Über admin

Auf dieser Seite nehme ich dich mit in meinen Alltag. Du erfährst, wie du leichter leben kannst, körperlich und seelisch. Außerdem erfährst du regelmäßig, wann neue Kurse oder Ausbildungen bei mir starten.

Vom Duzen und Siezen

„Braucht Ihr vielleicht neue Dachfenster?“ , fragt ein mir völlig unbekannter, hemdsärmliger Mann an unserer Haustür. Ich versichere mich, dass kein Teenager hinter mir steht, den er meinen könnte, aber offensichlich meint er mich. Obwohl ich keinesfalls leger gekleidet, sondern noch im Kostümchen bin, weil ich gerade von der Arbeit komme, hat er keine Hemmungen, mich sofort zu duzen. Ein Du-Typ. Ich kläre ihn freundlich darüber auf, dass wir im Besitz von drei funkelnagelneuen Dachfenstern sind und joval grüßend zieht er von dannen.

Als Heike letztes Jahr ihren Nordic Walking Kurs bei uns in Würzburg gab, duzte sie spontan die ganze Gruppe – und mir blieb fast die Spucke weg. Huch. Nicht einmal ich kannte alle Anwesenden, sie kannte eigentlich keinen. Darunter waren Ehemänner von Bekannten, Teilnehmer meiner Treffen – für Heike kein Problem. „Ich duze Sie einfach mal alle – und wenn mich dann jemand zurück siezt, dann sieze ich auch“. Wie einfach 🙂

Eine Kollegin von mir duzt fast grundsätzlich. Ein absoluter Kumpel-Typ, der mit ihrer geraden, herzlichen Art sofort die Türen aufgehen. Ich bescheinige ihr, ein Du-Typ zu sein. Sie müsste sich verbiegen, um neutral freundlich zu siezen.

Noch heute, nach 5 Jahren als Leiterin duze ich nicht einfach jede Kollegin, sondern eigentlich erst dann, wenn wir uns offiziell das Du angeboten haben.

In den Treffen sieze ich alle. Nur sehr junge Leute im Alter meiner Teenies werden geduzt. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte mir eine Scheibe Lockerheit abschneiden. Und doch ist es wohl ganz OK, dass es unterschiedliche Menschentypen gibt.

Ach so, und bei uns in der Gemeinde wird geduzt. Außer Gäste, die werden freundlich mit einem „Sie sind herzlich willkommen“ begrüßt“.

Müdes Lächeln hilft nicht

Einkaufen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Ich versuche, die Sache in Höchstgeschwindigkeit abzuwickeln, Am liebsten sind mir menschenleere Discounter mit breiten Gängen, einfacher, übersichtlicher Sortierung – die auch nicht alle 4 Wochen verändert wird (grummel 🙁 ) und gut besetzten Kassen. Will sagen, keine 15 Leute in der Schlange vor mir 😉

Unmassen Obst und Gemüse wandern in meinen Korb, Getränke, Milch, denn im Schnitt habe ich momentan mindestens 5 gute Esser am Tisch. Am wenigsten mag ich das Ausladen der Einkäufe. Als ich heute zum dritten Mal bepackt von der Garage ins Haus laufe, wird mir bewusst, wie lustlos ich dahinschleiche. Probiere, ob ein bewusstes Lächeln mir zu mehr Stimmung verhilft. Und merke: Müde Lächeln hilft nichts. Im Gegenteil, es strengt an und kommt mir irgendwie verlogen vor.

Eine kurze Einschätzung der Lage: Ich bin kerngesund, wuchte gerade gesunde Einkäufe im Wert von 40 Euro für meine Lieben ins Haus und lebe den Traum, den ich als junges Mädchen geträumt habe: Eine große Familie zu haben und Frauenarbeit in irgendeiner Form zu meinem Beruf zu machen. Wie cool ist denn das ????

Wach auf, Mädchen! Zeit zur Dankbarkeit. Grund zum Lächeln. Der Alltag kann uns manchmal ganz schön Kraft kosten. Besinnen wir uns aber auf all das Gute in unserem Leben, steigt pure Freude auf.

Undank ist ein Freudenkiller. Doch wenn ich anfange, die „Segnungen“ in meinem Leben zu zählen, komme ich kaum noch nach. Ganz ohne Anstrengung fange ich an zu lächeln, meine Schultern straffen sich, mein Gang wird federnder, elastischer.

