Wenn das Handy klingelt…

…gibts Kuchen 🙂 In dieser Woche hatte ich , ganz im Gegensatz zu meiner sonstigen Gewohnheit, in allen Treffen mein Handy dabei. Klingelte mich selber mitten in der Stunde an – und gab bekannt, dass ab sofort das Handyklingeln mit dem Mitbringen von leichtem Kuchen für das nächste Treffen „geahndet“ wird. Und weil mein Handy ja nun ganz offensichtlich geklingelt hatte, läute ich die neue Gewohnheit ein.

Ein Glück, das in der nächsten Woche der Donnerstag auf den 1. Mai fällt, So brauche ich „nur“ schlappe 4-5 Bleche zu backen. Ab dann dürfen meine kommunikativen Teilnehmer das Backen übernehmen. Ich habe sie regelrecht ermuntert, sich auch gegenseitig im Treffen anzuklingeln, auf das die Tische sich biegen 😉

Ob sie jetzt wohl das Handy abstellen oder vielleicht gerade nicht? Ob sie nun wohl noch lieber kommen? Ob sie dann wohl schlechter abnehmen? Viele Fragen, keine Antwort.

Ich freu mich auf 2 Tage Kirchheim. Frauentagung mit vielen Begegnungen. Heike und ich werden gemeinsam zwei Vorträge halten – und ich bin mal wieder gespannt, wie wir uns ergänzen. Viel Zeit, uns abzusprechen hatten wir nicht. Aber flexibel sind wir und haben vor allem anderen ein volles Herz für „unser Anliegen“. Die Inhalte unseres neuen Buches, längst noch nicht in Form gebracht, bewegen uns und werden wohl überschwappen 🙂

Kürbiskernöl

Kinder ins Leben zu begleiten lohnt sich. Zahlt sich nach einigen Jahren regelrecht aus. Naja, die Gegenrechnung will ich lieber nicht antreten. Aber wenn die 24jährige Tochter ein Fläschchen feinstes Kürbiskernöl neben mich stellt – einfach mal so – dann freut man sich als Mutter.

Astrid liebt es, Geschenke zu machen. Macht sich Wochen vor den Geburtstagen der Familienmitglieder Gedanken, was dem Betreffenden wirklich Freude machen würde. Und bringt auch „einfach mal so“ gerne etwas mit. In dem Buch „Die 5 Sprachen der Liebe“von Gary Chapman beschreibt der Autor auf einfache Weise, wie unterschiedlich Menschen – will sagen sowohl Ehepartner als auch Kinder“ Liebe ausdrücken, aber auch empfinden. Menschentypen wie Astrid, die gerne schenken, sind immer auch besonders erfreut, selbst ein sorgfältig ausgewähltes Geschenk zu bekommen. Noch gute 3 Wochen, dann hat sie Geburtstag – ich bin die Spontane, mache mir um Geschenke nicht lange vorher Gedanken. Will ich sie auf Ihrem „Sender“ erreichen, sollte ich mir langsam überlegen, was sie erfreut 😉

Es menschelt…

Auch Pastoren sind nur Menschen 😉 . Besonders, wenn Sie keine Sekräterin haben.
In meinem Karlstädter Treffen informierte mich heute eine kundige Teilnehmerin: „Die Gemeinde (gleichzeitig Standort meines Karlstädter WW-Treffens) zieht in zwei Wochen um“. Upps! Diese Neuigkeit war völlig spurlos an mir vorüber gegangen. Man hatte schlicht vergessen, mir Bescheid zu geben. Welch Glück, dass ich es wenigstens durch „Zufall“ erfuhr.

Solche Veränderungen ziehen einen Schwanz von Arbeit nach sich. Website aktualisieren, Teilnehmer per Email anschreiben, Internetseite von Weight Watchers mit den Treffenangaben aktualisieren lassen, Zeitung informieren, Plakate und Handzettel drucken lassen, telefonieren. Jetzt hoffe ich, dass sich die Neuigkeit in Karlstadt schnell herumspricht.

