Gepflegt vergammelt

Dem Ausbildungswochenende, von dem mir einer der Coachs bescheinigte, noch nie eine so erfrischende und kurzweilige Fortbildung gehabt zu haben, folgte ein Großeinkauf, denn meine Leute nagten inzwischen alle am Hungertuch. Sonntagfrüh Erlebnisgottesdienst, ab 14.30 Bad Neustadt… sehr cool, sehr anregend, aber natürlich kein „Sabbat“ im Sinne von Ruhetag. Zwischendurch noch Emails beantwortet, weshalb ich heute von Heike gleich mal einen Anpfiff gekriegt hab von wegen Sonntagsarbeit…

Das habe ich mir sooooooo zu Herzen genommen, dass ich mich auf der Terrasse in den Liegestuhl gelegt UND DEN GANZEN TAG GELESEN HABE. ALSO DEN GANZEN TAG VERLESEN BZW. GEPFLEGT GEGAMMELT. JETZT IST DAS BUCH LEER, ICH WAR NOCH LAUFEN, DER SCHRITTZÄHLER STEHT AUF 9130. DAS LEBEN IST SCHÖN!

Tu was dir gefällt

und du wirst jede Menge Leute treffen, die dir gefallen.

So war das auf jeden Fall an diesem Ausbildungswochenende. 11 neuen Coachs unser mit Herz geschriebenes, ganzheitliches Lebe leichter Konzept zu vermitteln muss ich natürlich logistisch und organisatorisch vorbereiten. Sitzen sie dann mal vor mir, geht alles wie von selbst. Eine super Gruppe mit vier charmanten Schweizern und sieben deutschen Coachs… und so viel gelacht wie während dieser Ausbildung habe ich auch noch nicht.

Zur Belohnung habe ich abends ein neues Buch angefangen: „In 20 Jahren wirst du dich mehr über die Dinge ärgern, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen los und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke“. Mark Twain

Das Buch, das ich grade lese ist aber nicht von Mark Twain, sondern von Meike Winnemuth, die bei Günther Jauch eine halbe Million gewonnen hatte und „einfach losfuhr“. 12 Monate in 12 Städte, die sie schon immer mal erleben wollte. Da wimmelt es von Sätzen, die was mit mir machen…“Tu jeden Tag etwas, wovor du Angst hast. Je öfter du dich kleine Dinge traust, desto leichter fallen dir die großen…

Kannst du dir vorstellen, dass auf meiner „Angst-Liste“ mal stand: Autofahren in Norwegen? In unserer Gemeinde predigen? Wer die Komfortzone verlässt, verschiebt Grenzen. Und was gestern noch auf der Angst-Liste stand, ist heute Lernzone… und kann übermorgen Komfortzone sein. Ich hab die alte Angstliste noch und ich muss immer lächeln, wenn ich sie finde. Gut, dass ich sie mal geschrieben habe.

Irgendwann

habe ich mal beschlossen, grundsätzlich glücklich zu sein – egal wie die Umstände sind. Mal regnets, mal scheint die Sonne, mal krieg ich Applaus, mal das glatte Gegenteil.

An manchen Tagen ist es einfacher als an anderen. Heute scheint die Sonne, ich lerne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit SEHR NETTE NEUE COACHS WERDENDE Coachs kennen, abends gehen wir essen… heute ist es SEHR EINFACH!

Wünsche Dir ein geniales, leichtes Wochenende! Pass auf Dein Herzchen auf, denn das ist so ziemlich das wichtigste Stück an Dir.

„Vor allem aber behüte Dein Herz, denn Dein Herz beeinflusst Dein ganzes Leben“.
Sprüche 4, Vers 23

Bin clean

Zwei ziemlich erfolgereiche Teilnehmer haben sich gestern bereits für den Herbstkurs vormerken lassen. Als sie meinen ungewöhnlich strengen Blick sahen, versprachen sie mir sofort hoch und heilig, sie wollten ihr Leben mit meiner Hilfe und sozusagen für immer ändern und allen schlechten Gewohnheiten zu Leibe rücken…

Sie werden schon merken, dass das mit den Marotten ausrotten und den Gewohnheiten ändern ein Langzeitprojekt ist…Ich rotte und rotte und finde immer noch welche 🙁

Wenn ich nachts mal nicht schlafen kann, hilft mir immer noch das Käsebrot. Aber inzwischen bin ich so ehrlich, dass ich das Nachtbrot mit dem Frühstück verrechne und deshalb nur noch Wasser und Kaffee kriege. „Wie praktisch“, denk ich dann. Weitere Pleiten erfahren nur Teilnehmer, die mir in die Augen schauen und verstehend nicken.

Aber mein Marotten werden auf jeden Fall jährlich weniger. Letztes Jahr, genauer gesagt seit dem 12.2.2012  habe ich zum Beispiel das Vielkaffeetrinken eingestellt.

Zu Süßstoff und Stevia hatte ich schon immer ein entspanntes Verhältnis. Verschone meine Teilnehmer mit missionarischen Berichten, welche üblen Auswirkungen Süßungsmittel haben und rate höchstens, den Verbrauch zu überdenken und gegebenenfalls zu reduzieren.

Seit Anfang des Jahres habe ich mein PERSÖNLICHES Verhältnis zu Süßstoffen, auch in Getränken, Geschmacksverstärkern, Glutamat und Zusatzstoffen überdacht und achte noch bewusster als früher darauf, nur natürliche Lebensmittel zu kaufen und selber eine tolle Nummer daraus zu machen. Man wird ja schließlich älter.

