Der Traum meines Kalenders

So ungefähr sieht er aus, mein blitzblanker Kalender 2012. Mein Kalender hat einen Traum:

– Mich jeden Tag auf das aufmerksam zu machen, was mir für dieses Jahr wichtig ist. Er weiß es!
– Mich an terminierte Projekte zu erinnern. Wenn ich die vor Augen habe, kann ich NEIN sagen.
– Mich an Geburtstage, Feste, Ferien zu erinnern!
– Mir alle Adressen und Telefonnummern liefern, die ich brauche. Werden eigenhändig eingeklebt.
– Mir Buchungsnummern von Hotels verraten, Abflugzeiten,  Ideen für neue Projekte, Brainstorming

– Er notiert sich Impulse, die ich als merkenswert erlebt habe.

-Er träumt davon, mein Leben leichter und organisierter zu machen.

Damit ich mich im Dezember nicht wundere, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Zeit ist der Rahmen meines und Deines Lebens. Nicht wovon ich geträumt habe, zählt. Sondern was ich getan habe. Mein Kalender träumt davon, mir dabei zu helfen.

Du schaffst das!

Wie redest Du eigentlich über Dich und Dein Projekt Wunschgewicht, positiv oder negativ?

Ich muss immer so diszipliert sein  ODER  Aus eigener Einsicht esse ich angemessene Portionen.

Ich Arme muss hungern ODER  Ich genieße dreimal am Tag eine leckere Mahlzeit und das ist genug.

Ich muss abnehmen, das schaffe ich nie ODER Mit Gottes Hilfe erreiche ich mein Wunschgewicht.

Dreimal in der Woche muss ich mich beim Sport quälen ODER Bewegung bringt mich in Schwung.

Ich seh unmöglich aus ODER Gott sei Dank, ich bin einmalig. Ein Meisterstück, Design Heaven.

5 Tage später

Es kann so leicht sein, leichter zu werden. Fünf Tage nachdem ich alle Ausreden und sämtliche Selbstmitleidstiraden mit dem Geschenkpapier in die Tonne gestampft habe, bin ich über 2 Kilo leichter.

Weil ich mich wieder richtig an die Tellerportionen gehalten habe. Zwischen den Mahlzeiten viel getrunken habe. Und nach dem Abendessen nichts mehr gegessen habe.

Wenn ich so konsequent bin, lande ich ratzfatz wieder beim Lieblingsgewicht, schlafe besser als mit vollem Bauch  und spüre morgens wieder meine Rippchen 🙂

Heute Morgen: Erst mal ein großes Glas Wasser, 2 dünne Scheiben Vollkornbrot mit Frischkäse und Honig, Kaffee, eine Kiwi und noch ein IKEA-Glas mit einer Sprudeltablette Magnesium. Das ist das einzige, was ich ab und zu ergänzend nehme, weil ich öfters mal Muskelkrämpfe habe und so vorbeuge. Wirkt bei mir 100%ig.

Heute Mittag: 1 Kohlrabi, während ich das Essen zubereitet habe. Dann ein großes Stück Hirtenpfannenkuchen. Da war so viel Gemüse drin, dass ich keinen Extra-Platzhalter Gemüse mehr drauflegen musste.
hirtenpfannekuchen-fweb.jpg

Heute Abend: 250 g Joghurt mit einem kleingeschnittenen Apfel. 1 Vollkornbrot mit einem Ei drauf.

Ging alles locker auf einen Teller. Ich hätte zwar bei jeder Mahlzeit noch mehr essen können, aber merke: Ein Teller reicht und die Waage lacht.

Nichts schmeckt so gut, wie es sich anfühlt, wenn alles wieder passt 8)

Ja gerne

Rumsitzen und mich langweilen oder dauernd total ausgeruht sein und meine 7 Sachen hübsch geordnet zu haben, holt mich nicht ab.

Und weil ich weiß, dass Menschen sich nur in Bewegung setzen, wenn ein Ereignis sie dazu zwingt, bin ich die notorische Ja-Sagerin.