Auch meine Teilnehmer wissen, dass ich nicht „perfekt“ bin und immer an alles denke. Hier mal ein Sternchen (Abnahme von 3 Kilo) übersehen, eine 10% Abnahme nicht gewürdigt… Mit viel Humor werde ich dann auf mein Versagen hingewiesen: Ich hätt aber gerne noch mein 3.Sternchen. Sonst geh ich nicht nach Hause „…

Auch wenn „mein“ Pastor ebenfalls keine Sekräterin hat (und immer wieder mal was vergisst 🙁 ) – jedenfalls hat die Frau vom Pastor eine Putzfee. Heute hat sie sogar gebügelt 🙂 Wie könnte ich unter solchen Umständen nachtragend sein 🙂

Liebe Beate

Für London. 50 €. Gottes Segen.
Haste Töne. Bekomme eine anonyme Spende „für London“. Keine Ahnung, wer dahinter steckt. Nun habe ich das Vergnügen, mir etwas „Besonderes“ für diese 50 € zu überlegen. 🙂

Vor einigen Jahren erhielt ich schon mal ein Geldgeschenk „für etwas Besonderes“. Damals arbeitete ich schon für WW, investierte das Geld in eine Sechs – Wochenkarte und wurde, nach einer Mindestabnahme von 3 Kilo, Goldmitglied 🙂

Aber wie werde ich dieses Geldgeschenk verwenden? Mit zwei Töchtern (1.Mai) nach London zu reisen ist auf jeden Fall kein „Sparschwein“. Allein sich durch die Stadt zu „bewegen“, lässt den Geldbeutel schmelzen. Ich werde wohl direkt vom Flughafen mein Ziel Royal Albert Hall ansteuern, in der die Konferenz Colour your world stattfindet. Wir könnten ein Wochenendticket fürs U-Bahnnetz kaufen. Oder …

Es macht Spaß, die Tage in London zu planen. 2 Tage Konferenz, 1 Tag Sightseeing…
1 1/2 Arbeitswochen und die Frauenkonferenz in Kirchheim liegen dazwischen. Zeit, mein Englisch zu verbessern bleibt nicht mehr. Gut, dass meine Töchter dabei sind. Beide haben inzwischen mehr Auslanderfahrung als ich. V. hat fast ein Jahr in England gelebt, Astrid ein Auslandssemester in Frankreich hinter sich – mit ihnen an der Seite kann fast nichts schief gehen. Die 50 € werden wir nach bestem Wissen und Gewissen und so kreativ wie möglich. Für etwas ganz Besonderes 🙂

Lauchtopf

350 g Tatar
4-5 Stangen Lauch
3 Zwiebeln
1 -2 Dosen WOK-Gemüse
2 Päckchen Frischkäse 0,1 %
Frischkäse mit etwas Gemüsebrühe mit dem Mixer cremig schlagen. Heike würde noch Pizzatomaten zufügen, ich aber nicht. Fleisch anbraten, Gemüse zufügen, mit Frischkäse abbinden. Mit Salz, Pfeffer und evt. Sojasoße würzen.

Gibt einen leckeren, riesigen Lauchtopf satt für höchstens 6 Points. Macht kaum Arbeit, schmeckt allen und reicht locker für 4-5 Personen.

Entspannter Samstag, es regnet Bindfäden und ich gehe zum ersten Mal seit Wochen nicht laufen. Eigentlich schade! Es gibt ja kein schlechtes Wetter 😉 , aber so so entschlossen wie Heike, die sogar im Dunkeln joggt und bestimmt auch im Regen bin ich dann doch nicht. Ob es für Surfen auch Bonuspoints gibt?

Überraschungscoup

Jeder liebt Überraschungen. Wir auch! 🙂 In einer Nacht- und Nebelaktion haben wir V., die ja erst vor zwei Wochen zurück nach Trier gefahren war, ins Haus geschleust. Und als Magne heute morgen um 6.45 am Frühstückstisch erschien, saßen da alle fünf Kinder und amüsierten sich prächtig über die gelungene Geburtstagsüberraschung. (Wir hatten aber noch mehr auf Lager…) 😉

Und obwohl ich den Vormittag in Bad Kissingen auf einem Arbeitstreffen verbrachte – der Tag blieb Feiertag 🙂 Ein ganzes Blech Lieblingskuchen „Himbeerblech“ und diverse Süßigkeiten – nicht von mir ins Haus geholt – sind verschwunden und ab morgen wird wieder leichter gelebt.