In diesem Zug, TARRAAAA, darf ich also stolz verkünden, ist die Marotte Süßstoff ausgerottet. Habe dafür von meinem Kurs APPLAUS bekommen. Der Tee, in dem ich früher 2 Süßstofftablettchen aufgelöst habe, schmeckt jetzt auch so. Inzwischen STÖRT MICH SCHON DER SÜßSTOFF. SO WEIT IST ES SCHON GEKOMMEN…

Bin seit 10 Jahren Ernährungscoach… und habe mal wieder eine persönliche Marotte gerottet. Mal gucken, welche die nächste ist, die fällt… Ich hätt noch ein paar 😉

Sonn-Talk

Sonntags ist Telefonieren mit Mutter angesagt. Seit April wohnen meine Eltern in einer Seniorenresidenz. Wir hatten es über die dort angebotene Gymnastik, wofür sie leider keine Zeit hat und über Sinn und Unsinn von Gedächtnistraining.

Ich ermuntere sie, doch wenigstens mit meinem 92jährigen Vater öfter mal teilzunehmen.

„Was soll ich denn da?“, meint sie, immerhin 82-jährig. „Das sind doch nur alte Leute“. ‚

„Mensch Mutter, dann bist Du halt Klassenbeste. Das würde ja sogar ich versuchen…“ Sie sieht den Spaßfaktor der Gruppendynamik nicht und zieht es vor, dann lieber mit Vati in der Sonne zu sitzen, wenn sie denn scheint.

In dieser Woche habe ich mich mit meinen Teilnehmern in die Zukunft gebeamt. Mal bitteschön 30 Jahre weiter. Dann bin ich so alt wie meine Mutter heute. OB ICH WOHL ZEIT FÜR GYMNASTIK HABEN WERDE? OB ICH GEDÄCHTNISTRAINING MÖGEN WERDE? ICH HABE KEINE AHNUNG. NUR, DASS ICH IN 30 JAHREN, SO GOTT WILL UND ICH LEBE, ICH IMMER NOCH DIESEN KÖRPER HABE. KEIN AUSTAUSCHMODELL. WIE HOCH WOHL MEIN SPAßFAKTOR MIT 82 SEIN WIRD?

Wo ist sie denn?

Habe ein paar Emails von Bloglesern bekommen, die Alexandra vermissen… Sollte Alexandra mal hören: Man vermisst Deine Berichterstattung. Dabei ist sie selber nicht schuld, sondern ich. Hatte letzte Woche ein paar Sicherungen auf meinen Webseiten vornehmen müssen und in diesem Rahmen den alten Blog „zum nächstmöglichen“ Zeitpunkt gekündigt…. und mir nicht vorstellen können, dass am nächsten Morgen schon der nächstmögliche Zeitpunkt war. So tut mir das sehr leid – auch Silkes Beiträge sind ungespeichert verpufft. HAUPTSACHE, DIE KILOS SIND WEG, ODER???

Silke und Alexandra sind wohlauf, beide besuchen live und in Farbe die Treffen vor Ort und ich habe mit beiden sehr viel Spaß. Irgendwelche Vorteile muss der Besuch der Treffen ja haben.

Gartenfest

Sind zum Gartenfest eingeladen und bis jetzt regnet es in Strömen. Erinnert mich irgendwie an unsere zahlreichen Norwegenurlaube im Dauerregen. Ein Tourist fragte mal einen kleinen Jungen aus Bergen (Norwegen): „Sag mal, regnet es bei Euch immer“? Meint der Knirps: „Weiß ich nicht. Ich bin erst 8“.

Was soll ich also anziehen? Keine Ahnung. Beschließe nur, mich TROTZ DES WETTERS auf das Gartenfest zu freuen und hoffe ganz heimlich, dass wir nicht im Garten sitzenl

Frei-Tag

Genieße das Privileg, meine Zeit als Selbstständige frei einteilen zu können. Ohne Druck!

Keiner steht hinter mir und hetzt mich. Den einzigen Termin, den Heike und ich unbedingt einhalten wollen, ist der Abgabetermin für das nächste Buch Ende Juli.

Hab mir eben eine Liste gemacht, was ich heute machen möchte. Nicht muß. Kein Druck.

Meinem Schrittzähler wird die Sitzerei nicht gefallen. Aber so motiviert, wie ich grade draufbin, kann es gut sein, dass ich heute Mittag frei habe, wie andere Freitagsnachmittag

Dein Jackpot

Wer jeden Tag nur Kuchen ißt – und Keks und Schokolade, der merkt ja nicht, wenn Sonntag ist und das ist wirklich schade (Wilhelm Busch)

Verzichten heißt nicht, nur selten Kuchen, Schokolade, Fastfood und Alkohol zu genießen

Ich persönlich verzichte eher auf

– Sodbrennen
– Magen-Darm-Geschichten, inklusive Verstopfung
– ständige Arztbesuche
– Diabetes
– Nix anzuziehen
– schlechte Haut
– schlechte Laune

Und gewinne

– Wohlbefinden
– einen gesunden, funktionierenden Stoffwechsel
– Fitness
– Zufriedenheit & Ausstrahlung & gute Laune
– Kleiderauswahl, weil jedes Jahr was dazukommt und mir noch alles von früher passt
– Zeit, weil ich nicht dauernd zum Arzt rennen muss
– Geld

DU KANNST HEUTE IN DEN JACKPOT VON MORGEN EINZAHLEN.