Müsli im eigenen Saft

Ziemlich genau sieben Mal in der Woche erkläre ich neuen Teilnehmern das Programm. Wie sich ihre Pointszahl zusammensetzt, die Fit Formeln und natürlich die 18 Sattmacher. Inzwischen habe ich einige Standartsätze, die kurz und prägnant sind und mancherlei Nachfragen überflüssig machen!

Tja, und an Tagen wie heute, wo ich um 20.00 Uhr wohl doch mal nicht ganz bei der Sache war, höre ich mich dozieren: „Zu den kohlenhydratreichen Sattmachern zählt auch Müsli, natürlich im eigenen Saft“. Die Neuen staunen. Was war denn das? Hatte wohl vorher den eiweißreichen Sattmacher Tunfisch nicht mit gemixt. Der wäre in diesem Fall garantiert ohne Zucker gewesen  🙂

7×8

…war als Kind meine Lieblingsrechenaufgabe. Irgendwie konnte ich mir diese schräge Zahl besonders gut merken. Rechnen fiel mir als  Kind so sehr schwer. Von Taschenrechnern  keine Spur… Aber vielleicht hat gerade dieses „sich Stoff erarbeiten  müssen“ dazu beigetragen, dass mir später das Lernen leichter fiel. Je höher die Schulklassen, desto besser wurde ich 😉

Mein Studium war aus ziemlich privaten Gründen nur von kurzer Dauer, doch mein Faibl, mir auch in meinem Job als Hausfrau und Pastorenfrau Wissen zu erarbeiten ist Gott sei Dank geblieben.

Inzwischen haben Forschungen (nicht meine) ergeben, dass unser Gehirn gerne neue Zellen bereitstellt, wenn sie denn auch tatsächlich benötigt werden. Jeder Lernvorgang hilft! Und je ganzheitlicher wir leben und uns auch hier in neues Terrain wagen, desto  besser. Mein aktueller Vorsatz: Statt anzufangen, zu malen oder zu töpfern, werde ich mal an meinem Schriftbild arbeiten. Meine Teilnehmer werden sich freuen 8)

Kein Stroh im Kopf

„Wissen Sie, wie man den Begriff strohdumm positiv verpacken kann?“ Ich verneine, fest davon überzeugt, das Intelligenz wirklich nur die eine Seite der Medaille ist. „Intellektuell völlig unbelastet“, erklärt Herr F 8)

Vorausgegangen war ein Input zum Thema „Eigene Einstellung„. Wußten Sie, dass unser Unterbewußtsein sich schwer tut mit Verneinungen? Will sagen, wenn frau sich sagt, ich darf in dieser Woche auf keinen Fall zunehmen, kommt die Botschaft nicht an. Besser: „Ich werde mich in dieser Woche gesund ernähren, mich mehr bewegen und gut fühlen 🙂

Im Moment habe ich „Wissenshunger“ und füttere meinen Kopf mit Informationen. Möchte nicht nur Gehirnbesitzer, sondern auch -nutzer sein. Höre Podcasts, die mich anregen, Hörbücher, lese Fachbücher und versuche, so viel Neues wie möglich abzuspeichern. Tschuldigung, dass ich darüber ein paar Tage die Blogeinträge vergessen habe.

Menschen, die mir in meinen Treffen begegnen haben eines gemeinsam: Sie sind im Begriff, sich zu verändern, lassen die Dinge nicht einfach laufen, sondern übernehmen selber die Verantwortung.

Bei den einen ist es nur eine optische Veränderung, weil die Gardarobe nicht mehr passt, bei vielen jedoch umfasst die Veränderung die ganze Person. Frau Sch. hat inzwischen über 36 Kilo abgenommen und ich kann mich nicht sattsehen an ihrem Anblick. Im Laufe der Monate hat eine grandiose Veränderung stattgefunden und wenn der Sommer kommt, schließt sie mit der Goldcard ab.

Selbst die Verantwortung übernehmen, für die Gesundheit (soweit es an mir liegt), für mein Bedürfnis nach Kommunikation und auch unsere intellektuelle und seelische Entwicklung, dafür möchte ich sorgen, bei mir und in meiner Umgebung.

Ein Beispiel aus „Hühnersuppe für die Seele“:
Walt  überlebte seine dritte Frau, mit der er 52 Jahre verheiratet war. Als sie starb, sagte jemand, dass er wohl traurig sein müsse…“Nun, natürlich, aber es ist vielleicht auch das Beste. Ich will nicht negativ sein, aber sie hat in den letzten 10 Jahren ein wenig nachgelassen“.

