In der Versenkung

Man hört und sieht nichts von mir. Bin in einer tiefen Aufräumkrise und hoffe, sie ist bald überwunden. Als ich am Freitag morgen aufwachte, hatte ich einen perfekten Plan für den Tag. Erst die Buchhaltung, den Wocheneinkauf, Kochen….und dann das Vergnügen: An einem Artikel arbeiten und ein bisschen an meiner Website. 🙂

Aber dann schien die Sonne dermaßen rücksichtslos auf die Fensterfront meines Wohnzimmers, dass ich den Staub nicht mehr (über)sehen konnte. Waren die Scheiben schon länger so schmutig? 🙁
Gleich noch die anderen Glasflächen mitgereinigt, gestaubsaugt und gewischt- mein Wohnzimmer war sauber und mein Zeitplan durcheinander.

Gegen Mittag kam meine Älteste mit dem Vorschlag, sie könne – d.h. immer wir können 🙁 mein Arbeitszimmer in ein hübsches Gästezimmer verwandeln. Brauchen wir wirklich, denn in den Semesterferien, wenn meine Studententöchter nach Hause kommen, haben wir definitiv zu wenig Platz.

Arbeitsaufwand: Kellerraum aufräumen, um Stauraum für meine 1000 Unterlagen zu schaffen, nach Brauchbarem für die Einrichtung des Gästezimmers schauen und durch 100maliges rauf und runterrennen inklusive Sperrmüll sortieren und wegfahren schnell ein schönes, helles Gästezimmer einrichten.

Die Arbeit hat sich gelohnt. Allein wäre ich dieses Projekt nicht angegangen, schon gar nicht an meinem Bürotag. Jetzt freu ich mich – und sitze halt einen Tag später an meiner Buchhaltung. Die Arbeit am Artikel und im Internet muß noch warten. Dabei habe ich mich darauf mehr gefreut als auf die Quartalsabrechnung.

Morgen ist Sonntag. Ruhetag. Diese Entscheidung steht seit langem fest: Sonntags wird nicht gearbeitet. Ich freu mich auf den Gottesdienst und nachmittags wird gefeiert. 🙂

Wenn Du es eilig hast, geh langsam

…diesen Bestseller habe ich definitiv nicht gelesen. Ob ich ihn nötig habe?

Heute morgen eile ich im wahrsten Sinne des Wortes in mein Treffen. Mit Joggingschuhen, damit ich schneller bin als auf den hohen Hakken, aber businessmäßig angezogen mit dunkler guter Hose, feiner Bluse und Blazer. Nach meiner Begrüßung im Treffen vergehen ein paar Augenblicke und mein Blick fällt auf meine abgelaufenen Sportschuhe. Mein Entsetzen steht mir ins Gesicht geschrieben. Wir müssen alle lachen. Ich befürchte, ein solcher Fauxpas passiert den wenigsten 🙁

Aber immerhin  ist  mir bisher erspart geblieben, was Heike vor einigen Wochen fertigbrachte: Mit zwei  verschiedenen Schuhen vor der Gruppe zu stehen 🙂

„Ach Frau Nordstrand“ tröstet mich eine Teilnehmerin. „Deshalb kommen wir doch so gerne. Weil es hier so lustig ist“…. 😉

Think pink – denk positiv

Zwei Menschen sitzen drinnen und schaun in die Ferne. Der eine sieht Schmutz, der andere Sterne.
Bei dem einen ist das Wasserglas halbleer, bei dem anderen ist es halbvoll.
Der eine freut sich an der Rose, der andere ärgert sich über die Dornen.
Die eine verzieht den Mund über den Zitronensaft, die andere macht Limonade daraus.

Das Positive an der eingenen Situation zu sehen, fällt nicht jedem gleich leicht. Oft schielen wir auf das vermeintliche Glück der anderen – doch wollten wir wirklich tauschen?

Ab und zu denke ich an mein Widerstreben, wieder in den Beruf zurückzukehren. Am allerliebsten wäre ich voll für Familie und Gemeinde engagiert geblieben. Stattdessen „musste“ ich Geld verdienen – und heute denke ich: Es hätte mir nichts Besseres passieren können. Ich habe die Zitrone in Limonde verwandelt und freu mich jeden Tag auf meine Arbeit. Diese Woche ist „Positiv denken“ das Thema.

Interessant: Wenn Menschen davon überzeugt sind, dass bei ihnen medizinische Gründe vorliegen,dass sie nicht abnehmen, nehmen sie auch viel schlechter ab als andere.