„Warum tust Du Dir das denn an?“, fragt mich mein Mann, als er sieht, wie Klaus und ich versuchen, den Podcast zu schneiden. Mein Interview mit C. war so gut wie fertig, als das Telefon klingelt, fürs Schneiden haben wir länger gebraucht als für den Podcast.

Aber Heike und ich stoßen gerade in eine neue Dimension vor – und die macht Spaß.

Je öfter ich Ja sage, desto schneller verändert sich meine Welt, erweitert sich mein Horizont.

Nur weil ich Ja gesagt habe, als der Verlag uns vor einigen Jahren um das erste Manuskript bat, kam ich in die Gänge. Nur weil wir den Abgabeschluss akzeptierten, wurde das erste Buch „Lebe leichter“ geschrieben.

Meine Zusagen bringen mich in Zugzwang – und ob mit Angst oder ohne, die besten Geschichten erlebe ich, wenn ich meine Komfortzone verlasse und was tue.

Davon zu träumen, ein Buch zu schreiben, ändert die Welt noch nicht. Naja.. und es gibt natürlich haufenweise Bücher, die die Welt trotzdem nicht ändern.

Mir auszumalen, was ich alles besser machen würde als X oder Y ändert die Welt nicht. Erst, wenn ich was TUE, ändert sich was.

Wenn ich mit 80 mal auf mein Leben zurückblicke, dann kann ich hübsch ausruhen und hoffentlich ist es dann aufgeräumt und ich hab es bequem. Aber jetzt geht noch was!

Als ich gestern gegen 18.00 Uhr den Computer runterfahren will, ploppt eine Email auf. Eine Lektorin des SCM Verlags fragt, ob ich für eine Neuerscheinung im Herbst ein Endorsement schreiben könnte. Das Buch passe so gut zu Body Spirit Soul…

Mit Speck fängt man Mäuse, mit einem schönen Buch fängt man mich… Ich lasse den Computer an… lese, schmunzle, mach mir Notizen und ruck zuck hab ich ein ganzes Buch am Computer gelesen… Da könnte ich auch schnell noch das Endorsement schreiben. Um 22.30 ist der Text fertig und ich sende ihn an die Lektorin… Sie wird geschaut haben wie ein Eichhörnchen, dass nicht nur das JA in ihrem elektronischem Postfach ist, sondern gleich der fertige Text… Das Buch hab ich mir dann gleich zum Geburtstag gewünscht… Ich hätte auch Nein sagen können… Aber warum eigentlich?

Kick am Morgen

Ferien. Fühle mich privilegiert, länger im Bett zu bleiben als an Schultagen. Weil Dienstags mein Online-Coaching-Tag ist, will ich mich nur versichern, dass es keinen Stau in meinem Outlook gibt und checke per Iphone die Mails, die bisher eingetrudelt sind.

Und die beiden ersten haben mich so was von inspiriert, dass ich B. zur Motivationskanone des Tages ernannte. Sie erklärt 2012 zum Jahr, wo sie angefangene Projekte BEENDET.

Will sich nicht mehr treiben lassen und hoffen, dass sich was verändert, sondern Ziele definieren. Will sich nicht mehr für das Chaos um sie herum schämen, wo sie Rechnungen nicht mehr findet und deswegen Zahlungsaufforderungen bekommt. Wo sie sich ärgert, weil beim Schuhebinden ihr Bauch im Weg ist. Ziel: Ihre Würde zurückzuerobern.

Sie schreibt keine Riesenliste für das Jahr. Nur diese beiden Punkte:  Ihr Wunschgewicht erreichen. Und eine ordentliche Wohnung.

Die nächste Mail kommt von C. Die an diesem Morgen, also direkt nach den Feiertagen, ihr 12-wöchiges Online-Coaching abschließt. Die sich bedankte, dass ich an sie geglaubt habe, als sie selbst es nicht tat. Die während des Coachings nicht nur 6,6 Kilo leichter geworden ist und das in der Weihnachtszeit, sondern jetzt auch einen schlankeren Kleiderschrank hat und einen aufgeräumten Schreibtisch. Die angefangen hat, ihre Umgebung zu verändern, auszumisten, zu entrümpeln „denn mit weniger Ballast lebt es sich auch leichter“.

