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Nur nicht fürs Laufen…

Habe gerade einen Lauf - wie Günther Jauch immer so nett zu sagen pflegt, wenn seine Kandidaten eine Runde weiterkommen. Sitze am Laptop und die Texte tippen sich wie von selbst. Fällige Artikel für die Zeitschrift “Lydia“, das Vorwort zu Heikes neuem Buch, den Newsletter für meine Teilnehmer… ich brauche fast nicht nachzudenken - es läuft wie von alleine…

Nur fürs Laufen hab ich so gar keinen Lauf. Am Samstag entfällt sogar Beates Lauftreff, eigens gegründet, um Beate zum Laufen zu bewegen, denn ich bin mit einer Kollegin verabredet.

“Kennst Du in Bad Kissingen den “Weg der Besinnung?” hatte sie mich gefragt… und weil ich immer mal gerne etwas Neues ausprobiere, fahren wir zusammen zum “besinnen”. Auch wenn es ein Weg ist, den wir zusammen laufen, richtig sportlich wird das wohl trotzdem nicht - und S. wußte auch gleich, wo man anschließend in Bad Kissingen den besten Kuchen der Welt !!!  bekommt.

Wer oder was lockt mich hinter dem Laptop hervor? Am Dienstagabend hielt ein sportlicher junger Mann, immerhin mit einer bisherigen Gesamtabnahme von 40 Kilo eine flammende Rede über die Nützlichkeit der Leibesertüchtigung! Ich habe ihn gebeten, noch recht lang in meinem Treffen zu bleiben, um meine offensichtlichen Defizite zu kompensieren. ;-)

Verpasste Gelegenheit

Da hatte ich eine so gute Idee bekommen, jemandem etwas Gutes zu tun. Eine Idee, regelrecht vom Himmel zu mir hinabgeweht….. Ich fand sie gut, ich fand sie toll - und war doch zu bequem, sie umzusetzten. Jetzt ist die Gelegenheit definitiv vorbei und mich plagt das schlechte Gewissen.

Nehme mir vor, nicht nur “Körperflüsterer” zu sein, will sagen, die Signale des Körpers wie Hunger, Durst, Müdigkeit, Erschöpfung zu deuten und zu beachten, sondern auch in Sachen “Herzensflüsterer” zuzulegen.

Aber weil das typische, den Frauen eigene schlechte Gewissen nun mal gar nichts bringt außer zusätzlicher schlechter Laune, bitte ich einfach den, der mir einmal eine so geniale Gelegenheit gegeben hat, um eine zweite Chance. Ich werde sie nutzen, hoffentlich….

Futter fürs Herz

Gerade gesehen und ein warmes Gefühl ums Herz bekommen:

Ein Mann steht mit seiner Aktentasche am Straßenrand und wartet. Und wartet. Scheinbar wird er von einem Kollegen zum Dienst mitgenommen. Schichtdienst? Keine Ahnung. Ruhig geht er auf und ab. Schaut immer wieder mal auf die Uhr und wieder die Straße hinunter. 20 Minuten vergehen. Sicher wird er zu spät kommen. Er geht weiter auf und ab. Mindestens ein halbe Stunde später hält ein Auto vor ihm an. Der Mann wirkt und strahlt. Eine Frau steigt aus und ein paar Kinder purzeln aus dem Wagen. Der Mann küsst die Frau, sie tauschen die Schlüssel. der Mann steigt ein, winkt - und fährt mit fröhlichem Gesicht davon. Kein Ärger, kein grimmiger Blick - Küssen, Lächeln und Winken. Ich bin beeindruckt. Gesehen heute um 13.30 - in Würzburg :-)

Futter für die Sinne

Fünf Sinne hat der Mensch: Wir können sehen, hören, riechen, schmecken und tasten. Gerade jetzt im November merke ich, wie bunte Farben meinen Augen guttun. Die Natur macht es vor und bietet mir soeben einen Augenschmaus: Unser Garten - heute ganz in Grün, Braun und Orange, meinen Lieblingsfarben. Bunte Kissen auf dem Sofa, brennende Kerzen, Blumen - und meine Seele kann baumeln…

Zum Hören habe ich mir eben eine uralte CD mit irischer Musik aufgelegt, Futter für die Ohren. Für mich selbst Musik aufzulegen - darauf komme ich meist gar nicht.  Aber Familie Sch., bei der ich in Soltau übernachtet habe, brachten mich wieder auf die Idee: Trotz Großfamilienbetrieb friedliche, entspannte Grundstimmung - im Hintergrund lief Klassik…

Mein Mann hatte schon immer eine “feine” Nase - nimmt sofort angenehme, aber auch unangenehme Gerüche wahr - und riecht auch selber gerne gut. :-) Und mag, wenn ich mein neues Parfüm benutze: Midnight Poison von Dior. Ganz und gar nicht giftig - und auch nicht nur für mitternachts.