„Ob Du glaubst, Du schaffst es oder Du schaffst es nicht, Du hast recht“ Schon gestern abend fand ich das Thema spitzenmäßig. Noch 6 Treffen liegen vor mir. Ich freu mich drauf 🙂

Immer so schön draußen?

Das frage ich mich jedesmal, wenn ich mir die Zeit zum Laufen nehme? Tut die frische Luft immer so gut? Ist der Himmel immer so blau und in der Luft nicht sogar schon ein Tick Frühling?

Die letzten 3 oder 4 Jahre bin ich zum Stubenhocker geworden. Immer im Haus oder schwer unterwegs – und die Jahreszeiten gehen fast vollständig an mir vorbei. Das Walken heute war soooo schön.

Ich habe versucht, mich an alles zu erinnern, was wir bei Heike gelernt haben. Den aufrechten, schwingenden Gang, die Alpha-Methode, die Hände so zu bewegen, als würde ich den nassen Putzlappen auswringen, die Füße abrollen – aber wie war das mit der Zitrone????

Ich befürchte, wir müssen Heike zum Auffrisch-Kurs nach Würzburg holen. Sie kommt ja sowieso zu unserem nächsten Frauentag am 4.Oktober – da könnte sie den Freitag gut ein Refreshing anbieten; 😉 nicht wahr?

Obstsalat und Wochenende

7 leichte Butterkuchen- und lange Warteschlangen später – bei mir an der Waage in den Treffen  sieht es aus wie bei Aldi an der Kasse, wenn Marken-Sportbekleidung im Angebot ist – und ich hab frei 🙂

Sogar die Büroarbeit ist getan und der Wochenendeinkauf im Haus. Ich hatte die leise Hoffnung, dass heute mein Ebay-Schnäppchen, der „Quick Chef“ eintrifft und mir schon Kiwis, Birnen, Äpfel und Bananen mitgebracht – zum Testen.

Tja; und inzwischen gabs Obstsalat zum Nachtisch und Bananenquark am Nachmittag. Der Kaloriengehalt der getesteten Speisen beginnt zu steigen. Logische Folge wäre jetzt die schnelle Schokosahne aus dem Rezeptheft, das dabei lag. Wenn ich so weiterübe, werde ich das Wochenende schnikkefett. 🙁

Wie gut, dass ich normalerweise so viel außer Haus bin. Da bin ich essenstechnisch nicht gefährdet. Ausnahmen bestätigen die Regel, habe aber mit Geiz zu kämpfen und würde mir nur kurz vor dem Verhungern auswärts etwas zu essen kaufen.  Doch wo der Kühlschrank so nah und so gut gefüllt ist, komme ich auch ohne Hunger auf die Idee, mir „schnell“ irgendwas zu gönnen!

Weil ich die Woche so fleißig war.

Belohnung muß sein. Stimmt! Morgen nachmittag ist Nordic Walking angesagt. Mir eine Runde „Laufen“ als Belohnung zu verkaufen, schaff ich allerdings noch nicht 😉

Aber ich freu mich schon – und bin mal gespannt, wer von meinen Teilnehmern mitläuft. In der Gruppe machts einfach Spaß und man lernt nette Leute kennen. Außerdem organisiere ich mich an solchen Tagen „mit Plan“ besser – meine Hausarbeit läuft wie von selbst , weil ich ja schnell fertig werden möchte – und hinterher bin ich froh, dass ich etwas „für mich“ getan habe.

Inzwischen glaube ich, dass Hausfrauen ohne eigenes Geld – mit ihren vielen verschiedenen Aufgaben, es schwieriger als andere Frauen haben, Freiräume für sich zu finden und etwas dafür zu tun, dass es ihnen gut geht.

Wie gut ich sie verstehe – und wie sehr ich es jetzt genieße, mir einfach mal Zeit für das zu nehmen, was mir gut tut. Heute brauche ich mich nie mehr zu rechtfertigen. Einer berufstätigen Frau außer Haus scheint man auch Entspannung außer Haus zuzugestehen.

Morgen abend gehts für 0 Points ins Kino. P.S. Ich liebe Dich. Ein Frauenfilm mit Schluchzfaktor. Ich werde mir viele Taschentücher einpacken und den Film zusammen mit jemandem anschauen, der auch Sinn für Romantik hat 😉

Learning English

Ich habs gemacht! Und freu mich wie ein Schneekönig 🙂

Habe mich für zwei Tage für eine Konferenz mit dem klingenden Namen „Colour your world“ in London angemeldet und damit ich nicht so allein bin, habe ich meine ältesten Töchter mit nach London eingeladen. Die sind natürlich entzückt von der Aussicht auf 3 Tage Weltstadt satt. Und ich erst 🙂 Das Wochenende zum ersten Mai liegt aber auch ideal. Ich brauche mir noch nicht einmal Urlaub nehmen.