In einer Woche halten Heike und ich zusammen auf einer Frauenkonferenz einen neuen Vortrag. Sich über die Entfernung abzustimmen – wer übernimmt welchen Schwerpunkt – ist gar nicht immer so leicht und mit einem höheren Emailaufkommen verbunden. Ab und zu drücke ich mich davor, die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen zu sortieren. Aber solche Gelegenheiten geben mir den nötigen Druck, mich dranzusetzen, meine Schwerpunkte niederzuschreiben – und schon fließen die Gedanken…

Seit über 20 Jahren bin ich in der Frauenarbeit engagiert und habe zu den verschiedensten Themen gesprochen. Jedes erarbeitete Referat war für mich selbst ein Lehrstück. Während meiner anstrengendsten Zeit als junge Mutter erarbeitete ich mir, wohl prophylaktisch die Themen „Stress, lass nach“ und „Burn out“. Weil ich selbst an PMS litt, erarbeite ich mir Maßnahmen, die später in ein Referat darüber mündeten. Weil ich schon auf so vielen „Baustellen“ gearbeitet habe, besitze ich inzwischen eine Schatztruhe an erlebten, in Form gebrachten Konzepten. Und doch ist es schöner, etwas Neues zu schreiben und auch die jüngsten Erlebnisse und Erkenntnisse mit einzubeziehen als „alte Kamellen“ zu wärmen. Wenn ich auf meine letzten 5 Jahre zurückblicke, kann ich es fast nicht glauben, wie sehr mein und unser Leben sich verändert hat. Und trotzdem: Das Beste kommt noch 🙂

Ein Würzburger verschwunden

In meinen beiden Weight Watchers Treffen gab es heute so viele riesige Gewichtsabnahmen zu feiern – da hätten glatt 1 bis 2 Würzburger – gesamtkilotechnisch verschwinden können, so kullerten die Kilos.

Den Auftakt bildete eine Teilnehmerin, die 27 Kilo weniger auf die Waage brachte und somit ihr Wunschgewicht erreicht hat. Da es für die Abnahme von 25 Kilo eine Urkunde von Weight Watchers gibt, feierten wir ihren Erfolg mit Sternchen, Urkunde, Schlüssel (fürs Erreichen des Wunschgewichts) und einem kleinen Präsent.

Dies wiederum inspirierte Herrn P., der eigentlich mit dem Erreichen des 8. Sterns (heute) und einer Gesamtabnahme von 24 Kilo sehr zufrieden gewesen war. Aber die Urkunde gab ihm ein neues Ziel. Ein Kilo noch? Na, das wär doch gelacht… (Ich glaube, ich lasse die Urkunde sofort anfertigen). Weitere Abnahmen mit 18 Kilo, 15 Kilo und 10 Kilo folgten. Ich war so stolz.

Zu Beginn der Stunde stand ich mit einem Spiegel vor den Teilnehmern. Freund oder Feind? Der Spiegel spiegelt eigentlich nur wieder, was ist. Wie schön, mitzuerleben, dass so viele Menschen sich wieder gerne im Spiegel betrachten 🙂

„Positive Pfeile verlängern“…

heißt ein Baustein, den wir in unserer Ausbildung anzuwenden lernen. Wenn unsere Teilnehmer von der superleckeren Soße Hollandaise zu ihrem Spargel ins Schwärmen geraten, bräuchte ich nur noch draufsetzen: „Oh, die ist gerade bei  uns im Angebot. 5 für den Preis von 4 !“ Und schon habe ich ein paar Kartons verkauft. Bemühe ich mich selber, den Verkauf anzukurbeln, ist das anstrengend und bei weitem nicht so wirkungsvoll.

Auch bei mir funktioniert die Methode mit den verlängerten Pfeilen: Erst las ich bei Kerstin Hack von dem Buch, dann im Blog Kreativ leben und rubbeldiekatz, schon hatte ich meine Bestellung aufgegeben.

Jetzt liegt das Buch „Enegiekompetenz“ auf meiner Couch. Meine Lieblingsentspannungsmethode: Mich mit einer frischen Tasse Kaffee in ein neues Buch einzulesen. Es ist sauber und aufgeräumt, denn gestern wirbelte die gute Fee durch die Zimmer – und ich genieße die Freiräume mit gutem Gewissen. Wer sich vorstellen kann, wie sich über 20 Jahre der Putz- und Kocharbeit für eine 7köpfigen Familie auf das Dankbarkeitspotential auswirken ahnt, wie ich mich gerade fühle 🙂

Außerdem nutze ich die Zeit, mal wieder Neues zu lernen. Viele Fachbücher liegen neben mir und es macht Spaß, mir neue wissenschaftliche Erkenntnisse für meine Arbeit anzueignen.

