Jetzt kommen sie auf den Müll

Schreibtischtag. Ungeschminkt. An den Füßen die ausgemusterten Gössweinichlaufewieaufwolkenschuhe, weil die neuen noch in der Wäsche sind. Ja, die kann man waschen. Ich bin das fertig lektorierte Manuskript für unser neustes Buch zweimal durchgegangen und habe alle Anmerkungen der Lektorin bearbeitet.

Eigentlich muss ich nichts einkaufen, aber seit Tagen überlege ich, den Gutschein für ein Lebensmittelgeschäft endlich einzulösen. Ich gucke noch nicht mal in den Spiegel und fahre los. Ich streuner etwas ziellos durch das Geschäft, in dem ich noch nie eingekauft habe. Ab und zu wirft mir eine Frau prüfende Blicke zu. Ich kenne hier keinen, außerdem ist ein typischer Hoffentlichsiehtmichkeinertag, ich habe doch wohl meine Tarnkappe auf, oder?

Am Auto spricht sie mich an… Sie kennt mich, liest meinen Blog, kommentiert mit einem Kopfschütteln meine Schuhe und bemerkt, dass wir beide älter geworden sind. Ja, es dürften ungefähr 16,17 Jahre her sein… und ja, ich bin älter geworden 🙂

Erst ein paar Tage früher hat mich eine ehemalige Teilnehmerin angesprochen, da war ich wenigstens geschminkt. „Ich schau öfter mal auf deinen Blog“, meinte sie. Kleiner Test: Hast du das Hochzeitsbild von Björn gesehen? Hatte sie!

Und C. schrieb mich ebenfalls in dieser Woche an: Nach einigen Jahren melde ich mich wieder bei Dir. Ganz vielleicht erinnerst Du Dich  noch an mich? Ich verfolge Deine Website, Blog u. Podcast lückenlos seit 2019… Es begeistert mich einfach IMMER, von Dir zu hören, zu lesen usw.! Toll, wie Du das machst!

Mein Resümee: Die Schuhe kommen sofort auf den Müll! Immer erst in den Spiegel gucken, bevor du das Haus verlässt! Und Blogschreiben lohnt sich. Man liest mich, wie nett! Danke, ihr drei, dann schreib ich jetzt öfter!

Gott hat ein Büro

Auf der Treppe liegt ein Päckchen für mich! Absender: Vaterherzbüro!

Ich staune: Gott hat ein Büro und schickt mir Post. Eigentlich wollte ich zum Einkaufen fahren, aber bei so einem Ereignis muss ich mein Programm ändern.

Ich öffne das Päckchen und finde einen Brief, nicht direkt von Gott, aber dicht dran.

Zwei Teilnehmerinnen bedanken sich für den Lebe leichter Kurs, an dem sie gerade teilnehmen und schreiben: „Das war die beste Entscheidung seit langem“.. Zählen sämtliche gute Eigenschaften von mir und meiner Art der Begleitung auf und dann packe ich ihre Überraschung aus: Ein Holzherz mit Inschrift: Der dem Herrn vertraut, bekommt neue Kraft.

Ich stelle dieses Herz neben meinen offenen Laptop! Meine Kraftspritze von Gott persönlich, aus seinem Büro.

Heute arbeite ich im Wohnzimmer.
Mit diesem Herz neben mir. Heute darf Gott mein Wohnzimmer als sein Büro benutzen.