Eine Ära geht zu Ende…

Oder: Ein Kaffeetrinker kehrt um. Oder: Eine Koffeinjunkee ändert sein Leben

Für einen Nichtkaffeetrinker habe ich sicher zu viel Kaffee getrunken. Für eine norwegische Kaffeetrinkerfamilie wir unsere, war ich eher ein moderater Kaffee-User. Ein paar Tassen am Morgen. Eine nach dem Mittagessen. Vielleicht auch nachmittags nochmal eine. Ab 16.00 Uhr eigentlich nie, weshalb ich auch heilig davon überzeugt war, dass auftauchende Einschlafprobleme AUF KEINEN FALL mit meinem Kaffeekonsum zusammenhängen könnten, denn meine Abende sind erfahrungsgemäß lang und vor 24.00 Uhr gehe ich selten ins Bett.

Nachdem ich nun Teilnehmern, für die Kaffee & was zu Beißen zusammengehören oder die unter Kaffee Milchkaffee verstehen oder wenigsten ein bisschen Zucker rein oder ein kleines Knäckebrot oder wenigstens einen Keks dazu oder…lies mal bei den Antworten regelmäßig erkläre, dass es die Versuchungshäufigkeit verringert, wenn sie das rituelle Kaffeetrinken während der Tagespausen einstellen…UND MAN NICHT STIRBT…. ja, dacht ich mir, ich probiere selbst mal die Abstinenz. Eine Tasse zum Frühstück. Ende im Gelände. Und siehe da, ich schlafe wie ein Baby.  Und spare Geld. Denn über meinen verwöhnten Gaumen geht ja nur Jakobs Krönung und die kostet 5,59… außer sie ist irgendwo im Angebot.

Dankeschön

Ein weinendes Auge hatte ich schon, als ich mich Freitagmittag auf Lebe leichter Tour begab. Buchvorstellung in Mannheim in der Alphabuchhandlung, spätabends weiter nach Karlsruhe, um heute im CZK beim Lady`s day über Lifestyle, Ernährung und was Gott dazu sagt zu sprechen. „Zuhause“ in unserer Gemeinde war eine lang erwartete Veranstaltung und ich konnte nicht dabeisein 🙁

Aber beide Events waren so schön, es gab so viel Feedback, tolle Gespräche, neue Bekanntschaften und Erweiteremeinegrenzenpotential und

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so ein schönes Danke und beim Heimkommen meinte mein Liebster, dass auch unsere Gemeindeveranstaltungen sehr gut waren. Nun feier ich heute abend in unserer Gemeinde weiter. Bin kein Stück angestrengt, nur happy. Wusstet Ihr, dass das Buch „Lebe leichter“ vor einem Jahr noch gar nicht auf dem Markt war? Ende Februar kam es heraus. Was in diesem Jahr alles passiert ist. Im Moment ist das Buch als Werbeprämie in der Lisa 🙂

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Bin also wieder glücklich im Kreis meiner Lieben. Sogar eingekauft, gekocht und aufgeräumt wurde. Man spart auch Arbeit, wenn man mal verschwindet. Und alle sind froh, dass ich wieder da bin, besonders der Sohn. Da hat er mein Auto wieder 8)

Qualität statt Quantität

„Da hat sie sich aber ein schickes Teil gegönnt“, dachte S., als ich heute an ihr vorbeilief. Als ich mir nach dem Kurs meinen Strickmantel wieder anzog, sagte sie es dann auch: „Echt edel“… Und obwohl ich NIE sage…ach, das hab ich doch im Ausverkauf gekauft, ein echtes Schnäppchen….NIE… konnte ich diesmal nicht wiederstehen, die Fakten auf den Tisch zu legen.

„Ist mindestens 45 Jahre alt. Den hat meine Mutter getragen, als ich Kind war“.

Vor ein paar Jahren habe ich ihn mal „von zu Hause“ mitgenommen, diesen Herbst neue Knöpfe dran genäht und im Moment trage ich ihn täglich. Ein Strickmantel von Bleyle.

Qualität statt Quantität zahlt sich immer aus. Beim Schuhekauf. Bei der Kleidung. Und beim Essen. Heute gibts überbackenen Fenchel, nicht ganz billig, aber soooo lecker.

Eine halbe Stunde

„Wie viel Zeit es braucht, um eine warme Mahlzeit zu kochen…“, davon hatten wir es gestern im Lebe leichter Kurs. Viele Berufstätige kommen erst abends zu ihrer warmen Mahlzeit. Und haben oft keine Lust auf großen Aufwand. Heute wollte ich mal testen, wie lange ich brauche, um eine gesunde, warme Mahlzeit aufzutischen. Es hat nicht länger als eine halbe Stunde gedauert und reicht für 7 Personen oder einer Person 7 Tage 🙂

Ofen vorheizen. Wasserkocher einstellen. Währendessen drei Broccoli putzen. Den geputzen Broccoli in einen großen Topf füllen, mit dem heißen Wasser übergießen, etwas salzen oder auch nicht, Deckel drauf und weichkochen. Ich verwende fast den gesamten Broccoli, schneide nur das holzigste Endstück weg. Nun Reis aufsetzen (same Procedere…. Reis in den Topf, salzen, mit kochendem Wasser übergießen, Deckel drauf) Bratpfanne auspinseln, Sonnenblumenkerne anrösten, gleichzeitig Mozzarella in dünne Scheiben schneiden, Auflaufform dünn auspinseln. Kerne aus der Pfanne nehmen. In der selben Pfanne Hähnchenbrust, in schmale Streifen geschnitten, anbraten, würzen.