Man kann nicht nicht kommunizieren! Unser Körper spricht immer; durch Mimik, Gestik, Körperhaltung, Tonfall. Auch ohne Worte sprechen wir Bände. Geht es dem Körper gut, wenn es meiner Seele gut geht? Wie kann ich beeinflussen, dass es meiner Seele gut geht?

Patentlösungen gibt es nicht. Aber oft genug habe ich erlebt, dass die Gewissheit, dass Gott mich kennt und durch und durch liebt mich neu inspiriert und begeistert. Wenn mich etwas begeistert, wirkt sich das bei mir sofort physisch aus; es hält mich nicht mehr auf dem Platz – dann kann ich nicht kühl sitzen bleiben. Begeisterung löst Bewegung aus, Bewegung beschwingt und bringt sofort mehr Spannung in den Körper und setzt neue Kraft frei. Schwermut hält uns gefangen – oder macht agressiv. Den Fußballern ist das schon lange klar – mir nun also auch.

Ich muss nicht und niemals perfekt sein, brauche das noch nicht einmal anstreben. Sondern darf alle Facetten meines Lebens genießen, darf mich täglich verändern und erweitern. Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr Lebensfreude.

Oliver Kahn schreibt in seiner Biographie, dass er sich nach jedem Spiel gefragt hat, was es zu verbessern gab. Und sogar bei perfekten Spielen fand er Stoff zu Verbesserung. Solche Gedanken machen mir Spaß. Sie bringen mich nicht unter Druck, sondern helfen mir, konstruktiv an meiner Entwicklung zu arbeiten. In meinen Treffen habe ich jetzt also eine neue Abschlußfrage; „Was wollen Sie in dieser Woche besser machen als in der letzten?“ Gute Frage, dank Oliver 🙂

Aus der Versenkung….

hat mich Heike geholt. Ihr letzter Stand war, dass ich ein Heuchler bin – und sie macht sich Sorgen. Damit die sich nun in Luft auflösen, tauche ich also langsam wieder auf 🙂

Ein wunderschönes, langes Wochenende in Leipzig liegt hinter uns. Magne und ich haben ein Faibl für die schönen Städte Ostdeutschlands.

Dresden, Eisenach mitsamt der Wartburg, Wittenberg, Görlitz, Zittau, Herrenhut (was nun wirklich keine Stadt, aber allemal einen Besuch wert ist) haben wir in Wochenendtripps bereits besucht – und nun wollten wir Leipzig kennenlernen.

An erster Stelle steht ungebrochen unser Bedürfnis, fern von Familien- und Gemeindealltag, fern von Organisationsmanagement und „To-do-Listen“ einfach mal Zeit für uns zu haben. Dann gehört ein bisschen Sight-Seeing dazu, Kultur und so etwas Banales wie Bummeln und Essen gehen, einfach ungeplante Zeit.

Beim „besichtigen“ der Modekette Zara begegnete ich sogar einer Würzburger Kollegin, die beinahe glaubte, ein Phantom zu sehen 🙂 Auch ich habe Konsumverzicht geübt, nur kostenlos Anregungen gesammelt und nichts gekauft.

So ein gemeinsames Wochenende mit meinem Mann lädt die Batterien auf und hat für mich die Wirkung eines Kurzurlaubs. Spargel habe ich allerdings keinen gegessen und Erdbeeren nur in Form von Erdbeerbechern 🙂

Ein Glück, dass ich bei Weight Watchers bin 🙂

Heuchler

Ich bin keinen Deut besser als meine Teilnehmer.

Heute Mittag, als ich hungrig nach Hause kam und mir die stattlichen Überreste der Hochzeitstorte besah, beschlich mich die Angst, sie könne schlecht werden bei der Hitze. Solch eine echte Konditor-Marzipan-Sahnetorte….

Die selbe Befürchtung hatte ich weder bei dem schon leicht vor sich hinwelkenden Rhabarber noch bei der Melone, dem Paprika-Mix, der Gurke, den Tomaten, dem Kopfsalat….obwohl die Gefahr ungleich größer war. Ich aß zu Mittag Torte für gefühlte 30 Points (ich zähle lieber nicht) und war satt für den restlichen Tag. Na gut, die Brownies, die eine Teilnehmerin nach einem Rezept im Backbuch gebacken und mitgebracht hatte, mussten auch probiert werden – und es blieb nicht bei einem Versuch 🙁

Gesund war dieser Tag nicht. In dieser Woche war das Thema im Treffen „Ausreden“. Eine der beliebtesten Ausreden lautet: „Morgen fange ich an“. Ist man erst mal „aus dem Tritt“ gekommen, ist es aber gar nicht so einfach, wieder in das gesunde, gute Essverhalten einzusteigen. An Tagen wie heute esse ich wenig, aber absolut falsch. Ich mag nicht trinken, Kaffe ja, aber schon gar kein Wasser.