Aber jetzt ist Mittag - höchste Zeit, dass ich den Geschmackssinn meiner Lieben verwöhne. Was gibts bei Euch? Bei uns Zweierlei: Für die Fleischfans Geschnetzeltes, Spätzle und Blumenkohl - und wer mag kann Gemüsecremesuppe satt essen.

Lauftreff-frei

Nicht dass ich es forciert hätte… Pünktlich um 17.00 Uhr stand ich am vereinbarten Treffpunkt und wartete auf Mitläufer. Frau K. hatte eigentlich ihr Kommen angekündigt - und auch ich wusste (in der Theorie), eine Stunde Laufen würde mir gut tun.  Nun zur Praxis: Als nämlich bis 17.05 noch niemand erschienen war, fuhr ich zum Bummel Nr. 2 innerhalb von 2 Tagen in die Stadt. Ausbeute: Drei unbekannte Sorten Tee, eine wunderschöne neue Lieblingstasse - und Luxus pur: ein unglaublich gut duftendes Parfüm. Alles für 0 Points. Begründung: Wer nicht genießt, wird ungenießbar :-)

Theorie und Praxis

…können bekanntlich erheblich voneinander abweichen. Durfte ich gestern am eigenen Leib erfahren.

Gestern abend wurde die Jugendhalle unserer Gemeinde eingeweiht. Genau vier Jahre nach der Einweihung unserer Gemeinderäume ist nun auch die Jugendhalle fertiggestellt worden. Wir feierten zusammen mit der Gemeinde und Scharen von Gästen, Freunden und Horden junger Leute. Und weil ich die letzten Wochenenden so viel unterwegs gewesen war, hatte ich mit den Vorbereitungen nicht das geringste zu tun. Kam quasi als entspannter Genießer und war von den Socken, was das Bauteam zusammen mit den jungen Leuten in den letzten Wochen geleistet hatte. Nach dem Festgottesdienst und der ausführlichen Besichtigung der Räumlichkeiten folgte das Büffet.

In meinen Treffen war in der letzten Woche das Thema “auswärts essen”, “unterwegs genießen”, “Tipps für den Umgang am kalten und warmen Büffet” gewesen…. Und mein bewährte Tipp war ja gewesen: Reden statt essen.

Als “Besucher” und “stiller Genießer” jedoch hatte ich auf einmal tütenweise Zeit und während die Brote und Salate mich kalt ließen und ich einer Weight Watchers Leiterin bis dahin alle Ehre machte, fand ich mich später geschlagene drei Male allein vor dem Kuchenbüffet ein. Welche Schande :-(

Heute morgen nicht gefrühstückt, sondern zum “Leichter leben Vortrag” nach Ochsenfurt gerauscht. Und hier griff meine Variante “reden statt essen” wieder voll.  Zwei kleine Schälchen Obstsalat, dann hielt ich meinen Vortrag über das “wahre leichte Leben” und bin doch erstaunt, welche verborgenen Seiten ich gestern wieder einmal bei mir entdecken konnte. Theorie und Praxis eben :-)

Geschenkter Vormittag

Seit mindestens vier Wochen der erste Vormittag, an dem ich “frei” habe. Ein bestehender Termin wurde abgesagt und ich widerstehe mit Leichtigkeit der Versuchung, einfach nur Büroarbeiten zu tätigen. “Die Arbeit ist kein Frosch”, sagte eine Kollegin neulich. “Die hüpft nicht davon, sondern ist immer noch da, wenn Du wiederkommst”. So mache ich heute mal den Frosch, hüpfe davon, gönne mir einen gemütlichen Bummel durch Würzburg und tu so, als sähe ich die Stadt zum ersten Mal. :-)

Plutimikation

…ist nicht mein Ding”, verkündete Pippi Langstrumpf sinngemäß und verschwand ein für allemal aus ihrem kurzen Schülerleben. Mein Ding ist Rechnen nun ganz bestimmt auch nicht. Die Abnahmen meiner Teilnehmer prüfe ich meist noch mal mit dem Taschenrechner nach, denn jedes unterschlagene Gramm ist ja ein Fauxpax :-)

Den Taschenrechner benutze ich auch zum Abrechnung schreiben. Ganze Zahlenkolonnen ziehen täglich an mir vorüber. Heute hat mal wieder etwas nicht gestimmt. Dann heißt es: Nochmal den Bestand prüfen, nochmal rechnen, Fehler suchen - nicht finden - Lehrgeld zahlen.

