Keine Hormonstörung

„Was haben Sie denn davon, dass Sie im Moment am Abnehmen sind?“, frage ich meine Teilnehmer, um sie zu motivieren.   „Mehr Energie“, „mehr Kleider im Schrank“, „niedrigerer Blutdruck“, „kann mich besser bücken“… „ich fühl mich einfach weiblicher“…. Kurzes Prusten in den hinteren Rängen, bis ein Mann (heute 6 Kilo weniger) vor sich hinbrummelt: „Kann ich von mir nicht gerade behaupten 🙂

Frau K. hat sich an ihren Kühlschrank einen Zettel geheftet: „Denk an die schwarze Hose“ – denn ihr Ziel ist es, da bis Weihnachten wieder hineinzupassen – und es trennen sie noch etwa 3 Kilo. Und im Süßigkeitenfach  im Wohnzimmer klebt mein Motivationskärtchen: „Nichts schmeckt so gut, wie es sich anfühlt, schlank zu sein“.

Mit meinen neuen Flitzerchen muß ich mich wieder an „weniger“ Kofferraum gewöhnen und wohl ein bisschen organisierter werden. Zum Sperrmüllfahren ist ab heute mein Mann zuständig, mein Auto ist zu klein 😉

Wenn meine Teilnehmer ihre Abnahmeerfolge für die Tafel in Lebensmitteln aufwiegen, haben sich mir schon die ersten Helfer zum Transportieren angeboten.  Weniger Benzin, weniger KFZ-Steuern, aber ansonsten nur „mehr“. Mehr Parkplätze, mehr Hilfe – und vor allem mehr Spaß. War schließlich mein absolutes Wunschauto, dass da völlig unerwartet in meinen November gerollt kam  🙂

Klein, aber fein

Treffender könnte man das Weight Watchers Treffen heute morgen kaum bezeichnen. Gerade mal 20 Teilnehmer waren gekommen, doch statt verkaterter Novemberstimmung herrschte allerbeste Laune. Eine Teilnehmerin hatte 9 Kilo, eine andere glatte 12 Kilo  abgenommen.

Dann kam die attraktive Frau Sch. nach vorne, nahm ihren Schlüsselanhänger für die erreichten 10% Abnahme entgegen – und legte los: „Danken wollte sie mir für die tolle Motivation im Treffen“. Sprachs und überreichte mir ein Geschenk – und „danken wollte sie ihrer Freundin, mit der sie oft zusammen kocht, die ihr ab und zu auf die Finger schaut, die ihr die Meinung geigt – und sie anspornt, durchzuhalten“. Sprachs und auch sie bekam ein Geschenk. Frau M. und ich  waren sprachlos…

Dann holte ich eine Frau nach vorne, die in den letzten Monaten 15 Kilo abgenommen hatte und nun mit der Goldcard , der kostenlosen Mitgliedschaft abschloss. Zum Dank hatte sie uns ein Gedicht geschrieben:

„Als ich hier herkam, war ich voluminös, das macht mich oft ganz schön nervös! Ich machte viele Diäten, ob Trennkost oder Low Fat, ich merkte ganz schnell, das hat alles keinen Zweck. Ich hörte von Weight Watchers, nahm all meinen Mut zusammen und kam hier her. Ich dachte  für mich: Wenn Du das  jetzt nicht machst…Du weißt ja, es half alles nix mehr.

Ich fühlte mich gleich sehr wohl hier bei meinen Leidensgenossen. Und ich war nicht mehr allein, wie ein Pudel begossen. Ich dank auch unserer Leiterin Frau Nordstrand, die uns immer mit  Rat und Motivation zur Seite stand. Wie gesagt…nen herzlichen Dank!

Sooo. Nun bin ich dünner, knapp 15 Kilo sind weg, ich hab gesiegt gegen den Speck. Nun seh ich wieder lecker aus 🙂 – das schafft ihr auch alle – ei da dauss! War ne schöne Zeit bei Euch, komme immer wieder gerne hier her. Weil ich hatte viel Freud. Ich danke Euch sehr. Alles Liebe E.B.“

Und damit nicht genug: Beim Abnahme-ABC fiel der Gruppe  bei N nur „Nordstrand“ ein – und sie meinten definitiv nicht die Nordseeinsel – und zum Abschluß gabs für jeden ein Stück Kuchen – weil bei Frau B. in der letzten Woche während des Treffens das Handy geklingelt hatte. So macht Arbeiten auch in den Herbstferien Spaß!