Auch das Feiern wird diese Woche nicht zu kurz kommen, denn mein Mann (100%iger Nichtblogleser) hat Freitag Geburtstag. Da Freitags ein auswärtiges Arbeitstreffen für mich und ein abendliches Meeting für Magne anstehen, will das Feiern besonders gut geplant sein. Die Superidee ist schon eingefädelt – und die Vorfreude macht den Rest der Familie schon ganz hibbelig. Gefeiert werden, egal wie kompliziert es aussieht, gefeiert werden muß 🙂

Keine zehn Pferde…

hätten mich heute von der Couch bringen können, wenn ich nicht zum Laufen verabredet gewesen wäre. Nach einem langen Tag, an dem ich die von mir gerühmte 2/3 Regel selbst mal wieder nicht beherzigt habe, machte ich mich müde auf den Weg zum Treffpunkt. Eva (die mir das Bügeln für 3 Points beigebracht hat) und zwei andere nette, motivierte Läuferinnen standen schon in den Startlöchern. Nach wenigen Minuten wußte ich: Müdigkeit hin oder her, ich hatte die richtige Entscheidung getroffen. Bewegung laugt normalerweise nicht aus, sondern macht fit. Der Kopf wird frei, die Gedanken ordnen sich, eine angenehme Entspannung stellt sich ein – und – laut Pulsuhr einer Mitläuferin, haben wir ca. 680 Kalorien verbraucht 🙂

Heute morgen habe ich auf einem Frauenfrühstück in Burgau (bei Günzburg) über das „Leichter leben“ gesprochen. Dafür musste ich schon um 5.00 Uhr aufstehen, aber es hat sich so gelohnt. Diesmal war es eine Baptistengemeinde, die mich eingeladen hat. Es waren viele Gäste anwesend, die das Thema gelockt hat – und so konnte ich meine eigenen Erfahrungen mit dem „leichter werden“ mitteilen. Das Äußere – durchs Abnehmen bzw. durch einen gesunden, ausgewogenen Lebensstil, aber auch das innere „leichter werden“: Schuldgefühle, das schlechte Gewissen loslassen, Sorgen abgeben, unfairen, bösen Zeitgenossen vergeben – und vor allen Dingen: Herzcheck machen lassen – am Besten von dem, der sich mit Herzen auskennt. Es war ein bewegender Vormittag – und obwohl ich mir auf dem Nachhauseweg Streichhölzer zwischen die Augenlider stecken musste, um nicht einzuschlafen: Es hat sich gelohnt.

So war ich in diesem Jahr schon bei Baptisten, Pfingstern, katholischen Landfrauen und diversen anderen Gruppen eingeladen -und überall geht es um das selbe Thema. Ist schon bemerkenswert, wie „unsere Geschichte“ von „Lebe leichter“ Türen zu Menschenherzen öffnet.

„Mein Bac, dein Bac…

unser Bac“. Irgendetwas erinnert mich heute an diesen kultigen Werbespot für Deo aus den 80ern. Ich stehe in der Küche und schnibbel mein Lieblingsgemüse: Kohlrabi und Möhren, schön klein gewürfel. Will es später mit einem Päckchen Soße Hollandaise abbinden.

Beim Kochen fürs Mittagessen könnte ich mir doch jetzt schön Musik oder eine CD anhören. Ich drehe mich ein paar Mal in der Küche um, aber mein neuer CD/Radioplayer bleibt verschwunden. Hm, ich bin sicher, wenn ich jedes Kinderzimmer inspiziert habe, finde ich ihn irgendwo. Auf meine Sachen muß ich aufpassen wie ein Schießhund – aber das scheint nicht nur mir so zu gehen. Gestern spiele ich einer Freundin mein neues Lieblingslied vor. „Hast Du einen MP3-Player?“, frage ich sie. „Hatte“, antwortet sie. „Einer meiner Söhne hat ihn jetzt schon seit ein paar Monaten ausgeliehen“. Ich nicke mitfühlend. Auch mein eigener ist schleichend in den Besitz meines Sohnes übergegangen. „Nur heute“, „Nur die Woche“- und irgendwann hat das Teil  den Besitzer gewechselt. Passiert das Vätern eigentlich auch?

„Bitte bring mir das XY Haarshampoo aus der Stadt mit“ bittet Tochter Nr.1 Tochter Nr.3 . „Wenn Du`s vergisst, muß ich deins nehmen.“ „Das ist aber teuer“, ärgert sich Tochter Nr. 3. Und vergisst es. So höre ich im Moment täglich den triumphierenden Satz von Nr. 1: „Ich hab Dich ja gewarnt.“

Familienleben hat doch seine Tücken. Aber als ich heute von der Muskelkraft des 19jährigen profitiere, der drei Kisten auf einmal in mein Treffen trägt, wo ich alleine sonst drei mal gehen muss, da bin ich versöhnt. Soll er den MP3 Player doch behalten. Wenn ich wirklich einen brauche, leihe ich ihn mir mal aus. Und ein Radio brauche ich auch nicht wirklich in der Küche. Ich könnt ja auch selber singen 🙂