Als Walt gebeten wurde, das zu erklären, fuhr er fort: „Sie wollte nie irgend etwas tun. Sie wurde eine Art Muffel. Vor 10 Jahren (Walt war damals 94) sagte ich zu ihr, wir hätten nie etwas von der Welt gesehen und dass ich überlege, ein Wohnmobil zu kaufen“. „Jetzt hast Du den Verstand verloren“, sagte sie.

Walt bereiste nach dem Tod seiner Frau noch 43 Staaten und verkaufte Kuriositäten und Souvenirs. Übrigens reiste er nicht alleine, sondern mit einer ziemlich attraktiven 62jährigen Frau an seiner Seite. Mit fast 100 Jahren investierte er sein Geld in Immobilien, damit es sich vermehren konnte für Zeiten, wenn man es wirklich braucht. Er verdiente mit 105 mehr Geld als je zuvor. Und seine Definition von Depressionen: Sich einen Geburtstag entgehen zu lassen. Stay happy, stay alive 8)

Besser als Red Bull

Red Bull verleiht ja bekanntlich Flügel. Ich habs bisher noch nicht getestet. Doch auch ohne wuchsen mir heute Flügel.

Als mein Mann mir beim Mittagessen spontan sagte, wie hübsch ich gerade aussehe. Dabei war ich keinesfalls in Bestform, nicht gefönt, sondern in mittäglicher Zerzaustheit. Gleich darauf lobte er mich, wie besonders gut es heute geschmeckt hat (naja, mein erster Versuch, ihm Garnelen schmackhaft zu machen, war von Erfolg gekrönt gewesen). Ob er wohl heimlich ein Ehebuch liest?

Dann läutete das Telefon und der Anrufer wollte mir einfach nur sagen, wie gut er und seine Frau einen Artikel von mir gefunden haben, den sie soeben gelesen hatten. Und schon hat man Flügel, ganz ohne Red Bull. Und überlegt sich, wem man selbst heute Flügel verleihen könnte 😉

Weekend-Feeling

Heute ist ein geschenkter Tag! Von meinem Bücherglück letzter Woche habe ich schon zwei ganz ausgelesen und hänge gerade an der Hühnersuppe (für die Seele) 🙂

Nicht, dass ich gar nichts gearbeitet hätte. Aber die Erkenntnis, dass ich mir ja auch regelmäßig Pausen zugestehen würde, wenn ich irgendwo angestellt wäre, hat mich heute sensibilisiert.

Nicht „selbst“ und „ständig“, sondern schön Erholungspausen einlegen, damit die Hütte so lange wie möglich in Schuss bleibt. Ich beobachte in meinen Treffen, dass gerade ältere Menschen oft immens unter Stress und Druck stehen und sich schwer tun, sich Zeit für sich und ihre Gesundheit zuzugestehen.

Diese Woche mitsamt der IHK-Prüfung und dem Run auf die 20,-Euro-Kampagne von Weight Watchers (geht noch bis Dienstag, 5. Mai) war richtig arbeitsintensiv gewesen. Und jetzt sitze ich mit feinstem Popcorn auf der Terrasse, surfe und lese abwechselnd und ruhe von meinen Werken. Das Leben ist so schön, wenn es schön ist.

Heike drauf, Heike drin

Endlich ist die Fortsetzung von Lebe leichter fertig. Als Heike mich bat,  ein Vorwort zu „Leben mit allen Sinnen“ zu schreiben, sagte ich gerne zu. Heike und ich haben unser erstes Buch „Lebe leichter“ ja gemeinsam geschrieben. Als spontanen Entschluss, nachdem wir uns erst eine halbe Stunde kannten.

Heike liebt neue Projekte wie ich und wenn sie erst einmal Feuer gefangen hat, lässt sie nicht mehr davon ab. Dabei beweist sie Liebe zum Detail. Ich beobachte das im Umgang mit ihrer Familie, bei ihrer Arbeit als Ernährungsberaterin und so habe ich sie bei unserer Zusammenarbeit zu Buch und Hörbuch Lebe leichter erlebt.