Kann man im Bett liegen bleiben, wenn man solche Mails bekommt. Ich nicht!

Hunger

Die Feiertage sind vorbei.  Und nachdem ich in 8 Tagen als gertenschlankes Vorbild vor meinen neuen Teilnehmern stehen soll, beschloss ich also gestern, dem ärgerlichen Weihnachtskilo den Kampf zu erklären. Denn ob ihr es glaubt oder nicht. Eine zwickende Hose in Größe 38 ist genauso unangenehm wie in Größe 48.

So ein oder zwei Kilo kommen so: Du isst eigentlich nur ein bisschen mehr als sonst. Machst aber öfter eine kleine Ausnahme. Hier ein Glas Wein. Am Abend noch was aus dem Kühlschrank. Etwas Zwischendurch. Nach Tagen, wo Du weißt, es war zu viel, gehst Du lieber nicht auf die Waage. Das machst Du doch am gleichen Tag wieder wett, oder? Wenn Du auf der Waage warst, bist Du oft angenehm überrascht. Huch? Bei all dem, was Du in den letzten Tagen/Wochen… gegessen hab…Du hättest was Schlimmeres verdient erwartet… Wähnst Dich in Sicherheit.

Und dann: 1,8 Kilo mehr. Versuchst, auszugleichen. Wendest sämtliche Tricks an, von denen Du in Deiner Diätkarriere gehört hast. Die 1,8 Kilo bleiben.

Dann: Reumütig kehrst Du zu dem schlichten Programm zurück: 3 Mahlzeiten am Tag mit dem Essen, was Dir schmeckt. Auf jedem Teller ein Platzhalter Obst oder Gemüse.

Nichts zwischendurch. Nach dem Abendbrot NICHTS. Nicht um 21.00 Uhr. Nicht um 22.00 Uhr. Auch kein Joghurt. Kein Obst. Einfach nichts. Ok, Tee, Wasser…

Heute nacht knurrte mein Bauch ganz böse. Ich spürte förmlich, wie er sich einen Snack von meinen Hüften holte. Brav blieb ich im Bettchen und genoss den Triumpf. Am nächsten Morgen: Ein glattes Kilo hat er sich geholt….Jetzt noch 800 g und das Vorbild stimmt wieder und die Hose kneift nimmer.

P.S. Für Neueinsteiger und alle, die das Konzept mal unverbindlich testen wollen. Es ist genial normal. 3 Mahlzeiten am Tag mit einem Teller voll (nach BMI gestaffelt). Zwischen Frühstück, Mittagessen und Abendessen möglichst 4-5 Stunden Pause. Nach dem Abendessen bis zum Frühstück möglichst 10 Stunden Pause. Die ersten 3 Tage müsst Ihr Euch durchbeißen. Dann wird es leicht. Einfacher als jede Diät. Genial normal. Wenn Ihr Hilfe braucht….Überall fangen jetzt neue Lebe leichter Kurse an und Online-Coaching mit einer persönlichen Note…

Geheimversteck

Richtige Familieninternas werde ich hier nicht veröffentlichen. Aber ab und zu fragt man sich ja, ob man noch normal ist. Zum Beispiel, wenn ich mir zwei Kiwis verstecke, weil ich weiß, wenn sie im Obstkorb liegen bleiben, sind sie morgen früh verschwunden. Ich stecke Extra-Äpfel in ein Geheimversteck, denn alle, die in der Obstschale liegen, werden für mein Müsli definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen. Wenn mich dann einer meiner Hausgenossen fragt, ob wir noch Obst haben, gebe ich auch ohne Zögern was aus meinem Vorrat. Geizig bin ich nicht.