Wer hätte gedacht, dass ich, die alles was mit Rechnen zu tun hat, weit von sich wegschob, nun jeden Tag rechnet, Buchführungen tätigt und Statistiken erstellt. Keiner. Es ist gut, durch den Alltag gezwungen zu werden, sich zu konzentrieren, genau zu sein  und immer wieder  Neues zu lernen.

Mein “Lehrgeld” von heute morgen erinnert mich an die Möglichkeit, auch im Treffen mit Laptop und per Mouseclick zu arbeiten. Meine Kolleginnen Rita und Heike machen das schon lange - ich habe bisher gescheut, mich in das computergestütze Rechenprogramm einzuarbeiten. Wie wärs? Packen wirs an?

Obwohl ich mich nicht, wie Pippi Langstrumpf, von den Zahlenkolonnen verabschiede, kann ich doch von ihr lernen - Pippi will keine feine Dame, sondern eher Seeräuber werden und bleibt ihren Defiziten gegenüber souverän. Ich will keine Bankangestellte werden, sondern am liebsten Motivation pur für die Menschen, die in meinen Treffen Pfunde verlieren wollen. So speichere ich auch negative Erfahrungen unter der Rubrik “Meine Chance, endlich wieder mal was Neues zu lernen” und schwuppdiwupp wird aus dem letzten Fehler die nächste Chance.

Reden statt essen

Bahnhöfe habe ich in den letzten Wochen reichlich gesehen. Ich mag die Atmosphäre. Vier Mal in den letzten zwei Wochen hatte ich einen längeren Aufenthalt in Hannover. Auch am späten Abend pulsiert dort das Leben. Heute genoss ich den Hundertwasser-Bahnhof in Ülzen - mit Kunstklo (Besuch 1 € ) und unglaublichem Flair. Einfälle haben die Leute…

Ein schönes Wochenende mit “Lebe leichter-Seminar” in Neuenkirchen bei Soltau liegt hinter mir - viele herzliche und beeindruckende Begegnungen und Gespräche und Unterbringung mit Familienanschluß + Hund. Jetzt habe ich nur noch ein Frühstückstreffen am nächsten Samstag im nahegelegenen Ochsenfurt, auf das ich mich schon lange freue - dann ist erst mal Schluss mit Reisen.

Während meine Teilnehmer sich oft über Reisegepäck in Form von mitgebrachten Pfunden beklagen, wirkt das Reisen sich meist positiv auf meine Figur aus. Vor lauter Reden vergesse ich, rechtzeitig zum Büffet zu gehen - und wenn ich mich dann aufmache, sind die meisten guten Sachen schon verputzt.  Auch eine Strategie, stimmt`s? ;-)

In der kommenden Woche ist das Thema in meinen Kursen: “Essen unterwegs”. Ob meine stark vereinfachste Variante “Reden statt essen” bei meinen Teilnehmern auf Begeisterung stößt? Ich werde mir die besten Tipps und Tricks für unterwegs zusammensuchen  und sie selber wählen lassen, welche Strategie für sie die Beste ist. Meine habe ich gefunden…

Nachbereitung - Vorbereitung

So viele Männer und Frauen haben in dieser Herbstferienwoche an meinen Weight Watchers Treffen teilgenommen. In meiner Statistik schaue ich zuerst einmal nur auf die “zahlenden Teilnehmer”- 171. Dazu  kommen aber die vielen Goldmitglieder, die jede Woche kostenlos zu den Treffen kommen können. Zusammen weit über 200…Schon nach ein- oder zwei Wochen Teilnahme kenne ich jeden mit Namen. “Hab ich irgendwie Talent für” ;-)

Der Freitag vergeht normalerweise mit typischen Büroarbeiten und der Nachbereitung. Doch morgen heißt es nicht nur nachbereiten, sondern auch vorbereiten. Denn am Samstag werde  ich auf einem Frauentag und am Sonntag in einem Gottesdienst in Soltau sprechen.

Während ich es vor ein paar Jahren noch schwierig fand, mehrere Vorträge gleichzeitig parat zu haben, bin ich inzwischen in Übung. Und lerne bei jeder Gelegenheit dazu.

Das letzte Wochenende mit Heike zusammen war natürlich Heimspiel. Nicht weil wir den Dünenhof schon gekannt hätten. Aber wir sind so aufeinander eingespielt und doch so verschieden, dass wir uns die Bälle, will sagen die Themen hin- und herwerfen können und sicher sind, die andere fängt den Ball.

Wer und was mich in Soltau erwartet, weiß ich noch nicht. Eine sehr nette Beate auf jeden Fall, die mich eingeladen hat und die mit ihrem Team den Frauentag von langer Hand geplant hat. Ich bin gespannt, nachbereitet, vorbereitet und einsame Zugfahrten liebe ich ja sowieso….