Viele Vorträge habe ich inzwischen von ihr gehört. Heike hat die Fähigkeit, Herzen zu berühren. Ihre „Nordic Walking Kurse, die sie als ausgebildeter Nordic Walking Basic Instruktor leitet, geben den Teilnehmern nicht nur das nötige Know How, sondern machen in erster Linie Spaß und das muss wohl an Heike selber liegen. Freunde, Kunden und Leser unseres ersten Buches können in ihrem Internettagebuch fast täglich einen kleinen Einblick in Heikes aufregendes Leben erhalten.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie nicht nur ein Teefachgeschäft gegründet, sondern auch eine kirchliche Gemeindearbeit vor Ort. Und nun ist auch ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Entspannungstherapeutin fast abgeschlossen.

Eigentlich wollten wir auch dieses zweite Buch gemeinsam schreiben. Wir hatten schon die Kapitel aufgeteilt und die ersten Emails mit fertig gestellten Texten gingen von ihr zu mir und wieder zurück. Doch dann konnte und wollte ich das Tempo nicht mehr halten und „stieg“ aus. Heike nahm meine Absage sportlich.  Gab einfach ein bisschen mehr Gas und schrieb  „Leben mit allen Sinnen“  halt allein.

Heike, Du bist eine tolle Frau! Und wie gut, dass das Buch von vorne bis hinten von „Entspannung“ handelt. Trotz Herausforderungen das Leben zu lieben und es mit allen Sinnen zu genießen – Du machst es uns vor!   Glückwunsch 😉

Links, rechts, links…

und andere Schwierigkeiten.

Ich hatte ein bisschen Respekt vor dem Tag meiner IHK-Prüfung gehabt. Weil er eingebettet war in einen Monat mit ziemlich vielfältigen Herausforderungen, die wiederum in Tage mit ziemlich vielfältigen Herausforderungen eingebettet waren. Gleichwohl fand ich es auch angebracht, dass mein Wissen in punkto „Ernährung“ mal wieder professionell überprüft wurde.

Nachdem ich nun den Tag zuvor vorgekocht hatte, um sicher zu stellen, dass in meiner Abwesenheit kein Familienmitglied Hunger leiden mußte, meine Vertretung mit ausreichend Material und Infos bestückt hatte, Kinder wecken, Frühstück für alle und den ganzen Brimborium fuhr ich heute ziemlich früh nach Heidelberg zur Zertifizierung. Doppelt gesichert mit ausgedrucktem Routenplaner und Navi und trotzdem unsicher.

Wußten Sie, dass Linkshänder rechts und links nicht unterscheiden können? Dass sie immer eine kurze Denkpause brauchen, um zu reagieren? Ich bin Linkshänder. Und kam zu meiner Erleichterung trotz Denkpausen rechtzeitig in Heidelberg an. Die schriftliche Prüfung von einer Stunde war nicht schwer. Obwohl ich nicht alles wußte. Was mich nicht frustrierte, sondern eher anspornt, mir in meinem Fachgebiet noch mehr Wissen anzueignen.

Danach eine mündliche Prüfung, dann war´s vorbei: Ich darf mich also, neben meinem Titel als „Staatlich geprüfte Diätassistentin“ nun auch noch mit der Bezeichnung „Fachfrau für Ernährungs- und Gewichtsmanagement„(IHK) schmücken.

Ziemlich erleichtert fuhr ich, rechts, links, rechts mit links meisternd auf schnellstem Weg nach Hause. Tanken? Ach nö, ist doch noch genug Benzin drin! Gerade als ich am Hinweisschild „nächste Tankstelle  52 Kilometern“ vorbei gefahren war, schaltete mein Ford Ka auf Reserve! Schneller Schluß mit der Erleichterung, weil ich nicht wußte, ob meine Reserve reichen würde! Weil ich vorher die Autobahn wechseln mußte und erstaunlich wenige Ausfahrten kamen. Irgendwann, als ungefähr noch 1 ml Benzin im Reservetank war, erschien die erlösende Tankstelle. Wofür man doch alles beten kann? 8)

Hühnersuppe für die Seele

Nachdem ich heute Morgen bienenfleißig meinen Schreibtisch abgearbeitet habe, bin ich reichlich entschädigt worden. Habe auf dem Wühltisch vier Lieblingsbücher entdeckt, die ich mir alle schon mal zulegen wollte, als dann abrupt einsetzende Sparsamkeit die Oberhand gewann. Jetzt jedes für 2,99 € 8)

Und weil man auch zu sich selber nett sein sollte, habe ich nicht mal mit der Wimper gezuckt und alle vier gekauft… Sattes Lese- und Bildungsvergnügen für nicht mal 12 €.

