Herzstillstand

Ein geruhsamer Tag geht zu Ende. Gut, dass ich mit G. zum Laufen verabredet war, sonst wäre ich wohl gar nicht vor die Tür gegangen. Gegen 19.00 Uhr hätte ich eigentlich zu einem Abendtermin aufbrechen müssen. „Muss ich?“ frage ich meinen Liebsten. „Folge deinem Herzen“, antwortete er weise.

Leider überkam mich gerade da eine solche Herzschwäche, dass ich nichts hören konnte… und blieb sitzen. „Ach, das ist aber schön mit einem Eheabend“, meinte der Liebste ein paar halbe Stunden später… das finde ich auch. Und das Herz schlägt auch wieder 8)

Herumgrasen

M., die beim Tag der offenen Tür aufgetaucht war, um etwas Näheres über das Konzept „Lebe leichter“ zu erfahren, musste über meine Ausdrucksweise lachen.

Macht sie doch sonnenklar, an was das ein oder andere Kilo zu viel gelegen hat. Nicht am Fastfood. Auch nicht an Massen von Gebäck oder Süßem. Sondern dem Abgrasen der kulinarischen Stehrümmchen in bequemer Reichweite.

Heute genieße ich einen Tag mit wenig Text. Lesefreiheit. Beantworte Emails, telefoniere. Freu mich, dass meine acht Gruppen so erfolgreich abgeschlossen haben. Und erwische mich beim Herumgrasen. Kuchenreste von gestern, ein Fleischbällchen, dass keinen Liebhaber gefunden hatte…Nur die blanken Nudelreste holen mich nicht ab.

Ob ein ganzer Monat Homezone das Beste für mich ist?

Rechtsrum

Essen aus Übermüdung. Dieses Muster kennen viele Gestresste. Statt sich aufs Öhrchen zu legen, schmieren sie sich ein Butterbrot oder plündern den Süßigkeitenvorrat.

Nach der aufregenden letzten Woche habe ich heute sogar den Vormittag verschlafen und bin wieder putzmunter. Und freu mich auf einen sehr relaxten, schlanken April.

Platt

Nach sechs Abschlussfeiern bei acht Treffen, dem Tag der offenen Tür am Samstag und der Kinderstunde heute war ich am Nachmittag platt. Sitze seit Stunden in meinem ultimativen Wellness-Sessel und lege die Füße hoch.

Hatte viel zu viel Kuchen für die erwarteten Besucherströme gebacken, die aber wegen des Superwetters nicht alle den Weg in die Cafeteria fanden. Trotzdem bin ich zufrieden, denn die Buchvorstellung wird allmählich „rund“ – und schon am Samstag werde ich die gleiche Lesung in Kitzingen halten.

Überflieger

Gute Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder erfolgreich sind. Möglicherweise sogar erfolgreicher als sie selbst. Und so bilde ich mir wirklich was auf meine Kinder ein. Würde sie am liebsten allesamt bei Günther Jauch anmelden und später die Millionen mit ihnen verjubeln…

Und so freue ich mich neidlos mit Teilnehmern, die weniger wiegen als ich und denen, die wesentlich disziplinierter sind als ich. Heute erreichte mich die Email von G., die meine Absage zum Laufen nicht gelesen hatte und mutterseelenallein am Treffpunkt wartete: „Habe zehn Minuten mit meinem Schweinehund gekämpft. Der wollte wieder nach Hause. Ich habe gewonnen und bin eine Stunde in schönster Sonne gelaufen. Gut, dass ich schon dort war. Sonst hätte er vielleicht gewonnen“.

Ich bin so stolz auf G., als wäre ich selber gelaufen…

Wie Weihnachten…

Da staunten meine Lieben nicht schlecht, als ich sie an einem stinknormalen Mittwochmittag mit unserem obligatorischen Weihnachtsessen verwöhnte: Gemüsestrudel mit Knoblauchsoße.

In sechs meiner acht Lebe leichter Kursen wird in dieser Woche Abschluss gefeiert. Sektkorken knallen und jeder Teilnehmer trägt etwas zum Essen bei. Inzwischen habe ich so meine Tradition: Zum Frühstück bringe ich Obstquark mit. Zu den Feiern am Abend Gemüsestrudel.

Meine Familie kann sich ausrechnen, wann sie das nächste Mal zu diesem (außer)weihnachtlichen Genuss kommt. Zum Beispiel am 20. Juli. Da schließt der Sommerkurs mit einem Fest ab 8)

Drei Lebe leichter Abschlussessen im Jahr – und Weihnachten kommt ja auch noch.

Konsequent

Ich schaue wirklich nicht den Leuten in die Einkaufswägen. Und bin auch kein Anhänger der These: „Zeige mir was Du isst und ich sage Dir wer Du bist“. Denn ich kenne viele Menschen, die jede Menge ungesunder Sachen essen und doch ganz wunderbare Zeitgenossen sind.

Aber heute stand ein Vater mit seinem ca. 5jährigen Sohn vor mir an den Kasse. Und ich kam nicht umhin, ihren Einkauf zu betrachten. Zwei Dosen Königsberger Klopse, zwei Ritter-Sport-Schokoladen aus dem Angebot, ein paar Packungen Schokoriegel unbekannter Sorte und einige Flaschen Bier. „Krieg ich jetzt die Süßigkeiten“, bettelte der Kleine. „Nein“, so der Vater. „Jetzt gehn wir erst an die Pommesbude und essen. Sonst isst Du Deine Pommes wieder nicht auf“!

Und weil Kinder wie ein Spiegel sind, hoffe ich, dass am Montag wieder richtig gekocht wird.

Hör nie auf, anzufangen

Gerade plane ich die nächsten Kalenderwochen und  staune: Wie viel hat sich in den letzten Monaten verändert. Im September ist das Pilotprojekt „Lebe leichter“ mit vier Testgruppen gestartet. Inzwischen geht Lebe leichter mit seinem 12-Wochen-Rhytmus bereits in die dritte Runde.  Handwerkszeug Buch und Planer sind erschienen und haben ein wunderschönes Layout. Und jede Woche erweitert sich unser Konzept.

Weil gerade diejenigen, die den Kurs schon ein- oder zweimal durchlaufen haben, die Kontrolle des Gewogenwerdens schätzen, haben wir brandneu die 12er-Karte entwickelt. Ab Mai gibts den Lebe-leichter-Planer + 12maliger Möglichkeit, in der Servicezeit des Treffens gewogen zu werden. Die 12er-Karte gilt ein ganzes Jahr.