellektuelles Wachstum summiert sich auf über 30 Stunden Lernzeit im Jahr.

Heute zählte ich auf dem Wohnzimmertisch 4 Zeitungen. Die „Welt am Sonntag“, „FAZ“, „Die Zeit“ und die Tageszeitung vom Samstag. Und es schreckt mich die „Welt am Sonntag“ mit der Nachricht, dass die gute alte Email bald schon von gestern ist und neuen, schnelleren Kommunikationsmitteln wie Facebook und Mikro-Blogging weichen wird. Upps, was ist denn das? Kenn ich ja gar nicht 🙁

Ich nehme eine spontane Unterrichtsstunde bei Björn, der sich ganz selbstverständlich im SchülerVZ bewegt und sich mit seinen Freunden per ICQ und Skype unterhält. „Stressig“ fand ich das bisher. Muß aber feststellen, dass unsere 12jährigen diese Medien mühelos zu erlernen scheinen.
O-Ton Björn: “ Das brauchst Du nicht können. Das brauchen nur 12-20jährige 🙁

Möchte ich bald „von gestern“ sein? Werde mal nachlernen und gucken, was ich brauche – das finde ich auch ohne Björns Vorurteile heraus -und auf was ich getrost verzichten kann. Aufs Handy zum Beispiel, was ja jeder zu brauchen scheint, kann ich ohne Wimpernzucken verzichten. Kein Bedarf, ständig erreichbar zu sein. Das einzige, was mein Handy tut ist, mich morgens zu wecken.

Mein Betrieb hat mir eine superteure Fortbildung zum absoluten Niedigpreis angeboten. Doch damit verbunden wären mindestens 10 Fortbildungssamstage in Leipzig. Ich habe mir die Bücher bei Amazon besorgt und bilde mich zum Tiefstpreis mit Marzipantee und Wolldecke auf der Couch weiter.
Ganz entspannt und ungezwungen. 🙂

10 Hemden für drei Points

Seit unserer Walkingrunde heute Nachmittag kenne ich eine Methode, wie man zehn Hemden für drei Points bügelt. Als Eva mir ihre Vorgehensweise verriet, lagen wir beide fast flach am Boden vor Lachen.

Entsetzen, wenn sie den riesigen Bügelberg wahrnimmt. Sofort kommt eine Flasche Piccolo ins Eisfach. Pointswert 3 🙂 Unter der Voraussetzung, sich frühestens nach 5 gebügelten Hemden vom Bügelbrett entfernen zu dürfen, werden im Akkord 5 Hemden gebügelt – und mit dem Piccolo lassen sich die nächsten 5 Hemden auch bewältigen.

Wow, coole Methode. Könnte man bestimmt auch abwandeln. Denn ich habe den Riesenvorteil, dass mein Mann seit dem 5 Kind – also seit über 12 Jahren – seine Hemden selber bügelt 🙂

Ich bekomme eine solche Lust auf Belohnung, dass ich nach dem Nordic Walking beim Discounter vorbeifahre und mir eine Flasche Piccolo für heute abend besorge. Nach einer Stunde flottem Laufen  hab ich mir das ja wohl auch verdient 😉

Restlose Bewunderung

Als ich nur für meine Familie und meine Gemeinde da war, begrenzte sich mein Staunen über das Potential, das in Menschen steckt, auf – naja, meine Familie und meine Gemeinde. Das hat sich nicht geändert. Immer noch bin ich fest davon überzeugt, den besten Mann der Welt geheiratet zu haben – ein Glücksfall, sozusagen – und meine 5 Kinder sind bekanntlich mein ganzer Stolz 🙂

Durch meine jahrzehntelange Gemeindearbeit weiß ich längst: Hier finden sich menschliche Perlen, Schätze, Helden, Menschen mit Charakter und Profil, handwerkliche und künstlerische Profis, die ihre Begabungen zum Nutzen anderer einsetzen.

