Prinzessinnen

2o Frauen waren wir an diesem wunderschönen Wochenende – und fühlten uns wie Prinzessinnen. Das Wetter war eine Wonne, das Essen perfekt für  Frauen wie uns, die Obst, Gemüse und gesunde Küche lieben – und die noble Ambiente des alten Schlosses tat sein übriges.

Das Allerschönste für uns Frauen war der Glücksfaktor “Zeit”. Zeit zum Reden, Austauschen, Walken… und natürlich Zeit, uns in das Thema “Inspiration für einen zufriedenen Alltag” zu vertiefen.

Am ersten Abend gabs eine Überrraschungsfeier für das Geburtstagskind – mit Kaffee und edler Konditortorte – direkt vom Cafe Michel, 54 brennenden Kerzen und 19 Geschenken. Wie Barbara sich freute und wie sie sich ans Auspacken machte war ein Lehrstück  für sich: Lange verweilte sie bei jedem Geschenk, betrachtete es, sagte ein paar Worte dazu, bedankte sich herzlich bei dem Geber und erinnerte mich, trotz ihrer 54 Jahre an ein kleines, glückliches Mädchen. Ich war froh, dass ich mir wirklich Gedanken gemacht hatte, was ihr Freude bereiten würde…

Da fiel mir ein Gedicht von Joachim Ringelnatz ein, dass ich seit Kindertagen kenne:

Schenke groß oder klein, aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten  die Gabe wiegen, sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei. Schenke dabei,was in dir wohnt an Meinung Geschmack und Humor, 
so daß die eigene Freude zuvor dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist, ohne List. Sei eingedenk, daß dein Geschenk du selber bist.

Eine der Frauen, die bei dem Wochenende dabei war, ist eine Schenkerin aus Leidenschaft. Sie scheint Menschen zu “beobachten”, um Möglichkeiten zu finden, ihnen  eine Freude zu machen.

Einmal beobachtete sie, wie Ch. im Bücherladen unserer Gemeinde mit einer schönen Tasse liebäugelte. Nicht, dass Ch. sie sich nicht hätte leisten können – aber sie stellte sie doch wieder weg und kaufte nichts. Eine Woche später fragte meine “begabte” Freundin: “Na, hast Du Dir die Tasse gekauft?” “Nein!” “Dann möchte ich sie dir gern schenken” und schwupps, schon stand sie vor der verduzten Ch. So ist sie! (Das war die selbe Frau wie die mit den 15 Gläsern Nutella).

Kann man Schenken “lernen”? Die Auswirkungen sind auf jeden Fall so begeisternd,  dass es ansteckend ist… und ärmer wird man keinesfalls dabei . (Vorsicht: Suchtfaktor)

Großzügigkeit ist eine echte Gabe Gottes – und wenn ich miterlebe, wie Menschen ihre Gaben ausleben und ihrem  Schöpfer immer ähnlicher werden  werde ich ziemlich begeistert :-)

Vollgetankt mit Sonne, bestem Essen, wertvollen Impulsen und Eindrücken fuhren wir einer neuen Woche mit inspiriertem Alltag entgegen ;-)

Hinterlasse eine Antwort