Knapp unterm Himmel

„Das war ein Gefühl hier – wie knapp unterm Himmel“, mit diesen Worten verabschiedete sich eine Teilnehmerin des „Lebe leichter-Wochenendes“ von mir. Unsere Gruppe  war vom Dünenhof-Team nach Strich und Faden verwöhnt worden. Liebevolle Aufmerksamkeiten auf den Zimmern, Amicelli und selbstgebackene Brötchen auf dem Frühstückstisch, gesundes, leichtes Mittagessen, Rotwein zum Abendessen und nach dem Night-Cafe den Film „Choccolate“ 🙂

Alle Details, die für Frauen den kleinen Unterschied ausmachen, waren bedacht und umgesetzt worden.
Für Heike und mich war es in dieser Atmosphäre ein Leichtes, aus unserem Leben zu erzählen. Von unseren Erfahrungen mit dem „Leichter werden“, wobei wir nicht nur die Äußerlichkeiten, sondern auch die inneren Lasten im Blick hatten. Eine dünenhoferfahrene Besucherin des Wochenendes sagte: „Ihr passt so richtig zum Dünenhof. Ihr seid so authentisch und ehrlich. Das war einfach rund…

Stimmt. Genauso haben Heike und ich das auch empfunden. Obwohl wir uns vorher nie begegnet sind, haben wir uns richtig gut ergänzt. Der Dünenhof hat auch gut zu uns gepasst. Wie schade, dass er am anderen Ende der Welt liegt.

So machten wir uns nach dem Abschluß auf und gönnten uns noch eine Tüte Seeluft am traditionsreichen Aussichtspunkt „Alte Liebe“ im Cuxhavener Hafen. Und ein paar Stündchen später war ich wieder am Nabel der Welt, im wunderschönen Unterfranken, bei meinen Lieben.

Und habe heute morgen festgestellt: So gutes Essen, Amicelli, Rotwein, Käsetaschen…. und 1 Kilo abgenommen? Lags an der Seeluft? Oder habe ich das Essen vor lauter Reden nur angeguckt?
Gucken, Reden (und Duschen) hat ja alles bekanntlich 0 Points 🙂

Dusch-Vorteil

Duschen macht wach. Und sauber. Außerdem kann man beim Duschen nicht essen. Und laut Kunhard bewegen sich die meisten Menschen unter der morgentlichen Dusche mehr als am restlichen Tag.

Habe den sehr informativen Podcast über die Kunhard-Methode beim Mittagessenkochen mit dem Laptop in der Küche angehört – und bekam den unwiderstehlichen Drang, zu duschen. Unbedingt vor dem nächsten Mal angucken 🙂

Inzwischen bin ich gestiefelt und gespornt für das „Lebe-leichter-Wochenende“ auf dem Dünenhof in Cuxhaven. Alleine die lange Zugfahrt werde ich genießen – und erst recht drei Tage Wellness mit einer großen Gruppe netter, aufgeschlossener Frauen, die alle gerne leichter leben wollen. Privileg….

Neidlos

Wir spornen uns gegenseitig an. Rita, Heike und ich. Wir drei Kolleginnen wohnen wirklich hunderte von Kilometern voneinander entfernt. Doch Internet und Outlook machen es möglich, auch über große Distanzen voneinander zu lernen und uns gegenseitig zu inspirieren.

Ich war wohl die erste, die eine Website für meine Teilnehmer bastelte. Und weil das so einfach war, ließ Heike sich anstecken – und Rita zog nach. Heike war dann die erste, die anfing, zu bloggen. Weblog – damit konnte ich bis dahin gar nichts anfangen. Doch weil diese Art der Kommunikation  so einfach und witzig ist, ließ ich mich anstecken – Rita zog nach.

Inzwischen schaue ich einmal täglich, was meine Kolleginnen so „treiben“. Lasse mich von ihren Erfahrungen inspirieren und gucke mir manches von ihnen ab. Und was lese ich in den letzten Tagen?

Rita beginnt mit einem wöchentlichen Newsletter für ihre Teilnehmer, Heike sitzt schon in den Startlöchern und plant das gleiche… und ich?

