In herbstlicher Frische

Als  ich heute morgen das Haus verließ, lag ein Blumengebinde neben der Eingangstüre. Mit einem Zettel, auf denen mir die Absender herbstliche Frische wünschen… Sehr erfreut bringe ich das Gesteck noch schnell ins Warme, bevor ich zur Arbeit fahre und grüble, wessen herbstliche Frische gemeint ist…

Die des Herbstes oder meine????? Die Blumen sind auf jeden Fall sehr schön! Mein Geburtstag wird immer im Herbst sein und so Gott will, werde ich mich noch länger frisch halten.

Die heutige Mail einer Freundin hat mich aber wieder einmal sensibel gemacht, wie schnell auch die körperliche Frische angegriffen werden kann und wie dankbar man sein kann,  ohne nennenswerte Probleme in die Jahre zu kommen.  Sicher können wir dazu beitragen, unsere Gesundheit zu erhalten, trotzdem ist es keine Selbstverständlichkeit. Und denen, die gerade heute mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, ihnen gilt gerade heute meine Aufmerksamkeit und mein Gebet.

Was ich übrigens als besonderes Privileg empfinde ist, dass wir jeden Sonntag nach dem Gottesdienst gesondert Gebet für kranke Menschen anbieten. Und in regelmäßigen Abständen Heilungsgottesdienste. Wer an Wunder glaubt,  wird sie erleben!!!!

Man muss die Feste feiern…

wie sie fallen!

Und wenn man mit einem Pastor verheiratet ist und an einem Sonntag Geburtstag hat, wirds heftig für das Make up. Nach zehn Minuten Anwesenheit waren an meiner einen Wange alle Rougespuren sauber abgetragen und doch schimmerte sie  sanft rosa vom Drücken und diversen fremden Lippenstiften 😉

Habe den Tag sehr genossen, jede Menge Geschenke und Glückwünsche entgegengenommen und beschließe, dass ich fortan nur noch  Sonntags Geburtstag haben will. Nutzen wird es mir nichts – mein „Fünfzigster“ fällt auf einen Montag 🙁

Es gibt kein schlechtes Wetter

…nur schlechte Kleidung, ja, ja…

Aber irgendwie hoffte ich doch innig, dass bei diesem nassen Herbstwetter keiner zum Lauftreff kommen würde. Und ich so ohne fremden Ansporn völlig legal in mein warmes Nest nach Hause flüchten könnte. So wie meine Teilnehmer das wöchentliche Treffen brauchen, um Motivation zum Abnehmen zu tanken,  bin ich für meine Fitness von netten Mitläufern abhängig 🙂

Meinen Teilnehmern gebe ich dann kluge Sprüche mit auf den Weg wie „wo die Ausreden anfangen, beginnt der Erfolg“ und so.  Und wer redet mit mir Tacheles?

Keiner da! Und natürlich fuhr ich eine Minute nach fünf wieder nach Hause! Meine Töchter versuchten vergebens, mich stattdessen zu einer Stunde Pilates zu überreden (von den eigenen Kindern muss man sich doch wohl nichts sagen lassen, oder????)

Unter dem Motto „vergiss das Feiern nicht“ entschied ich mich für die Luxusvariante der Hausarbeit: Zwiebelkuchen backen! Und so aßen wir abends mehr oder weniger gemütlich (verstehen nur Insider!) den leckeren Zwiebelkuchen aus meinem ersten Weight Watchers Backbuch* und tranken Federweißen.

Hier das Rezept für ein  Blech mit 16 Stücken, falls noch jemand feiern will:

Aus 225 g Magerquark, 3 EL Öl, 125 ml. Milch, Salz,  340g  Mehl, 1/2 Pk. Backpulver einen Teig kneten und auf ein Blech ausrollen.

6 Zwiebeln, 100g. magerer Schinkenspeck, 1 TL Kümmel,  100 ml. trockener Weißwein. Zwiebeln in Ringe schneiden und zusammen mit dem gewürftelten Schinkenspeck in der Pfanne anbraten, würzen und mit dem Wein ablöschen und auf dem Teigboden verteilen.

240 g Frischkäse 30% Fett, 2 Eier, 125 ml Milch, Thymian, Oregano, Pfeffer, Paprika verquirlen und die Zwiebelschicht damit übergießen, Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf mittlerer Schiene backen, lauwarm servieren. Pro Stück 3 Points

*Ich habe schon viele meiner Kochbücher von Weight Watchers verschenkt. Was ich nie hergeben werde, sind meine beiden Backbücher!

Richtige Betriebstemperatur

„Meine Frau läuft erst bei der richtigen Betriebstemperatur zur Höchstform an“, verriet mir neulich ein wissender  Ehemann sein Detailwissen über seine Angetraute. Und wollte damit sagen, dass sie erst dann richtig gut wird, wenns echt was zu tun gibt.

Daran dachte ich, als ich gestern früh einen Punkt nach dem anderen von meiner Liste streichen konnte. Wenn ich viele Projekte gleichzeitig wuppen muß, organisiere ich mich, fahre seltener einkaufen und… der liebe Blogleser merkt es, verbringe weniger Zeit am Laptop 8)

Wie immer

„Die passende Frisur zu finden, kann für eine Frau eine lebenslange Herausforderung sein“, gab Hillary Clinton mal in einem Interview zum Besten. Ich hatte mir den Satz gemerkt und zitiere ihn, wenn ich meinen Vortrag zum Thema „Lebe leichter“ auflockern möchte 8)

Es beruhigt uns Frauen doch ungemein, dass auch prominente Persönlichkeiten vor solch banalen Problemen nicht gefeit sind.