Seit ich beruflich mit so vielen neuen Menschen in Kontakt komme, verstärkt sich mein Staunen. Wow, was gibt es für wunderbare Menschen. Gestern war eine Frau in meinem Treffen, die ich nun seit ca. zwei Jahren begleite. Sie hat inzwischen über 40 Kilo abgenommen und ihr Humor bringt regelmäßig im Treffen die Wände zum Wackeln.

Eine Frau kam über mein Buch „Lebe leichter“ zu Weight Watchers ins Treffen und war sehr überrascht, die Autorin als Leiterin kennenzulernen. Inzwischen hat sie ihr Leben auf den Kopf gestellt, über 30 Kilo abgenommen, sieht blendend aus und strahlt vor Lebenslust 🙂

Eine Studentin kämpfte seit einem halben Jahr mit ihren Gewichtsproblemen und blieb trotz einiger 0-Runden am Ball. Plötzlich der Durchbruch – ein Kilo nach dem anderen purzelte. Gestern waren es über 8  Kilo – und ich bin absolut fasziniert, dass sie trotz der Anfangsschwierigkeiten  durchgehalten hat.

In eine Gruppe kommt eine Frau, die ganze 60 Kilo abgenommen hat und ihr Gewicht seit fast drei Jahren hält. Da sie nun Goldmitglied ist, sehe ich sie nicht mehr ganz so regelmäßig. Aber jedesmal, wenn sie vor mir steht  und ich mir das Vorher und das Heute vergegenwärtige, bin ich fasziniert vom Wunder „Mensch“ – und von seiner Fähigkeit, sich zu verändern.

Ich liebe sie, die Erfolgsgeschichten meiner Teilnehmer. Und möchte auf meiner „Lebe leichter“ Seite eine neue Rubrik „Erfolgsgeschichten“ ins Leben rufen. Mal gespannt, ob sie sich trauen, „ihre Geschichte“ zu schreiben.

Aprilwetter im März

…will mir sagen: „Der Frühling kommt!“ Und ich habe bis Sonntag abend frei. Wenn ich den Haushalt wochenendtauglich gemacht und meine Büroarbeit für die Woche abgeschlossen habe, darf ich laufen gehen – hoffentlich pustet es uns nicht weg und mich für abends auf meine zwei neuen Bücher freuen, deren Erhalt mir Amazon gerade bestätigt hat. Klingt gemütlich – und ein bisschen langweilig, gell? Wer weiß, vielleicht „surfe“ ich auch aus meiner „Comfortzone“ raus und mache was ganz Mutiges 😉

Wochenendmotto: Wer nicht genießt, wird ungenießbar 🙂

Prima Klima?

Im Ernst – ich brauch viel Spaß. Wer viel arbeitet, sollte auch viel – nein, nicht essen, sondern sollte auch viel zu lachen haben. Denn ähnlich wie Sport entspannt es, wenn man mal wieder richtig gelacht hat. Lachen halte ich, noch vor Nordic Walking für die schönste Sportart. Der Herzschlag steigt, der Atemrhytmus wird beschleunigt, die Lunge durchlüftet, Muskeln aktiviert….Lachen hat also regelrecht medizinische Berechtigung. Schon in der Bibel steht, dass ein frohes Herz gut tut wie Medizin.

Beim Alpha-Kurs, einem Glaubensgrundkurs, den wir auch in unserer Gemeinde anbieten, erzählen die Veranstalter am Anfang immer einen Witz. Das habe ich mir abgeguckt und tu das in meinen WW-Treffen meist auch – und achte darauf, dass nicht immer alles so bierernst ist.

Lachen steckt an. Ganz weit ist man gekommen, wenn man über sich selbst lachen kann. Meine Familie findet täglich 100 Gründe, über mich zu lachen: Wenn ich Englisch spreche und die Aussprache nicht perfekt ist. Wenn die Schokolade, die wir geschenkt bekommen oder die ich als Anschauungsmaterial gekauft habe, leer ist… 😉 Grundsätzlich werde ich verdächtigt und ohne Erbarmen ausgelacht, ob es stimmt oder nicht….und wegen 98 weiterer lächerlicher Lapalien.

Vorsatz: Freudenräuber im im Regen stehn lassen. Eintritt verboten! Vorteil: Prima Klima