Den einzigen echten Vorteil, den ich vor meinen Teilnehmer habe: Ich muß am Ball bleiben. Jede Woche schauen um die 300 Augenpaare auf mich. Ihnen entgeht kein Schweißfleck (heute musste ich zwischen den Treffen nach Hause fahren, weil die Gluthitze unangenehme,sichtbare Spuren auf meiner Kleidung hinterlassen hatte – und das kann sich niemand, der „vorne“steht, leisten). Es entgeht ihnen auch nicht, wenn ich zunehme. Als einmal eine Hose etwas enger saß, bekam ich promt Feedback.

Das Schicksal der Torte ist inzwischen geklärt und ich weiß umso sicherer, dass weder Celebrations, Nutellagläser noch Torten in den nächsten Wochen den Weg in unsere Küche finden. Back to the roots

Dieses Wochenende gönnen Magne und ich uns eine Mini-Hochzeitsreise. Zeit nur für uns! Auswärts im Restaurant die richtigen Entscheidungen zu treffen, fällt mir leicht. Es ist Spargelzeit, die Erdbeeren sind süß wie nie und außerdem fahren wir nicht fort, um nur zu essen 🙂

Sekt und Torte

Hochzeitstag – normalerweise nur ein „kleiner“ Feiertag für uns. Unseren heutigen 25. Hochzeitstag werde ich so schnell nicht vergessen. Großes Frühstück mit dem Mann meines Herzens (geschätzte 25 Points). Bei unserem heutigem FiT-Programm in der Gemeinde Glückwünsche und laaaaaanges Gebet (ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich dran denke) Zu Hause viel Gratulationspost und 25 langstielige rote Rosen (schon wieder Gänsehaut). Nach dem Weight Watchers Treffen heute abend traf plötzlich eine riesige Hochzeitstorte bei uns zu Hause ein. (Spender aus der Gemeinde), Sekt, Gespräche pp….

Im Treffen fragte mich ein Teilnehmer: „Wie schafft man denn, 25 Jahre verheiratet zu sein?“ Auf jeden Fall habe ich den richtigen Mann geheiratet.

Es gibt mehr als 10 Gründe, immer wieder denselben Mann zu küssen…mein Hauptgrund: Weil er einfach der Beste ist 🙂

Ein Ehepaar, dass schon viel „durchgemacht“ und trotz allen Auf und Ab zusammengeblieben war, wurde einmal gefragt:“Haben Sie denn nie an Scheidung gedacht?“ „Nie“ , erwiederte der Mann, „aber öfter mal an Mord!“. Die Entscheidung unseres Versprechens – vor 25 Jahren in einer norwegischen Bergkapelle gegeben – zusammen zu bleiben, bis der Tod uns scheidet, befreit uns von vielen unnötigen Fragen. Das Geniale ist: Es wird immer noch besser.

Ich beschließe den Tag mit der Torte, Celebrations, Sekt und einem geschätzten Tageswert von 100 Points! Mein Hochzeitsgewicht von damals habe ich immer noch 🙂

Anderes Thema

WiE mAn SElBsT GeSuNd BlEiBt UnD dAbEi AnDeRe LeUtE In DeN WaHnSiNN TrEiBt…

 