Nun habe ich beschlossen, dass ich dringend meine Englischkenntnisse aufmöbeln müsste. Nicht, dass ich es nicht gelernt habe. Ich könnte sogar meine zwei im Leistungskurs Englisch im Abitur beweisen. Aber die letzten Jahre habe ich mich immer mehr auf meinen pefekt englisch sprechenden Norwegermann verlassen – oder meine sprachbegabten Töchter (latein, englisch, französisch, norwegisch und sogar noch Grundkenntnisse in japanisch – warum sollte ich mich in der eigenen Familie blamieren).

Weil ich die Konferenz kopfhörerfrei genießen will, werde ich mal wieder englische Cds und Kassetten rauskramen und mich wieder „reinhören“. So ein Londontrip bildet also schon 4 Monate vor der Reise 🙂

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

„Ich kenne gute Zeiten und schlechte Zeiten. In den guten Zeiten läuft alles wie von selbst…“ schreibe ich am Anfang unseres Ideenpools im „Lebe leichter“ Buch. Im Moment sind gute Zeiten 🙂

Meine Tochter staunt. Ich schnibbel nach dem Mittagessen Äpfel und Mandarinen, mische mir eine große Portion 0,1 % Joghurt und stelle alles in den Kühlschrank – für meinen Riesenhunger, wenn ich abends um 20:30 von den Treffen nach Hause komme. „Du tust ja mal, was Du den Teilnehmern immer erzählst“. Birgitta ist von den Socken. So konsequent hat sie mich lange nicht erlebt. 🙂
Aber ich ziehe meine Vorsätze durch; der Erfolg von 2 Wochen konsequent sein, viel Trinken – immer noch am liebsten Wasser – und abends meine Sattportion Joghurt mit Früchten ist schon spürbar – 2 Kilo Weihnachtsdeko (auf den Hüften) sind schon wieder verschwunden. Wenn ich wieder „im Programm“ bin, gehts mir richtig gut – und mein Energiepegel steigt.

Es tröstet mich, wenn ich lese, dass auch Heike und Rita an der gleichen „Front“ kämpfen – und wir sind mit unseren Kämpfen, unser Gewicht zu halten bzw. die Weihnachtspfunde abzunehmen wahrscheinlich für unsere Teilnehmer glaubwürdiger als wenn wir immer nur strahlend schlank und schön wären.

Die neue Energie und die vielen guten Ideen, die mir durchs „selber umsetzen“ kommen, kann ich im Moment gut gebrauchen. Die Treffen sind alle gut besucht und täglich steigen viele Neue in die Treffen ein. Da werden die Abende lang. Habe heute nicht den leckeren schnellen Butterkuchen gegessen, von dem noch ein paar Stückchen übrig waren – ich habe bis jetzt vier Blechs gebacken – sondern bin Apfel essend heimgefahren, habe mir einen Schokoladentee aufgegossen und mit Genuss mein vorbereitetes Obstjoghurt für 3 Points gegessen.

Heike hat mich inspiriert und ich habe mein erstes Tupperprodukt bestellt. Ich war noch nie auf einer Tupperparty, aber als ich Heikes Küchentipps durchlas (bitte ausbauen 🙂 ) habe ich spontan bei Ebay ein Schnäppchen gemacht und einen neuen Quick Chef ersteigert. Werde ja, meinen Vorsätzen folgend, noch seeeehr viel Obst und Gemüse schneiden in den nächsten Jahren 🙂

Verdiente Pause

Samstag nachmittag, halb fünf! Endlich sitze ich und genieße meinen Kaffee und die wohlverdiente Ruhe. Als ich mich heute  morgen im Haus umsah, sank meine Laune auf den Gefrierpunkt. Die Weihnachtsdeko inclusive Tannenbaum stierten mir entgegen, die Küche glich einem Schlachtfeld, 3 !!! große Puzzels, die wir in den Weihnachtsferien gemacht hatten, lagen fertig auf dem Wohnzimmertisch und überall konnte man deutlich sehen, dass hier viele kreative, hungrige Menschen mit verschiedenen Interessen wohnen, die momentan keine Putzfrau haben 🙁 .  Irgendwann gönne ich mir diesen Luxus !

Aber weil irgendwann noch in der Zukunft liegt, scheuchte ich meine verdutzten Teenies mit durchs Haus und drei Stunden später war alles wieder schön sauber und weihnachtsdekofrei.  Und weil Heike inzwischen ihr Käse-Lauch-Suppe-Rezept online gestellt hat – danke 🙂 – gabs das heute gleich bei uns.  Lecker!