Seit Neustem verstecke ich auch Champignons. Da teilt sich unsere Familie exakt in zwei Lager. Verächter und Liebhaber. O-Ton meines Sohnes: „Esst Ihr die wirklich freiwillig?“

Ja, alle vier Frauen lieben Champignons. Roh. Im Salat. Auf der Pizza. Aus der Pfanne. Und kaum will ich mir in den letzten zwei Wochen ein Essen mit Champignons zubereiten, sind sie weg. Also muss ich inzwischen auch die verstecken. Großfamilien haben eine eigene Dynamik.

Gemunkel

Man munkelt auf den Straßen, dass das Jahr 2012 das schönste, spannendste, kreativste, inspirierendste, erfüllendste Jahr überhaupt wird. Und Du und ich sind dabei.

Ich wünsch Dir Zeit, zu Ende zu denken, was Du nicht mehr willst und was Du willst. Manchmal ist es einfacher, zu überlegen, was Du auf keinen Fall mehr willst…

Ich wünsch Dir Mut, Risiken einzugehen und Deine Komfortzone zu verlassen. Nicht alles, was sich bequem und gut anfühlt, ist das Beste für Dich.

Ich wünsch Dir Weisheit, einzuschätzen, was dran ist und was nicht. Verpulver nicht Deine Kraft auf Baustellen, auf denen Du keine Arbeitserlaubnis hast.

Finde Deinen Platz. Füll ihn ganz aus. Und lebe Dein Leben mit Leidenschaft.

Ein glückliches, leichtes Jahr wünsch ich Dir  8)

Vorher – Nachher

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Genau 10 Tage hat es gehalten, unser liebevoll dekoriertes Knusperhäuschen. Nach gerade mal 3 Tagen begannen die ersten Dachabdeckarbeiten und das letzte Foto erspare ich uns. Traurig, aber wahr. Süßes hat in unserem Haus kein langes Leben.

Inzwischen sind alle weihnachtlichen Vorräte dank meiner Großfamilie auf ein Minimum geschrumpft und was noch da ist, macht mich nicht an. Hartwurst, die meine Männer fürs Raclette brauchen…nein danke. 1 Tüte Chips…für mich keine Versuchung. Nüsse und Mandeln…fast nichts mehr da. An Weihnachten hat man als Mutter derr Nation ja die hehre Aufgabe, jedermann und frau kulinarisch zu beglücken. Jetzt ist es vorbei für dieses Jahr. Silvester gibts selbstgerollte Sushi. Und im neuen Jahr gehts weiter wie immer: Nichts Süßes im Haus Nordstrand. Und wehe, Ihr schenkt mir was…

Vorbeugen ist besser…

..als heilen, dachte ich mir vor Beginn der Feiertage. Und beschloss, während der Weihnachtstage konsequent jeden Morgen auf die Waage zu steigen. Am 25. war ich deutlich nicht amused (die Plätzchen von Martha, die Mon Cheri von Harry, das Knusperhäuschen, das Eis mit heißen Himbeeren  und die 2 Gläser Rotwein hatten doch Spuren hinterlassen. Der Gemüsestrudel war definitiv nicht schuld!!!) Heute zog ich vorbeugend meine engste Jeans an (wegen dem Raclette von gestern abend, der Zartbitterschokolade von A. , den Schokokugeln auf dem einzigen bunten Teller des Hauses (habe ich schon mal gesagt, dass ich trockener Schokoholiker bin?) und weiteren Abbauarbeiten am Knusperhäuschen).

Jetzt bereite ich die Königinpastetchen mit Ragout fin für heute vor. Mit der Jeans kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mehr als einen Teller schaffe. Statt bequeme weite Kleider setze ich prophylaktisch auf enge Schweinehosen, die mich rechtzeitig erinnern, dass die Portion jetzt mal reicht.

Während am 20. Dezember zwei  Mutige mit dem Lebe leichter Programm angefangen haben, gibts heute und morgen ausnahmsweise keine Neueinsteiger.  Bin sehr gespannt, was K. und A. während dieser schwierigsten Woche des Jahres abgenommen haben. Ich denke, mit meinem Jeans- und Wiegetrick werde ich mein Gewicht gehalten haben. Und bei vielen anderen gehts dann am 1. Januar los… oder am Montag danach…oder auch nicht 8)