Für mich selbst bestand das Problem allerdings seit Jahren nicht mehr. Ging sicher ein Jahrzehnt zur gleichen Frisöse und sagte nur: „Wie immer“. Die Frisur fand ich pfiffig,  pflegeleicht und sie stand mir gut.

Bis ich im Frühjahr A. wiedertraf.  Seit ich sie kenne hatte auch sie die Haare kurz und pfiffig geschnitten getragen. Nun hatten wir uns einige  Jahre aus den Augen verloren und sie sah mit ihrer wallenden Mähne einfach umwerfend aus. Ich beschloss, dass auch mir eine Veränderung nicht schaden würde.  Hielt den ganzen Sommer an meinem Vorsatz fest und brachte meine Frisöse aus dem Konzept, als ich nur die Spitzen und den oder das Pony schneiden ließ.

Aber es war weder A. noch B., die mich im Spiegel anschaute. Wie gewollt und nicht gekonnt. Weder Fisch noch Vogel. Heute ging ich zur Frisöse und sagte erleichtert: „Wie früher!“. Manche Veränderungen müssen sein, andere nicht!

Knusper knusper knäuschen…

oder: „Das wünsch ich mir zum Geburtstag“.

Bei uns riechts nach Lebkuchen und überall liegen Süßigkeiten zum Verzieren des Knusperhäuschens herum. Sonja war letztes Jahr zu Weihnachten unser „Special guest“. Und hingerissen von dem Lebkuchenhäuschen, dass V. für uns  gebacken und gebastelt hatte.

„So was wünsch ich mir zum Geburtstag“, hatte sie geseufzt. Tja, und im Gegensatz zu Sonja hatte V. diesen Wunsch nicht vergessen. Und weil morgen Sonjas Geburtstag ist und Sonja bei ihrem „Lieblingsnorweger“ zum Mittagessen eingeladen ist, können wir sie so richtig überraschen.

Den meisten Spaß haben die, die sich solche Geschenke ausdenken, die mehr als Geld kosten.

Seit Stunden stehen meine Mädchen nun in der Küche, das Haus wird gerade zusammengesetzt und mit Zuckerguß verklebt. Bis der letzte Keks an seinem Platz ist, wirds vermutlich noch ein paar weitere Stunden dauern. Ich hoffe, meine Weihnachtsgefühle verfliegen, wenn ich Sonja abends  nach Hause fahre. Hey, es ist Anfang Oktober und heute waren es 26 Grad 8)

Rezept der Woche

In dieser Woche gehts in meinen Treffen um „schlanke Ofengeheimnisse“. Ich persönlich liebe Aufläufe und Gratins. Mein persönlicher Favorit in dieser Woche ist der Blumenkohl-Broccoli-Auflauf, den meine Kollegin kreiert und uns zur Verfügung gestellt hat. Superlecker!

Letzte Woche ohne Aufnahmegebühr – ich packe gerade mein Auto für das Treffen in Karlstadt und mache mich bereit für den Ansturm 8)

Sturm ohne meinen Sohn, den Ritter, Schlepper, der immer die Ruhe bewahrt, wenn ich mal nervös werde. Er hat seit dieser Woche montags Schule bis zum Abend. Wie werde ich das verkraften? Und auch meine Karlstädter Ladys werden enttäuscht sein 🙁

Glücksspiel

„Wer nicht spielt, gewinnt jeden Tag“,  ist meine Devise und so halte mich tunlichst von Gewinnspielen aller Arten fern. Kosten nur Geld, Einsatz und wecken falsche Hoffnungen.
Aber jetzt kann man auf der Seite von Vorwerk  jeden Tag einen Thermomix gewinnen.

Diesen Wunderkessel, ohne den weder Heike noch Rita jemals weiterleben wollen, der mir aber bislang schlicht zu teuer war. Kaufen werde ich ihn nicht, aber für geschenkt hab ich mal mitgemacht!  Ausnahmen bestätigen die Regel!

Gemütlicher

Ohne Zweifel ist jetzt Herbst. Das Wort „gemütlich“ erwacht soeben aus dem Sommerschlaf 8)

In unserer Küche dampfen die Teetassen, denn mein ganzes (dreifaches) Töchterglück trinkt eine bodenlose Tasse nach der nächsten…

Mein Erntedank heute hat weniger mit Kohlköpfen und Kürbissen zu tun, sondern eher mit Menschen.  Als P. im Erlebnisgottesdienst  erzählt, wie er als junger Mann unter Ängsten litt und wie die Realität Gottes ihn veränderte, war es mucksmäuschenstill.  Das hätte keiner gedacht, der ihn nicht von früher kannte.

Nach dem Gottesdienst drückt mir eine Frau 50 € in die Hand, damit wir großzügiger planen können für unseren Inspirationstag im November. Eine andere bietet an, am nächsten Sonntag in eine aufgetretene Lücke zu springen. Als wir am frühen Nachmittag heimkommen, stellt eine Tochter gerade den dampfenden Auflauf auf den Tisch. Erntedank!

Ab und zu wird gesät, im Schweiße des Angesichts, sozusagen. Und dann ist Erntezeit!
Ernten macht mehr Spaß. Aber es geht wohl das eine nicht ohne das andere!