Gleich probiere ich noch 2 Kuchenrezepte aus dem neuen Backbuch von Weight Watchers aus. Den Besten backe ich nächste Woche für alle meine Treffen. Aber egal, wie viele Leute kommen, 1 Kuchen für jede Gruppe  muß reichen.  🙂

Prophylaxe ist…

laut Wikipedia eine Vermeidungsstrategie mit Maßnahmen zur Vorbeugung.

Meinen Stresspegel in diesen Tagen kann und will ich wohl kaum vermeiden. Ich freu mich über die vielen netten, neuen Leute, die in meine Treffen kommen und bin bei jedem einzelnen gespannt, wie er die erste Woche mit den 18 Sattmachern „hinkriegt“!

Aber wie vermeide ich mein eigenes Stress-Essen? 🙁
Im Moment bin ich an vier Abenden in der Woche für Weight Watchers unterwegs.  Besonders das Aufräumen nach den Veranstaltungen kostet Zeit und nochmal Kraft.  Und dann wirds bei mir „gefährlich“. Jetzt sollte ich eigentlich etwas zu Essen dabei haben, was mir „leicht“ über die nächste Stunde hinweghilft, bis ich zu Hause bin.  Stresstechnisch unvorbereitet, wie ich die letzte Woche war, habe ich schnell ein Päckchen Schokoladenriegel bei mir selber gekauft.

Wenn auch der einzelne Riegel nur 1,5 Points „kostet“ – eine Packung ist dann doch ein Drittel meines gesamten Tagesbedarfs 🙁 Und es ist nicht so, dass ich dann zu Hause gefastet habe.

Ich muss mir für die nächste Woche „prophylaktisch“ Obst mit in die Treffen nehmen, geschnibbeltes Gemüse, eine Thermoskanne mit Tee und die Wasserflasche.

So etwas rate ich sonst meinen Teilnehmern. „Noch mehr Arbeit, noch mehr Sachen zum Tragen?“ denke ich sofort. Aber gerade habe ich mein Thema für die nächste Woche auf meiner Website „Lebe leichter“ angekündigt:

„Wo die Ausreden aufhören, fängt der Erfolg an“ . 🙂

Es war Heikes Mann

…der sagte „Blog schreiben ist in“. Heike und ich wussten das bis dahin nämlich noch gar nicht. Er sagt übrigens auch, Kochshows sind in! Möge dieser Kelch an mir vorübergehen 🙁

Auf jeden Fall hat dieser männliche „Trendwisser“ (Vlado, manche Leute  verdienen damit jede Menge Geld) uns erst zum Bloggen gebracht. So schreiben Heike und ich, zur Freude einiger Freunde, die uns ja jetzt nicht mehr anrufen brauchen.

Manchmal weiss ich aufgrund eines Blogeintrags, warum Heike mir auf meine Email nicht antwortet – und Gemeindemitglieder wissen, wo der Pastor mit seiner Frau Silvester gefeiert hat, nämlich zu Hause. Aber nächstes Jahr sollten wir wieder ein rauschendes Fest feiern, das hat mir dieses Mal doch gefehlt.

Seit heute hat eine liebe Kollegin ebenfalls eine Website mit zusätzlichem Blog erstellt. Ich vermute, wir haben sie angesteckt 🙂

Liebe Rita, einen öffentlichen Gruß und ein großes Kompliment. Besonders Deine Abnahmegeschichte mit den Bildern „wer von uns beiden ist hier der Puter 🙂
hat mich echt begeistert. Solche Photos kann ich leider nicht bieten. In meinen molligsten Zeiten bin ich wohl jeder Kamera aus dem Weg gegangen.

Heike, Rita und ich arbeiten alle drei für Weight Watchers. Und seit dieser Woche ist es mit der Ruhe der Feiertage endgültig vorbei. Allein Montag und Dienstag sind fast 50 „Neue“ eingestiegen.

Da muss ich selber wieder „vorbildlicher“ sein, konsequent, viel trinken, Points zählen und Bewegung einbauen.  🙁

Mehr Bewegung wirds bei diesem Pensum automatisch, aber ich glaube, ich greife auch wieder zu meinen Nordic Walking Stöcken. Ein Teilnehmer meiner Donnerstagsgruppe ist Nordic Walking Basic Instruktor wie auch Heike. Sobald er wieder anbietet, mit „meinen“ Teilnehmern durch unsere schönen Weinberge zu laufen, laufe ich  mit :-). Bewegung baut Stress ab 🙂 und gibt Bonus Points 🙂