Die Bären Strategie von Lothar Seiwert, das Eva Prinzip von Eva Hermann, eine witziger Roman, dessen Titel ich nicht verrate und natürlich  Hühnersuppe für die Seele. Am liebsten würde ich jetzt mit vier Tassen Hot Choccolate und allen Bücher auf einmal auf meiner roten Couch abhängen. Der einzige Haken an der Sache: Ich sollte mich langsam mal auf meine IHK-Prüfung vorbereiten. Der nächste Dienstag kommt bestimmt“

Wer nicht schreiben will

…kann kleben oder „Meine schönste Handarbeit„.

Wer mich ein bisschen kennt, weiß um meine weiblichen Defizite: Weder kann ich stricken, noch häkeln, noch nähen. Mein Mann übergibt anfallende Näharbeiten ohne Seufzen an begabtere Töchter oder gleich der Änderungsschneiderei. Also, Knöpfe nähe ich schon an….

Habe im Keller ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten gefunden und mir diese geniale Handarbeit einmal näher betrachtet. Sie hatte ihren Ursprung in einem Frauenkreis vor ungefähr 20 Jahren. Vorausgegangen war mein erster „großer“ Frauentag, zu dem ich als Pastorenfrau in unsere Gemeinde eingeladen hatte – und wo – aus meiner damaligen Sicht überwältigende 130 Frauen gekomen waren. Unsere Referentin sprach über „Sinnerfülltes Leben“ und hatte uns ihre persönliche Kollage mitgebracht, auf der sie ihre Lebensziele für die nächsten Jahre aufgeklebt hatte. Sie wollte wieder reiten wie damals in ihrer Kindheit und hatte ein Pferd aufgeklebt – ein Hochzeitsbild als Erinnerung, weiter an ihrer Beziehung zu arbeiten u.v.m. Sie erklärte uns, was diese Collage für sie bedeutete und wie sie durch diese visuelle Erinnerung ihre Ziele stets im Blick hat.

Damals gab ich unseren Gemeindefrauen die „Aufgabe“, bis zum nächsten Frauentag ihre eigene Collage zu basteln und sie uns vorzustellen. Meine habe ich immer noch, ein bisschen verstaubt, aber inzwischen ist alles eingetroffen, was ich mir damals „erklebt“, will sagen erträumt habe.

So haben Frauentage mich nie zum Häkeln inspiriert, aber in meinem Leben schon öfters Veränderungen bewirktt. Heute fahren einige Frauen unserer Gemeinde auf ein Frauenwochenende nach Bad Gandersheim. Sie werden verändert. Letztes Jahr wurde ich sehr inspiriert und bewegt, als ich an der Colour your Live Konferenz in London teilnahm. Dieses Jahr fahre ich nicht. Stattdessen spreche ich selbst auf einigen Frauentagen und hoffe, andere Frauen werden inspiriert, schöpfen Hoffnung, bekommen Mut.  Veränderungen sind möglich. Und für die, die die Realität des persönlichen Glaubens an Gott mit einbeziehen sind wahre Wunder möglich.

Mal was anderes…

Eine meiner schönsten Erinnerungen an früher ist ein ganz normaler Schultag, an dem meine Mutter mir zum Frühstück einen Teller knallroter Herzkirschen servierte. Und wie sie spitzbübisch dabei lachte…

Vor ein paar Tagen war das Lieblingsbrot meines Sohnes ausgegangen; nur schwärzestes Schwarzbrot im Kasten und keine Nutella weit und breit. Und weil ich nicht die erste Enttäuschung meines Sohnes an diesem schönen Morgen sein wollte, rührte ich ihm flugs eine Mousse au Choccolate an. Und schaute wahrscheinlich genauso spitzbübisch drein wie damals meine Mutter. Ihm hats gefallen 🙂

Erziehungspädagogik hin oder her, ab und zu mal was völlig Unerwartetes, Anderes machen – ich mags.

Pippi Langstrumpf lief manchmal rückwärts und hatte viel Spaß dabei. Wenn alles nur normal ist, nur Alltag, nur Bekanntes, brauch ich nen Frischekick… und überlege gerade, wie ich mal wieder ein bisschen Farbe in mein Leben mischen könnte. Über Arbeitsmangel oder Langeweile kann ich indes nicht klagen. Sogar lernen tu ich, denn nächste Woche lege ich eine Zertifizierungsprüfung vor der IHK ab. Obwohl mir sogar das Lernen Spaß macht, muss ich zugeben: Richtig Farbe ist anders 8)