Setz dich in der Mittagszeit in dein geparktes Auto und ziele mit einem Fön auf die vorbeifahrenden Autos, um zu sehen, ob sie langsamer fahren
Ruf dich selbst über die Sprechanlage. (Verstelle nicht deine Stimme.)
Finde heraus, wo dein Chef/deine Chefin einkauft und kaufe exakt die gleichen Klamotten. Trage sie immer einen Tag nachdem dein Chef/deine Chefin sie getragen hat. (Dies ist besonders effektiv, wenn der Chef vom anderen Geschlecht ist.)
Schicke eMails an die restlichen Leute in der Firma, um ihnen mitzuteilen, was du gerade tust. Zum Beispiel: ‚Wenn mich jemand braucht, ich bin auf Toilette.‘
Befestige Moskito-Netze rund um deinen Schreibtisch.
Bestehe darauf, daß du die eMail-Adresse Xena_Herrin_des_Feuers@firmenname.com bekommst.
Jedesmal, wenn dich jemand bittet, etwas zu tun, frage, ob er Pommes-Frites dazu will.
Ermutige deine Kollegen, in ein wenig Synchronstuhltanzen einzustimmen.
Stelle deinen Mülleimer auf den Schreibtisch und beschrifte ihn mit ‚Eingang‘.
Entwickle eine unnatürliche Angst vor Tackern.
Fülle drei Wochen lang entkoffeinierten Kaffe in die Kaffeemaschine. Sobald alle ihre Koffeinsucht überwunden haben, gehe über zu Espresso.
Schreibe „Für private Gefälligkeiten“ in die ‚Verwendungszweck‘-Zeile all deiner Überweisungen.
Antworte auf alles, was irgendwer sagt, mit „Das glaubst du vielleicht.“
Beende alle deine Sätze mit „in Übereinstimmung mit der Prophezeiung.“
benutze weder punkt noch komma
So oft wie möglich hüpfen anstatt zu gehen.
Frage Leute, welchen Geschlechts sie sind.
Gib beim McDrive an, daß die Bestellung zum Mitnehmen ist.
Singe in der Oper mit.
Geh zu einer Dichterlesung und frag, warum sich die Gedichte nicht reimen.
Teile deinen Freunden fünf Tage im Voraus mit, daß du nicht zu ihrer Party kommen kannst, weil du nicht in der Stimmung bist.
   

Back to the roots

Nach 3 Tagen feiern und schlemmen ein „Mich Überwinden“ zu den gesunden Gewohnheiten. Viel Trinken, viel Obst und Gemüse – immer noch nicht mein „natürliches Metier“, sondern ich muß es neu einüben. Zum Glück geht morgen die Schule wieder los und es kehrt auch hier bisschen Alltag ein.

Auf unsere Wurzeln sollten wir uns immer wieder neu besinnen. Heute hielt mein Mann eine absolut geniale Predigt über die Notwendigkeit, zu vergeben. Sollte ja eine der christlichen Grundlagen schlechthin sein…. Ist aber eine Achillisferse für viele Menschen, an der sie sich Jahre- oft Jahrzehntelang aufhalten und sie nicht weiterkommen. Die Untat, der Schmerz, oft schon Jahre vergangen, steht vor ihnen, als wäre es gestern gewesen.

Doch wie wir es drehen und wenden, ob wir Grund haben, verletzt und enttäuscht zu sein oder nicht, ob wir vom Typ her einfach besonders sensibel sind oder rigeroser – ob der Andere uns bewußt verletzt hat und auch jetzt noch zu seinem Verhalten steht oder ob er einsichtig ist und sich schon längst entschuldigt hat: Wollen wir weiterkommen, kommen wir am Vergeben nicht vorbei.

Nicht Vergeben ist wie Gift trinken und zu hoffen, dass der Andere stirbt. Am allermeisten schaden wir uns selbst – und merken es nicht einmal.

„Back to the roots“ heißt für mich auch, mich auf das zu besinnen, was wichtig sind. Die Prioritäten zurechtrücken. Unwichtiges ausschalten, Energie, Kraft und Zeit für das aufsparen, was lohnt. Der Sonntag hilft mir regelmäßig, mich „einzunorden“, damit meine Ressourcen nicht nutzlos versickern. Nach diesem erholsamen Wochenende und dem tollen Gottesdienst bin ich betankt für eine neue Woche 🙂

Hochzeit feiern

Mein Bruder hat geheiratet. Und alle Register gezogen. Die Feierlichkeiten fingen schon Donnerstag an und dauern bis Sonntag. Von Freitag bis Samstag waren Magne und ich also in Görliz, hatten zwei wunderschöne Tage für uns, gutes Essen, nette Menschen, tolles Ambiente.

Das Brautpaar war froh, dankbar, verliebt ohne Ende. Wir wünschen ihnen so sehr lebenslanges Glück. In der Bibel steht schon: „Wer eine Frau gefunden hat, hat einen Schatz gefunden. Ihr Wert geht weit über den Wert von Korallen hinaus“. Und einen guten Mann „gefunden“ zu haben, ist ohne Zweifel ein ebenso großer Schatz.