Habe mir sofort Ritas Newsletter bestellt und erkenne neidlos an: Super pfiffig gestaltet, als PDF-Datei geführt, bestückt mit Bildern, Infos, Motivation und sogar Rezepten. Warum bin ich nicht auf die Idee gekommen? Die Gulaschsuppe lachte mich so sehr an, dass es heute Mittag bei uns Gulaschsuppe gab 🙂

Rita macht es, Heike macht es… Ich muß nachdenken und bestell mir erst einmal ihre Newsletter 🙂

Steht schon im Hebräerbrief 10:24  dass wir einander anspornen sollen zu guten Werken.

Trink-Marathon

„Ich schaff das Trinken nicht“, höre ich immer wieder Teilnehmer stöhnen. „Was ist denn daran so schwer? Glas unter den Kran – trinken und fertig“. Heike verstand das noch nie. Ich selber musste mir das viel Trinken erst angewöhnen. Doch inzwischen ist es auch für mich selbstverständlich geworden.

Aber auf solche Mengen wie im Moment hab ich es noch nie gebracht. Schon nach dem Aufstehen Wasser. Heißes Wasser kurbelt die Verdauung an und hilft auch bei Heisekeit und aufkommende Erkältung optimal. So weit will ich es erst gar nicht kommen lassen. Außerdem Tee, Kaffe, Brühe, Suppe

Vor 1 1/2 Jahren musste ich ein „Lebe-Leichter-Wochenende“ auf dem Dünenhof canceln, weil ich stockheiser war – und die leisen Warnsignale meines Körpers in den Wochen vorher wohl ignoriert hatte. Aus solchen (unangenehmen) Erfahrungen lerne ich am meisten. Für gefühlte Hungerattaken habe ich Gemüse- und Kartoffelsuppe im Vorrat.

Heute habe ich mir den Vormittag freigeschaufelt. Neben mir steht ein Tasse Kaffee, eine Kanne Schokoladentee und – heißes Wasser. Wo es morgens meist hopplahop gehen muss, genieße ich heute ein fast leeres Haus und das Wohnzimmer für mich alleine. Möchte meine und unsere Themen für das Wochenende auf dem Dünenhof noch einmal vorbereiten und tue mir mit solchen ruhigen Mußestunden immer auch selber etwas Gutes. Entschleunigen nennt man das wohl…

Ist ein Teil der Familie zurück, ist konzentriertes Arbeiten nämlich gar nicht mehr so einfach. Kinder gehen ins Kinderzimmer, Männer ins Arbeitszimmer und Mütter? So nutze ich die Gunst der Stunde(n). Ich denke, meine letzten (freien Stündchen) vor der Abfahrt am Freitag morgen. Carpe diem 😉

Lila Pausen, think pink…

oder die Farbtupfer meines Lebens 😉

Ich mag Alltag. Wirklich. Stehe morgens gerne auf, weil ich normalerweise mag, was mich erwartet. Aber wenn ich wieder mal mitten in einer von mir „angezettelten“ Aktion stecke und mir dabei die Haare raufe, wenn sich mein Zeitbudget zusammenzieht, ich aufgeregt Präsentationen vorbereite, Absagen einkassiere und Koordinationsakrobatik betreibe – manchmal frage ich mich selber, warum ich das tue.

Keiner bittet mich, einen Frauentag zu initiieren, ein Buch zu schreiben, eine karikative Aktivität vorzunehmen oder einen Bücherflohmarkt anzuleiern. Ich könnte bequem zu Hause sitzen und meinen Hobbys frönen. Stattdessen ist wohl mein größtes Hobby, lila Pausen in meinen Alltag einzubauen.

Wenn ich heute unser Hörbuch „Lebe leichter“ in die Hand nehme, denke ich nur an ein herrlich freies Wochenende in Wetzlar, einen kurzen Besuch im Tonstudio des ERF und ein genussreiches Abendessen mit Heike, wo wir den Abschluss des Projekts „Lebe leichter“ in Form von Buch und Hörbuch genossen und weitere Projekte ausloteten.

Wenn ich einmal alt und grau bin und an die verflossenen Jahre denke, werde ich mich nicht an die alltäglichen Dinge erinnern und auch nicht an die durcharbeiteten Nächte und ermüdenden Reisen,  sondern an die Akzente und Highlights, die meinen Alltag unterbrochen haben, meine lila Pausen eben.