Broccoli ist gar. Kochwasser auffangen, trieft vor Kalzium. Broccoli in die Auflaufform, Käse und Sonnenblumenkerne drauf verteilen, in den vorgeheizten Ofen; ca. 12 Minuten… Reis ausstellen und ohne Hitze ausquellen lassen. Tisch decken, währenddessen das Broccoliwasser trinken. Zum Essen rufen.

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Jammerei

Woche 5 in einem meiner Lebe leichter Kursen. Gestern musste ich mal Klartext reden. „Was, ich darf nicht im Auto essen?“ Natürlich darf S. im Auto essen, aber nicht eine Stunde lang  und dann zu Hause weiter, hauptsache sie hält sich an die drei Mahlzeiten. So funktioniert Abnehmen einfach nicht. Hatten wir eigentlich in der ersten Stunde. „Was, ich darf zwischen den Mahlzeiten keinen Kaffee mit Milch und 2 Teelöffeln Zucker trinken…? Und auch kein Obst zwischenrein?“Hatten wir doch eigentlich auch in der ersten Stunde

Während einige der Teilnehmer bereits zwischen 4-5 Kilo leichter sind, tun zwei sich schwer…“Das ist doch Jammern auf hohem Niveau“, werde ich, ganz gegen mein pädagogisches Dauerallesverstehenkönnen einen oder zwei Tick deutlicher …“Da wohnen wir in beheizten Häusern. Haben fließendes, warmes Trinkwasser. Können uns zu Essen kaufen, was wir wollen und was uns schmeckt. Alles im Überfluß da. Und jetzt wollen wir dem Wohlstandsspeck zu Leibe rücken, damit er unsere Gesundheit nicht ruiniert, und wir schaffen nicht, den Kaffee zwischen den Mahlzeiten ohne Zucker zu trinken? Der beste Tipp in diesem Fall lautet sowieso: Den Nachmittagkaffee weglassen. Für wen Kaffee und Süß gemeinsam gespeichert sind,  der schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

„Was, kein Kaffee?“ Doch, gerne weiter Kaffee. Aber ohne Zucker…“Kein Obst dazu?“ „Nicht zwischen den 3 Mahlzeiten“.

Ab und zu müssen wir mal Klartext reden. Notfalls mit uns selbst…

„Ich habe geweint, weil ich keine Schuhe habe. Bis ich jemanden traf, der keine Füße hatte“. (Leopardi)

Unsinn

– wenn man das Abflusssieb rausnimmt, damit das schmutzige Spülwasser schneller ablaufen kann

– wenn man für die Putzfee vorputzt

– wenn man 2 Schokoladenpudding light isst

Solcher Unsinn fällt mir ein, wenn ich eine Schreibpause brauche nachdem ich jemanden erwischt habe, der das Abflusssieb…Ich habe KEINE Putzfee und esse nur manchmal Joghurt oder Quark zum Nachtisch wegen dem Hungerlappenproblem… macht ewig satt.

Valentinstag

„Und das Coaching ist dann am Valentinstag zu Ende“, hatte ich den Anfängern des 12-Wochen-Online-Programms Mitte November vorgerechnet. Am 22.11. kommt einem der Valentinstag sehr weit entfernt vor. Weil dazwischen der erste Advent, Nikolaus, die Vorweihnachtszeit, die Feiertage, Silvester und der ganze Januar liegen. Ich hab sie unterwegs immer angefeuert, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und zu beachten, dass „die Zeit läuft“.

Ein Ziel ist ein Wunsch mit einem Termin.

Nächste Woche schließen sie also ihr Coaching ab und ich bin richtig stolz. Vielleicht hat es sogar eine sensibilisierende Wirkung gehabt, dass sie mitten in den verführungsreichsten Wochen begonnen haben. Einige von ihnen liegen jetzt bei einer Abnahme von 7 Kilo. Trotz Weihnachtszeit.

„Denk dran, dass der Februar nur 29 Tage hat“, erinnere ich die Teilnehmer meines Jahrescoachings. Sie schicken mir einmal im Monat ihr Feedback und setzen sich ein Ziel für den vor ihnen liegenden Monat. Heute ist bereits der 4….Die Zeit läuft, ob sie sie nutzen oder nicht.

Weil die Zeit läuft, sitze ich am frühen Samstag am Laptop und schreibe am neuen Buch. Abgabetermin: Mitte März. Nachdem ich alle Befindlichkeiten wie feststehende Termine, ausgebuchte Wochenenden, Frisör und Kindergeburtstag 🙂 abgezogen habe, bleibt nicht mehr viel Monat übrig. Eingebuddelt ins Thema bin ich glücklich und zufrieden. Mach die Tür vom Arbeitszimmer hinter mir zu und komme gut voran. Mitte März müsste zu schaffen sein, wenn ich jeden Tag das für mein Ziel tue, was ich mir vorgenommen habe.