Hochzeiten sind ein begehrter Anlass für uns Frauen, uns endlich mal so richtig schön zu machen. Denn festlicher wirds kaum noch. Uns richtig „in Schale zu werfen“ – mit langem Kleid und so – dazu haben wir im Alltag viel zu selten Gelegenheit. Ich bin dafür, das zu ändern 😉
Ich liebe Einladungen, auf denen steht: Festliche Garderobe erbeten 🙂

Dem Brautpaar haben wir unter anderem das Buch: „Die fünf Sprachen der Liebe“ geschenkt. Vor dem Einpacken habe ich selber ein bisschen geschmökert, versucht herauszufinden, welche „Sprache“ mein Mann wohl spricht, den Spontantest gemacht: Bingo! In meinen XX Ehejahren habe ich halt auch so manches gelernt 🙂

Pippi Langstrumpf

Auf der Fensterbank in der Küchen stehen die Postkarten, die ich in der letzten Zeit bekommen habe – und die zu schade sind, nur gelesen und weggeworfen zu werden. Mein Favorit ist eine Karte mit Pippi Langstrumpf hoch zur Ross auf dem „kleinen Onkel“, ihrem Pferd.

Pippi Langstrumpf ist immer locker, ziemlich unvollkommen mit ihren Wissenslücken und all den Schwierigkeiten in der Plutimikation und verfügt über ein bewundernswertes Mass an Selbstbewusstsein und Kreativität, ihr Leben zu feiern. Naja, mit ihrer Kiste Goldstücke in der Küche hat sie natürlich auch ein bisschen Spielraum.

So locker und kreativ bin ich nicht immer. Gestern habe ich eine schlaflose Nacht mit der Überlegung verbracht, ob ich irgendwo 30 Kilometer von hier die Kaffemaschine (die ich nicht angestellt habe) ausgemacht habe, bevor ich das Gebäude verlassen habe. Am nächsten, unausgeschlafenen Morgen mussten wir feststellen, dass der Schlüssel zu meinem Würzburger Treffenraum irgendwo in der Nähe von Schweinfurt „geschlafen“ hat – und erst mal eingeflogen werden musste. Nein, locker bin ich nicht immer, wenn der Alltag kreative Planungs- und Änderungswunder von mir erhofft -aber ich übe. Auch dieser unvollkommene Tag endete mit Gelächter. Ich lerne, nicht alles so bierernst zu nehmen, mir meine Unvollkommenheiten schnell zu verzeihen und eben beim nächsten Mal gelassener zu reagieren. Von Pippi Langstrumpf kann ich eine Menge lernen. Heute morgen habe ich Erdbeeren gefrühstückt 🙂

Raupe Nimmersatt

Wie die Raupe Nimmersatt fühle ich mich gerade; denn mein Lese- und Wissensdurst ist momentan schier unersättlich. Bei mir stapeln sich Fachbücher, englische und deutsche christliche Bücher (u.a.“Run to win“ und „Stop acting like a christian“ – Just be one“ von Chris Caine), säkuläre Literatur, Motivationsliteratur und meine zwei Bibeln. Die alte, in der ich alle Lieblingsstellen sofort finde – und die neue, in der sich die gleichen Stellen völlig neu anhören 😉

Während die kleine Raupe Nimmersatt ziemlich wahllos in sich reinzufressen schien, was ihr vor die Fühler geriet – ja, Äpfel und Erdbeeren, aber auch Schokoladenkuchen, Eiswaffeln, Lollis und Törtchen – passe ich auf, mit was ich mich „füttere“. Und wenn die Lektüre nicht „gesund“- will sagen, nicht ausgewogen zu sein scheint – lege ich sie einfach weg, statt mich damit zu „belasten“.

Genauso mache ich es bei Filmen, die mir nicht gut tun. Gestern hatten wir uns eine DVD aus der Videothek ausgeliehen und schauten geschlagene 3 Minuten. Danach war uns klar: Das wird nichts! Hätten wir noch eine halbe Stunde schauen sollen, um einem schlechten Film eine 2.Chance zu geben?

Bei allzu detaillierten Nachrichten, die menschenmögliche Abgründe offenlegen und die Neugier der Massen befriedigen – schaue ich weg, weigere mich einfach, meine Seele damit zu belasten. Weltfremd?

Einige Medien, die bei mir hereinflatterten habe ich abbestellt, manche Webseiten klicke ich nicht mehr an – denn ein ausgeruhtes, entspanntes Innenleben – naja, mein Geist auf Diät 😉 – ist mir wichtiger, als über alles Mögliche und Unmögliche umfassend informiert zu sein. Und es geht mir flügelleicht gut damit.