Eine solche Pause war unser Herbstfest am letzten Freitag – mit der eleganten Ambiente des Hotels Mainpromende, dem wunderbaren warmen und kalten Büffet, einem kleinen Rahmenprogramm und dem Auftritt von Frau Köth, der  AWARD-Siegerin eines Wettbewerbs von Weight Watchers.

Und schon läuft in dieser Woche mein nächstes Projekt an: „Pfunde schmelzen für die Tafel„… Ich habe den Beginn der Aktion beim Herbstfest angekündigt und bin gespannt, was die übrigen Teilnehmer dazu sagen.

Ab Freitag bin ich fürs Wochenende mit Heike zusammen auf dem Dünenhof. Ich freu mich, neue Leute kennenzulernen und weil das Wochenende „Lebe leichter“ heißt, erwarte ich, dass es auch richtig leicht wird. Für die 80 Teilnehmer, das Team vom Dünenhof, für Heike und auch für mich -Lila Pause 🙂

Ordnungsliebe

„Mein Mann ist so ordentlich, wenn ich ihn ließe, würde er sogar seine alte Socken abheften“, seufzte einmal meine Freundin. So übertrieben ordentlich ist mein Mann  nicht. Aber wichtige Unterlagen sind entweder in seinen Ordnern oder in „der schwarzen Mappe“.

„Du musst doch wissen, wo der Fahrzeugbrief ist. Es ist DEIN Auto“. Magne wundert sich gründlich.
In solchen Momenten neige ich zur blanken Panik. Natürlich verschwindet so ein wichtiges Dokument auch bei mir nicht einfach. Aber „abgeheftet“, wie bei ihm ist es ganz sicher auch nicht.

Wo in meinen zahllosen Unterlagenstapeln sollte ich zuerst suchen? Mein Mann in  pastoraler Freundlichkeit bot mir an, ein weiteres Mal die „schwarze Mappe“ zu sichten und gerne auch meine Ordner. Er hat einen guten Eindruck von mir – doch ich wußte: Abgeheftet – im Leben nicht 🙁

In meiner kurzen Mittagspause machte ich mich auf die Suche: Schrank Nr.1 mit 4 Stapeln in 10 Minuten. Nichts! Denkpause. Kurzer Geistesblitz nach Stoßgebet. Ins umgeräumte Jugendzimmer gegangen, wo nur unsere Studententochter auf Heimaturlaub zu nächtigen pflegt. Ein Griff ins Regal und da lag der Schatz. Mitsamt dem ganzen Carepaket rund ums kaputtene Auto, das in den nächsten Tagen von der Versicherung abgeschleppt wird. Ein Stein fiel mir vom Herzen und mein Mann sagte froh: „Hab ich doch gleich gewußt“. Ich nicht. Er glaubt an mich – ich glaub an Wunder 🙂

Durchgeknallt

Heute morgen traute ich fast meinen Augen nicht. Als ich zu meinem geparkten Auto vor dem Treffenraum in der Ohmstraße ging, um den Kofferraum auszuleeren, blieb gerade ein führerloser Kleinbus vor mir stehen. Anscheinend hatten sich am Berg die Bremsen gelockert – er war die steile Böschung zu unserem ansonsten völlig leeren Gemeindeparkplatz hinuntersaust und hatte dort das einzige Auto mit voller Wucht getroffen. Mein kleiner Toyoto stand da wie ein Häufchen Elend 🙁

Die Situation wirkte bizarr. Nicht nur die Autos schienen „durchgeknallt“ – ich fühlte mich genauso.

Totalschaden! Polizei und Ehemann  benachrichtigt – und dann versucht, ein Treffen zum Thema „Spaß und gute Laune“ zu halten. Was mir heute nur bedingt gelang.

Trotz des Schreckens: Wie gut, dass kein Mensch zu Schaden gekommen war.

Aber nun gilt es, sich mit Dingen wie Leihwagen, Versicherungen und Kauf eines neuen Wagens zu beschäftigen, denn ohne mobilen Untersatz sind meine 7 Treffen nicht zu bewältigen. Statt mich also heute, wie geplant um die Highlights des Herbstfestes am Freitag in Karlstadt zu kümmern, haben manche Tage so ihre eigene Dynamik.

Apropos Herbstfest: Bis jetzt haben sich 65 Teilnehmer angemeldet. Bis Mittwoch um 12.00 ist noch Gelegenheit, sich bei mir anzumelden. Und Highlights gibt es trotz durchgeknallter Autos – das wär doch gelacht 🙂